Review Week 8 vs Browns

written by Oliver Niesmann
11 · 02 · 26

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Ein freundliches Moin in die Runde und Herzlich Willkommen zum sechsten Victory Monday 2026. 

Um 19 Uhr deutsche Zeit trafen die Pittsburgh Steelers im heimischen Acrisure Stadium (Heinz Field) auf die Cleveland Browns. 

Spielverlauf

Quarter 1:

Die Steelers erwischten einen guten Start und setzten von Beginn an auf ihr Laufspiel. Cleveland hatte dagegen früh Probleme mit der Ballkontrolle: Die Browns verloren in ihren ersten beiden Drives jeweils den Ball durch einen Fumble. Pittsburgh nutzte den ersten Fehler Clevelands nicht, weil Chris Boswell ein Field-Goal Versuch aus 57-Yards verschoss. 

Rico Dowdle krönte den Angriff nach dem zweiten Fumble schließlich mit einem 9-Yard-Lauf in die Endzone. Chris Boswell verwandelte den Extrapunkt zum 7:0.

Die Steelers gingen mit einer verdienten Führung aus dem ersten Viertel. Vor allem das Laufspiel funktionierte bereits gut, während Cleveland offensiv noch keinen Rhythmus fand.

Quarter 2:

Pittsburgh baute die Führung zu Beginn des zweiten Viertels aus. Chris Boswell verwandelte aus 20 Yards zum 10:0. Die Browns kamen anschließend besser ins Spiel und konnten durch ein 32-Yard-Field-Goal von Andre Szmyt erstmals punkten.

Die Steelers antworteten ebenfalls mit einem Field Goal: Boswell traf aus 37 Yards zum 13:3. Cleveland ließ sich davon jedoch nicht vollständig abschütteln und verkürzte kurz vor der Pause durch ein weiteres Field Goal von Szmyt aus 49 Yards auf 13:6.

Pittsburgh bekam noch einmal den Ball mit nur noch 45 Sekunden auf der Uhr und nutzte die verbleibende Zeit hervorragend. Jaylen Warren sorgte mit einem 23-Yard-Lauf für wichtigen Raumgewinn. Kurz vor Ablauf der Uhr fand die Offense schließlich den Weg in die Endzone: Tight End Pat Freiermuth lief aus einem Yard per Tush-Push zum Touchdown. Mit Boswells Extrapunkt stand es zur Halbzeit 20:6.

Quarter 3:

Die Steelers machten nach der Pause genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Aaron Rodgers fand Darnell Washington mit einem starken 58-Yard-Pass entlang der linken Seitenlinie. Washington brachte Pittsburgh damit bis an die 1-Yard-Linie der Browns.

Jaylen Warren erledigte den Rest und lief im nächsten Spielzug zum Touchdown. Boswell verwandelte den Extrapunkt zum 27:6.

Im weiteren Verlauf gelang Cleveland zwar ein defensiver Erfolg: Denzel Ward fing einen Pass von Rodgers auf DK Metcalf ab, den DK eigentlich sicher fangen muss, den Ball aber in die Luft tippt. Die Browns konnten daraus allerdings keinen eigenen Touchdown machen. Pittsburghs Defense hielt den Vorsprung souverän und setzte Deshaun Watson immer wieder unter Druck.

Quarter 4:

Im Schlussviertel versuchten die Browns noch einmal, offensiv zurückzukommen. Cleveland arbeitete sich mit einem längeren Drive bis an Pittsburghs 5-Yard-Linie vor. Doch auch in dieser aussichtsreichen Position fand die Offense keinen Weg in die Endzone.

Bei einem Pass in Richtung Endzone wurde Denzel Boston als out-of-Bounds gewertet. Cleveland entschied sich anschließend, den vierten Versuch auszuspielen, konnte ihn aber nicht erfolgreich abschließen. Die Steelers übernahmen den Ball durch Turnover on Downs.

Damit war die letzte ernsthafte Chance der Browns dahin. Pittsburgh ließ anschließend die Uhr herunterlaufen und brachte den deutlichen 27:6-Erfolg sicher ins Ziel.

