Hallo und herzlich Willkommen zum McCarthy Monday.
70 Jahre warten die Steelers nun auf einen Sieg bei einem AFC North Auswärtsspiel in Thursday Night Games. Diese Serie wurde heute zwar nicht angesprochen, aber dafür stellten die Vertreter:innen der Presse Steelers Head Coach Mike McCarthy generell Fragen zum Spiel, zum Stand der Verletzungen und zum Ausblick auf die Colts.
Frage 1: Gibt es ein Update zu Derrick Harmon und seiner Prognose?
McCarthy: Wir setzen ihn heute auf die Injured Reserve Liste, er fällt mehrere Wochen aus.
Frage 2: Und wie sieht es bei Jamel Dean aus?
McCarthy: Er macht Fortschritte. Die Spieler hatten am Wochenende frei, da wir unseren Zeitplan leicht verändert haben. Morgen konzentrieren wir uns auf das Self Scouting. Ich weiß mehr, wenn die Spieler am Mittwochmorgen wieder im Behandlungszimmer sind.
Frage 3: Drei deiner Routiniers waren während des Spiels sichtbar wütend. Musst du so etwas ansprechen oder ignorierst du das?
McCarthy: Du sprichst im Verlauf eines Spiels alles an. Dafür nutzen wir in einer normalen Woche die Montage und werten alles aus. Im Team Meeting am Donnerstagmorgen forderte ich von der Mannschaft mehr Emotionen ein. Wir kannten die Atmosphäre vor Ort. Die Kulisse gefiel mir, die Musik war gut. In solchen Spielen musst du diese Energie bringen. Du brauchst gleichzeitig die nötige Disziplin und aus solchen Situationen lernen wir. Mir ist zu viel Energie lieber als zu wenig Energie.
Frage 4: Wie hat das Team diese Botschaft aufgenommen? Wie haben sie reagiert?
McCarthy: Das Spiel am Donnerstag war extrem physisch. Beide Teams spürten das am Freitagmorgen in ihren Knochen. Ich habe unseren Ablauf umgestellt und an eine reguläre Woche nach einer Bye Week angepasst. Unser Trainerstab arbeitet das gerade auf und wir beschäftigen uns noch nicht mit Indianapolis. Wir analysieren unsere ersten vier Spiele im Self Scouting. Das bereiten wir sauber auf und morgen arbeiten wir mit den Spielern an uns selbst. Am Mittwoch gilt der Fokus den Indianapolis Colts.
Frage 5: Noch ein Blick auf Donnerstagabend. Ihr hattet im letzten Ballbesitz zehn Sekunden und eine Auszeit. Warum sollte Aaron nach rechts rollen, statt den Pass in die Mitte des Feldes für viel Raumgewinn zu suchen?
McCarthy: Schau dir das Video an; ich denke immer noch, dass der Call im Gesamtbild gut war. Wir hätten manche Dinge bei diesem Spielzug besser ausführen können. Es gab die Chance auf einen erfolgreichen Pass auf die andere Seite des Feldes. Mir gefällt die Auswahl des Spielzugs und Aaron entscheidet in der Two Minute Drill Phase stark mit. Wir trainieren diese Situationen oft. Unsere Two Minute Offense funktionierte in den ersten vier Wochen gut. An dieser Stelle fehlte uns die Umsetzung. Wir hatten die Chance, den Spielzug auszuführen, die Auszeit zu nehmen und das Field Goal zu versuchen. Wir haben es nicht geschafft.
Frage 6: Wolltest du die Pocket verlagern, weil du dir Sorgen um die Protection gemacht hast? War das ein geplanter Rollout?
McCarthy: Ich verrate hier nicht den gesamten Spielzug. Wir haben bei diesem Call die Option auf einen normalen Dropback oder einen Rollout. Der Spielzug kombiniert beide Möglichkeiten beim Passschutz.
Frage 7: Noch einmal zu den Emotionen. Die Kameras fingen ein hitziges Wortgefecht zwischen dir und Aaron ein. Kommuniziert ihr normal auf diesem Niveau oder ging das über einen produktiven Austausch hinaus?
McCarthy: Normal sage ich das nicht. Wir kennen uns seit 20 Jahren. Am Wochenende saßen wir zusammen und sprachen mehrmals über diesen Vorfall und andere Dinge. Ich bin bald im Großvater-Alter. Ich will solche Ausdrücke nicht benutzen. Der Wettbewerb ist emotional und hart. Wir lernen aus diesem Moment.
Frage 8: Nach diesem Vorfall und dem Austausch zwischen T.J. und den Trainern in der Box, wo ziehst du die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und Ungehorsam?
