Nach dem deutlichen Sieg gegen die Packers in der Vorwoche herrschte vorsichtige Euphorie in Pittsburgh. In der Nacht von Freitag auf Samstag (01:00 deutscher Zeit) empfing man die New York Jets zum zweiten Preseason Spiel im Acrisure Stadium. Das Team wollte auf den positiven Dingen aufbauen und die Fehler aus der Vorwoche dabei nicht wiederholen.
Ausgangslage:
Das Team hat alles von Mason Rudolph gesehen, was sie brauchten und so wurde auf Quarterback die Entscheidung getroffen, dass Will Howard und Drew Allar je eine Halbzeit spielen würden
Das war nur eines der Duelle, die in dieser Woche interessant waren. Rico Dowdle und Jaylen Warren sollten ihre ersten Snaps nehmen, sowie das Duell zwischen Roman Wilson und Germie Bernard sollte in die zweite Reihe gehen.
Denn auch in der zweiten Woche standen den Steelers nicht alle Spieler zur Verfügung bzw. wurden geschont.
In den Trenches standen dem Team Max Iheanachor und Gennings Dunker in der Offensive, so wie Sebastian Joseph-Day in der Defense nicht zur Verfügung.
Das Defensive Backfield musste in dieser Woche unter anderem ohne S Jaquan Brisker, CB Joey Porter Jr., CB Jalen Ramsey, CB Brandin Echols und CB Daylen Everette auskommen.
Außerdem fehlten weiterhin die Wide Receiver DK Metcalf und Michael Pittman Jr.
Positives:
- Die Starting Offensive Line hatte letzte Woche Probleme und gerade das Fautanu / McCormick Duo, welches in der letzten Woche noch Startschwierigkeiten hatte, sah deutlich besser aus.
- Safety Rayshawn Jenkins zeigte in der ersten Halbzeit viele gute Aktionen und war oft durch Blitz Packages der erste im gegnerischen Backfield
- Nach dem ersten Drive der Defensive hatte man Zugriff aufs Spiel. Gerade gegen den Lauf war man in der Lage, den Gegner zu kontrollieren.
- Im Verlauf des Spiels änderte man seinen Ansatz im Run Game und war in der Lage, den Ball am Boden zu bewegen.
- Auch wenn beide QBs aus verschiedenen Gründen kein gutes Spiel aufzuweisen haben, so ist aber positiv hervorzuheben, dass beide sich durch negative Aktionen nicht haben entmutigen lassen und weiter aggressiv waren.
- Elandon Roberts und Carson Bruener brachten als zweite Reihe bei den Linebackern viel Energie in die Defense und hatten viele gute Aktionen.
- Cameron Johnston hatte etliche Möglichkeiten sich als Punter zu zeigen und hatte ein gutes Spiel.
Negatives:
- Will Howard, der sich zwei Mal mit der Offense solide über das Feld arbeitete, warf zwei Interceptions, die ihm so nicht passieren durften. Die Bälle kamen nicht mit dem richtigen Timing und dem richtigen Zip, so dass die Defense die Routen undercutten konnte.
- Das auf der rechten Seite der Line noch so viel experimentiert wird, kann zu diesem Zeitpunkt Sorgen bereiten. Denn man merkt, dass dadurch die Abstimmungen noch nicht da sind wo man sie erwartet.
- Broderick Jones war Teil der Rotation mit Dylan Cook für den Right Tackle, aber mit der Leistung hat er einen Schritt zurück in alte Muster gemacht und viele sind sich sicher, dass er den Starting Posten abschreiben kann.
- Oft nutzen wir den Spruch: “Hätte er Hände, dann wäre er Receiver” im Bezug auf Defensive Backs. Aber beim Spiel gegen die Jets passte dieser Spruch zu gut auf die Receiver, welche die Quarterbacks mehrfach im Stich liesen.
- Cameron Johnston wurde bereits in der positiven Kategorie genannt, weil seine Punts gut waren, aber er gehört auch in diese Kategorie mit rein, weil seine Mitspieler a) ihn zu oft auf den Platz geschickt haben und b) in der Coverage seiner Punts zu viele Yards zugelassen.
- Kaden Wetjen, der wegen seiner Fähigkeit als Returner gedraftet wurde, hat weiterhin einen schweren Stand. Er zeigte bei einzelnen Returns positive Ansätze, aber er bleibt in dieser Woche durch seinen Fumble in Erinnerung.
- Rookie Kicker Laith Marjan kommt nicht an Chris Boswell vorbei, was niemanden überraschen sollte. Daher sollte er die Preseason nutzen, um sich für andere Teams zu empfehlen. Dies gelang ihm mit einem zu kurzen Field Goal nicht.
Ausblick:
Ist nach dem 0:17 gegen die Jets jetzt alles schlecht? Nein! Kann man das Spiel ohne einen Großteil der Starter als Maßstab nehmen? Nur bedingt. Denn auch wenn Spieler wie Rodgers, Watt, Heyward, Metcalf und Porter & Co. nicht gespielt haben, kann man Tendenzen ableiten. Man hat in den ersten beiden Spielen gesehen, wo es in den Abläufen und schematisch noch Baustellen gibt.
Das Team hat nun Zeit, an diesen Stellschrauben zu arbeiten, bis es in der Nacht auf den 28.08.2026 ins neu eröffnete Highmark Stadium zu den Buffalo Bills geht.




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