Tomlin Tuesday Week 7 (17.10.2023)

written by Andre Vilshöver
10 · 18 · 23

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Tomlin Tuesday BG

Nach der Fünf kommt die Sieben – also zumindest wenn man wie die Steelers eine Bye Week hatte. Eine Bye Week hat in untypischer Weise auch Mike Tomlin in Woche 6 eingelegt und letzte Woche Dienstag nicht vor die Vertreter:innen der Presse getreten. Aber in dieser Woche war er um 12 Uhr Ortszeit wieder an gewohnter Ort und Stelle, um zu und mit den Journalist:innen zu sprechen.

Seinen Eröffnungsmonolog beginnt Coach Tomlin mit einem Rückblick auf die Bye Week und die Freude, wieder aktiv ins Geschehen einzugreifen.
Die Bye Week wurde zur Analyse genutzt, um in allen drei Phasen des Spiels zu schauen, was gut läuft und was nicht. Hier wurde unterschieden, ob diese nur im Coaching Staff angesprochen wurden oder so signifikant waren, dass sie im Rahmen der beiden Einheiten in der Bye Week mit den Spielern angesprochen wurden.
Aber man hat auch die Chance genutzt, um den Blick nach vorne zu richten, damit man gut vorbereitet aus der Bye Week kommt – denn das ist die Intention der Steelers.

Bevor Mike Tomlin über die Rams spricht gibt er uns einen Überblick über den Injury Report der Steelers:

Die folgenden Spieler sind nachdem sie in der letzten Woche nicht zur Verfügung standen wieder im Training:

  • Left Tackle Dan Moore Jr. (MCL Sprain)
  • Right Guard James Daniels (Groin)
  • Tight End Pat Freiermuth (Hamstring) 
  • Defensive Lineman DeMarvin Leal (Concussion)
  • Punter Pressley Harvin III (Hamstring)

Darüber hinaus haben die Steelers für Wide Receiver Diontae Johnson und Running Back Anthony McFarland Jr. das 21 Tage Fenster, um von der Injured Reserve zurückzukehren, geöffnet.
Hier wird eine Entscheidung am Ende der Woche getroffen, ob sie bereits in dieser Woche in den Kader zurückkehren. 

Mike Tomlin hat großen Respekt vor dem Talent im Roster der Rams und dem Coaching Staff – beginnen tut Tomlin mit der Offensive der Gastgeber:
Sean McVay ist ein innovativer Coach, der es immer wieder schafft, seinem Gegenüber einen Schritt voraus zu sein. Der Mix von Laufspiel und Passspiel gelingt ihnen sehr gut, was aber auch an Quarterback Matthew Stafford liegt. Er ist sehr erfahren und kann den Ball gefühlt auf einer Stecknadel überall auf dem Platz anbringen.
Rookie Wide Receiver Puka Nacua hat gerade am Anfang sehr viel Aufmerksamkeit und Last bekommen – was genau das Credo “Des einen Pech ist des anderen Glück” von Tomlin entspricht.
Jetzt haben sie zusätzlich noch Cooper Kupp zurückbekommen, dessen Fähigkeiten und vergangene Leistungen für sich sprechen. Zusammen mit Tight End Higbee und Deep Threat Tutu Atwell haben die Rams eine Offensive, welche die Steelers Defense fordern wird.

Auch wenn Sie mit Verletzungen auf der Position des Running Backs zu kämpfen haben, so haben die Rams es bewiesen, dass sie Ihr Laufspiel auch mit verschiedenen Backs umsetzen können. Somit ist trotz der Ausfälle von Williams und Evans das Laufspiel der Rams nicht zu unterschätzen. 

Defensive Coordinator Raheem Morris, von Natur aus Secondary Coach, weiß mit seiner aggressiven Art und Weise zu spielen und auch mit einem schwächeren Corps den Gegner das Leben schwer zu machen.
Generell bietet die Defensive der Rams unterschiedliche Looks an, auf die man sich vorbereiten will. Die Defensive ist jung und willig und schafft es mit verschiedenen Konzepten und Schemes, über den Erwartungen zu spielen.
Und natürlich darf man bei den Rams einen Spieler wie Aaron Donald nicht vergessen – dessen Auszeichnungen über die Jahre hinweg keine weitere Vorstellung mehr benötigen. Das Ziel muss es sein, dass Donald diesen Auszeichnungen und den Erfolgen keine weiteren hinzufügen kann. 