McCarthy: Die Dinge wirken von außen oft anders. Die Öffentlichkeit kennt in solchen Momenten nicht alle Fakten. Wir verlangen von den Spielern volles Vertrauen. Wir fordern sie auf, viele Dinge anders zu machen als früher. Das führt zu Reibungen in der Kommunikation. Wir gehen heute gestärkt daraus hervor.
Frage 9: Nach dem Trade von Joey, wünschst du dir in Zukunft bei solchen Verhandlungen eine andere Linie der Organisation? Zum Beispiel Gespräche während der Saison oder garantiertes Geld im zweiten Vertragsjahr?
McCarthy: Ich war an keinen Gesprächen über eine veränderte Geschäftsphilosophie beteiligt. Solche Themen gehören in die Offseason und bleiben intern. Ich gebe dazu keinen Kommentar ab.
Frage 10: Wie siehst du eure Situation bei den Defensive Backs nach seinem Abgang und der Verletzung von Dean? Wie steht deine Secondary vor dem Spiel gegen Indianapolis und für den weiteren Saisonverlauf da?
McCarthy: Wir sind bereit und ich erwarte einen Sieg. Jede Positionsgruppe muss ihren Teil dazu beitragen. Wir arbeiten intensiv mit den verfügbaren Spielern und wollen die passenden Kombinationen für den Erfolg finden.
Frage 11: Hat sich Everett seinen Platz auf dem Feld als Rookie erarbeitet? Wie siehst du seine Entwicklung auf der Cornerback-Position?
McCarthy: Es ist für jeden sichtbar, dass er auf Spielzeit drängt. Er zeigte in der Preseason in Latrobe gute Ansätze auf der Nickel-Position. Wir denken, er ist bereit für diese Aufgabe. Über das Big Play gegen uns wurde viel geredet, aber das ging nicht auf seine Kappe. Wir müssen es schaffen, Big Plays gegen uns zu verhindern. Wir lassen aktuell zu viele Raumgewinne am Stück zu.
Frage 12: Wann kehrt DeShon Elliott in die Secondary zurück? Er darf wieder von der Liste aktiviert werden.
McCarthy: Er macht Fortschritte. Ich habe ihn letzte Woche beim Training beobachtet. Seine Rückkehr rückt näher und er brennt förmlich auf seinen Einsatz. Einen genauen Zeitplan kann ich jetzt nicht mitteilen. Seine Einheit am vergangenen Mittwoch sah vielversprechend aus.
Frage 13: Die Kameras und Mikrofone haben die Szene zwischen dir und Aaron sehr nah eingefangen. Greifen die Medien zu tief in das Geschehen auf dem Spielfeld ein?
McCarthy: Diese Frage kommt 15 Jahre zu spät. Zu Beginn meiner Zeit als Cheftrainer verkabelten die Sender erstmals Center und Guards mit Mikrofonen. Das war der Anfang der heutigen Entwicklung. Die NFL lebt von Inhalten und die Liga verdient gut daran.
Frage 14: Ihr analysiert diese Woche eure Schwachstellen. Woran lagen die vielen verpassten Tackles gegen Cleveland?
McCarthy: Im Football beginnt alles bei den Basics und der Fußarbeit, wir müssen diese Grundlagen jeden Tag trainieren. Unser Team beginnt jeden Übungsabschnitt mit Basisübungen. Verschiedene Tackling-Drills gehören fest dazu. Unser Anlaufverhalten zum Ball und die Absicherung müssen besser werden. Das gilt für die Defense, die Special Teams und den Return-Kader. Wir müssen Tackle sauber zu Ende bringen.
Frage 15: Nach dem Fehler von Rayshawn Jenkins kam Robert Spears-Jennings ins Spiel. Er lieferte direkt eine Interception und wehrte einen Pass ab. Wie gefiel dir seine Leistung als Rookie?
McCarthy: Er ist bereit. Bei den Special Teams liefert er die besten Werte im Verhältnis zu seinen Einsatzzeiten. Er drängt nach vorn. Er bekommt in den nächsten Wochen mehr Spielanteile.
Frage 16: Eure Offense sieht ligaweit die meisten Man Coverage Formationen. Wo müsst ihr euch verbessern, beim Schema oder bei der individuellen Ausführung?
