Trade: Steelers holen Allen Robinson

written by Andre Vilshöver
4 · 22 · 23

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WR Allen Robinson

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Die Steelers machen eine Woche vor dem Draft einen überraschenden Move und traden für 9-Year-Veteran Allen Robinson von den Los Angeles Rams. Die Rams übernehmen 10,75 Millionen Dollar der 15,75 Millionen, welche Robinson in 2023 und 2024 voll garantiert zustehen. Zusätzlich senden die Steelers Pick Nummer 234 / 7 Runde für den NFL Draft 2023 nach Los Angeles und erhalten im Gegenzug den Rams Pick Nummer 251 / 7 Runde des NFL Draft 2023. 

Bisherige NFL Karriere:

Robinson kam 2011 als 3 Star Recruit zu den Nittany Lions und musste hinter den etablierten Startern Derek Moye und Justin Brown – beide auch später bei den Steelers unter Vertrag – für jeden Snap arbeiten. Trotzdem kam er in 11 Spielen zum Einsatz und fing 3 Pässe für 29 Yards.

Die 2012 Saison kam mit einer Veränderung im Roster und im Coaching Staff der Nittany Lions, was Robinson unter dem neuen Head Coach Bill O’Brien im Depth Chart nach vorne brachte. Dies sollte sich für Robinson auch auszahlen und er fing in 12 Spielen – welcher er alle startete – insgesamt 77 Pässe für 1018 Yards und 11 Touchdowns.

Seine 2013 Junior Season begann Robinson erneut als Starter für Penn State und sollte ebenfalls wieder in allen 12 Spielen starten. Am Ende der Saison führte er die Big Ten in Receptions (97) und Receiving Yards (1432) an. Nach 2012 gewann Robinson auch 2013 den Richter–Howard Receiver of the Year Award und wurde ins All-American Team gewählt. 

Robinson meldete sich für den 2014er NFL Draft an und wurde dort in der zweiten Runde mit dem 61ten Pick von den Jacksonville Jaguars gedraftet. In seiner ersten Saison arbeitete Robinson sich neben den anderen beiden Rookie WR Marqis Lee und Allen Hurns in das Starting Lineup der Jaguars und sollte in 8 von 10 Spielen starten.. Am Ende der Saison – welche durch einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß vorzeitig beendet wurde – fing Robinson 48 Pässe für 548 Yards und 2 Touchdowns. 

Im Jahr 2015 wurde er zum Starter ernannt und erarbeitete sich mit Allen Hurns den Spitznamen “The Allen Brothers”, da beide in dieser Saison ein Breakout Jahr hingelegt haben. Diese Saison, welche Robinson als NFL Receiving Touchdown Leader (mit Doug Baldwin / Brandon Marshall) abschloss, sollte ihm auch seine einzige Pro Bowl Nominierung – als Ersatz für den verletzten Calvin Johnson – einbringen. Robinson startete in allen 16 Spielen und er fing 80 Pässe für 1400 Yards und 14 Touchdowns.

2016 war für die gesamte Franchise der Jaguars ein Rückschritt und man gewann mit 3 – 13 noch 2 Spiele weniger als im Jahr zuvor. Dies sollte sich auch auf die Stats von Robinson auswirken, welcher in allen 16 Spielen zum Einsatz kam. So waren am Ende 73 Receptions für 883 Yards, 6 Touchdowns und ein Fumble der Arbeitsnachweis am Ende der Saison.

Seine letzte Saison in Jacksonville in 2017 war schon nach Woche 1 beendet – da Robinson sich im Spiel gegen die Texans das Kreuzband gerissen hatte und den Rest der Saison auf der IR verbracht hat.

2018 schloss Robinson sich den Chicago Bears an, wo er mit seinen jetzigen Teamkollegen Anthony Miller, James Daniels und Mitchell Trubisky bereits zusammen spielte. Die erste Saison von Robinson sollte auch die beste von Trubisky bei den Bears sein und am Ende für den Division Sieg und den damit verbundenen Einzug in die Playoffs reichen. Das Jahr, in dem die Eagles den Super Bowl gewannen, wurde durch den berühmten “Double Doink” im Soldier Field überhaupt erst möglich. Robinson sollte in diesem Jahr 55 Pässe für 754 Yards und 4 Touchdowns fangen. Zudem hatte er 1 Run für 9 Yards sowie ein Fumble Lost nachzuweisen. In den Playoffs sollte Robinson 10 Pässe für 143 Yards und 1 Touchdown fangen. 

