Das erste Preseason-Spiel ist gespielt – und damit gibt es endlich mehr als nur Trainingsbeobachtungen, Clips aus Latrobe und gute Eindrücke aus dem Camp. Beim 28:9 gegen die Green Bay Packers durften sich vor allem die Spieler aus der zweiten und dritten Reihe zeigen.
Für unsere Way-Too-Early Roster Prediction bedeutet das natürlich: Zeit, die ersten Eindrücke einzuordnen. Wer hat seine Chancen auf einen Platz im 53-Mann-Kader verbessert? Wer konnte die Leistungen aus dem Training bestätigen – und bei wem müssen wir vielleicht schon wieder zurückrudern? Gerade die vielen engen Positionskämpfe machen die Prognose aktuell zu einer Momentaufnahme.
Eines bleibt auch nach dem ersten Spiel klar: Fertig ist hier noch gar nichts. Das zweite Preseason-Spiel steht bereits vor der Tür und bietet den Spielern auf dem Bubble die nächste Gelegenheit, sich zu empfehlen. Also schauen wir noch einmal genauer hin: Welche Namen haben wir nach dem Auftakt neu auf dem Roster – und wer muss in der kommenden Woche nachlegen?
Offense
Quarterbacks (3)
André
Drew Allar, Will Howard, Aaron Rodgers
Mason Rudolph hat im Preseason Game gegen die Packers nichts gezeigt, was meine Meinung aus der letzten Prediction hätte ändern können. Daher gibt es aktuell für mich nur noch die Frage, wer gewinnt den Zweikampf zwischen Howard und Allar, um als Backup von Aaron Rodgers in die Saison zu gehen.
Jonas
Will Howard, Drew Allar, Aaron Rodgers
Viele hatten den ersten Auftritt von Howard und Allar herbeigesehnt, um einen ersten Eindruck von ihnen und der Zukunft der Steelers zu gewinnen. Am Ende haben beide gute bis sehr gute Leistungen gezeigt und damit deutlich mehr als Mason Rudolph.
Running Back (3, 4)
André
Rico Dowdle, Jaylen Warren, Eli Heidenreich, Travis Homer
Drei Running Backs, von denen einer ein reiner Special Teamer ist, klingt auf dem Papier nach nicht viel. Da ich aber von einer 60/40 bis 50/50 Share von Warren und Dowdle ausgehe, sollten die Steelers nur bei Verletzungen gezwungen sein, auf Homer zu setzen. Und wenn man auf meinen restlichen Kader schaut, gibt es da noch einen WR und einen TE die schon Erfahrungen haben den Ball aus dem Backfield zu tragen.
Jonas
Jaylen Warren, Rico Dowdle, Kaleb Johnson, Riley Nowakowski, Lew Nichols
Warren und Dowdle sind gesetzt, aber dahinter wird es spannend. Kaleb Johnson blieb bisher unscheinbar und hatte nahezu keine Einsatzzeit gegen die Packers. Man sollte sich das Missverständnis eingestehen und weitermachen: Zum Beispiel mit Lew Nichols, einem bekannten Back, der im letzten Jahr bereits auf dem Practice Squad war und zuletzt viele Snaps bekam. Nowakowski bleibt als einziger FB im Kader.
Wide Receiver (6)
André
Germie Bernard, DK Metcalf, Michael Pittman Jr., Ben Skowronek, Roman Wilson, Max Hurleman, Kaden Wetjen
Ja, es war nur ein Spiel, aber ich muss zugeben, dass ich Kaden Wetjen diese Leistung nicht zugetraut habe. Daher bekommt er von mir das letzte Ticket in der Gruppe der Wide Receiver und muss dies nun mit weiteren guten Leistungen im Training und in den kommenden Spielen bestätigen.
Jonas
DK Metcalf, Michael Pittman Jr., Germie Bernard, Ben Skowronek, Roman Wilson, Kaden Wetjen
Wahrscheinlich die sechs Namen, die jeder hier auf dem Schirm hat. Gerne hätte ich Brandon Smith belohnt nach einem starken Camp, allerdings zeigte Wetjen im Spiel eine gute Leistung und hat dazu den Bonus eines Viertrundenpicks und Kick Returner. Für einen siebten Wide Receiver ist aktuell definitiv kein Platz.
Tight End (4, 3)
André
Pat Freiermuth, Darnell Washington, Riley Nowakowski, Robert Tonyan
Die Position gibt keinen Spielraum für Veränderungen her. Muth und Mount Washington sind aufgrund ihrer Fähigkeiten klar gesetzt und Tonyan spielt sich immer mehr in den Kader. Nowakowski rotiert so viel auf verschiedenen Positionen, dass man auf ihn nicht verzichten kann.
Jonas
Pat Freiermuth, Darnell Washington, Robert Tonyan
Tonyan setzte sich zuletzt deutlich von den jungen Tight Ends ab und bekommt hier den Zuschlag. Er hat nicht nur das Vertrauen von Rodgers, sondern zeigte auch eine gute Connection mit Will Howard über die Mitte und belohnte sich fast mit einem Touchdown.
Offensive Line (9, 10)
André
Spencer Anderson, Dylan Cook, Gennings Dunker, Troy Fautanu, Zach Frazier, Brock Hoffman, Max Iheanachor, Mason McCormick, Broderick Jones
Ich verändere nichts an der Besetzung der Offensive Line. Wer auch immer die fünf Starter sein werden, kann sich sicher sein, dass sie gute Backups haben.
