NFL Draft – Runde 3 – Pick 98: Payton Wilson

written by Andre Vilshöver
5 · 02 · 24

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Die Steelers hatten in der dritten Runde zwei Picks, den eigenen an 84 und den Pick Nummer 98, welchen man in dem Trade mit den Philadelphia Eagles für Kenny Pickett erhalten hatte. Es wurde viel spekuliert, dass Omar Khan diesen Pick benutzt, um einen Trade für Picks oder einen Wide Receiver einzusetzen – passiert ist weder das eine noch das andere und die Steelers investierten den Pick in NC State Linebacker Payton Wilson. 

Zur Person:

Alter: 24 (21.046.2000)

Gewicht: 233 lbs (105,6 kg)

Größe: 6 ft 4 in (1,93 m)

College: North Carolina State

Position: Linebacker

Aufgewachsen und geboren in Hillsborough, North Carolina als der jüngere Bruder von Milwaukee Brewers Pitcher Bryse Wilson.
Wilson besuchte die Orange High School und zeichnete sich dort bereits frühzeitig als vielseitiger Top Athlet aus. Er war nicht nur auf dem Football Feld erfolgreich, sondern überzeugte auch als Lacrosse Spieler und konnte eine Staatsmeisterschaft im Ringen gewinnen.
Bereits an der High School hatte Wilson zwei Verletzungen, die eine Operation nach sich zogen. In seinem Sophomore Jahr 2015 ein Leistenbruch, der ihm keine Spielzeit verpassen ließ. In seinem Senior Jahr riss er sich das Kreuzband in seinem rechten Knie, was seine Karriere an der High School beendete, aber das Interesse der Colleges nicht abebben ließ.
Er hatte Angebote von Clemson, The Ohio State, Virginia Tech, North Carolina und der North Carolina State. Obwohl er sich initial für die UNC Tar Heels entschied, änderte er später seine Meinung und nahm das Angebot der North Carolina State an.

Bisherige Karriere:

Wilson verpasste aufgrund seiner Knieverletzung das Spring Training für das Wolfpack, war aber in der Vorbereitung für die College-Saison wieder voll dabei. Leider verletzte er sich dort wieder am rechten Knie, unterzog sich einer weiteren OP und wurde von Coach Dave Doeren mit einem Medical Redshirt versehen.

Als Redshirt Freshman spielte Wilson 2019 mit einer Kniebandage, was ihn auf dem Feld allerdings nicht limitierte. Bis auf ein verpasstes Spiel aufgrund einer Schlüsselbeinverletzung stand Wilson in 11 der 13 Saisonspiele für das Wolfpack auf dem Platz – in Woche 11 gegen Clemson sollte er starten.
Wilson wurde in der Defense überall eingesetzt. Insgesamt nahm er 365 Snaps in der Defense, mit 269 fiel der größte Teil davon in die Box. Er wurde auch 76-Mal auf der Defensive Line, 18-Mal als Slot Corner und zweimal als Free Safety eingesetzt.
In seiner ersten Saison gelangen Wilson 69 Tackles, ein Sack, sechs QB Hurries, drei Pass Breakups und eine Interception.
Obwohl er kein Starter war, führte er das Team in Tackles an und wurde bereits vor der Saison als Preseason Freshman All-American ausgezeichnet.

In seinem Sophomore Jahr wurde Wilson ins First Team All-ACC berufen. Er lief in allen zehn Spielen als Starter auf. Im letzten Spiel gegen Georgia Tech spielte er das Spiel zu Ende, obwohl er sich erst die rechte und dann die linke Schulter in der ersten Halbzeit ausgekugelt hat. Auch wenn Wilson 557 seiner 689 Snaps in der Box genommen hat, war weiterhin klar, dass er in der NC State Defense dort eingesetzt wurde, wo er gebraucht wurde. Er nahm zusätzlich 99 Snaps auf der D-Line, 30 Snaps als Slot Corner, sowie zwei Snaps als Safety und einen als Outside Corner.
Mit 108 Tackles führt er nicht nur das Wolfpack, sondern die gesamte ACC an. Hinzu kamen vier Sacks, vier QB Hits sowie zwölf QB Hurries. Aber auch in der Coverage bewies er seine Qualitäten mit zwei Interceptions, einem Pass Break Up und einem Touchdown.

