Week 4 – Preview @ Browns

written by Andre Vilshöver
10 · 01 · 26

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Gegen die Bengals haben die Steelers die richtige Reaktion gezeigt und reisen mit dem ersten Division Sieg und gesteigertem Selbstvertrauen in das nächste Division Duell. Die Cleveland Browns warten, für viele überraschend, mit dem identischen Record im Huntington Bank Field. Kickoff ist am Freitag, den 02.10.2026 um 02:15 Uhr.

Auf einen Blick

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Injury Reports

Joey Porter Jr. wurde erneut wegen Rückenproblemen für das Spiel “OUT” gemeldet, ist in der Nacht zum Donnerstag für einen 2nd Round Pick 2028 und einen 6th Round Pick 2027 (Steelers Pick der im Rahmen des Pickens Trade nach Dallas gesendet wurde) zu den Dallas Cowboys gedraftet. Desweiteren sieht man auf dem Injury Report siehtvor allem im Defensive Backfield erhebliche Personalsorgen. Brandin Echols wurde aus dem Concussion Protocol gecleared und sein Einsatz ist ebenso fraglich wie Jalen Ramsey mit einer Handgelenksverletzung. Ebenso müssen die Steelers erneut auf Running Back Rico Dowdle verzichten, der wegen einer Zehenverletzung weiterhin ausfällt.

In der Offensive Line müssen die Browns auf Center Elgton Jenkins (Gehrinerschütterung) und Guard Teven Jenkins (Rückenproblemen) verzichten. In der Offensive fällt zudem Wide Receiver Tylan Wallace (Knie) aus.
Gute Nachrichten gibt es hingegen für Cornerback Tyson Campbell (Knie), Safety Grant Delpit (Schulter) und Tackle Titus Howard (Knie), die keinen Spielstatus haben und somit zur Verfügung stehen.

Der Gegner in Zahlen

Offensiv präsentieren sich die Browns unter Head Coach Todd Monken bisher sehr limitiert. Sie erzielten in den ersten drei Saisonspielen im Schnitt 18,0 Punkte und 266 Yards pro Partie. Deshaun Watson kommt bislang auf 57 Completions bei 83 Versuchen für 535 Yards, 5 Touchdowns und nur eine einzige Interception.. Vor allem in engen Phasen agierte er extrem diszipliniert und minimiert Fehler, was der Schlüssel zu den beiden knappen Siegen gegen Tampa Bay und Carolina war. Mit den beiden Rookie Wide Receivern Denzel Boston und KC Concepcion hat er auch zwei offensive Waffen bekommen, die direkt einen Impact aufs Spiel der Browns haben.

Die Defense hält Cleveland, nach dem Abgang von Myles Garrett, weiter auf Kurs, auch wenn ein Systemwechsel stattfand. Vor allem die Pass Verteidigung zeigte sich nach dem schwachen Auftakt stabilisiert: Sowohl gegen die Buccaneers als auch gegen die Panthers fing das Backfield jeweils eine Interception ab. Im Pass-Rush steht das Team um Neuzugang Jared Verse bei 7 Sacks. Schwachstelle bleibt jedoch die Anfälligkeit gegen das Laufspiel. Mit 120,3 zugelassenen Rushing Yards pro Spiel und durchschnittlich 4,5 Yards pro gegnerischen Lauf offenbart die Front Seven gegen physische Running Games noch spürbare Lücken.

Über die Browns

Nach einer weiteren enttäuschenden Saison zogen die Verantwortlichen in Cleveland einen klaren Schlussstrich und Head Coach Kevin Stefanski musste gehen. An seiner Stelle übernahm Todd Monken das Ruder als neuer Cheftrainer, der mit Travis Switzer als Offensive Coordinator und Mike Rutenberg als Defensive Coordinator fast seinen kompletten Stab austauschte. Mit einer 2-1-Bilanz nach den ersten drei Partien trägt der Umbau bereits Früchte, da das Laufspiel spürbar an Durchschlagskraft gewinnt

