Preview Week 11: Steelers vs Bengals

written by Tobias Neumann
11 · 19 · 22

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Auf geht’s in Runde 2. Nach dem hart erkämpften Sieg in Woche 1 empfangen wir die
Wildkatzen diese Woche zum Rückspiel im heimischen Stadion in Pittsburgh. Beide Teams
entschieden sich, in ihren Color Rush bzw. All-White Jerseys aufzulaufen. Dem Auge der
Zuschauer wird also einiges geboten.

Weekly update –
Das erste Mal seit Woche 1 haben die Steelers ihre Stars in der Defense komplett zur
Verfügung. Minkah Fitzpatrick stand nur wenige Tage nach seiner Blinddarm-OP wieder auf
dem Trainingsplatz und wird am Sonntag gegen die Bengals spielen. T.J. Watt fand man
bereits letzte Woche gegen die Saints auf dem Platz und sein Einfluss war definitiv da. Auch
wenn er Andy Dalton selbst nicht auf den Rücken legen konnte, wurde generell mehr Druck
erzeugt und man gab den Saints wenig Zeit für ihre Plays. Gerade Alex Highsmith kann
offensichtlich davon profitieren, dass er frei aufspielen kann und weniger Aufmerksamkeit
von der O-Line bekommt. Im Backfield wird einzig Backup Cornerback Ahkello Witherspoon
mit seiner Oberschenkelverletzung erneut nicht zur Verfügung stehen.
Trotz zwei verschossener Field Goals letzten Sonntag entschied man sich nicht für einen
Wechsel auf der Kicker Position und hält zunächst an Matthew Wright fest, der auch gegen
Cincinnati für den langfristig verletzten Chris Boswell einspringen wird.

Gegnercheck –
Fragt man die Fans, sahen sich die Bengals vor der Saison bereits erneut im Super Bowl.
Aktuell schafft es das Team aus Ohio aber nicht einmal an die Spitze der eigenen Division
und steht bei 5 Siegen bei 4 Niederlagen. Auch wenn sie aus der Bye Week kommen, sind
einige Schlüsselpositionen nicht voll besetzt und bieten Angriffsfläche für die Steelers.

Offense –
Das Zentrum der Bengals ist und bleibt deren Passspiel. Joe Burrow verteilt seine Bälle
inzwischen deutlich breiter als z.B. noch letzte Saison. Dies wird morgen ohnehin notwendig
sein, da Lieblings-Anspielstation Ja’Marr Chase mit einer Hüftverletzung bereits als “Out”
gemeldet wurde. Mit Tee Higgins (58 Targets), Tyler Boyd (49), Hayden Hurst (48) und nicht
zuletzt Runningback Joe Mixon (50) stehen Burrow trotzdem schlagkräftige Optionen zur
Verfügung. Zusammen kommen die vier immerhin auf 186 Yards pro Game. Die Steelers
Defense wird sich ohne Chase, der sicher von zwei Spielern hätte gedeckt werden müssen,
aber breiter aufstellen können. Boyd und Hurst sind sehr verlässliche Ballfänger mit jeweils
über 75% Catch Rate. Mit mehr Fokus der Defense werden sie es allerdings nicht so einfach
haben wie gewohnt.
Daneben wird Runningback Joe Mixon von den Bengals gern und oft genutzt, um das Spiel
möglichst zweidimensional zu halten. Nur fünf Runningbacks werden von ihren Teams mehr
mit dem Ball gefüttert als Mixon. Für den hohen Workload bleibt die Leistung allerdings
etwas hinter den Erwartungen zurück. Mit 3,9 Yards pro Lauf steht er aktuell auf Platz 43 der

Liga. Gerade gegen unsere Laufverteidigung, die sich zwar etwas erholt und mit T.J. sicher

besser aussehen wird, wird Cincinnati aber vermutlich weiterhin viel laufen wollen.

Die Offensive Line dürfte den Bengals allerdings etwas Kopfzerbrechen bereiten. Vier der

fünf Positionen wurden in der Offseason neu besetzt. Dennoch leiden sowohl Pass- als auch

Run Game enorm an schlechter Blockarbeit. Bereits 18 mal wurde Burrow gesackt. Das ist

auf die Anzahl der Games heruntergerechnet zwar etwas besser als 2021 aber eben immer

noch nicht gut. Mit dem wieder erstarkten Steelers Passrush werden sie nur umso mehr

Probleme bekommen. Schwachstelle in der Line ist vor allem Left Tackle Jonah Williams,

der diese Saison bereits 51 mal Druck auf Burrow zuließ.

Defense –
Ziel der Defense aus Cincinnati soll es sein, den Gegner so weit zu bremsen, dass die
eigene Offense frei spielen kann. Und in der Tat ist sie recht solide. Sowohl gegen den Lauf
als auch gegen den Pass bewegt man sich im Mittelfeld der Liga. Mit 5,3 Yards pro Spielzug
befindet man sich insgesamt auf Rang 12 der Liga.
Blitzquote und erzeugter Druck gegen den Quarterback sind okay, aber eben auch nicht gut.
Und das trotz Trey Hendrickson, der mit 87 Pressures diese Saison ligaweit auf Platz 4
steht. Sein Matchup gegen Dan Moore wird vermutlich “interessant” werden, sollten die
Steelers es nicht schaffen, Moore durch das Block Scheme oder mit RB und TE Hilfe zu
unterstützen.
Trotzdem liegt der Fokus der Bengals nach wie vor auf der Secondary. Durch die Verletzung
von Cornerback Chidobe Awuzie sind sie auf dieser Position aber recht dünn besetzt. Eli
Apple und Mike Hilton machen einen recht guten Job, Rookie Cam Taylor-Britt, der den nun
offenen rechten Cornerback Spot bespielen wird, ließ aber 86% der Pässe in seine Richtung
zu und machte auch sonst eine eher schlechte Figur auf dem Feld. Wenn die Steelers Erfolg
im Passspiel suchen, wird dies vermutlich über ihn am einfachsten möglich sein. Auch Star
Safety Jessie Bates blieb diese Saison hinter den Erwartungen zurück und ist definitiv nicht
der Gamechanger, den die Bengals gern in ihm hätten.

Key Matchups –
● RB Joe Mixon <-> Steelers Defensive Line
● LT Jonah Williams <-> Alex Highsmith
● EDGE Trey Hendrickson <-> Dan Moore
● CB Cam Taylor-Britt <-> George Pickens

Fazit –
Ein Sackfestival wie in Woche 1 wird es trotz T.J. Watt vermutlich nicht werden, muss es
aber auch nicht. Die Bengals haben ihre Stärken, gerade durch die Ausfälle von Ja’Marr
Chase und Chidobe Awuzie können die Steelers ihrem Rivalen aber auch an anderer Stelle
gefährlich werden, solang sie ihre Stärken auch ausspielen und sich nicht wie üblich durch
schlechtes Coaching selbst im Weg stehen.

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