Seine zweite 1000+ Yards Receiving Season sollte Robinson im Jahr 2019 haben. Die Bears hatten vom Ergebnis her ein Down Year, aber Robinson war der Schlüsselspieler in der Offensive von Matt Nagy. So ist es nicht verwunderlich, dass er am Ende 98 Pässe für 1.147 Yards und 7 Touchdowns gefangen hat. Hinzu kam noch 1 Run über 2 Yards.

2020 sollte es für die Bears wieder in die Playoffs gehen und Robinson sollte Back2back +1000 Yards Receiving Seasons haben. Aber wie schon 2018 war in der Wildcard Round für die Bears Schluss – diesmal verlor man recht deutlich gegen die New Orleans Saints. Robinson sollte in diesem Jahr erneut der Go2Guy für Trubisky sein und 102 Pässe für 1.250 Yards und 6 Touchdowns in der Regular Season. In den Playoffs kamen 6 Receptions für 55 Yards hinzu. 

Vor der Free Agency 2021 konnten die Bears und Robinson sich auf keinen neuen Vertrag einigen und die Bears belegten ihn mit einem Franchise Tag, welchen Robinson auch unterzeichnete. Die Bears trennten sich in dem Jahr von Trubisky der keinen neuen Vertrag bekam und tradeten sich im Draft nach oben, um Justin Fields als neuen Franchise Quarterback zu holen. Diese Saison war für Robinson die schwächste im Jersey der Bears – er hatte immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen und 2nd Year Player Darnell Mooney wurde der #1 Receiver in der Windy City. So kam Robinson in 12 von 17 Spielen nur auf 38 Receptions für 410 Yards und 1 Touchdown. 

Nach der enttäuschenden 2021er Saison entschied sich Robinson, 2022 eine neue Herausforderung zu suchen und schloss sich dem Super Bowl Champion, den Los Angeles Rams, an. Die gesamte Franchise der Rams machte 2022 einen Rückschritt und es war frühzeitig klar, dass man kein Contender war. Man hatte keine stabile Offensive Line mehr und mit vielen Verletzungen zu kämpfen – auch Robinson wurde nach 10 Spielen mit einer Fußverletzung auf die Injured Reserve Liste gesetzt. 


Stärken und Schwächen:

Allen Robinson ist ein Big Body Receiver, welcher in der Red Zone als weiteres großes Ziel für Kenny Pickett eingesetzt werden kann. Im Laufe seiner Karriere zeichnete sich Robinson als Receiver mit sicheren Händen aus, der auch in engen Fenstern mit einer guten Körperkontrolle bei Contest Catches zu überzeugen weis. Robinson ist nicht auf Wideout gebunden, sondern kann auch im Slot eingesetzt werden – so hat er ⅓ einer Snaps bei den Rams aus dem Slot gespielt. 

Auf der anderen Seite ist Robinson selten in der Lage, mit einem entsprechenden End-Speed auf tiefen Routen eine vernünftige Separation zu schaffen. Dies liegt sicherlich auch daran, dass Robinson in seiner Karriere immer wieder mit schwereren Verletzungen zu kämpfen hatte. Seine 2022er Saison bei den Rams wurde mit einer zweiten Stressfraktur im Fuß beendet. Was man nicht vergessen darf ist, dass seine Produktivität in den letzten beiden Jahren im Vergleich zur Vorsaison rückläufig war.

Fazit:


Robinson bringt viel Erfahrung mit nach Pittsburgh – ein Trait, das dem Receiving Room der Steelers gefehlt hat. Die angesprochenen Verletzungen waren auch sicherlich ein Grund, warum die Steelers auf einem Physical bestanden haben, bevor der Trade vollzogen wurde. Dies spricht auch für die Umwandlung des Vertrages, damit Robinson nur für ein Minimum in den Büchern steht.

Grundlegend ist Robinson eine spannende Ergänzung was das Receiving Corps angeht und gibt der Offensive die Möglichkeit ihn sowohl als Wideout als auch im Slot einzusetzen und eine Rotation mit Johnson und Pickens zu ermöglichen, was die Offensive der Steelers etwas “unberechenbarer” machen könnte.

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