Steelers Training Camp Woche 2

written by Andre Vilshöver
8 · 08 · 23

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Woche zwei ist in den Büchern und die Steelers haben 6 Trainingseinheiten hinter sich, bei denen Sie die meiste Zeit in Pads trainiert haben und die Intensität entsprechend hochgefahren werden konnte.

Am Montag den 07.08.2023 hatten die Steelers erneut ihren freien Tag und wir nutzen die Chance, vor dem heutigen Start in die Vorbereitung auf das Spiel gegen die Buccaneers am Wochenende auf die zweite Trainingswoche zurückzublicken.

Genereller Look and Feel

Endlich wurden die Pads ausgepackt, denn so bekommt man die Intensität ins Training, die man haben möchte. Das Anziehen der Pads heißt auch, dass die 1v1 Sessions und Backs vs. Backers stattfinden. Hier bekommen die Spieler im direkten Duell die Chance, sich gegeneinander zu behaupten.
Hier hat man gesehen, dass ein Darnell Washington es mit TJ Watt aufnehmen kann, dass unser Linebacker Corps eine High Energy Group ist und dass die Duelle WR vs. CB eine hohe Intensität versprühen.

Aber auch wie in der ersten Woche sah man ein vielseitiges Playcalling, Positionen und Spieler, die Ihnen fremde Positionen einnahmen. So war Kendrick Green die Überraschung für viele Fans, als er erfolgreiche Snaps als Blocking- und Receiving Fullback bekam. 

Dass die Fans es kaum erwarten können, sieht man auch an der Zuschauerzahl beim Friday Night Lights Training der Steelers, bei dem 13.597 Leute vor Ort in Latrobe waren.

Jetzt heißt es in der dritten Woche, sich mit voller Konzentration auf Tampa vorzubereiten und die Leistung auf den Platz zu bringen. Denn wenn es eng wird mit den Rosterspots, verdient man sich diese mit guten Plays während der Preseason!

Position Check

Bei den Quarterbacks änderte sich in der zweiten Woche wenig. Kenny Pickett hatte einen Down Tag, an dem er nicht gut mit seinen Receivern connecten konnte, sein starkes Camp setzte sich aber ansonsten fort. Auch ein gutes Camp sieht man von Mitch Trubsiky, der immer wieder mit tiefen Pässen für Big Plays auf die Receiver auffällt.
Wir wollen hier jetzt keine offene Competition für den drittten Roster Spot aufrufen, aber Mason Rudolph struggled weiterhin mit unpräzisen Pässen und fehlendem Timing. Dahinter bekommt Rookie Tanner Morgan auch immer wieder Chancen, die er bisher aber noch nutzen muss.

Die Defensive Line macht sich ihre eigenen Probleme, denn die Rotation, welche die Steelers einbauen, beweist, dass man hier sehr viel Talent rumlaufen hat, welches sich um die 5 freien Spots der maximal 7 bis 8 auf dem Roster streiten wird. Adams, Fehoko und Benton zeigen weiterhin, dass sie alle in das Roster wollen. Weiterhin zeigen Spieler wie Loudermilk oder Leal auch, dass sie nicht an eine Position gebunden sind und die Flexibilität bieten, die die Steelers wollen.  

Die Offensive Line, bestehend aus Dan Moore Jr. – Isaac Seumalo – Mason Cole – James Daniels und Chukwuma Okorafor, bekommt auch weiterhin die meisten 1st Team Reps zusammen. Aber kein Grund zur Panik, auch unser 1st Rounder Broderick Jones bekommt immer wieder 1st Team Reps. Positiv aufgefallen in dieser Woche ist Guard Nate Herbig, der sich als Backup Center Lösung hinter Mason Cole ins Gespräch bringt, da er hier Snaps über Ryan McCollum im 2nd Team bekommen hat.
Generell haben wir verschiedene Line-Aufstellungen gesehen, die dem Profil von Pat Meyer entsprechen, dass man mehr als eine Rolle übernehmen können muss.

