Review Chiefs at Bills

written by Andre Vilshöver
1 · 24 · 24

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Review Chiefs at Bills

Wenn die Chiefs und die Buffalo Bills in den Playoffs in den letzten Jahren aufeinandertreffen, dann ist Spannung immer garantiert. Am Ende ist der Ausgang des Spiels zwar immer der gleiche – aber wie es dazu kommt, dass Patrick Mahomes feiert und Josh Allen am Boden zerstört ist, ist immer eine wahnsinnige Story.

Auch das erste Auswärtsspiel in den Playoffs für Patrick Mahomes sollte hier keine Ausnahme machen. 

Josh Allens Bills sollten den Ball zuerst bekommen und geneigte Zuseher, die es mit den Pittsburgh Steelers halten, bekamen hier Flashbacks. Denn direkt im ersten Drive fumblete Star Wide Receiver Diggs den Ball und die Bills blieben nur durch die schnelle Reaktion von Dalton Kincaid im Spiel, der den Ball ins Aus schlug.
Das gab zwar eine Strafe, aber der Ball blieb bei den Bills und Josh Allen konnte sein Team tief in die Redzone der Chiefs führen.
Am Ende war es Kicker Tyler Bass, der den Ball aus 27 Yards zur 0:3 Führung durch das Gestänge beförderte.

Patrick Mahomes und die Chiefs antworteten mit einem Field Goal. Der Drive der Chiefs begann wie immer mit Workhorse Pacheco, der sich aber gerade am Anfang des Spiels immer wieder fest rannte.
So waren es am Ende die von Mahomes favorisierten Ziele Kelce und Rice, welche die Chiefs in die Hälfte der Buffalo Bills brachten und Harrison Butker eine Chance gaben, aus 47 Grad auszugleichen, was dieser auch tat.

Nach zwei langen Drives war das erste Quarter schon vorbei und die Bills gingen mit dem Ball ins zweite Viertel und wurden durch James Cook und Ty Johnson in die Hälfte der Chiefs getragen. Wieder tief in der Redzone der Chiefs nahm Josh Allen die Beine in Hand und lief für die letzten 5 Yards selbst in die Endzone zur 3:10 Führung.
Die Chiefs kamen in ihrem nächsten Drive auch wieder zu Punkten, allerdings konnte man nur ein Field Goal erzielen, was nicht ganz ausreichte, um mit Buffalo mitzuhalten. Wenn man Playmaker wie Pacheco und Kelce im Team hat, dann ist das Überbrücken von 48 Yards in drei Versuchen absolut kein Problem. Gesagt, getan und man war wieder in der Hälfte der Bills und konnte sich sogar in die Redzone vorarbeiten, musste sich aber nach einem Fumble von Hardman mit dem Field Goal zum 6:10 begnügen.

Sechs Minuten vor der Halbzeit mussten die Bills das erste Mal im Spiel punten und übergaben den Ball damit an die Chefs, die ihre Chance nutzen wollten. Diesmal war es die zweite Reihe bestehend aus Running Back Edwards-Helair und Tight End Noah Gray, welche die Chiefs tief in die Hälfte der Bills brachte.
Die restlichen 29 Yards überwanden die Chiefs auf die liebste Art von Quarterback Patrick Mahomes, nämlich mit einem Pass auf Tight End Travis Kelce zum 13:10. Sehr zur freude seines älteren Bruders Jason, der in bester Ryan Fitzpatrick Manier den Touchdown feierte.

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Den Bills war bewusst, dass der Ball in der zweiten Halbzeit an die Gäste gehen sollte und man wollte nicht mit einem Rückstand aus der Pause kommen. Angeführt von Josh Allen, der mehr als Running Back als Quarterback agierte, arbeiteten die Bills sich in den verbleibenden dreieinhalb Minuten über das Feld. So war es am Ende auch nur logisch, dass Josh Allen auch den zweiten Touchdown der Bills erlief und die Halbzeitführung mit 13:17 sicherte.

Wenn man das dritte Quarter beschreiben mit einem Wort beschreiben soll, dann kann man nur “TOUCHDOWN” sagen. Denn zu Beginn der zweiten Halbzeit legten beide Teams los wie die Feuerwehr.

