Steelers reduzieren Roster auf 53 Spieler und fädeln zwei Trades ein

written by Stefan Janssen
8 · 31 · 22

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Am Dienstag war einer der härtesten Tage für alle Beteiligten im NFL-Kalender: Die Kader der 32 Teams mussten auf 53 Spieler reduziert werden, über 850 Spieler verloren zumindest vorerst ihren Job. Die Steelers mussten sich sogar von zwei Spielern mehr trennen als zu Beginn des Tages gedacht, denn sie tradeten am Dienstag für Malik Reed von den Denver Broncos und Jesse Davis von den Minnesota Vikings, für die jeweils ein weiterer Kaderplatz freigeräumt werden musste.

Reed ist ein Outside Linebacker, der in seine vierte Saison in der NFL geht. Er schaffte 2019 den Sprung als Undrafted Rookie in den Kader der Broncos und kam seither in 45 Spielen zum Einsatz (34 Mal als Starter). In den vergangenen beiden Jahren gelangen ihm 13 Sacks. Reed dürfte sofort als dritter Outside Linebacker hinter TJ Watt und Alex Highsmith gelistet werden und ist ein klares Upgrade zu den bisherigen Backups, laut Head Coach Mike Tomlin kann er auf beiden Seiten spielen. Der Preis war mit einem Sechstrundenpick auch recht günstig, zumal die Steelers neben Reed auch noch einen Siebtrundenpick aus Denver erhalten.

Davis ist in der Offensive Line zuhause. Der 30-Jährige spielte zuletzt fünf Jahre für die Miami Dolphins und startete dort in 72 Spielen, bevor er in diesem Jahr zu den Vikings wechselte. Davis ist ein flexibel einsetzbarer Spieler, der in seiner Karriere mit Ausnahme des Centers schon auf allen Positionen der Offensive Line gespielt hat. In der vergangenen Saison war er vornehmliche Right Tackle in Miami. Der neue Mann kommt fast schon umsonst: Die Steelers geben einen Conditional-Draft-Pick in der siebten Runde 2025 ab. 

Die Verpflichtung von Davis erklärt sicher auch die ein oder andere Entlassung aus der Offense, diese Spieler schafften es nicht in den 53er-Kader:

  • John Leglue (OL)
  • William Dunkle (OL)
  • Adrian Ealy (OL)
  • Chaz Green (OL)
  • Ryan McCollum (OL)
  • Joe Haeg (OL)
  • Trent Scott (OL)
  • Max Borghi (RB)
  • Anthony McFarland (RB)
  • Kevin Rader (TE)
  • Jace Sternberger (TE)
  • Tyler Snead (WR)
  • Tyler Vaughns (WR)
  • Cody White (WR)

Der Cut von Haeg ist eine der größten Überraschungen, denn der Veteran konnte auf mehreren Positionen spielen. Davis dürfte ihn eins zu eins ersetzen. Anthony McFarland wurde durch den Undrafted Rookie Jaylen Warren verdrängt. Vaughns und Snead haben in der Preseason beide einen Game-Winning-Touchdown gefangen und generell auf sich Aufmerksam gemacht, sie sind – wie auch noch andere hier aufgeführte Spieler – Practice-Squad-Kandidaten, sofern sie nicht weggeschnappt werden.

Diese Defense-Spieler wurden entlassen:

  • Henry Mondeaux (DL)
  • Donovan Jeter (DL)
  • Carlos Davis (DL)
  • Khalil Davis (DL)
  • Hamilcar Rashed (LB)
  • Buddy Johnson (LB)
  • Ron’Dell Carter (LB)
  • James Vaughters (LB)
  • Delontae Scott (LB)
  • Marcus Allen (LB)
  • Elijah Riley (DB)
  • Chris Steele (DB)
  • Carlins Platel (DB)
  • Justin Layne (DB)
  • Linden Stephens (DB)

Nennenswert ist der Cut von Henry Mondeaux, der in den vergangenen beiden Saisons regelmäßig spielte und durchaus seine Momente hatte. In der tief besetzten Defensive Line war für ihn jedoch kein Platz mehr in 53er-Roster, vielleicht kommt er über den Practice Squad zurück. Layne war immerhin ein Drittrundenpick, der als Cornerback aber nie wirklich überzeugen konnte, sondern nur in den Special Teams. Johnson war 2021 in der vierten Runde gedraftet worden. 

Wie geht es nun weiter? Die meisten Spieler – außer sie haben bereits vier Jahre NFL-Erfahrung auf dem Buckel – gehen jetzt erst einmal durchs Waiver Wire und könnten bis Mittwochabend deutscher Zeit von anderen Teams aufgenommen werden. Sofern dies nicht passiert, werden sie Free Agents, können überall unterschreiben und von den Steelers im Practice Squad unter Vertrag genommen werden. Zudem wird der ein oder andere Spieler aus dem jetzigen 53er-Kader wohl noch auf die Injured-Reserve-Liste wandern, was wieder zusätzlichen Platz schafft für Spieler vom Waiver Wire oder welche, die selbst entlassen worden sind. Ein Beispiel wäre Marcus Allen, der nicht durchs Waiver Wire muss und deshalb wieder aufgenommen werden könnte, sobald durch die IR-Liste ein Platz frei wird. Der Kader für Woche eins steht also aktuell noch nicht. 

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