Damit endet der Eröffnungsmonolog von Coach Tomlin und er öffnet den Raum für die Fragen der Vertreter:innen der Presse.

Frage 1:

Mike, du hast über erkennbare Trends gesprochen und was das für Euch bedeutet – kannst du das erklären?

Coach T:

Ja, diese Trends gibt es – aber ich werde mich hier nicht an einem Dienstag hinstellen wo die Taktiken für das nächste Spiel gemacht werden und im Detail in der Öffentlichkeit darüber sprechen, 

Frage 2:

Was hat Euch die Analyse der Offensive in der Bye Week gezeigt?

Coach T:

Man darüber haben wir schon oft gesprochen, oder?
Wir sind davon überzeugt, dass wir in allen Bereichen unseres Spieles besser werden, egal ob es von der Taktik oder den Schemes ist, die wir spielen. Uns ist bewusst, dass wir hier viel Negativität erfahren – aber das nehmen wir an uns suchen keine Ausreden. Wir werden weiter arbeiten, um besser zu werden und wollen am Sonntag Fortschritte zeigen.


Frage 3:

Habt ihr in der Analyse in Bezug auf Kenny und sein Spiel Sachen gefunden, die besser gemacht werden können?

Coach T:

Sicherlich – aber es steht mir nicht zu, das hier in dieser Runde zu diesem Zeitpunkt zu teilen. Ihr könnt Euch sicher sein, dass dies ein Prozess ist, den jedes NFL Team im Rahmen seiner Bye Week durchläuft. Wir haben hier keine Abkürzung genommen, wir haben nur unseren Job gemacht, 


Frage 4:

Jetzt wo Dan Moore wieder fit ist, wird er dann wieder starten?

Coach T:

Das ist ein großes WENN – wir haben viel Arbeit vor uns. Er wird die Möglichkeit  bekommen, sich im Rahmen der Woche zu präsentieren. Gestern sah er gut aus, aber wir werden im Laufe der Woche sehen, wohin die Reise für ihn geht. 

Frage 5:

Habt Ihr eine feste Vorgehensweise, wenn ein Spieler aus einer Verletzung wieder kommt, wann er wieder spielen darf?

Coach T:

Das ist – um allen Spielern gegenüber fair zu sein – immer eine Fall zu Fall Entscheidung. Bei einem Rookie bist du vorsichtiger und willst mehr Snaps sehen, als bei einem Veteran. Daher haben wir uns angewöhnt, jeden Fall individuell zu betrachten. 


Frage 6:

Wie bewertet Ihr, wann ein Rookie besser auf dem Platz mit den Snaps lernt oder beim Zuschauen von der Bank aus?

Coach T:

Seeeeeeeeeeeeehr Vorsichtig. 

Jede Einheit – im Filmraum, beim Training, auf der Bank oder auf dem Platz – ist für einen Rookie eine Möglichkeit zu lernen. Jeder lernt anders, daher versuchen wir für jeden Spieler den Prozess so anzupassen, damit er individuell beschleunigt werden kann und der Spieler sich entwickeln kann.  


Frage 7:

Wie hat sich Broderick in seiner Entwicklung geschlagen?

Coach T:

Die Erfahrung aus seinem Start kann ihm keiner mehr nehmen – aber der hat uns nie gezeigt, dass er sich schlecht entwickelt. Es war eine weitere Möglichkeit Erfahrung zu sammeln und sich zu empfehlen. 

Frage 8:

Die Frage ist ähnlich, bezieht sich aber auf Joey Porter Jr. hat er genug getan und euch eine Entwicklung gezeigt, um Zeit als Starter zu bekommen?

Coach T:

Auch wenn du mit der Entwicklung eines Spielers zufrieden bist, so müssen auch die Voraussetzungen dafür stimmen.
Wir verlangen von unseren Spielern nicht geduldig zu sein, denn das ist kein geduldiges Geschäft – wir verlangen von ihnen zu arbeiten, um ihre Chance, wenn sie kommt, zu nutzen.
Die Spieler, nach denen Ihr gefragt habt, Broderick Jones und Joey Porter Jr. haben genau das gemacht und wir sind gewillt ihnen mehr Möglichkeiten zu geben im Laufe der Zeit.