Den Anfang machten die Gäste aus Missouri mit einem Drive, der von drei großen Plays getragen wurde. Den Anfang machte Valdes-Scantling der ein 30 Yards Pass von Patrick Mahomes sicherte, bevor eben dieser einen seiner wenigen Läufe für 24 Yards in die Bills Redzone antrat. Niemand läuft so sehr, als würde er den Boden hassen wie Isiah Pacheco, der den Ball an die 3 Yards Linie trug und aus dieser kurzen Distanz war es ein Layup für Mahomes der erneut Buddy Kelce in der Endzone zum 20:17 fand.
Damit hat das Duo mit nun 16 Playoff Touchdowns die Bestmarke (15) von Tom Brady und Rob Gronkowski übertroffen.

Bei den Bills erzeugte das aber keine Panik, denn man arbeitete sich methodisch über kontinuierliche positive Plays in Richtung Chiefs Endzone. Hier ist besonders zu hervorzuheben, dass in 15 Plays nur zwei Plays über 10 Yards gingen. Der 15 Yards Lauf von Running Back Ty Johnson, der die Chiefs an die 5 Yards Linie bringen sollte und der 13 Yards Touchdown Pass zum 20:24 von Josh Allen auf Khalil Shakir. 

Der Dritte Drive der zweiten Halbzeit brachte das Spiel in den Schlussabschnitt. Und wie bei einem Tennis Match, wo die Zuschauer den Kopf bei einem langen Ballwechsel hin und herbewegen, ging es auch hier weiter – denn die Chiefs legten ebenfalls einen Touchdown nach.
Wieder war ein langer Pass auf Valdes-Scantling der Türöffner der Redzone der Bills für die Chiefs und am Ende war es der unermüdlich arbeitende Pacheco, der den Ball in die Endzone zur 27:24 Führung einlief.

Die nächsten beiden Drives der Teams kann man unter dem Motto “Es wurden Fehler gemacht” zusammenfassen. 

Den Anfang machten die Bills, die ohne wirklich dazu gezwungen zu sein, bei fast 13 Minuten auf der Uhr und 3 Punkten Rückstand auf der Uhr an der eigenen 30 Yards Linie einen Fake Punt ausspielen.
Tragische Figur Damar Hamlin, der schon zu Boden gebracht wurde, bevor er überhaupt eine Chance hatte, die fehlenden 5 Yards zu überbrücken.

So übernahmen die Chiefs an der 32 Yards Linie der Bills und hatten die Chance, ihre Führung auszubauen. Pacheco lief den Ball bis an die 1 Yards Line und statt den Ball weiter in seine Hände zu legen, entschied sich Andy Reid dafür, über einen Jet Sweep von Mecole Hardman in die Endzone zu laufen. Das Ergebnis? Fumble durch die Endzone, also Touchback und Ballbesitz Bills an der 25 Yards Line.

Beide Teams mussten sich erstmal schütteln und tauschten Punts aus und es ging in die heiße Phase. Noch achteinhalb Minuten auf der Uhr und drei Punkte Unterschied – es war noch alles drin.
Der Drive der Bills begann mit einem – wie sich herausstellen sollte – folgenschweren Play. Josh Allen suchte seinen #1 Receiver tief und fand ihn an der 25 Yards Linie der Chiefs, aber Diggs, der keinen guten Tag hatte, schlüpfte der Ball durch die Finger und fiel zu Boden.
Sich davon nicht beirren lassend, spielten die Bills weiter aggressiv und kamen mit herunterlaufender Uhr immer näher an die Endzone der Chiefs. Es näherte sich die Two Minute Warning und man war bereits in Reichweite, um ein Field Goal zum Ausgleich zu schießen.
Dies war auch der Plan mit noch 01:47 Uhr als Kicker Tyler Bass zum 44 Yard Field Goal antrat. aber wie beim “berühmt berüchtigten” 47 Wide Right im Super Bowl 1991 flog der Kick von Tyler Bass ebenfalls rechts am Gestänge vorbei. Kein Ausgleich und die Fans der Bills konnten einem wirklich nur Leid tun.

Die Chiefs erzielten das nötige First Down und konnten, nachdem die Bills ihre verbleibenden Timeouts genommen haben, das Spiel abknien.
Für die Chiefs geht es nun am kommenden Sonntag, 21 Uhr deutscher Zeit, im M&T Bank Stadium in Baltimore gegen den Ravens um die Lamar Hunt Trophy und den Einzug in den Super Bowl.

Bei den Bills heißt es wieder einmal Wunden lecken und sich auf das nächste Jahr vorzubereiten. Das aktuelle Titelfenster ist nicht geschlossen, aber es wird definitiv eher kleiner als größer. Aber eins ist sicher, auch in 2024 gehören die Bills und Josh Allen zum erweiterten Favoritenkreis in der AFC:

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