Pittsburgh Steelers – Seattle Seahawks

written by Sascha Steel
10 · 21 · 21

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In Woche 6 kamen die Seahawks ins Heinz Field. Und dass, mit einer für Seattle ungewohnt schlechten Defense, zumindest auf dem Papier. Kombiniert mit dem Steelers Sieg gegen Denver, hatten viele Fans die Hoffnung, dass man endlich mal ein Spiel bestimmen kann.

Doch der erste frische Streak wurde von den Steelers gleich wieder gebrochen. In den letzten beiden Spielen konnte man den ersten offensiven Drive gleich in Punkte umwandeln, gegen Seattle jedoch nicht. Man kam bis zur Mittellinie und es musste Presley Harvin aufs Feld. Und es sollten noch einige Punts folgen.

Seattle konnte den Ball zwar auch ein wenig bewegen. Gino Smith spielte besser als von vielen erwartet, doch auch bei ihnen musste letztendlich viel zu oft gepuntet werden. Und so ging es im ersten Quarter hin und her ohne das groß was passierte. Seattle spielte in der Defense gut gegen den Steelers Run und auch die obligatorische Outside Route von Big Ben auf WR Johnson wurde gut verteidigt. So ging es dann ohne Punkte in das zweite Quarter.

Hier lief es nun für die Steelers Offense besser. Ein 3rd Down pass auf TE Ebron und ein Jet Sweep von Diontae Johnson brachte die Steelers tief in die Hälfte der Seahawks. Ein weiterer Pass auf TE MUUUUUTH Pat Freiermuth sorgte dann für ein Goal to Go an der Seahawks 5. Big Ben fand dann Najee Harris mit einem kurzen Pass und dieser schaffte es in die Endzone zum 7-0.

Die Seahawks konnten den Ball eigentlich gut bewegen, doch nach einem Sack von Cam Heyward an Gino Smith war dann die Distanz doch zu groß und die Steelers bekamen wieder den Ball.

Big Ben fand in der Folge immer wieder Johnson, Harris und Freiermuth, bis man wieder kurz vor der Endzone von Seattle stand. Und dann war es tatsächlich TE Eric Ebron, der mit einem schön designten Spielzug zu Fuß die Endzone erreichte. Steelers 14- Seattle 0. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam dann einer unserer Lieblingsbegriffe zum Tragen. Halfttimeadjustments. Dies aber leider negativ, denn Seattle kam verändert aus der Kabine. Sie konzentrierten sich plötzlich extrem auf das Laufspiel. Gute Blocks und hartes Laufen von vor allem Collins machten der Steelers Defense große Probleme. Man las die Blocks nicht gut und tackelte noch schlechter und so liefen die Seahawks so ziemlich über das gesamte Spielfeld und fanden letztendlich auch die Endzone. Collins selbst sorgte für den TD. Es war ein richtiger Attitude Drive. Steelers 14 – Seattle 7.

Die Steelers konnten zwar mit einem passablen Drive antworten, aber am Ende kosteten doch zu viele Strafen den Touchdown und es kam Boswell aufs Feld. Mit einem 27 Yard FG brachte er die Führung auf 17-7.

Doch nun pakten die Seahawks auch die Special Teams aus. Ein Return an die 40 und man war gleich in guter Feldposition. Nun klappte auch der Pass von Gino Smith und er fand einen TE Levert, der den Ball innerhalb der Steelers 5 yards brachte. Ein weiterer Pass auf TE Dissly und es waren weitere 7 Punkte auf dem Board. Steelers 17 – Seattle 14.

Bei der Steelers Offense lief dann mal wieder überhaupt nichts richtig und Seattle RB Collins lief weiter fast nach Belieben durch die Steelers Defense. So machte man sich echt Sorgen dieses Spiel überhaupt noch erfolgreich zu Ende bringen zu können.

Doch in der Redzone war die Defense dann doch wieder da und nach einem weiteren Sack an Smith kam Seattle nur zu einem FG und dem 17-17 Ausgleich.

So blieb es im letzten Viertel dann lange spannend, ohne dass sich das Ergebnis änderte, beide Teams kamen nicht in die Lage zu Punkten. Erst mit unter 5 Minuten auf der Uhr, schafften es die Steelers mal wieder tief in die Hälfte der Hawks. Doch eine PI gegen Chase Claypool verhinderte, dass man den Drive zu Ende spielen konnte und so verließ man sich wieder auf Kicker Boswell. Er war auch gewohnt souverän und verwandelte sicher aus 52 Yards zur erneuten Führung der Steelers 20-17. Das Problem jedoch war, man hatte noch 90 Sekunden auf der Uhr.

Die Seahawks hatten somit genug Zeit, Pass und Lauf zu mischen um über das Feld zu kommen. Es wurde am Ende zeitlich relativ knapp und es gab die eine oder andere Aufregung, doch unterm Strich konnte Seattle mit auslaufender Zeit aus 43 Yard nochmal Ausgleichen und es ging in die Overtime.

In der Verlängerung bekam Seattle zuerst den Ball. Bedeutet, gelingt ihnen ein TD, ist das Spiel zu Ende. Müssen sie den Ball abgeben oder schaffen sie ein FG, haben die Steelers noch eine Chance.

Seattle kam auch in die Hälfte der Steelers, doch bei einem 3rd und 4 zeigte T.J. Watt zum wiederholten Male seine Klasse und sackte Geno Smith. Durch den Raumverlust mussten die Seahawks dann punten und die Steelers kamen nochmals an den Ball.

Doch der Drive der Steelers wurde mal wieder viel zu schnell gestoppt und man kann sich bei Punter Harvin bedanken, der seinen besten Punt des Tages raushauen konnte und die Seahawks an ihre eigene 15 pinnte. Und was soll man sagen, bei 1st und 10 schlug wieder die Stunde von T.J.

Er hatte beim Rush 3 Spieler gegen sich, doch als Geno Smith in die Pocket steppen will kann Watt sich lösen und Smith erwischen, natürlich auf seine spezielle Art mit einem Strip Fumble. Devin Bush konnte den Ball sichern und nach einigem Hin und Her von welchem Punkt Boswell kicken sollte oder wollte kam es dann zum entscheidenden FG Versuch aus 37 Yard. JA und auf Boswell ist Verlass und so konnten die Steelers mit einem 23-20 Sieg das Spiel in Overtime beenden.

Unterm Strich muss man sagen, die Offense war zu lange Zeit im Spiel nicht gut genug. Dennoch gibt es auch hier von Spiel zu Spiel kleine Schritte in die richtige Richtung. Die Defense hat besonders gegen den Lauf enttäuscht, doch der Anker der Unit T.J. Watt konnte das Spiel an sich reißen und entscheiden.

Nun stehen die Steelers bei einem ausgeglichenen Rekord von 3-3 und haben die Bye Week vor sich. Anschließend fährt man zu den angeschlagenen Browns zum nächsten AFC North Division Game.

Go Steelers

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