Review Week 11: Bengals @ Steelers

written by Sascha Steel
11 · 21 · 22

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Mit einem Sieg gegen die Saints im Rücken trafen die Steelers zu Hause zum zweiten Mal diese Saison auf die Bengals. Ich denke, jeder kann sich noch an den dramatischen Sieg aus Woche eins erinnern und auch heute sollte es ein richtungsweisendes Spiel sein. Können die Steeles in der Division noch einmal angreifen?? 

Die Steelers gewannen den Coin Toss und entschieden sich für die 2nd half Option, was ich persönlich sehr mag, man schickt zuerst die Defense auf das Feld. Es lohnte sich auch und man schickte die Bengals Offense mit einem 3 and out wieder vom Feld. Doch gleich begannen die Missgeschicke der Steelers. Returner Sims konnte den Punt nicht kontrollieren und musste dem Ball hinterherlaufen. So kam kein guter Return zustande und die Steelers mussten an der eigenen 5 anfangen. Dies ist nie gut für das, in solchen Situationen, gewohnt konservative Playcalling der Verantwortlichen und so mussten auch die Steelers schnell punten. 

Also bekamen die heute weißen Kätzchen den Ball an ihrer eigenen 43 und schlugen Kapital aus der guten Feldposition. Ein guter Pass von Burrow auf TE Hurst reichte aus, um den Bengals die ersten Punkte, ein 45 y Field Goal, zu geben. 

Der folgende Drive der Steelers sah dann auch besser aus. Läufe von Harris von mindestens 3 Yards und ein schöner Ball auf Pickens. Dazu ein gutes Play bei einem dritten Versuch und lang auf RB Warren, der sich zum First Down und in Field Goal Reichweite kämpfte. Leider hatte er sich dabei verletzt und stand das restliche Spiel nicht mehr zur Verfügung. Beim nächsten dritten Versuch der Steelers suchte Rookie QB Picket Najee Harris durch einen Pass an die Seitenlinie, doch Harris wurde stark am Catch gehindert und man musste sich mit dem FG begnügen, das Ersatzkicker Wright aus 42 Yards verwandelte. 

Die Defense der Steelers war nun heiß und stoppte die Bengals bei 3rd & 1, doch eine Facemask Strafe an LB Spillane hielt den Bengals-Drive am Leben. Und das sollte sich rächen. Mit Pässen auf seine Runningbacks brachte Burrow seine Jungs immer mehr Richtung Steelers Endzone, die sie dann mit einem gut ausgeführten Screen Pass auf RB Perine zur 10-3 Führung auch fanden. 

Der nächste Steelers Drive begann mit einem guten Return von Sims bis an die eigene 45. Von dort aus kontrollierte QB Pickens die Offense recht gut und man konnte immer wieder Raumgewinn verzeichnen. Krönung war dann ein zweiter Versuch mit 10 Yards zu gehen an der Bengals 19.  Picket gab deb Balls in die Hände von Harris der über die linke Seite bis in die Endzone kam, die letzten 4 yards sprang er in hohem Bogen über Bengals Safety Bates. Ausgleich. 

Doch die Bengals ließen nicht nach. Immer wieder konnte Burrow seine Pässe verteilen. Das Laufspiel hatte die Steelers Defense eigentlich unter Kontrolle. Doch Higgins und die RB fanden immer wieder freie Räume in der Steelers D und so kam sogar Perine zu seinem zweiten TD Catch und der erneuten Bengals Führung. 

Doch auch die Steelers Offense war zu dieser Spielphase gut drauf und mit ausgeglichenem Pass und Laufspiel konnte man sich übers Feld arbeiten. Die Emotionen  gingen hier auf und ab, Strafen gegen die Bengals, Strafen gegen die Steelers, und dann ein dritter Versuch und 9 an der Bengals 24. Doch dieses Mal konnte sich WR Pickens sehr schön freilaufen und Picket fand ihn für einen TD zum erneuten Ausgleich. Doch es war noch Zeit auf der Uhr und Burrow fand immer wieder Tee Higgins mit guten Pässen und man dachte, die Bengals könnten vor der Pause noch einmal scoren. 

Doch dann kam die Defense endlich wieder mit einem Big Play: Levi Wallace hatte eine ausgezeichnete Position, um einen Pass von Burrow an seinen WR wie ein Fußball-Torhüter im Hechtsprung abzufangen. So konnten die Steelers weitere Bengals Punkte verhindern, aber es waren ja noch 31 Sekunden auf der Uhr. Und da die Steelers noch alle 3 Timeouts hatten, konnten sie mit Pässen über die Mitte operieren und kamen doch nochmal in FG Reichweite. Diesen FG Versuch aus 30 Yards konnte Kicker Wright auch verwandeln und man ging mit einer 20-17 Führung in die Halbzeit. 

