Week 18 – Review at Ravens

written by Andre Vilshöver
1 · 07 · 24

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Week 18 – Review at Ravens

Und da ist sie wieder – die Hoffnung!
Die Steelers gewinnen die Schlammschlacht zu Baltimore und dürfen weiterhin auf die Playoffs hoffen.

Wie sagte schon der ehemalige britische Premierminister Benjamin Disraeli:
I am prepared for the worst, but hope for the best.

Zum Abschluss der Saison sollte es zum AFC North Duell der Steelers bei den Baltimore Ravens kommen. Die Ravens, die mit einem Statement Sieg gegen die Miami Dolphins in der letzten Woche den 1st Seed in der AFC sicher hatten, schonten daher viele ihrer Spieler.
Ohne MVP-Frontrunner Lamar Jackson, die Receiver Beckham Jr. und Flowers, sowie die Defensiv-Asse Hamilton, Smith und Humphrey, sollten die Ravens in das Duell mit den Steelers gehen.

Das Wetter lieferte die besten Voraussetzungen für AFC North Smash Mouth Football, denn es schüttete den ganzen Tag aus Eimern. Es ist nicht klar, was die Ravens sich dabei gedacht haben, die Abdeckung bereits frühzeitig vor dem Warm Up vom Feld zu nehmen – aber der Rasen sah entsprechend aus.

Den ersten Ballbesitz hatten die Steelers, nachdem die Ravens sich für den Ball in Hälfte zwei entschieden. Man merkte schnell, was es für ein Spiel werden würde, denn die Schritte waren schwer und die Steelers forcierten den zuletzt gut funktionierenden Run. Schlechte Snaps vom Center und schlampige Ballübergaben zeigten schnell, dass die Ball Security ein Thema werden würde. Warren hatte Probleme, einen Pitch von Rudolph festzumachen und musste mehrfach nachgreifen und die Ravens konnten eine klare Interception von Rudolph nicht festhalten.

So endeten die ersten beiden Drives der Teams in Punts. Wo man auf Seiten der Ravens sehen konnte, was ein guter und konstanter Punter ausmachen kann. Denn im Gegensatz zu den Punts von Harvin landeten die von seinem Gegenüber Stout immer wieder innerhalb der 10-Yard-Linie der Steelers.

Es sollte der beste Drive des ganzen Spiels auf beiden Seiten folgen, an dessen Ende die Steelers mit einem Touchdown Run von Najee Harris den ersten Touchdown der Partie erzielten. Angetrieben durch das Duo Harris und Warren arbeiteten die Steeles sich in 7:30 Minuten 76 Yards über das Feld. Wenn es nötig war, brachte Mason Rudolph die Pässe präzise an die freien Receiver, um den Drive am Laufen zu halten.

Das Niveau der Partie war nicht hoch, aber sie wurde intensiv geführt. In jedes Tackle wurde sich geworfen und es war aufgrund des Wetters eine Herausforderung für den Ballträger, den Ball festzuhalten. Leidtragende waren hier in aufeinanderfolgende Drives Ravens Running Back Melvin Gordon und Steelers Running Back Jaylen Warren die bei solchen Hits jeweils den Ball verloren.

Je näher es auf die Halbzeit zuging, desto mehr schien das Momentum in Richtung der Ravens zu kippen. Zuerst interessierte sich niemand in der Defensive für Ravens Tight End Likely, welcher dann am Ende trotz der Tackle Versuche von Levi Wallace und Patrick Peterson in die Endzone zum Ausgleich laufen konnte.
Kurz vor der Halbzeit hatten die Steelers nochmal die Chance zu antworten. In Field Goal Range verlor Mason Rudolph gleich zwei Mal bei einem Sack den Ball, die Ravens sicherten ihn und Chris Boswell konnte seinen Helm unverrichteter Dinge wieder ausziehen. Die Ravens gingen in der Folge aufs Knie, und beide Mannschaften in die Halbzeit.

Wenn wir hier über Boxen schreiben würden, dann wäre der Spruch “Saved by the Bell” angebracht gewesen. So konnte man mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen und sich wieder sammeln.

Nach der Halbzeit verflachte das Spiel immer weiter und es stellte sich das Gefühl ein, dass der nächste Score über den Sieger entscheiden würde.
Bevor es aber zu einem Score kam, sollte es zu einem Schockmoment für die Steelers kommen. Denn der in dieser Woche erneut zum Pro Bowler gewählte TJ Watt ging mit Schmerzen zu Boden, nachdem ihm Montravious Adams unabsichtlich ins Knie gefallen war und wurde auch sehr schnell vom Team aus dem Spiel genommen.

Trotz des Schocks hielt die Defense der Steelers den Ravens stand und konnte die Offensive um Jackson-Backup Tyler Huntley erneut zum Punt zwingen. Mit dem ersten Play im vierten und letzten Viertel fand Mason Rudolph Wide Receiver Diontae Johnson auf einer Post Route in der Mitte des Feldes und dieser konnte für 71 Yards unberührt in die Endzone zur Führung laufen.

Die Offensive der Ravens brachte in der zweiten Halbzeit kaum einen vernünftigen Drive zustande und die Defensive der Steelers konnte trotz des Ausfalls von TJ Watt standhalten. Wichtiger Faktor dafür war Safety Eric Rowe, der überall auf dem Platz zu finden war. Eben dieser Rowe schlug 7:20 Minuten vor Schluss den Ball Gus Edwards mit einem gezielten Faustschlag aus den Händen und die Steelers hatten den Ball tief in der Hälfte der Ravens. Am Ende klopfte man an der Endzone der Hausherren an, konnte aber keinen weiteren Touchdown erzielen – so war es am Ende Kicker Chris Boswell, der die Steelers aus 25 Yards mit zwei Scores in Führung brachte.

Bei den Ravens wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert, um etwas gegen die Niederlage zu unternehmen. Allerdings hatte man im letzten Drive der Steelers alle Timeouts verbraucht und schaffte es im eigenen Drive nicht, out of bounds zu laufen oder zu passen.
So entschied man sich nach einem Sack von Markus Golden am Ende für ein Field Goal aus 36 Yards durch Justin Tucker zum 17:10. Den folgenden Onside Kick konnte dann Connor Heyward für die Steelers sichern und Mason Rudolph so das Spiel in der Victory Formation abknien.

Fazit:
Man hat sich lange gegen eine wild zusammengewürfelte Truppe der Ravens schwer getan. Der Regen war sicherlich ein Faktor, aber am Ende war es AFC North Football – nicht schön anzusehen, aber am Ende zählt der Sieg.
Jetzt heißt es warten, was die Jaguars (Sonntag, 19 Uhr gegen die Titans) und die Bills (Montag, 2 Uhr gegen die Dolphins) machen – ob die Steelers in die Playoffs kommen.
Die Verletzung von TJ Watt wird ihn mindestens im ersten potentiellen Playoff-Spiel an die Seitenlinie zwingen – weitere Untersuchungen und die Schwere der Verletzung werden darüber Aufschluss geben, wie lange er am Ende tatsächlich ausfällt. 

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