Review – Week 11 at Browns

written by Stefan Janssen
11 · 19 · 23

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Review – Week 11 at Browns

Irgendwie sind wir doch auch alle selber schuld. Zwei Siege in Folge, nicht schön, aber doch mit einem gewissen Aufwärtstrend beim Laufspiel zum Beispiel. Und dann kommen die Nachrichten der Verletzungen von Quarterbacks der Gegner, die man niemandem wünscht, aber die den Eindruck erwecken, da geht was dieses Jahr. Und dann verlierst du eben gegen einen Rookie-Quarterback in Cleveland, der überhaupt nichts auf die Kette kriegt, weil du selber offensiv aber noch viel schlechter bist, mit 10:13. Und wir alle hatten uns doch Hoffnungen gemacht.

Was die Steelers offensiv da in Cleveland geboten haben, das war selbst für ihre Verhältnisse desaströs. Die Defense sorgte zu Beginn der Partie direkt für einen Punt der Browns, der an der Neun-Yard-Linie der Steelers herunterkam. Im ersten offensiven Play wurde Kenny Pickett aber von Myles Garrett gesacked, haarscharf am Safety vorbei. Zwei Plays später folgte ein Punt, der erste von vieren in der ersten Hälfte, in der kaum einmal ein First Down gelang – und Punkte schon mal gar nicht.

Cleveland nutzte die gute Feldposition nach dem ersten Punt der Steelers zu einem Touchdown, erzielt von Jerome Ford, der aus einem Yard in die Endzone gelaufen war. Kurz vor der Pause kam noch ein 25-Yard-Field-Goal von Dustin Hopkins hinzu, sodass die Browns nach zwei Vierteln 10:0 in Führung lagen.

Die zweite Hälfte begann mit einem Knall der Steelers: Jaylen Warren sprintete nach einem Toss die rechte Außenlinie entlang und dann über 74 Yards bis in die Endzone! Warren war auch der einzige offensive Lichtblick im Spiel; er hatte am Ende 129 Yards bei neun Läufen und dazu 16 Yards bei drei Receptions, darunter eine wichtige bei 3rd&12 zum First Down.  

Nach dem Warren-Touchdown zum 7:10 war es weiter das defensiv geprägte Spiel, das man erwarten durfte. Den Steelers gelang gegen Ende des dritten Viertels der einzige Turnover des Spiels, als Joey Porter Jr. einen Pass von Clevelands Dorian Thompson-Robinson abwehren konnte und Chandon Sullivan ihn abfing. Kapital konnte die Offense daraus jedoch nicht schlagen.

Die Steelers-Defense, bei der die schwierige Personalsituation bei den Inside-Linebackern und auf Safety kaum auffiel, hielt aber weiter stand und ließ in Hälfte zwei lange Zeit kaum mal ein First Down zu, ein TJ-Watt-Sack zwischendurch half dabei. So gelang es der Offense, angetrieben von Warren, Mitte des Schlussviertels bis tief in die gegnerische Hälfte vorzudringen, wo immerhin ein Field Goal aus 28 Yards zum Ausgleich heraussprang.

Danach holte die Defense den Ball noch zweimal wieder, doch es hätte wohl einen Score von Watt und Co. gebraucht, um irgendwie zu gewinnen. Pickett machte sicher eines seiner schwächsten Spiele im Steelers-Trikot, mit am Ende 15/28 Pässen für 106 Yards. Immer wieder war er zu langsam oder zu ungenau, aber nicht nur er, die Execution der Offense insgesamt war furchtbar, gemischt mit dem ab und an weiterhin schwierigen Playcalling.

Nachdem die Browns unmittelbar nach der Two-Minute-Warning zu den Steelers punten mussten, sah es so aus, als würde alles wieder gut werden. Aber die Offense ging 3&Out, die Browns hatten nochmal eine Minute und 16 Sekunden und bekamen den einzig brauchbaren Drive der zweiten Hälfte zustande, den Hopkins per Field Goal zum Sieg für Cleveland abschloss.

Die Steelers stehen damit jetzt 6-4 und fallen in der AFC North hinter die Browns mit 7-3 zurück. Weiter geht es dann am kommenden Sonntag bei den Cincinnati Bengals mit Quarterback Jake Browning. Ein Sieg dort, und die Träumerei kann wieder beginnen. Auch, wenn wir es besser wissen.

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