Frage 9:

Wenn Diontae Johnson wieder spielen kann – was bringt DJ der Offense mit, was ihr ohne ihn vermisst habt?

Coach T:

Überragendes Route Running. Egal ob auf tiefen oder kurzen Routen, er schafft es, Separation zu schaffen, das ist seine herausragende Fähigkeit – aber das ist kein Geheimnis.

Frage 10:

Was seht Ihr Picketts Spiel, dass er gerade zum Ende hin Clutch wird – aber auf dem Weg dahin sehr oft Probleme hat?

Coach T:

Er schreckt nicht vor den kritischen Momenten zurück.
Sein Kämpfer Naturell war es, was uns einen besonderen Fokus im Draft Prozess auf ihn hat werfen lassen – wir haben das nebenan bei Pitt mitbekommen.
Ich wäre nicht überrascht, wenn wir den Kenny, den wir am Ende der letzten Saison gesehen haben, wieder zu Gesicht bekommen.

Frage 11:

Habt ihr versucht etwas zu unternehmen, um ihn wieder früher in diese Form zu bringen?

Coach T:

*lächelt*
Ja, jeden Tag meines Lebens


Frage 12:

Wie bewertet ihr die Fortschritte der Middle Linebacker?

Coach T:

Ich mag die Splash-Plays, die wir machen. Mit jeder Woche, die vergeht, werden sie besser. Dazu gehören die einfachen Themen, wie wir die Snaps aufteilen oder wie wir die einzelnen Talente einsetzen.
Gerade Heimspiele sind auch für Defenses schwer, was die Kommunikation angeht, aber auch hier werden wir besser.

Frage 13:

Wenn es so laut ist im Stadion, was sind eure Maßnahmen, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten?

Coach T:

Es ist wichtig, die Situation aus dem Gameday nachzustellen, deswegen nutzen wir oft Stadion Atmosphäre. Dies macht es einfacher, die Kommunikation geradlinig zu halten und die Handzeichen einzuüben. 
Ich gehe davon aus, dass das nicht einzigartig ist – die anderen 31 Teams werden das selbe machen.                                                                                                                                                                                                                                                                                         

Frage 14:

Wie bewertet Ihr die Entwicklung und die Rolle von George Pickens in der Abwesenheit von Diontae Johnson?

Coach T:

Dieser Kerl wird jeden Tag seiner professionellen Karriere besser. Da kann man jetzt eine Story daraus machen, weil DJ gefehlt hat.
Für uns ist es aber eine zu erwartende Entwicklung eines 2nd Year Spieler sich stetig zu verbessern.  


Frage 15:

Ihr redet immer von der Verteilung der Last auf die einzelnen Spieler – woran macht ihr das genau fest?
Um hier spezifisch zu werden geht es um Najee Harris und Jaylen Warren.

Coach T:

Unterschiedlich.
Diese Entscheidungen, welche Leute wie ich tagtäglich treffen, sind selten nur schwarz und weiß. Es gibt verschiedene Faktoren, welche berücksichtigt werden müssen. Wir sind zuversichtlich, um sagen zu können, dass beide Spieler unserem Spiel helfen werden, wie sie uns auch bereits in der Vergangenheit geholfen haben.


Frage 16:

Wie bewertet Ihr Keeanu Benton – denn auch gerade im letzten Spiel hat er ja mehr Snaps bekommen.

Coach T:

Er ist ein junger Spieler, der seine Chancen nutzt, die er geboten bekommt. Er hat wesentlich mehr Snaps als geplant , aber der Ausfall von Cam hat dies nötig gemacht.

Frage 17:

Wie kann das von dir gelobte Route Running von Diontae Johnson Kenny Picket – gerade zu Beginn des Spiels helfen?

Coach T:

Sehr viel.

Frage 18:

Du sprachst bei den Rookies von Möglichkeiten und Situationen die passen müssen – was waren die Gründe für Joeys Snaps gegen die Ravens?

Coach T:

Seine persönliche Entwicklung und die Entwicklung in unserem Spiel haben uns ein gutes Gefühl gegeben, ihn spielen zu lassen. Und das werden wir weiterhin machen, wenn es uns hilft, Spiele zu gewinnen. 


Frage 19:

Beim letzten Duell in 2019 hatte Cooper Kupp keinen Catch gegen Euch – seitdem ist er ein guter Spieler geworden. Wir wollt Ihr ihn stoppen?