McCarthy: Beim Spiel gegen Man Coverage entscheiden die Grundlagen beim Route Running. Gegen direkte Manndeckung brauchst du Geduld beim Release. Halte die Disziplin und setze den Cut mit voller Härte. Jeder Laufweg besitzt diesen Bremspunkt. Darüber sprachen wir heute lange bei der Analyse des Passspiels. Wir müssen unsere Third Downs verwandeln. Bei Third and Long stimmen unsere Werte. Bei Third and Medium von zwei bis sechs Yards lassen wir einfache Möglichkeiten liegen. Diese Downs stehen ganz oben auf unserer Aufgabenliste.
Frage 17: Nach der Niederlage forderten viele Spieler in der Kabine mehr Konstanz. Wie findet man diese Konstanz in einer unberechenbaren Liga wie der NFL?
McCarthy: Das Wort NFL beantwortet die Frage. Gestern liefen hier im Büro die Spiele; jede Woche sieht man Überraschungen und andere Sieger. Die Matchups entscheiden von Sonntag zu Sonntag. Mich interessiert der genaue Spielplan im Sommer wenig. Ich blicke immer nur auf die ersten vier Spiele und freue mich über die Pause nach dem frühen Thursday Night Game. Es zählt im Football nur der Zeitpunkt, zu dem du auf einen Gegner triffst. Verletzungen machen die Liga für jedes Team schwer. Ich trauere verpassten Siegen nicht hinterher. Gegen Cincinnati sahen uns viele als Außenseiter, aber auf eigenem Platz bist du niemals Außenseiter. Wir müssen jede Woche unser bestes Spiel abrufen. Morgen räumen wir bei uns im Haus auf, denn da herrscht gerade Unordnung. Nach vier Spieltagen sind nur wenige Teams mit sich zufrieden. Wir kennen unsere Fehler. Wir stellen diese Fehler ab und schlagen dann Indianapolis.
Frage 18: War diese Fehleranalyse wegen der frühen Mini-Bye-Week geplant oder wegen des ersten Saisonviertels?
McCarthy: Nach vier Spielen analysiere ich die Lage immer. Durch die kurze Spielpause intensivieren wir diesen Prozess. Wir haben mehr Baustellen als an einem gewöhnlichen Dienstag. Normalerweise bereiten wir uns an diesem Tag schon auf Indianapolis vor. Jetzt steht die Arbeit an unseren eigenen Fehlern an erster Stelle.
Frage 19: Du hattest wenig Wahl auf der Position des Running Back. Möchtest du Jaylen idealerweise weniger einsetzen? Wie ist der Stand bei Rico?
McCarthy: Rico absolvierte am Freitag eine gute Einheit und macht Fortschritte. Für diese Woche gebe ich keine Wasserstandsmeldung ab.
Frage 20: Jaylen stand die letzten zwei Wochen sehr viel auf dem Feld. Hat er sich die Rolle als primärer Running Back verdient oder teilst du die Snaps wieder auf, wenn Rico gesund ist?
McCarthy: Ich sehe das anders. Ein Duo aus Rico und Jaylen nützt beiden Spielern, denn die Saison dauert lange. Ich gebe Jaylen trotzdem in jedem Spiel so oft wie möglich den Ball.
Frage 21: Wie groß ist deine Sorge wegen der verpassten Tackles bei eurem Self Scouting?
McCarthy: Das Thema musste letzte Woche auf den Tisch. So viele verfehlte Tackles akzeptiere ich nicht, dass weiß jeder im Team. Die Spieler zeigen sich in den Gesprächen mit den Trainern einsichtig. Unser Trainerstab muss diese Dinge noch klarer fordern und vermitteln. Wir agieren zu unbeständig. Nach vier Wochen ist das Trainingslager endgültig vorbei. Wir stehen bei zwei Siegen und zwei Niederlagen. Unsere Grundlagen müssen stimmen.
Frage 22: Welche Faktoren machen ein Team im Verlauf einer Saison besser? An welchen Eigenschaften arbeitet ihr?
McCarthy: Fokus, Einsatz und gegenseitiges Vertrauen entscheiden. Es gibt im Football verschiedene Wege zum Ziel. Bei uns zählt die Art und Weise der Steelers. Wir nutzen einen neuen Trainingsplan. Trainer und Spieler müssen den Abläufen vertrauen. Unsere Videoabteilung liefert neue Ansätze für die mentale Vorbereitung. Wir müssen die Details sauber ausführen. Ich setze voll auf die Vorbereitung. Wenn etwas schiefgeht, bereite ich mich noch intensiver vor. So arbeite ich seit Jahren. Unser Team wird dadurch besser spielen.
Das ist auch schon das Ende vom McCarthy Monday
Wie immer halten wir euch über die weiteren Entwicklungen über unsere Social-Media-Kanäle, unsere Homepage und den Steelcast auf dem Laufenden.



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