NFL Draft – Runde 1 – Pick 14: Broderick Jones

written by Andre Vilshöver
4 · 29 · 23

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In der ersten Runde des NFL Draft fädelten die Pittsburgh Steelers einen Trade mit den New England Patriots ein und haben die Picks #17 und #120 nach Massachusetts geschickt, um sich die Rechte an Pick #14 zu sichern. 


Daher werfen wir heute einen ersten Blick auf unseren neuen Offensive Tackle Broderick Bernard Jones. 

Pick 1 T Broderick Jones

– Klick mich –

Bisherige Football-Karriere:

Geboren und aufgewachsen ist Jones in Lithonia im Bundesstaat Georgia. Sein erstes College-Angebot bekam er von den Alabama Crimson Tide bereits in der neunten Klasse. Als Highschool-Senior war er sowohl einer der besten Spieler sowie als Offensive Lineman der 2022er-Klasse Teil des Under Armour High School All-America Game. Letztendlich blieb Jones “zu Hause” und schloss sich als 5-Star-Recruit den Georgia Bulldogs an.

In der verkürzten 2020er Corona-Saison sah er nur in zwei Spielen kurze Einsatzzeit, so dass dies als sein Redshirt-Jahr angerechnet werden konnte.

2021 war er der Back Up des heutigen Los Angeles Chargers Offensive Tackle Jamaree Salyer. Jones lief in allen 15 Spielen auf und konnte aufgrund einer Verletzung von Salyer am Ende vier Starts für sich verbuchen. Am Ende sollten die Bulldogs die Alabama Crimson Tide mit 33:18 besiegen und sich zum National Champion machen. Jones wurde in das Coaches’ Freshman All-SEC Team gewählt.

In seiner letzten College-Saison war Broderick Jones der unumstrittene Starter in der Bulldogs Offensive und lief in allen 15 Spielen auf. In 445 Pass Block Snaps hat Jones keinen einzigen Sack zugelassen und führte damit die SEC an. In dieser Saison sollten die Bulldogs ungeschlagen durch die College-Saison gehen und sich mit einem 65:7 Sieg gegen die TCU Horned Frogs zum Back2Back National Champion krönen. Jones wurde in das Associated Press All-SEC First-Team gewählt.

Stärken und Schwächen:

Wir haben uns Jones in unserer Draft Coverage angeschaut – daher verwerten wir den Take hier wieder. Denn an der Einschätzung hat sich durch den Pick nichts geändert.

Sein Spielverhalten spiegelt die Unerfahrenheit von erst 19 Starts wider. Er hat enormes Potential, spielt hart und geht jeden Snap bis zum Ende, wirkt auf dem Feld aber noch sehr roh und technisch unausgereift. Im Run Game funktioniert sein Stil noch, spätestens gegen den Pass Rush werden seine Defizite aber von erfahreneren Linemen unausweichlich attackiert.

Mit den Veranlagungen und dem, was ihm alleine physisch und instinktiv zur Verfügung steht, kann er sich mit entsprechendem Coaching zu einem Top Tackle der Liga entwickeln. Teams, die ihren Starter jetzt ab Woche 1 benötigen, sollten aber lieber Abstand von ihm nehmen. Einen Ersatz für Dan Moore stellt er dadurch für uns nicht dar.


Fazit:

Wie es die Art von Mike Tomlin ist, beschäftigt er sich 2022 schon mit den Spielern von 2023 und so sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Pick: “Ich war letztes Jahr in Athens (Heimat der Bulldogs) und habe die 2022er Prospects nach einem Namen gefragt, wegen dem man in 2023 wieder herkommen muss und alle haben Broderick’s Namen genannt. Als wir Ihn uns angesehen haben, wussten wir auch warum”

Die Steelers sind von Jones und seinen Fähigkeiten überzeugt, sonst hätte man nicht für ihn nach oben getradet. Ob Jones sein Potential auf die NFL übertragen kann und in der Zeit bis zum NFL Start sich zu einem Starter entwickeln kann, werden wir sehen. Aber Offensive Line Coach Pat Meyer hat bereits letztes Jahr gezeigt, wie er junge Spieler formen und entwickeln kann. Mit nur 21 Jahren ist Jones aber definitiv eine sehr gute Investition in die Zukunft, um Kenny Pickett langfristig zu schützen. 

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