Gewinner und Verlierer

Gewinner:

  • Das Laufspiel: Pittsburgh wollte seit Jahren ein Run-First Team sein und jetzt hat man es endlich geschafft. 200 Yards am Boden sind herausragend und dass das jede Woche passiert, zeigt die Stärke der O-Line im Run-Blocking. Es hat auch endlich mal geklappt, den Workload so zu verteilen, dass beide RBs davon profitieren konnten. 
  • Run Defense: Zusätzlich zur Offensiven Seite, hat auch die Defensive ihre Spezialität im Laufspiel, aber zum Glück darin, den Gegner jenes zu nehmen. Gerade einmal 34 Yards durfte Cleveland erlaufen und wieder einmal müssen hier Cam Heyward und Keeanu Benton positiv hervorgehoben werden. 
  • Der Pass-Rush: Was in den letzten Wochen versäumt wurde, holten TJ und Co. ausreichend nach. Am Ende waren es 8 Sacks und das trug ganz klar zum Sieg bei
  • Darnell Washington: Mit 94 Yards war er Pittsburghs bester Receiver und beweist Woche für Woche, dass die Vertragsverlängerung richtig war. 
  • Für mich ist auch ein kleiner Gewinner unser Pass-Blocking. Im Hinspiel konnte Cleveland noch ordentlich Druck auf Rodgers machen. In diesem Spiel gab es ausschließlich 1 Sack zugelassen von McCormick. Fautanu und Iheanachor sind zumindest auf dem richtigen Weg. 
  • Kevin Jobity Jr.: mit seinem ersten NFL-Sack: der Rotationsspieler empfahl sich somit für mehr Spielzeit. 

Verlierer:

  • Jared Verse: Ja, ihr lest es richtig. Wer vor einem Rivalry-Game so laut auf sich Aufmerksam macht und dann so dermaßen nicht abliefert, gehört einfach in jeden Bericht der NFL als Verlierer der Woche. 
  • DK Metcalf: Natürlich bleibt der eine große Drop aus Halbzeit 2 im Gedächtnis, aber auch sonst alles andere als ein guter Tag für Pittsburghs Nummer 1 Receiver. 
  • Aaron Rodgers: Auch wenn der Drop zu 100% die Schuld von DK ist, darf man nicht verkennen, dass dieser Wurf maßlos unterworfen war. DK muss das Tempo rausnehmen in der Situation und wer weiß ob er den Ball in vollem Lauf nicht fängt. Auch sonst hat Rodgers immer wieder Fehler in seinem Game und er ist ganz klar Teil des aktuell schwachen Pass-Games. 
  • Die Red-Zone Offensive: Gerade in Halbzeit 1 kam man zweimal in die Redzone und erzielte nur 6 Punkte. So blieb das Spiel unnötig lange offen. Gerade der eine Drive wo man an der 1 Yard Linie das Field Goal kickt. Hier muss McCarthy einfach mehr auf das so starke Laufspiel vertrauen. 
  • Die Passverteidigung: Deshaun Watson kam trotz der klaren Niederlage auf 324 Passing Yards. Harold Fannin Jr. fing zehn Pässe für 154 Yards und bekam viel zu oft Raum. Die Steelers-Defense war zwar im Pass Rush dominant, ließ aber im Passspiel immer wieder größere Raumgewinne zu. Denzel Ward zeigte zudem, dass man Rodgers’ Pässe durchaus abfangen kann.
  • Die Kickoff-Coverage: Hier bleibt eine bekannte Baustelle bestehen. Pittsburgh ließ bei den Kickoff-Returns zu viel Raum zu. Das ist ein Problem, das sich durch die Saison zieht und dringend verbessert werden muss.

