Preseason Game 1 @ Buccaneers

written by Andre Vilshöver
8 · 13 · 23

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In der Nacht von Freitag auf Samtag waren die Steelers zu Gast bei den Buccaneers im Raymond James Stadium in Tampa Florida, um offiziell in die Preseason der 2023er NFL Saison zu starten. Die Steelers sollten das Spiel bei den Buccaneers mit 27:17 gewinnen und erfolgreich in die Vorsaison starten.

In der Preseason sind die Ergebnisse Schall und Rauch, es geht um die Evaluierung der Spieler in einem Spiel. Denn man kann so gut und viel trainieren wie man möchte, am Ende zählt das, was man in der Lage ist, auf den Platz zu bringen.

Wir werden heute in der Preseason den Fokus auf einzelne Spieler und Positionen legen, statt uns detailliert mit dem Spiel zu beschäftigen.

Inactives

Es gab die Aussage, dass jeder, der Fit ist, auch spielen würde, aber es stellte sich sehr schnell heraus, dass nicht jeder Spieler der Steelers entweder Fit sein, oder trotz Verfügbarkeit nicht spielen würde. Am Ende standen die folgenden 13 Spieler nicht im offiziellen Bericht der NFL:

  • P 6 P.Harvin
  • K 9 C.Boswell 
  • CB 20 P.Peterson
  • S 21 T.Norwood
  • S 23 D.Kazee
  • CB 24 J.Porter
  • S 31 K.Neal
  • RB 33 J.Lovett
  • S 39 M.Fitzpatrick
  • LS 46 C.Kuntz
  • OLB 90 T.Watt
  • DT 97 Ca.Heyward
  • DT 99 L.Ogunjobi

Rookie Watch

Bis auf die verletzten Corey Trice und Joey Porter Jr. haben alle Rookies der Steelers das Feld betreten.

1st Round Pick Broderick Jones spielte 2 ½ Quarter und machte für sein Debüt einen ordentlichen Job, die Blind Side des Quarterbacks zu beschützen. Auch im Laufspiel wusste er seine Blocks auf der Line und im 2nd Level zu setzen. Seine Awareness ließ er bei einer Fumble Recovery aufblitzen.

2nd Round Pick Keeanu Benton fiel mit 3 Tackles und 1 TFL in der 2nd String Defensive Line zusammen mit DeMarvin Leal und Isaiahh Loudermilk positiv auf. Immer wieder schaffte er es, die Pocket als Nose Tackle so zu kontrollieren, dass Leal oder Loudermilk ein Play daraus machen konnten.
Benton verließ das Spiel mit einer Knöchelverletzung, wurde von Coach Tomlin nach dem Spiel aber nicht bei den noch zu evaluierenden Verletzungen genannt. Es handelt sich daher vermutlich um nichts ernstes.

3rd Round Pick Tight End Darnell Washington sah in den ersten beiden Quartern vereinzelte Snaps. Wie zu erwarten, war er als Blocker im Run Game sehr aktiv unterwegs. Aber er wurde auch einmal als Receiver über die Mitte eingesetzt und nutzte seine Größe für ein neues First Down der Steelers.

Auffälligster Rookie für die Steelers war 4th Round Pick Nick Herbig, der das Spiel am Ende mit 3 Tackles, 1 Tackle for Loss und 1,5 Sacks beendete. Immer wieder schaffte es Herbig, sich gegen die Offensive Line durchzusetzen, um Kyle Trask und John Wolford unter Druck zu setzen.
Wir wollen die Leistung von Herbig nicht schmälern, müssen aber für die Einordnung sagen, dass seine Gegenüber meist 2nd oder 3rd String Spieler der Buccaneers waren.

Zum Schluss bleibt dann noch unser 7th Round Pick OL Spencer Anderson übrig. Und hätte er nicht im offiziellen Bericht der NFL gestanden, dann wäre er nicht aufgefallen – ob das jetzt für einen O-Liner gut oder schlecht ist, bleibt dahin gestellt. 

Positional Battles

Bei den Steelers gibt es aktuell 3 Positionen bzw. Positionsgruppen, auf die man ein besonderes Augenmerk legen sollte und alle befinden sich auf der defensiven Seite des Balles:

Defensive Line

Die Starting Defensive Tackles sind mit Cam Heyward und Larry Ogunjobi gesetzt. Dahinter drängen sich aber mehrere Spieler auf, um die Plätze in der Rotation einzunehmen. Die Young-Guns Loudermilk und Leal lieferten, wie oben beschrieben, entsprechend ab. Etwas schwächer war dagegen der Auftritt des Duos Watts und Jones, welche diese Impact Plays nicht hatten.
Auf Nose Tackle machte neben dem bereits beschriebenen Benton auch Breiden Fehoko auf sich aufmerksam.

