Normalerweise würden wir Euch hier zum Tomlin Tuesday begrüßen, aber das Thema Mike Tomlin ist geschlossen und der neue Head Coach der Steelers heißt Mike McCarthy und deswegen heißt es jetzt: Hallo und herzlich Willkommen zu Mikes Mittwoch!? Oder so ähnlich, wir müssen noch einen Namen finden.
Steelers Head Coach Mike McCarthy hat sich nach der gemeinsamen Draft Pressekonferenz mit Omar Khan am Montag nur einen Tag später erneut im Presseraum des UPMC Rooney Sports Complex eingefunden und stann den Vertreter:innen der Presse Rede und Antwort zu den sonstigen Fragen.
Aber auch Mike McCarthy beginnt seine Pressekonferenz mit einem “Good Afternoon” zu den Anwesenden, bevor es direkt in die Fragerunde geht.
Frage 1: Wie bewertest du den Start in das Offseason Programm?
McCarthy: Ich sehe uns an einem guten Punkt. Wir sind zweieinhalb Wochen im Programm. Die Teilnahme gefällt mir gut. Die Trainer leisten gute Arbeit bei der Vorbereitung auf den Draft. Sie stellen die Playbooks für Offense, Defense, Special Teams und Game Management zusammen. Wir vermitteln den Spielern eine hohe Menge an Informationen. Das Ziel bis zum 12. Juni lautet: Jeder Spieler versteht seine Rolle, seine Verantwortung und die Kommunikation im System.
Frage 2: Ist diese hohe Beteiligung deines Trainerstabs zu diesem frühen Zeitpunkt ungewöhnlich?
McCarthy: Nein. Ich bin das so gewohnt. Unsere Liga wandelt sich ständig. Regeln ändern sich. Die Zusammensetzung des Rosters ist immer neu. Wir befinden uns nach diesen zweieinhalb Wochen in einer guten Position.
Frage 3: Wie lange dauert es, bis sich alles einspielt und du mit dem Team bereit für die Saison bist?
McCarthy: Wir schaffen aktuell ein Lernumfeld mit einer gemeinsamen Sprache. Die Grundlagen bleiben gleich. Die Teams finden erst im Training Camp richtig zusammen. Das ist unsere erste Gelegenheit für echten Football. Im Moment hören wir zu, lernen und interagieren. Wir unterrichten alle Konzepte in Kategorien. Wir teilen das Passspiel in 14 Kategorien auf. Das Laufspiel unterteilen wir in 7 Kategorien. Dieser Prozess dauert gut sechs Wochen. Bei den OTAs fangen wir an zu spielen. Das erste Training in Pads findet am 3. August statt. Dann spielen wir richtig Football.
Frage 4: Führt ihr Gespräche mit den Veteranen, um von ihnen zu lernen, oder passiert das auf dem Feld?
McCarthy: Den Startpunkt haben wir bereits hinter uns. Wir trafen uns im Januar, Februar und März mit vielen Spielern. Wir befinden uns jetzt in der Phase der Systemimplementierung. Die Rückmeldungen der Spieler sind sehr wertvoll. Wir passen Dinge an und verändern Details. Das Endprodukt steht am 12. Juni bereit.
Frage 5: Wie nehmen die Spieler und besonders die Veteranen die Veränderungen an?
McCarthy: Die Akzeptanz ist hervorragend. Es gibt drei Schritte in diesen Situationen:
– Wir betonen die positiven Aspekte dieses Programms.
– Wir passen bestimmte Abläufe klar an.
– Wir verändern andere Dinge komplett. Das ist mein jährlicher Ansatz.
Frage 6: Gibt es schon lustige Anekdoten mit Spielern wie TJ oder Cam, da sie so lange nur einen Trainer kannten?
McCarthy: Ich rufe die Spielzüge zum ersten Mal über den Helm des Quarterbacks ab. Ich muss an meiner Aussprache arbeiten. Die Spieler bitten mich um Wiederholungen. Ich habe noch keine großen Geschichten für euch.
Frage 7: Ab welchem Zeitpunkt brauchst du Aaron hier im Prozess?
McCarthy: Nichts hat sich verändert. Aaron ist gut informiert. Ich vertraue darauf, dass wenn er sich entscheidet zurückzukehren, er bei seiner Ankunft bereit ist. Die Abwesenheit von Veteranen bringt Vorteile für andere Spieler. Diese Zeit ist sehr nützlich für Will und Mason. Sie teilen sich aktuell alle Wiederholungen auf dem Feld. Sie verbessern sich von Tag zu Tag. Ich lasse Aaron den Raum für seine Entscheidung.
Frage 8: Wie treten Will und Mason in den letzten beiden Tagen auf?
McCarthy: Sie konzentrieren sich voll auf Football. Die Wiederholungen als Quarterback im Huddle sind enorm wertvoll. Beide zeigten heute eine bessere Leistung als gestern. Das ist der normale Ablauf.
Frage 9: Ist dir an Will auf dem Feld etwas Besonderes aufgefallen?
McCarthy: Er macht seine Sache sehr gut. Er ist in viel besserer Form als bei unserem Treffen im Januar. Seine Beweglichkeit gefällt mir sehr. Wir machen seit zwei Tagen Übungen zur Beinarbeit und er überzeugt mich.
Frage 10: Prüfst du beim Combine auch Wide Receiver oder nur Quarterbacks?
McCarthy: Ich habe das beim Combine mit allen Positionen gemacht. Ich war für die Interviews verantwortlich. Ich spreche gerne 20 Minuten mit einem Quarterback und 15 Minuten mit einem Defensive Lineman. Ich prüfe ihr taktisches Verständnis. Ich höre mir sehr gerne ihre persönlichen Geschichten an.