Zu Beginn des dritten Viertels hatten die Jungs in ihren Color Rush Trikots wieder den Ball. Doch konservatives Playcalling und ein schlechter Pass und man durfte wieder Punter Harvin aufs Feld schicken. 

Bei den Bengals ging die Higgins Show weiter und im ersten Drive des Viertels konnte er schon die 100 Yard Grenze überschreiten. Im zweiten Drive fing er einen langen Ball an der Seitenlinie und brachte dadurch ein Goal to go für sein Team, das durch einen TD Pass dann auch abgeschlossen wurde. Die Bengals führten nun 24-20

Die Steelers Offense hingegen war kein Vergleich mehr zur ersten Hälfte. Doch ein wieder magisches Play von T.J. Watt brachte sie in gute Feldposition. Watt konnte, wie im ersten Spiel schon, einen Ball von Burrow direkt an der Line of Scrimmage intercepten. So hatte man den Ball an der gegnerischen 21. Aber es kam nicht ein einziges First Down dabei rum, sodass wieder Kicker Wright seine Dienste anbieten musste. Er verwandelte sein 34 Yard Field Goal, doch es stand immer noch 23-24

Nach seinem Kickoff musste er sogar einen Tackle ansetzen, um den Returner der Bengals an deren eigenen 42 Yard Linie zu stoppen. Die Steelers Defense konnte dann zwar den Touchdown, vor allem durch einen Sack durch Cam Heyward verhindern, doch durch die ursprünglich gute Feldposition konnten die Bengals durch ein 54 Yard Fieldgoal ihre Führung wieder ausbauen. 27-23

Und plötzlich sah es für die Steelers wieder besser aus. Ein langer Pass von Pickett auf Pickens und dessen Wahnsinns Catch brachte die Steelers in die Hälfte der Bengals. Man wollte das Spiel schnell machen und versuchte einen Flea Flicker, doch der endete fast im Desaster und Picket musste den Ball wegwerfen. Anschließend noch ein Sack und wieder war es nichts mit Punkten.  Das einzig Positive, man konnte die Bengals dann tief vor der eigenen Endzone pinnen und durch ein 3 and out selbst wieder in  gute Feldposition kommen. 

Nach dem Punt stand man schon in der Hälfte der Bengals an der 47.  Ein guter Lauf von Harris brachte den Ball an die Bengals 34. Doch aus diesem 1st & 10 wurde durch Strafen und schlechte Plays schnell ein 3rd & 25 und mit einem Draw Play gab man den Drive quasi auf. 

Die Bengals starteten den nächsten Drive mit knapp unter 10 Minuten auf der Uhr von der eigenen 7 Yard Linie. Und das machten sie leider sehr gut. Ein langer Pass auf Boyd war leider nur der Anfang. Als 4:30 vor Schluss Perine seinen dritten TD machte, war die Hoffnung der Steelers auf einen Sieg quasi dahin. 34-23 für die Bengals. 

Die Offense hingegen wirkte wieder recht pathetisch und man gab den Ball nach einem erfolglos ausgespielten vierten Versuch an der eigenen 28 an die Bengals. Diese setzen noch ein Field Goal auf die Führung zum 37-23

Die Steeles kamen also noch einmal in Ballbesitz, doch mit 2 TD hinten und noch 3:13 auf der Uhr ohne Auszeit. Im Football ist viel möglich, aber hier hatte man keine Hoffnung mehr. Man spielte gegen eine softe Bengals Defense zwar nochmal einen schönen Drive und konnte diesen auch mit einem Touchdown abschließen, doch am Ende war das 30-37 nur noch eine Ergebniskorrektur. 

Fazit: 

In der ersten Hälfte hat man ein Steelers Team gesehen, das viel Hoffnung gemacht hat auf das, was da kommt. Die Defense ist immer mal wieder in der Lage, Big Plays zu generieren, auch in dem Spiel war man plus 2 bei den Turnovern. Doch wenn die Offense in diesen Momenten kein Kapital daraus schlagen kann, ist es schwer ein Spiel zu gewinnen. Unterm Strich wurde in der zweiten Hälfte kein guter situativer Football gespielt. Individuelle Fehler, schlechte Plays und Strafen führten immer wieder zum Misserfolg. 

Nun steht man bei 3-7 und darf die Hoffnungen auf einen guten Abschluss in der Division endgültig begraben. 

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