Den Sieg gegen die Colts im Gepäck, geht es für die Steelers nun in das aktuell nicht ganz so sonnige Florida. Die Tampa Bay Buccaneers erwarten uns am kommenden Sonntag um 19:00 Uhr deutscher Zeit im Raymond James Stadium.
Auf einen Blick

Injury Reports
Diesmal hat es besonders die Receiver der Steelers getroffen. Roman WIlson (Finger) und Ben Skowronek (Wade) sind out. Dazu kommt Michael Pittman, der seit letzter Woche auf IR sitzt. DK Metcalfs Einsatz wurde am Freitag krankheitsbedingt als fraglich verkündet.Hätte Metcalf nicht spielen können, wären miz Germie Bernard und Returner Kaden Wetjen nur noch zwei Receiver im 53er Kader gewesen. Beide sind Rookies. Metcalfs Game Status wurde am Samstag wieder entfernt und er steht zur Verfügung.
Im selben Statement meldeten die Steelers Pat Freiermuth mit einer Wadenverletzung als fraglich. Auch ohne Freiermuth werden die Tight Ends, die in den vergangenen Wochen zum Glück eine gute Figur gemacht haben, eine größere Rolle im Passpsiel einnehmen müssen. Running Back Rico Dowdle (Zeh) arbeitete sich über die Woche wieder zurück, trainierte nur am Mittwoch limitiert und dürfte am Sonntag wieder Spielzeit bekommen, um Jalen Warren etwas Arbeit abzunehmen. Defensiv ist das Backfield immer noch nicht fit. Cornerback Jamel Dean kämpft weiter mit seinem Knöchel (out) und Jalen Ramsey gilt mit seinem Handgelenk ohne volle Trainingseinheit in dieser Woche als fraglich. Defensive Lineman Keenu Benton hatte zwar eine positive Tendenz in seiner Traininsbeteiligung, wurde vom Team aber trotzdem als fraglich eingestuft. Ohne Derrick Harmon (IR) könnte der Run-Stopper gegen die zwangsweise laufintensiven Bucs ein zentraler Faktor werden.
Bei den Bucs fällt Baker Mayfield weiterhin mit einer Daumenverletzung aus. Für ihn startet seit zwei Spielen Rookie Free Agent Jalon Daniels. Das hat den größten Einfluss auf das Spiel der Bucs. Neben ihm fehlt der Offense lediglich Rotations-RB Sean Tucker. Defensiv sieht es anders aus. Safety Antoine Winfield (Rippe) fehlt weiterhin und sowohl Linebacker Josiah Trotter (Knie), als auch sein Ersatz Dennis SirVoccea (Knöchel) sind fraglich. Auf Cornerback könnte es durch Benjamin Morrison (Quadrizeps/Out) und Ayden Garnes (Knöchel/Fraglich) Probleme in der Tiefe geben, falls sich die Starter verletzen.
Der Gegner in Zahlen
Offensiv ist Tampa eher unterer Durchschnitt. 20 Punkte pro Spiel (Rang 26), 5,0 Yards pro Play (Rang 21), 47% Redzone-Success (Rang 27). Dafür produzieren sie 133 Yards pro Spiel am Boden, was natürlich auch mit dem Ausfall von Mayfield zusammenhängt. Die Bucs werden sich daher auf ihre Defense verlassen müssen und die steht mit nur 72,8 zugelassenen Rush-Yards pro Spiel (Rang 2) besonders gegen den Run gut dar. Dazu kommt eine 3rd Down Quote von 33,9% (Rang 8). So könnten sie die Steelers mit ihren Ausfällen auf WR genau da treffen, wo sie verwundbar sind. Sollten sie zu Hause gewinnen, wäre Jalon Daniels seit 42 Jahren der erste Undrafted Rookie Quarterback, der die Steelers schlägt (zuletzt Warren Moon 1984 / Houston Oilers / 20:23)
Über die Buccaners
Der 1-4 Record täuscht. Alle vier Niederlagen waren One-Score-Games und teilweise war einfach viel Pech dabei, wie in Woche 1, wo ganze vier Fumbles des Teams beim Gegner landeten. Auch der Quarterbackwechsel ist kein Grund dafür. Auf Jalon Daniels Konto steht der eine Sieg gegen Dallas und eine 14:17 Niederlage gegen Green Bay. Die Cowboys konnten sie vor allem mit starkem Laufspiel und wenig Fehlern in die Knie zwingen. Bucky Irving kam bei 21 Runs auf 165 Yards, das gesamte Team zusammen auf 241. Dazu eine Turnover-Bilanz von 0:3. Nach zwei Starts steht Daniels bei 38 für 55 Pässen, 337 Yards und 2 Touchdowns bei 3 Interceptions. Nicht gut, für einen Undrafted Rookie aber sicherlich besser als erwartet. Außerdem wurde er nur viermal gesacked. Mayfield kam nach knapp drei Spielen hinter derselben Offensive Line auf 13. Die Defense gibt dem Rookie dazu immerhin ein kleines Sicherheitsnetz. Todd Bowles kreiert gerne Druck über den Blitz (37,6% Blitz-Rate / Rang 3). Das bringt Turnover und – durch zusätzliches Personal in der Box – Sicherheit gegen den Run.
Achtet auf…
…Bucky Irving:
Die Steelers haben schon gegen die Falcons und Colts gezeigt, dass sie ein dominantes Run-Game stoppen können, nun fehlen mit Harmon und Benton aber vielleicht zwei der besten Run-Stuffer des Teams.
…das First Down Run Game:
Tampa hat mit einer Erfolgsquote von 50,7% eines der besseren Run Games bei First Down. Die Steelers Defense ist hingegen genau hier stark. Bremst man das Laufspiel früh, zwingt man die Bucs in lange Late Downs und Daniels ins Passspiel.
…Bucs O-Line gegen Steelers Pass Rush:
Die Pass Protection ist eine klare Schwachstelle der Buccaneers und T.J. konnte gegen die Browns und Colts wieder mehr Pressures kreieren. Mit Druck bekommt man den unerfahrenen Rookie QB bei Schlüssel-Plays am besten aus dem Konzept und kann so defensive Big-Plays kreieren.
…Germie Bernard:
Selbst wenn Metcalf spielt, wird er nicht fit sein und Wilson und Skowronek sind raus. Damit ist Bernard neben den Tight Ends Rodgers’ erste, wenn nicht sogar einzige vernünftige Anspielstation. Eine bessere Chance auf ein Breakout-Game gibt es nur selten.
Erwartungen an das Spiel
Es wird keine Punkteschlacht werden. Beide Teams sind offensiv eingeschränkt und haben defensiv eine gute Ausgangssituation. Rookie Daniels schafft es, Spiele nicht zu verlieren. Bringt man die Bucs in Zugzwang, wird er das Team aber auch nicht auf die Schultern nehmen können. Dazu kommt das Mismatch von schwacher Pass Protection gegen den Steelers Rush. Auf der anderen Seite sieht es allerdings nicht viel besser aus. Pittsburghs Pass Game ist weiterhin nicht da, wo man es gerne haben wollte und nun fehlt der halbe Wide Receiver Room. Freiermuth und Washington sind gute Waffen durch die Luft, das weiß aber auch der Gegner. So gerne wir Bernard und Washington auch nach dem Catch sehen, wird man das Game nicht nur mit 3 Yard Runs und Dumpoff Pässen gewinnen können.
SNG-Tipp: Steelers gewinnen 20-10




0 Kommentare