Vorschau Week 2: Patriots @ Steelers

written by Daniel Stahl
9 · 17 · 22

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Zum ersten Heimspiel der Saison begrüßen die Pittsburgh Steelers im heimischen Heinz Field – oder so ähnlich – die New England Patriots. Auch zu diesem zweiten Spiel der noch jungen Saison veranstaltet der Steelers Nation Germany e.V. wieder eine Watchparty, diesmal im Dubliner Heidelberg. Hierbei wird uns eine ganz besondere Ehre zuteil, denn es wird Filmaufnahmen geben für eine Produktion der Steelers Nation Unite im Stile der Tradition Videos, was es außerhalb der USA bisher nur in Mexiko gegeben hat.

– Weekly update –

Was wir im ersten Spiel der Saison gesehen haben, ist das, was wir auch erwarten durften.
Unsere Defense war bärenstark und setzte im Pass Rush Joe Burrow gehörig unter Druck was sich in den Statistiken mit 4 Interceptions und 7 Sacks wiederspiegelte. In einer beeindruckenden Defensive ragte unser Safety Minkah Fitzpatrick nochmal heraus und überzeugte mit 14 kombinierten Tackles, einer Interception, einem Touchdown und dem so wichtigen geblockten Extrapunkt mit ablaufender Game Clock.
Durch den permanenten Druck auf den Quarterback der Bengals konnte dieser seinen Wide Receiver Corp nicht wie gewünscht einsetzen und unsere Defensive Backs machten einen sehr guten Job. Auch gegen den Run wirkte die Line deutlich verbessert im Vergleich zum Vorjahr. Hier machte sich die Rückkehr von Tyson Alualu und die Verpflichtungen von Larry Ogunjobi (Free Agency) und DeMarvin Leal (Draft) positiv bemerkbar.

Die Offense hingegen blieb noch einiges schuldig und konnte die guten Feldpositionen, die ihr unsere Defense erkämpfte, zu wenig in Punkte ummünzen. Die O-Line war in der Pass Protection zwar stabiler als befürchtet, aber im Run Blocking eine Katastrophe. Immer wieder schickte man Najee Harris oder auch Jaylen Warren durch die Mitte, was keinerlei Erfolg nach sich zog. Ein paar Spielzüge aus der berüchtigten Canada-Offense wurden eingebaut und das auch mit gutem Erfolg.

Am Ende bezahlte man den knappen Erfolg mit einigen angeschlagenen Spielern und natürlich der schweren Verletzung von TJ Watt. Dadurch wird Malik Reed in die Starting Formation rücken und als weiterer Backup wurde unter der Woche David Anenih aus dem Practice Squad der Tennessee Titans ins 53-Roster verpflichtet.

– Gegnercheck –

Die Patriots sind immer noch im Umbau nach dem Ende der Brady-Dynastie, haben in Mac Jones jedoch ihren potentiellen nächsten Franchise-Quarterback bereits in den eigenen Reihen. Nach einer sehr guten Rookie-Saison, und dem unerwarteten Einzug in die Playoffs, ruhen die Hoffnungen der Fans auf seinen Schultern. Obwohl er nach dem Spiel gegen die Miami Dolphins und auch unter der Woche noch angeschlagen war, scheint er mittlerweile bereit für das Spiel gegen die Steelers.

Offense

Nach dem Abgang des langjährigen Offensive Coordinator Josh McDaniels als Head Coach zu den Las Vegas Raiders, muss sich die Offense der Patriots unter Matt Patricia und Joe Judge erst noch finden. Keiner der beiden trägt allerdings den Titel des Offensive Coordinator.

Die Patriots haben einen der teuersten Receiving Rooms (Wide Receiver und Tight Ends) der gesamten NFL und das mit Namen auf der Position der Wide Receiver wie DeVante Parker, Jakobi Meyers, Kendrick Bourne, Nelson Agholor – den Superstar sucht man hier vergebens! Einzig die Tight Ends, allen voran Hunter Henry, bringen etwas Glanz in die Hütte.
Als Run-First-Offense, wie es die der Patriots traditionell praktizieren, liegen viele Hoffnungen auf dem Trio Damien Harris, Ty Montgomery und Rhamondre Stevenson sowie auf der O-Line, in deren Verstärkung der vergangene Erstrunden Pick im Draft investiert und damit Cole Strange (Left Guard) ausgewählt wurde. Im ersten Saisonspiel gegen die Miami Dolphins wackelte die Line jedoch noch gewaltig und vor der Tür steht eine Power-Defense gegen die es schwer werden wird, ohne eine stabile O-Line zu bestehen.

