Recap Week 3 – Steelers 2026 Training Camp

written by Andre Vilshöver
8 · 18 · 26

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Die durch das Preseason Game ausgedünnte dritte Woche sollte eigentlich offiziell bis zum 18.08.2026 gehen, aber es kam anders, als wir dachten. Das anhaltende schlechte Wetter in den letzten Tagen veranlasste die Steelers, das Training am 17.08.2026 ausfallen zu lassen und die Zelte in Latrobe einen Tag früher abzubrechen und den Rest der Pre Season in den UPMC Rooney Sports Complex und das Acrisure Stadium zu verlegen. In der Facility wird es am Mittwoch, den 19.08.2026 weitergehen.

Genereller Look and Feel

Das Camp in Latrobe bot im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin eine veränderte Struktur. Die Spieler wechselten ohne lange Pausen zwischen den einzelnen Übungsblöcken. McCarthy konzentrierte die Einheiten auf gezielte Spielsituationen wie Red Zone Drills, Franco Moments* an der eigenen Ein-Yard-Linie und Two-Spot-Phasen. Physische Einheiten mit vollem Tackling und klassischen Backs-on-Backers-Drills fanden seltener statt. Nach dem ersten Preseason-Spiel setzte der Trainerstab kurze Walkthroughs ohne Pads an.
Schlechtes Wetter beeinflusste den Ablauf mehrfach. Regen zwang das Team zum Einsatz von Planen, zu abgebrochenen Freiluft-Einheiten und zu Trainingsphasen in der neuen Halle. Das Geschehen auf dem Rasen zeigte klare Unterschiede zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Die Offensive Line dominierte im Run Game und schob die Defensive Line wiederholt zurück. Jaylen Warren, Rico Dowdle und Lew Nichols fanden offene Lücken für Raumgewinn. Das Passspiel fand weniger Rhythmus. Verletzungen von Michael Pittman Jr., DK Metcalf und Brandon Smith reduzierten die Optionen der Receiver. In der Secondary fehlten Joey Porter Jr., Jalen Ramsey und Jaquan Brisker. Mehrere False Starts und Abstimmungsfehler unterbrachen die Drives der ersten Offensive. Die Wetterlage und die dadurch veränderte Trainingsgestaltung spiegelte sich auch auf den Rängen wider, der Zuschauerzuspruch sank im Vergleich zum Vorjahr.

*Franco Moments – was ist das?

Head Coach Mike McCarthy führte bei den Pittsburgh Steelers den sogenannten Franco Moment ein. Benannt nach Franchise Legende Franco Harris, ersetzt der Begriff die vorher von McCarthy praktizierten Mojo Moments (ja, Austin Powers Mojo). McCarthy nutzt die Einheiten, um den Konkurrenzkampf zu schärfen. Zudem ist das Konzept wie ein spontanes “Pop-Quiz” im Training. Das Trainerteam unterbricht laufende Übungen abrupt für unangekündigte 11-gegen-11-Spielzüge unter vollem Einsatz. Die Spieler sollen damit mentale Wachsamkeit und schnelle Reaktionen auf plötzliche Änderungen im Ballbesitz trainieren.

Verletzungen (Auswahl)

  • Jalen Ramsey (Active/PUP List)
  • Joey Porter Jr. (Active/PUP List)
  • Donte Kent (Active/PUP List) – Teilnahme an Drills
  • Brandin Echols (Linke Knöchel- beziehungsweise Fußverletzung, Schutzschuh)
  • Max Iheanachor (Nacken- beziehungsweise Schulterverletzung, Einzeltraining)
  • Eli Heidenreich (Rechte Beinverletzung, trainierte reduziert mit)
  • Michael Pittman Jr. (Oberschenkel, Vorsichtsmaßnahme)
  • DK Metcalf (unbekannt – trainierte limitiert mit)
  • Jaquan Brisker (trainierte sehr limitiert / individuell)

Position Check

Aaron Rodgers führte die Quarterbacks und die Offensive an, forderte hohe Präzision und reagierte sichtbar auf Stellungsfehler seiner Receiver. In Situations-Drills zeigte er gewohnte Genauigkeit bei Pässen an die Seitenlinie und auf Tight Ends. Mason Rudolph agierte ruhig in der Box und traf im Red-Zone-Training wiederholt seine Ziele. Im Duell der beiden jungen Quarterbacks machten Drew Allar und Will Howard Fortschritte in der Pocket, bewegten den Ball gut in den 7-on-7-Perioden und zeigten Mobilität bei Scrambles.

Defensive Coordinator Patrick Graham arbeitete mit der Defensive Line intensiv in den Trenches, unter anderem legte er selbst Hand an und machte dem Team vor, wie er das Tackling erwartet. Keeanu Benton und Yahya Black rotierten flexibel zwischen Nose Tackle und Defensive End, stoppten Läufe früh an der Line of Scrimmage und setzten die Center in den 1-on-1-Drills unter Druck. Cam Heyward setzte sich im Pass Rush mit Physis durch. Gabriel Rubio verdiente sich durch Disziplin gegen den Lauf und Tackles in der Preseason einen festen Platz in der Rotation. Dean Lowry und Derrick Harmon lieferten konstanten Druck über die Außenseite.

In der Starting Offensive Line gab es nach dem wackeligen Start im ersten Preseason Spiel auch in dieser Woche keine Veränderung:

Troy Fautanu – Mason McCormick – Zack Frazier – Spencer Anderson – Dylan Cook

Die Line erzeugte im Run-Game verlässlich Lücken für die Running Backs. Center Zach Frazier überzeugte durch fehlerfreie Snaps und hielt seine Position in den Duellen. Broderick Jones, Troy Fautanu und Mason McCormick schoben die Blöcke im Team-Drill wirkungsvoll nach vorne. Dahinter experimentierten die Coaches mit Kombinationen um Spencer Anderson, Brock Hoffman, Jack Driscoll, Gennings Dunker und Doug Nester. Hoffman erhielt vermehrt Spielanteile als Center.