Es bleibt spannend, wie die Defensive Line der Steelers zum Beginn der Saison aussehen wird.

Inside Linebacker

Wie zu erwarten war, starteten die Steelers mit Roberts und Holcomb, sowie Alexander in einigen Subpackages.
Von dem Trio blieb Roberts am unauffälligsten und tauchte auch nicht im Stat Sheet auf.
Alexander zog zwar eine Flagge gegen sich, als er Baker Mayfield zuerst mit dem Helm beim Tackle berührte, bewies in diesem Play aber auch seine Down Field Präsenz und Fähigkeiten als Tackler.
Holecomb war überall und sehr kommunikativ hinter der Line unterwegs. Seine Energie und Einsatz waren in jedem Play zu sehen, etwas was man bei Spielern mit der Nummer 55 in den letzten Jahren bei den Steelers vermisste.

Ziemlich schnell kam die zweite Garde auf den Platz, welche aus Nick Kwiatkowski, Tanner Muse und Mark Robinson bestand.
Kwiatkowski sollte einen Sack während des Spiels erzielen, verletzte sich aber im Laufe des Spiels an der Schulter und musste es frühzeitig beenden.
Muse – Hauptberuflich Special Teamer – sollte einige Probleme haben, Tackle immer wieder im falschen Winkel nehmen oder generell verpassen.
Bei Mark Robinson sieht man eine Entwicklung gegenüber seiner Rookie-Saison gerade beim Spiel- und Positionsverständnis. Seine Tackles sind immer noch hart, aber er verliert dabei nicht den Fokus, sondern bleibt am Gegner dran. 

Defensive Back

Hier sind 3,5 – 4 Positionen im Starting Roster und im Starting-Lineup der Steelers besetzt. Mit den Slot Cornerbacks und den Strong Safety gibt es zwei Positionen, die entweder in der Tiefe oder für einen potentiellen Starter offen sind.

Keine Werbung für sich machte James Pierre – der Touchdown der Bucs in HZ1 geht zwar nicht zu 100% auf ihn, aber in Q4 gibt es gefühlt 1:1 die gleiche Situation und Duke Dawson spielt diese wesentlich besser. Man hatte am Ende das Gefühl, die Bucs gingen immer über ihn, wenn sie durch die Luft erfolgreich sein wollten.

Duke Dawson – der sich allem Anschein nach schwerer am Knie verletzt hat – macht bis zu seiner Verletzung eine gute, egal ob er Outside oder im Slot stand.

Im Slot stand auch Veteran Chandon Sullivan, der generell eine gute Coverage spielte, auch wenn diese teilweise sehr grabby wirkte und einmal mit einer Strafe geahndet wurde.

Auch Safety Elijah Riley wurde im Slot ausprobiert und sah trotz der fremden Position – wie bereits mehrfach im Training angedeutet – nicht überfordert aus.

Auf Safety machte der unter der Woche neu verpflichtete Trenton Thompson mit einer sehr starken Interception und einer weiteren Pass Deflection positiv auf sich aufmerksam. Beim Tackling, gerade wenn er Down Field arbeiten musste, sah Thompson nicht immer gut aus und verlor öfter den Stand als uns lieb ist. 

Camp Standout Kenny Robinson war stets in der Nähe des Balls zu finden. Auch wenn der TD in der Garbage Time auf seinen Mitspieler kommt, machte er eine solide Partie. Robinson fand immer einen Weg ins Play und zum Ball zu kommen und konnte so helfen, Tackles sauber zu beenden. 

Fazit

Ketzerisch könnten wir nun sagen: Ein Preseason-Win ist ein Sieg in einem Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen, nicht mehr und nicht weniger.

Aber trotzdem lässt der Sieg ein positives Gefühl zurück und gibt Hoffnung für die Saison.

Es war ein schöner Sieg, bei dem vieles, aber eben nicht alles, richtig lief. Man hat aber eine Grundlage geschaffen, welche Hoffnung gibt und auf der man aufbauen kann. 

Offensiv sah man gute Ansätze, aber im Laufe des Spiels verflachte die Leistung immer mehr, was aber in der Preseason normal ist. Defensiv wussten auch die Reihen zwei und drei bei den Steelers über weite Strecken zu überzeugen.

Positive Randnotizen waren, dass Calvin Austin gezeigt hat, warum viele einen Hype auf ihn haben und dass Anthony McFarland nun womöglich der Running Back ist, den wir uns seit 3 Jahren wünschen.


Nun heißt es zurück nach Pittsburgh fliegen und sich in der kommenden Woche auf das Heimspiel gegen die Buffalo Bills vorzubereiten. 


Das Spiel findet am Sonntag, den 20.08.2023 um 00:30 deutscher Zeit statt.

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Papa Austin mit dem Trikot und dem TD Ball seines Sohnes 

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