Nach der Saison unterzog sich Wilson einer Operation, um den Schaden am Labrum (Teil der Gelenkpfanne) in beiden Schultern zu reparieren, was ihn die Teilnahme am Frühjahrstraining kostete.
Trotzdem kehrte er als einer der besten Linebacker in der NCAA zum Start der Saison zurück. Die 2021er Saison war nach zwei Spielen, als er sich eine schwerwiegende Schulterverletzung zuzog, welche eine weitere Operation benötigte, beendet.

2022 kehrte Wilson zurück und ihm wurde aufgrund seiner Leistung mit dem Ken McNeil Iron Wolf Award verliehen, der den Comeback Player of the Year der NC State auszeichnet. In der NCAA kam sein Team nicht über das Halbfinale hinaus.
Wilson verpasste ein Spiel wegen eines Stingers, kehrte aber die Woche danach wieder zurück und stand am Ende in allen elf seiner Spiele als Starter auf dem Platz.
Am Ende der Saison hatte Wilson 638 Snaps für das Wolfpack gespielt und wie gewohnt mit 432 den Hauptanteil in der Box. Seine Snaps auf der D-Line waren mit 149 in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor, hinzu kamen 51 Snaps im Slot, sowie vier als Outside Corner und zwei als Free Safety.
Mit 83 Tackles sollte er in den Top Drei des Teams stehen. In diesem Jahr hatte er mit 21 QB Hurries sein bestes Jahr, was sich auch in den vier QB Hits und den vier Sacks widerspiegelt. In der Coverage kamen drei Pass Break Ups, zwei Touchdowns und eine Interception hinzu.

Wilson hat im Jahr 2022 seinen Abschluss in Pädagogik gemacht, entschied sich aber, das letzte Jahr seiner berechtigten College Spielzeit zu spielen. Wilson lief in allen zwölf Spielen des Wolfpacks als Starter auf und nahm insgesamt 715 Snaps. Wie in den Jahren zuvor war er mit 490 Snaps die meiste Zeit in der Box aufgestellt. Auch seine Präsenz an der Line of Scrimmage steigerte er mit 173 Snaps. Dazu kamen seine Einsätze als Allrounder bei 44 Snaps im Slot, ein Snap als Outside Corner und sieben Snaps als Free Safety.
Am Ende der Saison war er ein Finalist für den Bronko Nagurski Award, aber gewann den Chuck Bednarik Award, den Butkus Award und den ACC Defensive Player of the Year. Zusätzlich wurde er nach 2020 das zweite Mal ins First-Team All ACC und das erste Mal zum Unanimous All-American gewählt.
Mit 138 Tackles hatte Wilson in der Verbindung mit neun QB Hurries, sieben QB Hits und sechs Sacks einen starken Case. Untermauern konnte er diesen mit zwei Forced Fumbles, zwei Fumble Recoveries sowie drei Pass Break Ups und drei Interceptions. 

Stärken und Schwächen:


Stärken:

  • Sicherer Tackler und Flexibel einsetzbar
  • Hoher Motor und spielt bis zum Ende 
  • Kann in der Coverage mit Tight Ends und Running Backs mitgehen

Schwächen:

  • Kommt nicht immer sauber aus dem Block
  • Überreagiert teilweise auf Motions und ist dann nicht direkt im Play
  • Tacklewinkel sind teilweise schlecht gewählt und führen zu Missed Tackles.

Fazit:

Payton Wilson war auf dem Papier der beste Linebacker im Draft. Der Gewinner des Chuck Bednarik- und Butkus Award in 2023 fiel aufgrund seiner Verletzungshistorie im Draft und die Steelers konnten ihn somit als Steal am Ende der dritten Runde einsammeln.
Ist Wilson mit seiner Verletzungshistorie ein Risiko? Nein, nicht mehr als jeder andere NFL Spieler. Natürlich hat er eine entsprechende Historie mit Verletzungen, aber wie man in diesem Bericht beim Steelers Depot nachlesen kann, haben diese ihn in den letzten zwei Jahren nicht gehindert und sollten es auch in Zukunft auch nicht. Und wir alle wissen spätestens seit Ryan Shazier, dass, egal wie deine Verletzungshistorie ist, ein Play deine gesamte Karriere / Leben verändern kann!
Aber schauen wir uns das an, was Wilson mitbringt und wie er von den NFL Experten gesehen wird, so kann er im Verbund mit Patrick Queen und Elandon Roberts das Linebacker Corps der Steelers erheblich verstärken.
Nach dem Draft verglich der ehemalige Panthers Linebacker Luke Kuechly in einem Interview Payton Wilson mit sich selbst und sagte, dass Wilson eine bessere Physis besitzt als er in seiner Karriere.

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