Besonderheiten:

  • Jaylen Warren feiert Geburtstag mit Karriere Bestleistung: Warren wurde am Spieltag 28 Jahre alt und machte sich selbst das schönste Geschenk. Mit 143 Rushing Yards stellte er seine persönliche Bestleistung ein. Sieben seiner Läufe in dieser Saison gingen bereits über mindestens 20 Yards – Ligaspitze.
  • Acht Sacks – so viele wie seit 2021 nicht mehr: Die Steelers-Defense setzte Deshaun Watson achtmal zu Boden. Das war Pittsburghs höchste Sack-Ausbeute seit 2021. Damals gelangen gegen Cleveland sogar neun Sacks. T.J. Watt steuerte zwei Sacks bei und kommt damit auf 20,5 Sacks in seiner Karriere gegen die Browns. Das ist NFL-Rekord gegen einen einzelnen Gegner.
  • Die Browns ohne Touchdown: Cleveland erzielte lediglich zwei Field Goals und blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne Touchdown. Besonders bemerkenswert: Pittsburgh hat seit Woche 3 keinen Touchdown in der zweiten Halbzeit mehr zugelassen und hielt die Gegner nun zwei Spiele in Folge nach der Pause komplett ohne Punkte.
  • Salute to Service: Mit dem Spiel am 1. November startete auch der traditionelle Salute-to-Service-Monat der NFL. Im November rückt die Liga die aktiven Soldaten, Veteranen und ihre Familien besonders in den Mittelpunkt. Die Steelers beteiligten sich mit Ehrungen im Stadion und einem militärischen Überflug mit vier Black-Hawk-Helikoptern. Die Salute-to-Service Aktion im November löst damit die Crucial-Catch-Kamagne aus dem Oktober ab, in der die NFL auf Krebsaufklärung und Früherkennung aufmerksam machen möchte. 
  • Die Steelers empfingen das Footballteam der Cornell High School. Dessen Trainer Ed Dawson war kurz zuvor während eines Spiels nach einem medizinischen Notfall verstorben. Die Mannschaft und seine Familie waren im Stadion zu Gast, um an ihn zu erinnern.

Fazit:

Die Pittsburgh Steelers schlugen die Cleveland Browns deutlich mit 27:6 und feierten damit den vierten Sieg in Folge. Es war ein überzeugender Auftritt, bei dem vor allem das Laufspiel und die Defense den Unterschied machten. Jaylen Warren lieferte mit 143 Rushing Yards eine herausragende Leistung ab, die Offensive Line öffnete immer wieder große Lücken und die Defense setzte Deshaun Watson mit acht Sacks massiv unter Druck. Dazu kamen zwei frühe Ballverluste der Browns. Auch die historische Heimserie gegen Cleveland wurde weiter ausgebaut. Ein Sieg gegen den Erzrivalen ist ohnehin immer etwas Besonderes – mit dieser Deutlichkeit umso mehr.

Trotz des klaren Ergebnisses gibt es aber keinen Grund, sich zurückzulehnen. Das Passspiel war weiterhin zu inkonstant und auch in der Passverteidigung offenbarte Pittsburgh Schwächen. Harold Fannin Jr. kam auf 154 Receiving Yards und zeigte, dass die Steelers durch die Luft durchaus verwundbar sind. Der starke Pass Rush konnte einiges kaschieren, aber gegen andere Gegner wird das nicht immer funktionieren. Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt zunächst die Bye Week um sich zu erholen und an den bekannten Baustellen zu arbeiten.

Danach wartet mit dem Auswärtsspiel in Cincinnati ein echtes Topspiel und eine ganz andere Herausforderung. Gegen die Bengals wird es nicht reichen, lediglich das Laufspiel zu stoppen und darauf zu hoffen, dass der Pass Rush den Rest erledigt. Pittsburgh muss auch im Passspiel deutlich stabiler werden, die gegnerischen Receiver enger kontrollieren und offensiv selbst konstant Gefahr ausstrahlen. Der Sieg gegen Cleveland war ein wichtiges Statement innerhalb der Division und eine gute Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte. Aber wenn die Steelers in Cincinnati bestehen wollen, muss nach der Bye Week noch einmal eine Schippe draufgelegt werden.

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