Week 5 – Preview vs Colts

written by Tobias Neumann
10 · 10 · 26

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Ein Gutes hatte das vergangene Primetime Spiel gegen die Browns: Die Steelers kommen aus einer Mini Bye-Week und warten zu Hause auf die Colts, die wiederum frisch aus London anreisen. Der Vorteil in der Erholung liegt also beim Heimteam. Das Spiel startet um 19:00 Uhr deutscher Zeit.

Auf einen Blick

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Injury Reports

Diese Woche hat es das Team ordentlich getroffen und vor allem das defensive Backfield musste Federn lassen. Jamel Dean (Knöchel) ist raus und Jalen Ramsey (Handgelenk) fraglich. Das dünnt die ohnehin fragile Secondary weiter aus. DeShon Elliott (Knie) kämpft sich von der Injured-Reserve zurück, wird Sonntag aber noch nicht auflaufen. Dazu kommt Derrick Harmon, der nach einer Fußverletzung inzwischen auf IR gesetzt wurde. Offensiv traf es wieder einmal WR Michael Pittman, dessen Fußverletzung keine Spielteilnahme zulässt, und RB Rico Dowdle, der nach zwei verpassten Wochen mit einer Verletzung am Zeh in dieser Woche zumindestens fraglich ist..

Doch auch bei den Colts gibt es Ausfälle. DL Arden Key und LB Jaylon Charlies fallen aus und CB Charvarius Ward ist fraglich. Alle drei sind Starter. Auch auf Wide Receiver wird es in Indy dünn. Keenan Allen ist fraglich und mit Ashton Dulin (out) und Darius Slayton (fraglich) könnten zusätzlich bis zu zwei potentielle Backups ausfallen. Center Tanor Bortolini (Knöchel) und LB Akeem Davis-Gaither (Knie) erhielten keinen Game Status und werden spielen, trainierten mit ihren Verletzungen aber nicht voll und könnten angeschlagen auf dem Feld stehen.

Der Gegner in Zahlen

Die Offense der Colts sollte man trotz mäßig guter Stats nicht unterschätzen. Gerade in der Redzone sind sie stark und bei 75% ihrer Drives erfolgreich. Das ist Rang sechs im Ligavergleich. Defensiv sieht es allerdings anders aus. Rang 22 nach zugelassenen Punkten und Rang 30 nach zugelassenen Yards sind verbesserungswürdig. Dafür ist die Unit bei 3rd Downs, eine Schwäche der Steelers Offense, in 29% der Fälle erfolgreich. Nur 3 Teams der Liga sind hier besser. Interessant sind auch das Turnover-Verhältnis von 8 Giveaways und nur 2 Takeaways und die Offensiven- wie Defensiven Yards: Die Colts Offense macht pro Play 4,5 Yards, die Defense lässt 6,2 zu. Das Verhältnis von -1,7 Yards ist das schlechteste der Liga.

Über die Colts

Indianapolis beendete die 2025er Saison nach einem 8-2 Start mit einem Record von 8 Siegen und 9 Niederlagen. Ein Grund war die Verletzung von Daniel Jones, für den die Colts den 44-Jährigen Philip Rivers reaktivierten. Ohne Erfolg.

In der Offseason wurde vor allem in das bereits bestehende Roster investiert. Daniel Jones, Alec Pierce (inzwischen auf IR) und Jonathan Taylor erhielten neue Verträge. Hinzu kamen der nun verletzte Arden Key und die First Round Picks des vergangenen und kommenden Drafts gingen bereits Ende 2025 nach New York für Cornerback Sauce Gardner. Größter Abgang ist wohl Michael Pittman, der nun gegen sein altes Team nicht spielen wird, für die Steelers in der Spielvorbereitung aber vermutlich recht wertvoll war.

Die 2026er Saison läuft bisher okay. Zwei Niederlagen gegen die Ravens und Chiefs kan man zwei Siege gegen die Texans und Commanders entgegenstellen. Das täuscht allerdings. Beide Siege kamen gegen geschwächte Gegner. Houston stand nach der Partie bei 0-3 und Washington spielte gegen Indy mit seinem dritten Quarterback. Ein echter Stärkebeweis bleibt bisher also aus.

Achtet auf…

…Jonathan Taylor:
Das schwache Passspiel legt viel Fokus auf den starken Running Back und Taylor kann zusätzlich mit 49 Yards gegen die Steelers seine Karriere 8000-Yard-Marke knacken. Bisher macht er pro Play 4,1 Yards und erlief in dieser Saison 6 der 10 Touchdowns des Teams.

…Jaylen Warren:
Die Colts Defense lässt zwar 4,8 Yards pro Lauf zu, steht bei 3rd Downs aber erstaunlich stabil. Dieses Matchup wird am Sonntag wichtig sein. Rico Dowdle ist fraglich und das ohnehin schlechte Passspiel der Steelers muss auf Pittmann verzichten. Dazu begünstigt der angekündigte Regen das Laufspiel. Warren wird also oft den Ball von Rodgers in die Hand gedrückt bekommen.

…Tyler Warren:
Mit einem geschwächten Receiver Corps könnte der Tight End eine noch größere Rolle im Spiel bekommen. Vor allem bei kurzen Routen und in der Red Zone wirft Jones ihn gerne an. Der 2025er Pro Bowler hat sichere Hände, fing 23 von 27 Pässen in seine Richtung und erzielte 2 Touchdowns.

…DK Metcalf:
Er tat sich schon die ganze Saison schwer und machte mehr mit Drops als Big Plays auf sich aufmerksam. Nun fehlt mit Pittmann die Alternative und die Colts bringen Sauce Gardner und Charvarius Ward. DK komplett aus dem Spiel zu nehmen ist ein reales Szenario, das noch mehr vom Run fordern und die Steelers offensiv noch stärker bremsen könnte.

Erwartungen an das Spiel

Vermutlich wird es ein zähes, punktearmes Spiel. Beide Teams sind defensiv stark und haben andersherum nicht die Waffen, um die Schwächen des Gegners effektiv anzugehen. Die Steelers möchten, wie immer, laufen und die Colts haben mit Jonathan Taylor ohnehin ein gutes Laufspiel. Das angekündigte schlechte Wetter wird nur noch mehr dafür sorgen, dass sich das Spiel auf den Boden verlagert. Ein entscheidender Faktor könnte wieder einmal das Turnover-Duell sein und dort haben die Steelers sich bisher besser präsentiert.

SNG-Tipp: Steelers gewinnen 13-10

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