Die Browns verstärkten die Offensive Line gezielt mit Guard Teven Jenkins und Center Elgton Jenkins, um Quarterback Deshaun Watson endlich mehr Zeit in der Pocket zu verschaffen. Offensiv setzt Todd Monken vor allem auf Tight End Harold Fannin Jr. (14 Fänge, 126 Yards, 2 TDs) und Wide Receiver KC Concepcion, der das Team mit 20 Targets anführt. Für die tiefen Big Plays sorgt Denzel Boston mit 195 Yards, 2 Touchdowns und starken 21,7 Yards pro Catch, während das Backfield um Quinshon Judkins und Raheim Sanders verlässlich im Kurzpassspiel hilft.

Die größte Story des Sommers drehte sich um den Blockbuster-Trade von Myles Garrett und die damit verbundene Neuausrichtung der Defensive Front: Im Zuge des Deals sicherten sich die Browns mit Jared Verse ihren neuen Mann für den Edge-Rush.  Auf der Gegenseite vertraut Cleveland auf eine aggressive 4-2-5-Base um Cornerback Denzel Ward und Rookie-Linebacker Carson Schwesinger, die mit soliden Pressure-Werten sowie wichtigen Ballgewinnen überzeugt und die Steelers-Offense am Donnerstag vor eine echte Bewährungsprobe stellen wird.

Achtet auf…

…Jared Verse:
Muss gigantische Fußstapfen ausfüllen, rechtfertigt das Vertrauen bisher aber vollkommen. Er erzeugt am Edge konstant Pressure. Bekommt Pittsburghs O-Line ihn nicht über Doppelungen gebremst, droht ständige Unruhe in der Pocket.

…die geschwächte Interior O-Line:
Mit Center Elgton Jenkins (Gehirnerschütterung) und Guard Teven Jenkins (Rücken) fallen gleich zwei Starter sicher aus. Gegen Pittsburghs Front um Cameron Heyward steht Ersatz-Center Luke Wypler unter Dauerbeschuss. Gelingt der Durchbruch durch die Mitte, gerät Watsons sauberes Rhythmusspiel schnell ins Wanken.   

…das Trio Fannin Jr., Concepcion und Boston:
KC Concepcion (20 Targets) fungiert als verlässliches Target für neue First Downs, während Tight End Harold Fannin Jr. (14 Catches, 2 TDs) die Spielfeldmitte dominiert. Für die tiefen Nadelstiche sorgt Denzel Boston mit 21,7 Yards pro Catch und 2 Scores – gerade gegen das dezimierte Steelers-Backfield ohne Joey Porter Jr. eine brandgefährliche Kombination.   

…Carson Schwesinger und die Run Defense:
Linebacker Carson Schwesinger dirigiert das Zentrum der 4-2-5-Base aggressiv nach vorne. Allerdings offenbarte Clevelands Front Seven mit über 120 zugelassenen Rushing Yards pro Spiel zuletzt spürbare Lücken. Wenn Pittsburgh über physisches Laufspiel früh First Downs sammelt, nimmt das der Browns-Defense ihren größten Trumpf: den aggressiven Pass-Rush.

Erwartungen an das Spiel

Die Vorzeichen könnten kaum schlechter stehen: Mit vier Niederlagen aus vier Spielen liest sich Pittsburghs Bilanz bei Thursday-Night-Auftritten in Cleveland wie eine Hypothek. Auf dem Rasen wartet der gewohnte AFC-North-Härtetest. Die Browns überzeugen bisher mit aggressiver Front Seven, verlässlichen Ballgewinnen und einem Passspiel mit wenigen Fehlern. Genau hier öffnet sich jedoch die Möglichkeit für die Steelers. Der gleichzeitige Ausfall zweier Stammkräfte in Clevelands Interior Offensive Line schwächt das Pass-Blocking der Hausherren erheblich. Kann die Defensive Front diese Verwundbarkeit im Zentrum gnadenlos ausnutzen und den Rhythmus brechen, steht der historische Heimvorteil der Browns auf äußerst wackligen Beinen. 

SNG-Tipp: Steelers gewinnen 21:13

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