Coach T:

2019 ist ein Football Life entfernt – zum damaligen Zeitpunkt war Goff sein QB. Ich antworte auf die Frage, ohne dabei auf 2019 einzugehen. Einen Spieler von diesem Kaliber zu minimieren oder komplett auszuschalten ist nicht zu 100% möglich. Daher muss man Wege finden, um ihn in seinen Wegen zu minimieren – auch wenn das nicht immer klappt.. TJ wird jede Woche gedoppelt und kommt zum QB durch, auch ein LeBron wird im Basketball gedoppelt, aber er ist immer noch LeBron. Herausragende Spieler finden einen Weg, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. 


Frage 20:

Generell sind die Steelers im Oktober – 2022 mit dem QB Change – ein gutes Team, was Siege einfährt. Woran liegt das? 


Coach T:

Ich weiss es nicht.
Wir vergleichen die einzelnen Jahre nicht miteinander. Dafür kann man es zu schlecht miteinander vergleichen.
Natürlich haben wir Erfahrung der vergangenen Jahre und wir können daraus Lehren ziehen, um in diesem Jahr besser zu werden.

Frage 21:

Ihr gebt in diesem Jahr die acht meisten Yards für Receiver in der NFL her – was muss die Secondary besser machen, um ihre Gegner zu limitieren?


Coach T:

*kurzes Zögern* ihr müsst abwarten.

Ich bin von solchen obskuren Stats nicht beeindruckt.
Unser Ziel ist es zu gewinnen und wenn wir das nicht schaffen, dann sprechen und gehen wir die Themen anders an. 

Wenn wir alles das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben, um diese Woche erfolgreich zu sein, dann werden wir auch in diesem Punkt besser.

Frage 22:

Du hast von der anzunehmenden Erwartung gesprochen, dass ein Spieler von Jahr 1 zu Jahr 2 einen Schritt nach vorne macht – wo seht Ihr Kenny in seiner Entwicklung?


Coach T:

Leute – da haben wir auch schon mehrfach darüber gesprochen. Er fühlt sich wohl in seiner Rolle und seinem Amt als Captain. Mit der Erfahrung, die er bis jetzt gewonnen hat und wie er diese annimmt und umsetzt, ist das, was wir von ihm erwarten können, im Jahr 2.


Frage 23:

Ihr hattet 2022 keine Verletzungen in der Offensive Line – dieses Jahr sieht das anders aus. Trotzdem habt ihr es geschafft, Spiele zu gewinnen – wie bewertet ihr die Reaktion der Gruppe?

Coach T:

Wir haben alles getan, um uns auf die Möglichkeit vorzubereiten, flexibel agieren zu können. Nicht, dass wir es uns wünschen würden, aber wir sind entsprechend vorbereitet. Auch hier kann man wieder “Des einen Pech, ist des anderen Glück” anwenden. Wir bereiten jeden Offensive Lineman so gut es geht auf das Spiel vor, so dass er im Fall des Falles seine Chance nutzen kann. 


Frage 24:

Ein paar Fragen vorher wurde das Thema Team Identität angesprochen – Hat das Team in euren Augen bereits eine Identität?

Coach T:

In manchen Aspekten ja und in anderen sind wir noch nicht so weit. 

Frage 25:

Minkah hat bisher noch keine Interception – werfen die Teams nicht mehr in seine Richtung? 


Coach T:

Minkah wird seine Plays machen. Wir hatten in der Vergangenheit auch Spiele wo TJ keine Sacks gemacht hat, aber wir wussten TJ wird wieder Sacks machen. Daher wissen wir hier auch: Minkah wird auch wieder eine Interception fangen. 

Frage 26:

Ihr habt Minkah in diesem Jahr 30% aus dem Slot spielen lassen, ist das etwas, das ihr die ganze Saison machen werdet oder war das Matchup bezogen?

Coach T:

Wir erwarten, dass Minkah er selbst ist, egal wo wir ihn einsetzen. Wir haben ihn bereits in der Vergangenheit überall eingesetzt und sehen da auch keinen Grund das zu ändern.

Und damit endet der Tomlin Tuesday – folgt den Social Media Kanälen des e. V., um keine News zu den Steelers zu verpassen!

Here We Go Steelers! 

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