Auch wenn es diese Woche etwas schwerer für die Oustide Linebacker / Edge Rusher war, so ist dies die Gruppe, welche im Camp bisher ein A verdient hat. Sowohl die 1st als auch die 2nd Team Truppe kommen immer wieder mit Erfolg durch.
Wir wollen das alles nicht überbewerten, aber das gibt doch ein gutes Gefühl für die Saison. Dass TJ Watt in der ersten Back vs. Backers Session gegen Darnell Washington kein Land gesehen hat, zeigt auch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Rückkehrer Quincy Roche bekommt zwar seine nötigen Reps, hatte aber bisher noch nicht den Impact, der nötig wäre, um sich höher in der Rotation zu platzieren.

Weiterhin kann man Anthony McFarland Jr. als Gewinner des Camps bei den Running Backs bezeichnen. Rookie Hagans und die diese Woche neu verpflichteten Backs Bell und Lovett, schafften es in den Position- oder den Team Drills nicht so zu überzeugen wie McFarland.
Das Duo Warren und Harris hatte diese Woche auch das ein oder andere Problem, gerade in den Back vs. Backers Drills, wo Harris am Ende gefühlt kein Duell für sich entscheiden und Warren sich erst im Verlaufe der Woche gegen die Linebacker durchsetzen konnte.

Die Inside Linebacker bleiben weiterhin die Wundertüte im Roster der Steelers. Das Corps ist komplett neu zusammengestellt, beweist aber, dass man in kurzer Zeit zusammenwachsen und positive Energie voneinander gewinnen kann. Gerade in den Backs vs. Backers Drills spielten die Linebacker groß auf. Aber auch in den Team Drills gab es gute Plays gegen Lauf- und Passspiel. Egal ob es ein Cole Holcomb ist, der über das Feld fliegt oder ein Kwon Alexander, der als Vocal Leader agiert. Aber auch Spieler wie Tanner Muse oder Nick Kwiatkowski zeigten sich bei ihren Snaps, auch wenn deren Hoffnungen mehr auf den Special Teams liegen wird.

Diese Woche war von den Tight Ends einiges zu sehen. Sie standen alle ihren Mann in den Backs vs. Backers und 1vs1 Drills, in denen sie zwar auch Niederlagen einstecken mussten, aber auch starke Plays für sich generierten. Freiermuth und Gentry erwiesen sich weiterhin als ein sicheres Safety Blanket für die Quarterbacks. Darnell Washington zeigte neben seinen Blocking Fähigkeiten seine Hände und was seine physischen Vorteile für Möglichkeiten zum Beispiel in der Red Zone bedeuten könnte. Connor Heyward ist überall in der Offense zu finden und beweist weiterhin, dass er – ohne es despektierlich zu meinen – ein Top Gadget Guy sein kann. Wir wollen aber Rodney Williams nicht vergessen, der nach einer schwierigen ersten Woche in dieser Woche verbessert im Camp unterwegs war, ob es für das Roster via Special Teams reichen kann, werden wir sehen. 

Die Gruppe der Defensive Backs, also Cornerback und Safety, hatte in dieser Woche erst einmal die schwere Verletzung von Rookie Cory Trice zu verkraften. Dies hinderte sie nicht daran, im Camp weiterhin der Offense Kopfschmerzen zu bereiten. Auf der anderen Seite gab es auch einige Coverage Busts oder man wurde an der Line bereits so geschlagen, dass man seine Route nicht recovern konnte. 

Die Veteranen Minkah Fitzpatrick – auch wenn er nicht trainiert hat – Chandon Sullivan, Levi Wallace und Patrick Peterson schaffen es, trotz der Konkurrenz, die jungen Spieler und Rookies um sie herum besser zu machen. Sei es, sie nach Team Sessions zur Seite zu nehmen, um Plays zu besprechen oder vor, bzw. nach dem Training auf dem Platz zu sein, um an der Jugs Maschine oder der generellen Technik zu arbeiten.
Wir wollen nicht sagen, dass dies Früchte trägt, aber man sieht junge Spieler wie einen Kenny Robinson, Tre Norwood, Joey Porter Jr. oder Elijah Riley mit einem anderen Selbstvertrauen über den Platz laufen und Plays machen.
Auch wenn am Ende mal so ein Shot dabei entsteht:

