Pittsburgh Steelers – Cincinnati Bengals

written by Sascha Steel
9 · 27 · 21

Zur Startseite

So nun ist Woche 3 auch schon vorbei und die Steelers stehen bei 1-2. Nach dem unerwarteten Sieg in Buffalo hat man nun die 2 Heimspiele verloren.

Gegen die Bengals kam die Offense mal wieder von Anfang an nicht ins Spiel. Kann man das an einem Grund festmachen. Auf keinen Fall. Es passieren einfach zu viele kleine Fehler und das Play Calling hilft dem Team auch nicht, im Gegenteil.  

Rookie RB Najee Harris tut sein Bestes, läuft mit viel Herz und kämpft um jedes Yard. Doch zu oft ist er auf sich alleine gestellt. Macht auch er Fehler? Ja, aber die sind nicht Spiel entscheidend. Insgesamt kommt vom Laufspiel aber eben noch viel zu wenig.

Im Pass Spiel nicht viel anders. Big Ben bekommt zu oft kaum Zeit. Spielzüge können sich nicht entwickeln. Also versucht man wieder mit schnellen kurzen Pässen zu operieren. Doch was bringt mir bei einem langen down ein WR Screen wenn es die Lineman nicht schaffen vor den WR zu kommen um zu blocken, so als Beispiel. Oder es werden die Bälle gleich fallen gelassen. Ben Roethlisberger bewegt sich nicht gut hinter der Linie und hat er mal Zeit einen Pass anzubringen, sind oft keine WR frei und er muss wieder improvisieren. Dabei trifft er oft keine guten Entscheidungen. Mag auch damit zusammenhängen, dass er den Erfolg erzwingen will, aber das funktioniert im Football leider nicht.

Im ersten Quarter konnte die Defense erst mal nach einem tipped Pass eine INT verzeichnen, doch man gab den Ball auch gleich wieder zurück, ebenso durch eine INT nach einem tipped Ball.

Die Defense war ohne die nicht kleine Anzahl von Ausfällen einfach nicht die gleiche. So konnte Cincy immer wieder zu first downs konverten und wenn kein Druck da ist, kann auch ein Joe Burrow schöne Pässe werfen, so dann auch zum TD auf Tyler Boyd. Steelers 0 Cincinnati 7.

Bei den Steelers sind besonders die Plays beim 1st down einfach zu schlecht. Entweder ein komischer Call den man als Außenstehender schlecht verstehen kann, oder eben eine schlechte Ausführung. So kommt es dann zu oft zu 3rd und lang Situationen. Und auch hier ist wieder zu oft das Playcalling fragwürdig.

Doch dann kam ein Drive der Steelers, bei dem man endlich mal ein wenig Rhythmus generieren konnte. Obwohl man es sich auch hier durch Strafen nicht einfach machte. So war es aber eine gute Mischung aus Läufen und kurzen Pässe durch die Mitte, die immer wieder verwertbare Downs erbrachten und am Ende gab es dann auch einen für den Drive verdienten Abschluss mit einem TD auf TD Pat Freiermuth. Seinen ersten in der NFL. Steelers 7 Cincinnati 7.

Doch es war noch ca 1 Minute auf der Uhr in Halbzeit eins und die Bengals hatten nochmal den Ball. Natürlich versuchten sie es tief, aber es wurde gut verteidigt. Bis ein fragwürdiger Roughing the Passer Call gegen Ingram den Bengals wieder ein first down beschwerte. 2 Spielzüge später fand QB Burrow seinen alten College Kollegen Chase in der Endzone. Und so gingen die Steelers doch mit einem TD Rückstand in die Halbzeit.

Zu Beginn von Hälfte zwei bekam Cincinnati gleich wieder den Ball und konnte ihren Drive auch mit einem FG abschließen. Somit waren die Steelers schnell wieder bei einem 2 Score Rückstand. 7-17

Und es kam noch besser. Beim nächsten Steelers Drive will Ben auf seine typische Art einen Spielzug extenden, rollt nach rechts um einen freien Mitspieler zu finden. Aber er übersieht dabei einen Linebacker und wirft den Ball direkt in seine Arme. INT Cincinnati. Diese hatten dann gerade mal ca. 25 Yards Feld vor sich und kurz darauf hatte WR Ja’Marr Chase seinen zweiten TD. Man war damit Mitte drittes Quarter 24-7 hinten und man fragte sich echt, wie diese Offense das mit der bisherigen Leistung aufholen sollte.

