Review Week 4 New York Jets @ Pittsburgh Steelers

written by Andre Vilshöver
10 · 04 · 22

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Für viele Steelers Fans wurde am Sonntagnachmittag um kurz vor 15 Uhr Ortszeit / kurz vor 21 Uhr in Deutschland wahr, was sich viele bereits zum Start in die Season gewünscht hätten. Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit sollte Rookie Quarterback Kenneth Shane „Kenny“ Pickett, die Pittsburgh Steelers auf das Feld führen….. dazu aber später mehr.

Die Steelers sollten das erste Mal in dieser Spielzeit als Favorit bei den Buchmachern in das Spiel gegen die New York Jets gehen. Am Ende sollte man aber mit einer 24:20 Niederlage die zweite Niederlage im heimischen Heinz Field bzw. Acrisure Stadium und somit die dritte Niederlage in Folge kassieren. Dies bedeutet einen Rekord von 1-3 und aktuell den letzten Platz in der AFC North. 

Das Spiel begann mit Ballbesitz der Steelers und auch wenn man ein altbekanntes 3 & Out vermeiden konnte, trennte man sich schnell via Punt vom Ballbesitz und die Jets folgten diesem Beispiel zugleich. 

Im nächsten Drive der Steelers sollte es zum ersten Aufregen kommen, denn die Jets in Person von Safety Joyner konnten den Pass von Quarterback Trubisky abfangen und die Jets an der 36 Yard Linie der Steelers in Ballbesitz bringen. Die Interception steht zwar in der Statistik von Trubisky, verschuldet hat diese aber Diontae Johnson, da er den absolut fangbaren Ball nicht festhielt und das Ei von seinem Helm abprallte.

Die Jets konnten aus diesem Turnover in Person von Kicker Greg Zuerlein mit einem 38 Yard Field Goal Kapital schlagen und mit 3:0 in Führung gehen. Die Steelers konnten keine Antwort finden und gingen mit einem 3 & Out vom Platz. Dieses Momentum nahmen die Jets auf und wurden von QB Zach Wilson – welcher in dieser Woche vom Medical Staff gecleared wurde – über das Feld geführt. Die Front 7 schaffte es die Jets im Laufe des Spiels unter 100 Yards Rushing zu halten, aber die Secondary war nicht in der Lage, das Passspiel zu unterbinden und die Jets kamen in die Redzone. Beim 2nd & Goal an der 2 Yard Linie wurde Zach Wilson in Philly Special Manier von WR Braxton Berrios bedient und die Jets bauten ihre Führung auf 10:0 aus. 

Mitte des zweiten Quarters kamen die Steelers nun das nächste Mal an den Ball und standen sowohl vom Ergebnis als auch von der Stimmung her mit dem Rücken zur Wand. Aber man schaffte einen Drive hinzulegen, welcher am Ende mit Punkten enden sollte.Die Steelers kamen mit dem Duo Harris und Warren gut über das Feld, aber das Play des Drives sollte der Kombination Trubisky / Johnson gehören. Denn Trubisky bediente Johnson in der Endzone perfekt zwischen zwei Verteidigern, doch leider war der linke Fuß auf der Line und deswegen wurde der Touchdown nicht gewertet. Auch die Challenge von Mike Tomlin änderte an der Entscheidung nichts und so blieb den Steelers 2 Plays später nichts anderes übrig, als Chirs Boswell aus 51 Yards zum Field Goal antreten zu lassen, welches er sicher zum 10:3 verwandelte.

Es folgte eine Serie von insgesamt 4 Punts von beiden Teams und die Jets bekamen den Ball nach einem Punt tief aus der eigenen Hälfte fast an der Mittellinie (46 Yards Line). Somit fehlte kurz vor der 2 Minute Warning nicht viel an Raum, um Kicker Zuerlein ein Fieldgoal kicken zu lassen. Aber es sollte anders kommen, denn Cam Sutton mit dem Ausfall von Witherspoon heute als Outside Cornerback unterwegs, las Wilson perfekt, löste sich von seinem Gegenspieler und fing die Interception an der 4 Yard Line ab und brachte die Steelers 20 Sekunden vor Ende der Halbzeit wieder in Ballbesitz. Die Steelers nun an der eigenen 30 wollten noch in Field Goal Range kommen, und so war es ein schneller Pass auf Freiermuth, der die Steelers in die Nähe der Mittellinie brachte. Ein weiterer Pass auf den Tight End wurde von den Jets geblockt und so blieb mit 9 Sekunden auf der Uhr nur noch die Option Hail Mary übrig, welche die Jets in Person von Safety Whitehead in der Endzone abfingen. Aber hinter der Line of Scrimmage lag eine Flagge, denn Trubisky wurde von Carl Lawson nach dem Wurf getackled und kassierte dafür eine Roughing the Passer Flagge. Da eine Halbzeit nicht mit einem Defensive Foul enden darf, bekamen die Steelers durch die 15 Yards Strafe die Chance, aus 59 Yards für einen neuen Rekord im Heimstadion zu kicken. Boswell blieb bei seinem zweiten 50+ Field Goal eiskalt und verwandelte zum 10:6 Halbzeitstand. 

