Preview Week 8: Steelers vs Browns

written by Tobias Neumann
10 · 31 · 26

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Zurück aus Paris und mit dem nächsten Sieg in der Tasche empfangen die Steelers am morgigen Sonntag um 19:00 Uhr deutscher Zeit die Cleveland Browns zum Spitzenduell der AFC North. Beide Teams haben bisher fünf Siege und zwei Niederlagen erzielt. Der Sieger des Spiels wird damit alleiniger Erster und hätte zusätzlich einen weiteren Sieg in der Division für mögliche Tie-Breaker in der Tasche.

Auf einen Blick

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Injury Reports

Cornerback Brandin Echols konnte aufgrund seiner Hamstring-Verletzung auch diese Woche nicht trainieren und wurde vom Team als “out“ deklariert. Hinzu kommt Doneiko Slaughter, der ebenfalls an einer Hamstring-Verletzung laboriert und die Woche weder trainierte noch spielen wird. Das hat keine Folgen für die Startaufstellung, die Tiefe des Defensive Backfields bleibt dadurch aber weiterhin dünn. Ben Skowronek konnte diese Woche wieder limitiert trainieren, für Sonntag gilt er dennoch als “fraglich“. Der Rest des Teams erhielt keinen Game-Status. Cornerback Jalen Ramsey (Handgelenk) und Edge Rusher Alex Highsmith (Leiste) konnten mit ihren Verletzungen allerdings auch nicht die ganze Woche über voll trainieren.

Die Browns haben dagegen keinen Spieler ausgeschlossen. Dafür gibt es einige Fragezeichen. Der größte mögliche Ausfall wäre wohl Right Tackle Tytus Howard. Er befindet sich noch im Concussion Protocol, konnte die ganze Woche nicht trainieren und steht damit für Sonntag auf der Kippe. Sein Ersatz wäre vermutlich Dawand Jones, der im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags spielt und in den letzten vier Saisons nur mit mäßiger Leistung überzeugen konnte. Ebenfalls fraglich sind die Defensive Backs Myles Harden (Hamstring) und Daniel Thomas (Knöchel). Beide trainierten die ganze Woche nur eingeschränkt.

Der Gegner in Zahlen

Die Browns sind zwar kein Powerhouse, schaffen es aber, die Siege mitzunehmen, wo es möglich ist. Dabei erzielen sie pro Spiel nicht mehr als 19 Punkte (Rang 28) und erreichen 5,0 Yards pro Spielzug (Rang 23). Auffällig ist außerdem die Sack-Rate. 25-mal lag Watson diese Saison im Gras, was 10,6% der Dropbacks entspricht (Rang 32). In der Verteidigung sieht es allerdings besser aus. Mit 20 Sacks und einer Redzone-Quote von 45% stehen sie jeweils auf Rang 6. Außerdem erlauben sie die wenigsten Passing Yards durch Running Backs (20 pro Spiel), sehen dafür aber auch die meisten tiefen Pässe. 14% der Bälle werden tief geworfen und die durchschnittliche Passtiefe von 9,48 Yards gegen die Browns ist Ligahöchstwert.

Über die Browns

Seit 2003 haben die Browns kein Spiel mehr in Pittsburgh gewonnen. Das sind 22 Niederlagen in Folge. Der letzte “Regular Season Sweep”, den die Browns mit einem Sieg in der Tasche hätten, liegt sogar noch länger zurück. Beide Divisionsduelle konnte Cleveland zuletzt im Jahr 1988 für sich entscheiden. Allerdings haben sie das Hinspiel diese Saison bereits gewonnen und stehen nicht ohne Grund zusammen mit den Steelers an der Spitze der Division. Nach der Niederlage in Woche 1 ging keines ihrer Spiele mit mehr als einem Score Unterschied zu Ende. Sie schaffen es also, knappe Spiele zu gewinnen.

Schematisch stehen sie in der Offensive häufig mit drei Receivern auf dem Feld und agieren mehr als andere Teams aus der Shotgun. Das sollte den Pass eigentlich stärken, tut es aber nicht. Die meisten von Watsons Passing Yards kamen nach dem Catch zustande, zudem steht er mit 3,07 Sekunden sehr lang vor dem Wurf in der Pocket. Das führt zu der hohen Sack-Quote. In der Defense agieren sie ebenfalls viel aus den Sub-Packages und spielen generell gerne Zone. Eine Ausnahme war ausgerechnet das Hinspiel gegen die Steelers, bei dem sie mit viel Mannverteidigung agierten.

Achtet auf…

…Deshaun Watson:
Der Quarterback verleiht den Browns derzeit etwas mehr Sicherheit im Passspiel. Er hat bisher sieben Touchdowns und drei Interceptions erzielt und führt die Liga in Game-Winning-Drives (5) und 4th-Quarter-Comebacks (3) an. Allerdings ist er kein schneller Passer und braucht die Hilfe der geschwächten Line, um sein volles Potenzial auszuschöpfen.

…die Browns O-Line:
Gerade die rechte Seite der Line wackelt nicht selten. Tytus Howard und Austin Barber kommen zusammen auf 26 zugelassene Pressures. Fällt Howard aus, wird vermutlich Jones übernehmen. Der hat selbst auch schon sechs gesammelt, stand aber auch nur bei 41 Dropbacks auf dem Feld.

…DK Metcalf:
Die Browns sehen nicht ohne Grund viele tiefe Pässe. An dieser Stelle sind sie verwundbar. Und Rodgers liebt es, den Ball weit auf den großen Receiver an der Außenlinie zu werfen.

…Jaylen Warren gegen die Browns Linebacker:
Warren hatte in keinem Spiel weniger als 70 Yards und führt die Liga nach Yards pro Spiel an. Dagegen steht eine Run-Defense, deren Leistung nach Kontakt nur auf Rang 31 liegt. Wenn die Steelers-Line ihrem Back die ersten paar Yards gibt, könnte er danach einige Big Plays landen.

Erwartungen an das Spiel

Es wird vermutlich wieder eine typische AFC-North-Keilerei. Beide Teams haben gute Defensiven und bekommen den Ball in der Offensive nicht so geworfen, wie sie es gerne hätten. Vor allem der Pass Rush könnte das Spiel beider Teams schnell einseitig machen. Eine gute Nachricht für die Steelers ist, dass ihre bisherigen Stärken im Pass Rush und bei Laufspielzügen genau auf die Schwächen der Browns treffen. Die solide Red-Zone-Defense der Browns wird es Pittsburgh aber nicht einfach machen, gute Drives in Punkte umzuwandeln.

SNG-Tipp: Steelers gewinnen 23-19

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