Die Steelers durften in dieser Saison ihr erstes Pre Season Game im heimischen Acrisure Stadium austragen. Mit gelben Endzonen, in denen “Pittsburgh Steelers” zu lesen war, ging es also in die diesjährige Saison Vorbereitung. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (1:00 Uhr deutscher Zeit) traf man auf das ehemalige Team von Neu-Head-Coach Mike McCarthy, die Green Bay Packers.
Ausgangslage:
Pittsburgh schonte wie auch schon unter Tomlin im ersten Spiel etliche Starter. Aaron Rodgers, DK Metcalf, Michael Pittman, Jaylen Warren und Rico Dowdle sahen das Feld gar nicht. Pat Freiermuth zum Beispiel sah nur ein ganz paar Snaps. Defensiv verzichtete man auf TJ Watt, Cam Heyward, Joey Porter Junior, Jalen Ramsey, DeShon Elliot, Jaquan Brisker, Brandin Echols und Sebastian Joseph-Day, dies war in den meisten Fällen verletzungsbedingt.
So konnten aber zum Beispiel Roman Wilson und Germie Bernard das Duell um den Dritten Receiver Spot austragen, sich im Backfield ein paar neue Namen beweisen und auch Herbig und Highsmith “gegeneinander” antreten. Es ist also schon Feuer drin, auch wenn es das erste Preseason Spiel ist.
Positives:
- Unsere DBs haben gute Leistungen gezeigt, gerade Asante Samuel Jr. und Jamel Dean wussten zu überzeugen, aber auch Dylan Everette und Robert Spears-Jennings waren oft in Aktion und wirkten sehr dynamisch.
- Unsere Rookie-Receiver Germie Bernard und Kaden Wetjen haben auf sich aufmerksam gemacht und angedeutet, warum man sie gedraftet hat.
- Lew Nichols empfahl sich für den dritten RB-Spot. Er lief in 10 Versuchen für 36 Yards und einen TD, dabei wirkte er sehr spritzig und flink.
- Robert Tonyan und Max Hurlemann zeigten in der zweiten Halbzeit einige gute Aktionen und ihre Chancen, es in den 53-Mann-Kader zu schaffen, sind klar gestiegen.
- Jamin Davis überzeugte mit zwei Sacks und auch Julius Welschof durfte einmal den Quarterback unter sich begraben.
- Unsere Zwei jungen QBs. Howard brauchte kurz, war dann aber voll im Spiel und Drew Allar schloss sogar alle drei Drives mit einem TD ab und brachte die Offensive in Halbzeit 2 zum explodieren.
- Broderick Jones sammelte sehr viel Spielzeit und man konnte keine Einschränkung durch die Verletzung feststellen.
- Defensiv wirkte man früh gut im Spiel. Trotz fehlender Starter gab man nichtmal 100 Yard Passing ab und ließ nur 160 Total Yards zu.
Negatives:
- Unsere starting O-Line wirkte sehr unsicher, ließ Sacks zu und sammelte Flaggen. Hoffentlich nur dem Umbau geschuldet und wir sehen ab dem nächsten Spiel Progress.
- Vielleicht auch dem geschuldet, aber allgemein wirkte das Run-Game (außer Einzelaktionen von Lew Nichols) sehr statisch und überhaupt nicht explosiv.
- Kaleb Johnson, er musste sich hinter Travis Homer und Lew Nichols anstellen. Es wirkt aktuell nicht so, als ob der Dritt Runden Pick aus 2025 den Roster Cit überlebt.
- Special-Teams, sehr viele Flaggen und es wirkt immer noch, als würde man mit den neuen Kick Off Regeln nicht warm werden.
- Flaggen im allgemeinen, im gesamten Spiel der Steelers gab es sehr viele “kleine Fouls”, vielleicht hängt das aber auch daran, das viele Spieler motiviert oder sogar übermotiviert um einen Roster-Spot kämpfen
Überraschungen:
- Die Steelers Offensive hat endlich gelernt, die Mitte des Feldes zu attackieren und wirkt somit deutlich unberechenbarer.
- Es sieht so aus, als würden die Steelers ihre TEs deutlich mehr ins Passspiel einbeziehen.
- Entgegen den Erwartungen warf McCarthy die Reihenfolge und auch die Spielzeit der QBs nochmals während des Spiels um.
- Packers Rookie Kicker Trey Smack überzeugte und verwandelte unter anderem ein 57-Yards Field Goal, was aber durch eine Strafe nicht galt.
Ausblick:
Es war das erste von drei Preseason Spielen und man sollte nichts überbewerten, aber die ersten Anzeichen waren da und gut. Wichtig wird es sein, dass die O-Line sich weiter stabilisiert und dadurch auch das Run-Game stärkt, für diese Aufgabe hat man noch ca. drei Wochen Zeit. Nächste Woche kommen die New York Jets nach Pittsburgh.




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