Jonas
Dylan Cook, Spencer Anderson, Zach Frazier, Mason McCormick, Troy Fautanu, Max Iheanachor, Brock Hoffman, Gennings Dunker, Broderick Jones, Doug Nester
Ein bisschen mehr Tiefe in der Offensive Line sollte nicht schaden. Nester bewies seine Vielseitigkeit auf allen fünf Positionen im Camp, eine Eigenschaft, die McCarthy sehr zu schätzen weiß. Auf diese Weise sollten jederzeit genügend Backups zur Verfügung stehen.
Total Offense: 25 / 26
Defense
Defensive Line (6)
André
Keeanu Benton, Yahya Black, Derrick Harmon, Cam Heyward, Sebastian Joseph-Day, Gabriel Rubio, Kyler Baugh
Joseph-Day trainierte die zweite Woche in Folge gar nicht bzw. eingeschränkt und verliert daher den Platz im Roster für mich. Selbst für einen Routinier ist diese verpasste Zeit meiner Meinung nach nur schwer aufzuholen. Ich nehme mit Kyler Baugh einen zweiten Nose Tackle aufs Roster, da er mich gegen die Packers überzeugt hat und Yahya Black auch Defensive End spielen kann.
Jonas
Cam Heyward, Derrick Harmon, Keeanu Benton, Yahya Black, Esezi Otomewo, Gabriel Rubio
Sebastian Joseph-Day konnte sich nicht nennenswert in Szene setzen. Würde ich mich nicht wöchentlich mit dem Kader auseinandersetzen, hätte ich bereits vergessen, dass er bei uns unterschrieben hat. Mit Black und Rubio haben zwei Spieler diese Chance genutzt und sich einen Spot in der Rotation gesichert. Otomewo bleibt nach einem soliden Spiel für die Tiefe dabei.
Outside Linebacker (4)
André
T.J. Watt, Alex Highsmith, Jack Sawyer, Nick Herbig
Next.
Jonas
Nick Herbig, Alex Highsmith, Jack Sawyer, T.J. Watt
Der Pass Rush sieht wie gewohnt stark aus und alle vier Spieler sind eingespielt. Für Julius Welschof reicht es aktuell leider nicht.
Inside Linebacker (5)
André
Carson Bruener, Cole Holcomb, Patrick Queen, Payton Wilson, Elandon Roberts
E-Rob is back in Town und gehört in den Kader. Er hat in den ersten Einheiten gezeigt, dass er mit seiner Physis den Ton setzen kann und das hat den Steelers in 2025 phasenweise gefehlt.
Jonas
Payton Wilson, Patrick Queen, Cole Holcomb, Carson Bruener, Jamin Davis
Das Rennen zwischen Davis und Roberts ist sehr eng. Roberts ist zwar erst seit wenigen Einheiten zurück, aber stellte direkt wieder seine Power zur Schau. Davis behält den Spot bis zum nächsten Spiel zunächst, dort möchte ich dann sehen, wer in den Special Teams glänzen kann. Wird eventuell ein Carson Bruener noch gefährdet sein?
Cornerback (6,5)
André
Jamel Dean, Brandin Echols, Daylen Everette, Joey Porter Jr.,Jalen Ramsey, Asante Samuel Jr., Devin Boykin
Boykin hat mir im Spiel gegen die Packers sehr gut gefallen und fiel im Camp generell durch seinen Einsatz und seine Vielseitigkeit auf. Damit gibt es dem Steelers Backfield, was 2026 vermutlich anders agieren wird als die Jahre zuvor, die nötige Tiefe zu rotieren. Jalen Ramsey schiebe ich daher auf Safety.
Jonas
Joey Porter Jr., Jamel Dean, Asante Samuel Jr., Brandin Echols, Daylen Everette
Alles bleibt wie es ist, auch wenn sich andere Namen etwas in den Vordergrund spielen. Gut möglich, dass man mit zehn Defensive Backs geht, allerdings befindet sich dieser Spot bei mir in die Offensive Line.
Safety (4)
André
Jaquan Brisker, Sebastian Castro, DeShon Elliott, Robert Spears-Jennings, Jalen Ramsey
Die Steelers werden Ramsey nicht entlassen und ich prognostiziere weiterhin eine Hybrid Rolle für ihn, aber aufgrund der Veränderung auf Cornerback verschiebe ich ihn zu den Safeties. Den Platz dafür räumen muss Sebastian Castro. Spears-Jennings gefällt mir von seinen Leistungen und seiner Aggressivität, dass ich ihm weiterhin den Vorzug vor Jenkins gebe.
Jonas
DeShon Elliott, Jalen Ramsey, Jaquan Brisker, Sebastian Castro, Robert Spears-Jennings, Rayshawn Jenkins
Um Castro wurde es zuletzt ruhig seit dem Signing von Mukuamu und Jenkins – zu ruhig, er muss für Tiefe in der Offensive Line Platz machen. Spears-Jennings sieht solide bis gut aus, muss aber dem aufspielenden Veteran Jenkins Platz machen.
Total Defense: 25 / 24
Special Teams (3)
André
Chris Boswell, Cameron Johnston, Christian Kuntz
Das Trio steht und daran gab es seit beginn des Camps keinen Zweifel.
Jonas
Chris Boswell, Cameron Johnston, Christian Kuntz
Sehr unaufgeregt und eingespielt geht es mit den drei Veteranen in die Saison.




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