Frage 11: Wie bist du auf die Struktur des Offseason Programms mit Minicamps und anschließenden OTAs gekommen?
McCarthy: Ich konzentriere mich auf die jungen Spieler. Wir können alle Inhalte in acht Einheiten installieren. Nach diesen acht Einheiten bewerte ich unseren Stand neu. Das Minicamp vor den letzten vier OTAs hilft mir dabei. Das schließt die Lücke zwischen Veteranen und neuen Spielern. Wir planen immer einen bis anderthalb Monate im Voraus.
Frage 12: Wie siehst du DK innerhalb deines Konzepts für die Wide Receiver und hast du einen Vergleichsspieler für ihn?
McCarthy: Ich ziehe ungerne Vergleiche. DK hat erstklassige Fähigkeiten. Er ist stark und kräftig. Er trägt Slants und vertikale Routen weit nach vorne. Wir lernen seine Stärken kennen. Wir bauen ein spezifisches Routenmenü für ihn. Wir prüfen genau, auf welcher Position er am besten spielt.
Frage 13: Nutzt du die zusätzlichen Trainingswochen als neuer Head Coach zu deinem Vorteil?
McCarthy: Ja. Jeder Trainer schätzt ein paar zusätzliche Tage mit den Spielern. Die zwei extra Wochen helfen uns sehr.
Frage 14: Was hast du in den ersten Tagen von den Spielern in der Offensive Line wie Zach Frazier und Troy Fautanu gesehen?
McCarthy: Die Offensive Line ist eine enorm wichtige Gruppe. Die Gruppe gefällt mir sehr. Flexibilität auf den Positionen ist heute zwingend notwendig. Die Verfügbarkeit von Offensive Linemen und Cornerbacks war in den letzten fünf Jahren meine größte Herausforderung. Wir haben hier eine tolle Gruppe als Fundament.
Frage 15: Wie bewertest du die Flexibilität in der Defensive Line bei Spielern wie Black und Benton?
McCarthy: Diese Spieler agieren flexibel. Das ist die größte Defensive Line meiner Karriere. Sie sehen exakt so aus, wie sie aussehen sollen. Die Offensive Line und Defensive Line gehen bei uns immer voran. Das Spiel besteht zu 75 Prozent aus Sub Defense. Die Fähigkeit dieser Jungs, verschiedene Positionen innen und außen zu spielen, ist extrem wichtig.
Frage 16: Hast du Spieler in der Offensive Line auf andere Positionen als letztes Jahr verschoben?
McCarthy: Nein. Wir vermitteln aktuell Konzepte und vereinheitlichen unsere Begriffe. Spieler trainieren auf der linken und der rechten Seite. Wir stehen erst seit zwei Tagen auf dem Feld.
Frage 17: Braucht ein junger Spieler wie Will jetzt mehr Wiederholungen und gibt es einen Wettkampf?
McCarthy: Wir geben ihm so viele Wiederholungen wie möglich. Die Übungsabläufe entscheiden über die späteren Passrouten. Wir konkurrieren momentan darum, besser zu werden.
Frage 18: Musst du deinen Ansatz speziell auf die Gegner in der AFC North zuschneiden?
McCarthy: Ja, absolut. Man muss sich das Profil der Teams ansehen. Baltimore spielt seit Jahren ein klares System. Cleveland legt großen Wert auf die Defensive. Unsere Assistenztrainer analysieren jetzt die Gegner in der Division. Wir bereiten uns im Juni detailliert darauf vor. Wir wollen im Training Camp genau auf diese sechs Spiele vorbereitet sein.
Frage 19: Was gefällt dir an Ricos Spielweise?
McCarthy: Ich mag seinen Spielstil und seinen Laufstil. Er ist sehr clever bei den Protections. Er ist ein hervorragender Runningback für dritte Downs. Bei seinem ersten Ballkontakt lief er 65 Yards nach einem Kickoff. Er und Jalen bilden ein starkes Duo.
Frage 20: Wie wichtig ist diese Zeit, um persönliche Beziehungen zu den Spielern aufzubauen?
McCarthy: Es ist wichtig. Wir bräuchten im Moment ein paar Stunden mehr am Tag. Ich freue mich auf die Zeit nach dem Draft. Dann konzentrieren wir uns voll auf unseren 90 Mann Roster.
Frage 21: Wie entscheidest du, welche kulturellen Praktiken du behältst und welche du änderst, wie zum Beispiel den Fokus auf Turnovers?
McCarthy: Ich frage zuerst nach den bisherigen Abläufen. Ich nutze Dinge, wenn sie passen, und ich glaube daran. Ich mache diesen Job seit 18 Jahren. Ich kombiniere erfolgreiche Methoden aus der Vergangenheit mit neuen Ansätzen. Wir haben hier eine gute Basis durch die Erfolge von Mike Tomlin.
Frage 22: Ist ein erfahrener Ersatzmann hinter einem potenziell 42-jährigen Quarterback ein Luxus oder eine Notwendigkeit?
McCarthy: Ich arbeite sehr gerne mit Mason und Will. Ich habe am liebsten drei Quarterbacks im Kader. Ich erlebte das mit Brett Favre und Aaron Rodgers. Ein vierter Quarterback im Practice Squad ist ideal. Wir entwickeln alle Quarterbacks im Raum weiter. Jeder hat seine speziellen Aufgaben.
Das ist schon das Ende vom Mike McCarthys Pressekonferenz.
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