Man sah in der Halbzeit, wie sich Backup Quarterback Kenny Pickett intensiv warm machte und als dann beim ersten Drive der Jets Pickett mit Helm an der Seitenlinie stand und Trubisky “nur” mit Cap auf der Bank saß verdichteten sich die Anzeichen, dass die Steelers mit einem neuen QB in die zweite Halbzeit gehen würden. Die Ekstase auf den Rängen stieg und als Pickett nach dem 3 & Out der Jets das Feld betrat, war es, als würde Renegade an diesem Tag schon früher gespielt werden. 

Der erste Drive von Pickett begann mit 3 Running Plays und der einzigen nicht konvertierten 3rd Down Conversion in der zweiten Halbzeit – aber Pickett sollte beim 4&1 die 4th Down Conversion selber in neue Downs umwandeln. Ein tiefer Pass an die Endzone auf Chase Claypool sollte bei Picketts ersten NFL Pass in seiner ersten Interception enden. Claypool hatte die Hände am Ball, aber konnte das Ei nicht festmachen und so konnte Safety Whitehead den getippten Ball einsammeln und die Jets an der eigenen 11 Yard Line in Ballbesitz bringen.

Aber die Jets sollten aus dem folgenden Play nichts machen können, denn die Steelers Defense in Person von – wem auch sonst – Minkah Fitzpatrick schnappte sich einen von TE Conklin getippten Ball und trug diesen in die Endzone der Jets. Leider schaffte er es nicht, beide Füße im Feld zu halten und so wurde der Touchdown overturned und die Steelers bekamen den Ball an der 4 Yard Line der Jets. Nach zwei Runs für 2 und 1 Yard standen die Steelers bei 3 & 1 an der 1 Yard Line. Hier übernahm Kenny Pickett die Verantwortung und brachte den Ball den restlichen Yard in die Endzone zum 10:13 Steelers.

Die Stimmung? Die war Super! 

Und auch im nächsten Drive schafften die Jets es nicht den Ball zu bewegen und gaben diesen via Punt an die Steelers, welche ihren Drive an der 18 Yard Linie beginnen sollten. Die Offense sollte den Ball nun 6:31 in Ihren Reihen halten und über das Feld  marschieren. Pickett bewies seine Pocket Präsenz, seine Fähigkeit Plays zu verlängern und die Receiver auch in engen Fenstern zu treffen.so arbeitete man sich bis ins vierte Quarter an die Redzone der Gäste vor. Hier war es dann wieder Tight End Freiermuth, der einen Pass über die Mitte fing und an der 2 Yard Line zu Boden ging. Bemerkenswert an diesem Play: Pickett sah hier den Defender auf sich losstürmen, blieb aber trotzdem cool und traf seinen Receiver – WHAT A PLAY! Beim 1st & Goal machte Pickett auch erneut keine Gefangenen und lief auch dieses Play selber in die Endzone zum 10:20 für die Steelers. 

Es sind jetzt noch 13 Minuten zu spielen und die Jets sind wieder am Ball – im Stadion ist klar, ein Stopp der Defense könnte reichen und das Spiel ist gewonnen. Die Steelers schaffen es auch, die Jets in bedrohliche Situationen zu bringen, aber bei 3&6, 4&7 kassierte man Big Plays über 20+ Yards durch die Luft. Am Ende war dann auch bei einem 3rd & Goal von der 5 Yard Line, dass sich erneut eklatante Lücken auftaten und Corey Davis den Ball zum 17:20 Anschluß fing.

Wenn wir Sie defensiv nicht stoppen können, dann müssen wir den Ball in den eigenen Reihen halten, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Dies sollte auch zunächst gelingen und man nahm Zeit von der Uhr und machte zusätzlich auch Raumgewinn auf dem Platz. Aber es kam, wie es kommen musste. Kenny Pickett sieht den Pass Rush, scrambled in den Hashmarks zur Seite und will den Ball – um kein Intentional Grounding zu kassieren – über Pat Freiermuth werfen. Der Ball kommt aber etwas zu tief und der sich nach dem Ball streckende Freiermuth berührt den Ball, wodurch Defensive Back Michael Carter diesen im Feld fangen kann und die Jets an der eigenen 35 Yards Line in Ballbesitz bringt.