Auch Mac Jones wird sich steigern müssen und steht nach der Niederlage zum Auftakt bereits ein wenig unter Druck. Man darf außerdem gespannt sein, ob die Rückenblesur, die er aus dem Saisonstart davongetragen hat, vollständig ausgeheilt ist oder ihn beeinträchtigen wird.

Defense

Genau wie in der Offense wurde von Head Coach Bill Belichick kein Defensive Coordinator ernannt. Hier nehmen die beiden Linebacker Coaches, Steve Belichick und Jerod Mayo, wohl eine führende Rolle ein.

Ähnlich wie in den Wide-Receiver-Room wurde auch in der Post-Brady-Ära viel Geld in die Defense investiert. Aber auch hier wurde viel Quantität und Mittelmaß bezahlt und es fehlen die großen Gamechanger, um auch eine gute O-Line permanent auszuhebeln. Im Defensive Back stechen die Safetys um Devin McCourty, Adrian Phillips und Kyle Dugger heraus. Die Cornerbacks sind solide, sahen aber gegen die pfeilschnellen Receiver Tyreek Hill und Jaylen Waddle von den Miami Dolphins nicht sonderlich gut aus.
Am gefährlichsten wird die Patriots-Defense im Pass Rush, wenn sie in erster Linie mit ihren Linebackern versuchen den gegnerischen Quarterback zu attackieren. Hervorzuheben aus dieser Positionsgruppe sind Ja’Whaun Bentley (MLB) und Matthew Judon (OLB), die um die Schwächen der Steelers O-Line wissen und versuchen werden diese permanent anzugreifen.

 – Key Matchups –

  • Cam Heyward <-> Cole Strange
  • Minkah Fitzpatrick <-> Mac Jones
  • Diontae Johnson <-> Jonathan Jones
  • Chukwuma Okorafor <-> Matthew Judon

 – Fazit –

Grundsätzlich ist mit einem Team, das von Bill Belichick gecoacht wird, jederzeit zu rechnen, auch wenn die großen Namen fehlen. Mac Jones wird beweisen müssen, dass er die Offense leiten und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das Maximum herausholen kann. Die O-Line der Patriots muss sich enorm steigern, um der Defensive-Power der Steelers standhalten zu können und ihren Quarterback besser zu schützen als am ersten Spieltag gegen Miami. Wenn nicht, dann wird er mit einem leicht angeschlagenen Rücken öfter im Gras liegen, als ihm lieb sein dürfte.

Auch ohne TJ Watt wird sich an der defensiven Herangehensweise der Steelers nichts ändern. Das Hauptaugenmerk wird darauf liegen, die schwächelnde O-Line der Patriots ununterbrochen unter Druck zu setzen, um so Mac Jones wenig Zeit zu geben, das Feld zu scannen und seine Anspielstationen zu finden. Ein Risiko bleibt dabei, das Laufspiel der Patriots in Schach zu halten und die meist kurzen Routen der Tight Ends gut abzudecken.

Für die Offense der Pittsburgh Steelers gilt es, das Laufspiel endlich zu etablieren, um auch dadurch einige Yards und First-Downs zu sichern, damit der Gegner diese Komponente des Angriffsspiels ernst nehmen muss. Zudem muss die Vorarbeit der Defense zuverlässiger in Punkte umgewandelt werden.

Aus den beiden Injury Report ist zu entnehmen, dass beide Teams mit voller Kapelle – mit Ausnahme von TJ Watt – an den Start gehen werden. Es wird ein defensiv geprägtes Duell auf Augenhöhe erwartet, in dem jeder Turnover den entscheidenden Vorteil zum Sieg bringen kann.

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