Ein freundliches Moin in die Runde und herzlich Willkommen zum dritten Victory Monday 2026.
Gestern Abend trafen die Pittsburgh Steelers um 19 Uhr deutscher Zeit im heimischen Acrisure Stadium auf die Indianapolis Colts.
Spielverlauf:
Quarter 1:
Indianapolis eröffnete das Scoring mit einem 57-Yard-Field-Goal von Spencer Shrader zum 3:0. Pittsburgh antwortete praktisch sofort: Aaron Rodgers bediente Jaylen Warren mit einem kurzen Pass, den der Running Back über 80 Yards zum Touchdown in die Endzone trug. Ein explosives Play, das die Steelers mit 7:3 in Führung brachte.
Die Colts verkürzten anschließend mit einem weiteren langen Field Goal – diesmal aus 56 Yards. Pittsburgh lag nach einem ereignisreichen ersten Viertel mit 7:6 vorn
Quarter 2:
Pittsburgh legte mit einer langen, kontrollierten Angriffsserie nach. Über zwölf Spielzüge und 80 Yards arbeitete sich die Offense übers Feld. Den Abschluss bildete ein 1-Yard-Touchdown-Pass von Rodgers auf Pat Freiermuth. Boswells Extrapunkt stellte auf 14:6.
Indianapolis blieb dran. Die Colts marschierten über 71 Yards und Tyler Warren vollendete den Drive mit einem 1-Yard-Lauf zum Touchdown. Damit stand es nur noch 14:13. Kurz vor der Halbzeit brachte Chris Boswell Pittsburgh mit einem 48-Yard-Field-Goal wieder etwas Luft. Die Steelers gingen mit einer 17:13-Führung in die Kabine.
Quarter 3:
Nach der Pause verkürzte Indianapolis den Rückstand zunächst mit einem 22-Yard-Field-Goal auf 16:17. Pittsburgh antwortete erneut mit einem Big Play: Jaylen Warren fand eine Lücke in der Defense und lief über 50 Yards zum Touchdown. Mit Boswells Extrapunkt bauten die Steelers ihre Führung auf 24:16 aus.
Die Colts ließen sich jedoch nicht abschütteln. Nach einem längeren Drive verwandelte Shrader ein 40-Yard-Field-Goal. Damit ging Pittsburgh mit einer knappen 24:19-Führung ins Schlussviertel.
Quarter 4:
Indianapolis versuchte im letzten Quarter den Rückstand weiter zu verkürzen und kam mit einem 28-Yard-Field-Goal auf 22:24 heran. Pittsburgh blieb aber offensiv effektiv. Rodgers fand Freiermuth mit einem 17-Yard-Touchdown-Pass in der Endzone. Boswells Extrapunkt erhöhte auf 31:22.
Den Schlusspunkt setzte Chris Boswell mit einem 54-Yard-Field-Goal. Pittsburgh gewann den letzten Spielabschnitt mit 10:3 und brachte den Erfolg über die Zeit. Das Endergebnis lautet Steelers 34, Colts 22.
Gewinner und Verlierer
Gewinner:
- Jaylen Warren: Er zeigte mit 101 Rushing Yards, 87 Receiving Yards und zwei TDs, was in ihm steckt und er das Backfield alleine übernehmen kann.
- Pat Freiermuth: Er zeigte mit 2 Touchdowns, dass er eine sichere Anspielstation ist und eine echte Waffe im Passing Game.
- Germie Bernard: Er fing sechs Pässe für 80 Yards. Er war eine wichtige zusätzliche Anspielstation für Rodgers und half dabei, die Passverteidigung der Colts auseinanderzuziehen. Die Chance durch den Pittman-Ausfall hat er genutzt.
- Die Laufverteidigung: Die Steelers begrenzten ohne Derrick Harmon, Jonathan Taylor auf 45 Yards bei 15 Läufen. Insgesamt erlaubte Pittsburgh Indianapolis lediglich 66 Rushing-Yards. Das nahm den Colts eine ihrer wichtigsten offensiven Waffen und zwang sie, stärker auf das Passspiel zu setzen.