T.J. Watt bestimmte das Geschehen durch seine typische Präsenz als Edge Rusher. Dabei schlug er Bälle im Passspiel herunter und erzwang Fumbles bei Läufen über die Außenbahn. Alex Highsmith feilte an Spin Moves und setzte die Offensive Tackles früh bei Dropbacks unter Druck. Nick Herbig fiel durch schnelle Richtungswechsel, Tackles for Loss und Pass Coverage im Kurzpassspiel auf. Jack Sawyer und Julius Welschof nutzten ihre Snaps in den Duellen der zweiten Reihe.

in der Gruppe der Running Backs setzte Jaylen Warren physische Akzente bei Läufen durch die Mitte, verzeichnete jedoch Ballverluste durch Fumbles. Rico Dowdle fand Lücken über die Außenseite und machte kontinuierlich Yards im Red-Zone-Bereich. Lew Nichols sicherte sich durch hohe Arbeitsrate Touchdowns im Team-Period und Durchsetzungsvermögen in Pass-Pro-Drills. Travis Homer agierte als verlässliche Anspielstation in den Flats. Kaleb Johnson fiel in der internen Reihenfolge zurück und verbuchte wenige Snaps für sich.

Elandon Roberts kehrte in die Reihen der Inside Linebacker zurück und setzte mit physischen Hits gegen Running Backs den Ton an in den Teamdrills. Payton Wilson agierte aggressiv gegen den Lauf, erkannte Plays der Offense früh und glänzte durch Hustle Plays über das gesamte Feld. Patrick Queen agierte weiterhin als Mike, kommunizierte die Zuteilungen und schloss die Lücken im A-Gap. Malik Harrison und Jacoby Windmon sicherten Fumbles und bilden die Tiefe für die Rotation der Position.

Darnell Washington dominierte als Blocker an der Linie, fing einen weiten Pass an der Seitenlinie von Rodgers, wurde aus der Gruppe der Tight Ends im Passspiel insgesamt jedoch selten angespielt. Pat Freiermuth lief Routen in die Flats und diente als primärer Anspielpartner bei kurzen Pässen. Robert Tonyan fing Bälle in der Mitte des Feldes und punktete in der Red Zone. Jaheim Bell und der auf mehreren Positionen eingesetzt Riley Nowakowski setzten wichtige Blöcke im Second Level bei Run Plays.

Asante Samuel Jr. nutzte die Abwesenheit der PUP-Spieler und behauptete sich mit Pass-Breakups und stabiler Man Coverage als bester Defensive Back des Camps. Jamel Dean fing eine Interception und hielt seine Seite dicht. In der Slot-Coverage rotierten aufgrund der Verletzung von Echols mit Doneiko Slaughter, D’Shawn Jamison und Devan Boykin gleich drei Spieler. Jamison sicherte sich Interceptions und Pass-Breakups. Safety DeShon Elliott steigerte seine Kontaktrate im Team-Drill, während Robert Spears-Jennings harte Hits setzte und dadurch für Reibereien nach dem Spielzug sorgte.

Bei den Wide Receivern machte Roman Wilson weiter von sich reden. Er fing Bälle im Slot, kreierte Raumgewinn bei tiefen Fades und zeigte sichere Hände bei Pässen von Rodgers. Ben Skowronek und Max Hurleman sicherten solide Catches an den Außenlinien. Rookie Germie Bernard lief sich frei, leistete sich jedoch mehrere False Starts und fehlende Abstimmung mit den Quarterbacks. Brandon Smith überzeugte vor seiner Oberschenkelverletzung mit zehn Receptions in sieben Einheiten. Levi Wentz verbuchte Fänge im zweiten Team und kämpfte genauso wie Joaquin Davis und Isaiah Winstead um jeden Snaps.

In den Special Teams gab es auch diese Woche keine Überraschung, da die Kicker & Punter gesetzt sind. Chris Boswell übernahm den Großteil der Versuche und verwandelte 7 von 8 Field Goals mit Treffern aus bis zu 56 Yards. Rookie Laith Marjan hatte sehr wenige Kicks, trat kurze Versuche im Situationsspiel und verwandelte seine Extrapunkte sicher. Cameron Johnston arbeitete weiter an seiner Präzision und gab den Returnern kontrollierte Hangtimes zum Training der Ballaufnahme bei Wind und Nässe.

Germie Bernard und Riley Nowakowski übernahmen Aufgaben in der ersten Reihe der Kick-Coverage. Cole Holcomb und Payton Wilson besetzten die Wing-Positionen im Punt-Team, während Travis Homer die Rolle des Personal Protectors anführte.

Das Trainerteam testete verschiedene Paare für die Punt bzw. Kick Return Formationen. Kaden Wetjen und Roman Wilson führten die Einheiten an. Dahinter übten Kaleb Johnson, D’Shawn Jamison, Eli Heidenreich, Jakobie Keeney-James und Max Hurleman das Fangen von Bällen und die Ausführung der Block-Schemata.

Damit endet auch unsere Coverage des Steelers Camp im Latrobe! Nicht vergessen in der Nacht zum Samstag empfangen die Steelers um 01:00 Uhr die New York Jets im Acirsure Stadium!

Wir werden Euch dann nächste Woche darüber auf den neuesten Stand bringen.

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