Der folgende Drive war aber gar nicht schlecht. Man kam über das Feld, doch am Ende sorgten wilde Pässe und fallen gelassene Bälle dafür, dass man nur zu einem 42 Yards Fieldgoal Versuch kam. Ja Versuch, Chris Boswell reihte sich leider in die insgesamte Leistung ein und setzte den Ball links neben das Tor.

Der nächste Steelers Drive sprach dann Bände für das gesamte Spiel. Immer wieder gibt es einzelne gute Plays, die das Team aus einer schlechten Situation holt. Man hat dann ein first down an der gegnerischen 3 yard Linie. Doch erst gibt es eine Strafe (Offensive Pass Interference) und man findet sich an der 17 yard Linie wieder. Dann findet Ben keine Anspielstation und wird gesackt. Es folgte noch eine Offside Strafe und schwupps ist man an der 21 Yard Linie. Man kann sich mit den 2 weiteren downs zwar wieder bis zur 7 vorkämpfen, doch bei einem Spielstand von 24-7 und knapp 8 Minuten auf der Uhr entscheidet man sich dann für ein FG. Steelers 10 Cincinnati 24.

Die Bengals wurden zwar recht schnell gestoppt und mit weniger Druck auf Ben aufgrund einer prevent Defense der Bengals konnte man auch plötzlich Pässe anbringen. Doch es ging nur bis zur Redzone, dann wieder die gleiche Krankheit. Fallen gelassene Bälle, Ben wird gesackt. Vierter Versuch und lang und nun MUSS man auf den TD gehen, dies aber erfolglos.

So bleibt am Ende nur die Erkenntnis, dass man derzeit eben nicht gut genug ist um solche Spiele zu gewinnen. Die Tiefe im Team ist nicht vorhanden um fehlendes Key Personal zu ersetzen. Die Offense findet wieder Rhythmus noch Identität und das Play Calling hilft mal gar nicht dies zu ändern. Ist dies die Schuld einzelner Spieler??? Nicht wirklich. Ich würde derzeit nicht mit dem Finger auf einen einzelnen Spieler zeigen und sagen du bist schuld. Es passieren zu viele Fehler von zu viel unterschiedlichen Spielern UND Coaches. Ist es nun Zeit den Panik Button zu drücken. Auf keinen Fall. Denn es wird sich personell nicht viel ändern können. Die Oline ist nun mal eben die, welche wir aktuell haben. Sicher wurden die Steelers in ihrer Planung durch den Rücktritt von DeCastro überrascht und man dachte auch Zack Banner ist zu Saisonbeginn fit. Das ist aber nun mal das Leben in der NFL und ob einzelne Personalien die Situation besser machen würde ist schwer zu sagen.

Es bleibt also nur, Geduld zu haben. Sich gegenseitig nun zu zerfleischen wer besser sein könnte und wer mit was recht hat, ist weder im Team noch in der Fan Basis zielführend. Der Start in die Saison ist weit weg von toll, doch um eine letzte Floskel rauszuholen. Die Saison ist noch lang und die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich denke sie ist noch nicht Tod.

Related Posts

Woche 6: Injury Report /Keys

Woche 6: Injury Report /Keys

--Injury Report-- --Steelers-- Gute News von der Seite der Steelers. Lediglich zwei zu erwartende Verletzte sind heute zu nennen. WR Juju Smith-Schuster (Schulter) wurde zum Wochenende auf die IR gesetzt. Seinen Rosterspot bekommt der genesene OT Zach Banner (Knie)...

Game Preview – Seahawks Week

Game Preview – Seahawks Week

Beim ersten Sieg im heimischen Heinz Field zeigte vor allem die Offense rund um QB Ben Roethlisberger bessere Leistungen als in den Spielen zuvor. Die Hoffnung bei Steelersfans wächst, dass die Mannschaft so langsam in die Saison rein findet. Dabei kommt nun eines der...

Woche 5: Pittsburgh Steelers . Denver Broncos

Woche 5: Pittsburgh Steelers . Denver Broncos

Am Sonntag hatten die Steelers im heimischen Heinz Field die Denver Broncos zu Gast. Mit nun 3 Niederlagen in Folge und noch keinem gewonnenen Heimspiel, sollten die Steelers eigentlich gut motoviert ins Spiel gehen. Das aber gegen eine der besseren Verteidigungen der...

Comments

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cart
  • No products in the cart.