Review Preseason Week 3 at Buffalo Bills

written by Andre Vilshöver
8 · 28 · 26

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Die Pittsburgh Steelers beenden die Preseason 2026 mit einer 27:28 Niederlage gegen die Buffalo Bills. Das Team von Head Coach Mike McCarthy schließt die Vorbereitung mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen ab. Im letzten Testspiel in Buffalo entschieden die Gastgeber die Partie kurz vor dem Ende durch eine erfolgreiche Two-Point-Conversion für sich. Drew Allar führte den finalen Two-Minute-Drive der Steelers an, aber der Drive endete in einem Turnover on Downs.

Ausgangslage

Auch in diesem Spiel schonte der Coaching Staff erneut viele der Stammkräfte. Einige der Veteranen traten die Reise nach Buffalo gar nicht erst an. McCarthy und sein Staff nutzten die Begegnung, um Spielern aus der zweiten und dritten Reihe viel Einsatzzeit unter Wettkampfbedingungen zu geben. Für viele Profis im Kader bot das Spiel die letzte Möglichkeit, sich für einen festen Platz im 53-Mann-Kader oder für einen der 17* Plätze des Practice Squad zu empfehlen. Andere Akteure wollten sich mit guten Leistungen für andere NFL-Teams präsentieren.

Den Trainern und dem Front Office steht ein schweres Wochenende bevor. Innerhalb von 72 Stunden muss das Team die finalen Kader Entscheidungen treffen und den Kader drastisch reduzieren. Vor allem die Offensive Line zeigte im Verlauf der gesamten Vorbereitung erhebliche Schwächen beim Passschutz und im Laufspiel. Nach drei Vorbereitungsspielen stehen die finalen Personalentscheidungen vor dem Beginn der regulären Saison unmittelbar bevor.

*Sollte Julius Welschof auf das Practice Squad gesigned werden, gilt er als IPP Player und die Steelers dürfen 16 zusätzliche Spieler aufs PS signen.

Positives

  • Running Back Eli Heidenreich erzielte einen Touchdown nach einem Lauf über 9 Yards und sammelte insgesamt 35 Yards Raumgewinn.
  • Running Back Lew Nichols überzeugte als Starter mit 40 Yards Raumgewinn bei sieben Läufen und einem gefangenen Pass für 13 Yards.
  • Rookie Wide Receiver Germie Bernard erzielte nach einem gesicherten Muffed Punt der Bills seinen ersten Touchdown und zeigte starke Aktionen nach dem Catch.
  • Wide Receiver Max Hurleman fing drei Pässe für 50 Yards Raumgewinn und lieferte gute Blocks im Laufspiel ab.
  • Returner Kaden Wetjen überzeugte mit einem 45-Yard-Punt-Return-Touchdown im vierten Viertel.
  • Defensive Back Robert Spears-Jennings setzte harte Tackles an der Line of Scrimmage und empfahl sich für den finalen Kader.
  • Defensive Tackle Gabriel Rubio stoppte das gegnerische Laufspiel im ersten Durchgang effektiv.
  • Cornerback D’Shawn Jamison beendete die Partie mit sieben Tackles, zwei Tackles für Raumverlust und einem Pass Break Up..
  • Punter Cameron Johnston erzielte einen starken Schnitt von 50,6 Yards pro Punt und platzierte zwei Bälle innerhalb der gegnerischen 20-Yard-Linie.

Negatives

  • Quarterback Will Howard machte kein gutes Spiel, warf eine Interception und erlitt im Spielverlauf eine Kopfverletzung und beendete seinen Einsatz nach drei Sacks.
  • Running Back Kaleb Johnson verbuchte bei fünf Versuchen nur 11 Yards Raumgewinn.
  • Offensive Tackle Dylan Cook offenbarte in der Pass Protection erhebliche Probleme gegen die Pass Rusher der Bills.
  • Rookie Offensive Tackle Max Iheanachor verursachte in seinem Debut zwei Strafen wegen Haltens und ließ früh einen Sack zu.
  • Tight End Lake McRee lief eine falsche Route vor der Interception von Will Howard und ließ im finalen Drive einen fangbaren Pass fallen.
  • Die Verteidigung der Steelers beendete die gesamte Preseason ohne einen einzigen defensiven Ballgewinn.
  • Linebacker Carson Bruener verpasste wichtige Tackles in der Defense. Ein nicht gesetztes Tackle gegen Frank Gore Jr. vor einem Touchdown der Bills stach dabei besonders heraus.
  • Cornerback Tamon Lynum verursachte eine Pass Interference Strafe vor dem späten Touchdown der Bills und ließ die entscheidende Two-Point Conversion zu.

Fazit

Die Preseason der Pittsburgh Steelers hinterlässt ein gemischtes Bild, welches klare Problemzonen aufweist.
Auch wenn die Offensive Line sich stabilisiert, bietet sie vor dem Auftakt in die neue Saison Grund für Bauchschmerzen. Quarterback Will Howard stand im ersten Durchgang unter permanentem Druck und verließ die Partie mit einer Kopfverletzung. Auch Drew Allar fand in der zweiten Halbzeit hinter der lückenhaften Line kaum Rhythmus. Im Laufspiel fehlte den Blockern die nötige Durchschlagskraft an der Line of Scrimmage.
Defensive Coordinator Patrick Graham setzte auf kreative Blitz-Pakete mit Linebackern und Defensive Backs. Diese Plays führten zu Druck auf den gegnerischen Quarterback. Der reguläre Pass Rush ohne zusätzliche Blitzer war über alle drei Spiele nicht wirklich effektiv. Untypisch für die Steelers gab es im Verlauf der gesamten Preseason keinen einzigen Turnover für die Defense.

Im Kampf um die Kaderplätze 48 – 53 zeigten einige Rookies und Ergänzungsspieler gute Ansätze. Running Back Lew Nichols empfahl sich mit harten Läufen und guter Übersicht für die Rolle als dritter Back hinter Jaylen Warren und Rico Dowdle. Safety Robert Spears-Jennings empfahl sich durch sein physisches Spiel und starken Szenen in den Special Teams für einen Platz im Team. Kaden Wetjen zeigte mit seinem Touchdown nach einem Punt Return seinen Wert für die Special Teams, muss sein Spiel als Receiver aber stabilisieren.

McCarthy und sein Staff stehen nun vor schwierigen Entscheidungen. Denn in der Nacht von Sonntag auf Montag, 31. August muss der Kader auf 53 Spieler gecuttet werden. Auf mehreren Positionen droht der Verlust von Talenten über die Waiver-Liste. Auf der Cornerback-Position besitzen einige junge Spieler Potenzial für den Kader anderer NFL-Teams.

Für das Team gilt es in den kommenden beiden Wochen, die gezeigten Schwachstellen abzustellen. Ohne deutliche Leistungssteigerungen der Offensive Line und der Defensive Front steht den Steelers ein harter Auftakt in die reguläre Saison bevor.

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