Also liegt es erneut an der Defensive das Spiel für die Steelers zu gewinnen, dies ist man aus den letzten Jahren gewohnt. Während des Drives mussten dann auch noch kurzzeitig Minkah Fitzpatrick und Cam Heyward verletzt vom Platz und in Halbzeit 1 verlor man Terrell Edmunds bereits an das Concussion Protokoll. Diese müde und angeschlagene Steelers Defense schaffte es wie bereits im Drive zuvor nicht, die Jets von Big Plays bei “Crucial Downs” zu stoppen. Am Ende war es dann ein Run von Rookie Running Back Breece Hall, welcher erst mit einem Fumble gestoppt schien, dann aber vollkommen korrekt von den Offiziellen als Touchdown zum 24:20 für die Jets gewertet wurde. Denn Hall hatte den Ball mit Kontrolle bereits über die Goal Line gebracht, bevor es zum Fumble kam. 

Somit haben die Jets im vierten Quarter 9:23 Minuten von der Uhr genommen, zwei Touchdowns erzielt und die Steelers haben es nicht geschafft einen Stopp zu schaffen. Die Steelers haben nun 16 Sekunden, um einen Touchdown zu erzielen. Die Steelers nehmen einen schnellen Pass und ein Timeout bei 8 Sekunden, um an die Mittellinie zu kommen. Hier könnte man nun noch einen kurzen Shot an die Sideline nehmen oder direkt in die Endzone gehen. Die Steelers entscheiden sich für Alles oder Nichts und es wird leider nichts, da Safety Joyner den Ball in der Endzone runter pflückt und die New York Jets das Spiel 24:20 gewinnen. 

Fazit:
Wie auch schon gegen die Patriots und Browns, kann man hier von der nächsten Niederlage gegen einen keineswegs übermächtigen und vor allem schlagbaren Gegner sprechen. Am Ende wurde das Spiel auf der defensiven Seite des Balles verloren, als man im 4ten Quarter Zach Wilson groß aufspielen ließ und dieser mit 11/12 / 128 Yds / 1 TD ein 138,9er QB Rating auflegte und die Jets in zwei langen Drives ( 11 Plays – 81 Yards / 10 Plays – 65 Yards) über das Spielfeld zu zwei Touchdowns führte. Die Defense muss die Plays, welche man kreiert auch zu Ende spielen, so hatte man gestern 2 sicher geglaubte Sacks, aus denen sich Wilson aber irgendwie winden konnte und die Drives der Jets am Leben hielt. In der Situation wo TJ Watt fehlt und andere Spieler aufgrund der Menge an Snaps eher Pausen brauchen oder sich im Worst Case verletzen, dürfen solche Fehler nicht passieren.

Zu der Offensive muss man nicht mehr sagen, als das Zeichen, das Mike Tomlin, der – mit Ausnahme der Season 2019 – stoisch an seinen Entscheidungen festhält, in der Halbzeit gesetzt hat. Einen Rookie, der die ganze Woche keine 1st Team Reps gesehen hat, ins kalte Wasser wirft und ihn als “Spark” für das Team nutzen wollte, kennt man von Tomlin nicht, aber es zeigte definitiv Wirkung. Die Offensive wirkte lebendiger und Pickett traute sich Würfe zu nehmen, welcher wir bisher vermisst haben. Dass es am Ende 3 Interceptions geworden sind, ist Nebensache – Pickett ist Rookie und er wird Fehler machen. Aber die erste Halbzeit hat gezeigt, dass die Steelers “The Guy Next Door” vermutlich sehr gut einschätzen konnten und wir noch sehr viel Spaß mit Kenny haben werden. 

Bei aller Euphorie muss man aber auch die Kirche im Dorf lassen, Pickett alleine wird das Ruder nicht rumreißen – er ist keiner aus dem Kaliber Mahomes oder Allen. Wenn man es aber schafft die Offense um und mit Pickett auf dem Platz zu lassen und längere Drives zu nehmen, dann wird sich das ebenfalls auf die Leistung der Defense – auch ohne TJ Watt – auswirken, da die Jungs dann mehr Zeit haben, um durchzuatmen.

Nächste Woche geht es für die Steelers ins Highmark Stadium zum einzigen New Yorker Team der Liga den Buffalo Bills, welche mit einem 3-1 Record in die Saison gestartet sind. 

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