- Chris Boswell: Boswell verwandelte unter anderem ein 48-Yard-Field-Goal und später einen 54-Yard-Versuch. In einem Spiel, in dem Indianapolis mit mehreren langen Field Goals im Rennen blieb, waren diese zusätzlichen Punkte wichtig, um den Abstand zu halten.
- Asante Samuel Jr.: Mit 4 Pass-Breakups war er ein Lichtblick im Backfield der Steelers.
Verlierer:
- Rico Dowdle: Durch eine Verletzung herausgenommen, ist er der große Verlierer von Warrens Leistungen.
- Pass-Rush: Die Steelers bekommen trotz der großen Namen keinen kontinuierlichen Druck auf den gegnerischen Quarterback.
- Passverteidigung: Indianapolis erzielte 220 Passing-Yards bei durchschnittlich 8,1 Yards pro Passversuch. Obwohl Pittsburgh das Laufspiel gut kontrollierte, ließ die Defense im Passspiel immer wieder kontinuierlichen Raumgewinn zu. Die Colts konnten damit ihre Drives am Leben halten und blieben trotz der Niederlage lange im Spiel.
- Roman Wilson: Er musste früh verletzt runter. Nach seinen zuletzt guten Spielen ist es ein Rückschlag für den jungen Receiver.
- Special Team: Die Kickoffs bleiben ein Problem und Pittsburgh täte gut daran, dort weiter dran zu arbeiten.
Besonderheiten:
- Colts-Kicker Spencer Shrader verwandelte alle fünf Field-Goal-Versuche und stellte damit einen Franchise-Rekord ein. Zwei davon waren besonders lang: aus 57 und 56 Yards.
- Wegen des Regens spielte Colts-Quarterback Daniel Jones erstmals in einem NFL-Spiel mit einem Handschuh an seiner nicht werfenden Hand. Die Colts veröffentlichten dazu selbst einen kurzen Social-Media-Clip. Eine kleine, aber tatsächlich ungewöhnliche Anpassung an die Bedingungen.
- TJ Watt wurde in der ersten Halbzeit im Auge getroffen und musste danach raus. Er kam wenig später mit einem nachträglich angebrachten Visier zurück aufs Feld.
- Patrick Graham wechselt von der Booth an die Seitenlinie. Nach den Kommunikationsproblemen der Defensive in den ersten vier Spielen sagte der Defensive Coordinator seine Spielzüge gegen Indianapolis nicht mehr aus der Coaching-Box, sondern direkt von der Seitenlinie an.
Fazit:
Die Pittsburgh Steelers haben gegen die Indianapolis Colts mit dem 34:22-Sieg eine starke Reaktion auf die Niederlage gegen Cleveland gezeigt. Vor allem offensiv war das ein Schritt in die richtige Richtung. Aaron Rodgers warf drei Touchdown-Pässe, blieb ohne Turnover und zeigte über weite Strecken einen kontrollierten Auftritt. Der Mann des Spiels war allerdings Jaylen Warren, der mit seinem 80-Yard-Touchdown nach einem Pass und dem späteren 50-Yard-Lauf gleich zweimal für absolute Highlights sorgte. Auch Pat Freiermuth war mit zwei Touchdown-Receptions ein entscheidender Faktor. Die Steelers haben damit bewiesen, dass sie in der Offense explosive Spielzüge kreieren und Spiele mit ihrer individuellen Qualität entscheiden können.
Trotzdem sollte dieser Sieg nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch einiges an Arbeit vor dem Team liegt. Die Offense war mit nur wenigen verwandelten Third Downs nicht konstant genug und lebte stark von ihren Big Plays. Die Defense kontrollierte zwar Jonathan Taylor hervorragend, ließ Daniel Jones und den Colts im Passspiel aber zu viele Raumgewinne. Indianapolis bewegte den Ball regelmäßig bis in die Red Zone, konnte daraus jedoch zu selten Touchdowns machen. Genau das war letztlich der entscheidende Unterschied. Pittsburgh hat die richtigen Ansätze gezeigt, muss aber daran arbeiten, über vier Viertel stabiler aufzutreten und sich weniger auf einzelne spektakuläre Aktionen zu verlassen.




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