Review – Week 12 at Cincinnati

written by Stefan Janssen
11 · 26 · 23

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Es ist vorbei! Nach über drei Jahren und 58 Spielen haben die Steelers mal wieder über 400 offensive Yards erzielt. Und das im ersten Spiel nach Matt Canada. Es ist irgendwie typisch. Aber so dominant die totalen Yards beim Sieg in Cincinnati jetzt auch aussehen (421:222), es war doch wieder mal ein knapper Sieg mit 16:10.

Doch die Höhe spielt ohnehin keine Rolle. Viel wichtiger: Kenny Pickett hatte einen guten Auftritt. Er blieb wieder einmal ohne Interception und stellte damit einen neuen Franchise-Rekord an Passversuchen ohne eben jene auf, womit er Ben Roethlisberger übertraf. Dass letztlich auch kein Touchdown dazu kam, ist Nebensache, denn Pickett brachte viele wirklich gute (auch tiefe) Pässe an und spielte einfach deutlich besser als zuletzt.

Im ersten offensiven Spielzug war zu erkennen, dass es wohl doch an Canada lag, dass man die Mitte des Feldes nicht attackierte, so viel kann man auch nach nur einem Spiel wohl sagen: Pickett warf direkt mal über die Mitte für 24 Yards zu Pat Freiermuth. Nicht das letzte Mal in diesem Spiel, indem der Tight End bei elf Targets neun Pässe für 120 Yards fing. Schon zur Pause hatte er seinen Karrierebestwert mit 88 Yards übertroffen.

Zu Beginn war aber das Problem, dass man sich nicht belohnte. Diontae Johnson fing zwar einen Pass von Pickett in der Endzone, verlor ihn aber beim Aufprallen auf den Boden. Der Pass wurde unvollständig gewertet. Eine Challenge hätte vielleicht sogar Erfolg gehabt, blieb aber aus. Im nächsten Play unterlief Jaylen Warren dann ein Fumble, den Cincinnati sicherte. Johnson sah dabei etwas unglücklich aus, weil er neben dem freien Ball stand und ihn offenbar gar nicht wahrnahm. Ihm hier aber Absicht oder mangelnden Einsatz zu unterstellen, geht aber zu weit.

So sprang in Hälfte eins nur ein Field Goal von Chris Boswell heraus, während die Bengals, angeführt von Quarterback Jake Browning, einen Touchdown erzielen konnten und zur Pause mit 7:3 führten.

Zu Beginn des dritten Viertels schien Cincinnati etwas davonziehen zu können und marschierte übers Feld bis tief in die Steelers-Hälfte. Da aber machte Trenton Thompson ein starkes Play und sprang in einen Pass von Browning, gedacht für Ja‘Marr Chase – Interception! Die Steelers ließen einen 79-Yards-Drive mit einem kurzen Touchdown-Run von Najee Harris folgen und gingen in Führung.

Auch dank des starken Laufspiels (33 Versuche für 153 Yards) über Harris und Jaylen Warren konnten die Steelers lange Drives hinlegen, viel Zeit von der Uhr nehmen und immerhin zwei weitere Field Goals hinzufügen, um den Vorsprung auf 16:7 hochzuschrauben. Kurz vor der Two-Minute-Warning kamen die Bengals mit einem Field Goal nochmal heran, doch der folgende Onside Kick wurde von George Pickens gefangen und damit war das Spiel beendet.

Der Auftritt der Offense bei diesem Spiel macht wirklich Mut. Perfekt war es bei weitem nicht, aber es sah doch alles sehr viel besser aus, sodass die Hoffnung besteht, dass sie bald auch mal mehr Punkten wird, wenn sie so weiter macht. Die Defense hat die Bengals mit ihrem Backup-Quarterback und weiteren Ausfällen zwar nicht dominiert, aber doch gut unter Kontrolle gehabt und letztlich die entscheidenden Big Plays liefern können – unter anderem gelangen TJ Watt wieder zwei Sacks.

Mit einem Record von 7-4 sieht die Welt schon wieder besser aus und beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Arizona Cardinals, die am kommenden Sonntag in Pittsburgh zu Gast sein werden. 

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