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Denn auf Wide Receiver haben wir auch unheimlich viel Potential im Roster und gerade die Connection von dem im Bild zu sehenden George Pickens zu Quarterback Kenny Pickett ist teilweise unheimlich.
In dieser Woche hat aber auch die zweite und dritte Reihe des Receiver Corps unter Beweis gestellt, warum sie einen Platz auf dem 90 Mann Roster verdient haben: Calvin Austin zeigt mit seinem Speed, dass er sowohl Underneath als auch Downfield Plays machen kann. Gunner Olzewski bewies, dass er nicht nur Punt Returner ist und Cody White stellt sich als sicherer Spieler für die kurzen Routen dar, der gefühlt jeden gut geworfenen Ball in seine Richtung gefangen hat.

Last but not least, die Special Teams:

Auf Kicker haben wir mit B.T. Potter zwar eine Konkurrenz zu Chris Boswell im Camp, der allerdings wieder einmal zeigt, warum er einer der besten Kicker in der Liga ist.

In der Punt / Kick Coverage wird aktuell noch viel ausprobiert, was auch dem Ausfall von Cory Trice geschuldet ist und man sich darauf vorbereiten muss, das ein Spieler wie Joey Porter Jr. wenn er im Laufe der Saison 1st Team Reps bekommt, weniger Special Teams spielen wird. Neben Miles Killebrew machen aber auch die bereits angesprochenen Tanner Muse und Nick Kwiatkowski eine gute Figur. Es wird spannend bleiben, wer am Ende über die Unit von Danny Smith im Roster landen wird. 

Landen sollten die Kicks und Punts des Gegners übrigens am besten in den sicheren Händen eines Returners. Die allseits beliebte Punt Return Challenge – wer kann wie viele Bälle nacheinander fangen, ohne die anderen Fallen zu lassen – geht in dieser Woche an Calvin Austin. Dieser hat mit 5 Stück einen Ball mehr fangen können als Gunner Olzewski und Jordan Byrd.
Aber wie gesagt: Wir haben weiterhin noch keine Klarheit, wer diese Aufgabe in 2023 nun übernehmen wird, auch wenn im ersten offiziellen Depth Chart Calvin Austin als KR und PR aufgeführt wird.

kdLza

Die Punter hatten am Samstag Ihren Auftritt und hier ist es frei nach dem Tomlinismus “a Man vs. “Himself”, denn keine Position hat seine Leistung so selbst unter Kontrolle wie der Punter. Harvin kann nicht beeinflussen wie Mann kickt und anders herum. Was man aber sieh: Mann hat nicht den Wumms, den ein Harvin hat, dafür hat er aber mehr Kontrolle über seine Hangtime. Wo Mann Konsequent über 4 Sekunden bleibt hat Harvin auch ausreißer unter 3 Sekunden dabei. Und gerade die Hangtime ist wichtig, damit das Coverage Team auch eine Chance hat, an den Returner zu kommen.
Aber wir bleiben dabei – das Duell wird zu 90% im Stadion ausgetragen, wenn die Preseason am kommenden Wochenende startet. 

Notable Injuries

  • FS Minkah Fitzpatrick hat aufgrund persönlicher Angelegenheiten erst am Samstag das erste Mal trainiert – über den genauen Grund ist aber nichts bekannt. 
  • CB Cory Trice wurde mit einer Beinverletzung auf die Injured Reserve Liste gesetzt
  • CB Joey Porter verletzte sich am Knöchel und trainierte den Sonntag nicht 
  • S Tre Nrowood hat eine nicht näher bekannte Lower Leg injury
  • S Damontae Kazee hat weiterhin mit seinem Knöchel Probleme

Ups of the Week

  • Kendrick Green, hat als FB Spaß und macht eine gute Figur auf der Position
  • Kenny Robinson nutzt die Abwesenheit der anderen Safetys im Camp, um sich zu beweisen und ins Gespräch für mehr Snaps zu bringen. 
  • Darnell Washington mit Pads hat er in der zweiten Woche einige Plays gemacht und das gezeigt was die Fans sich von Ihm erwarten

Downs of the Week

  • Es ist bisher kein Schwaches, aber ein ruhiges Camp von HB Najee Harris, der in den Back on Backers Sessions dominiert wurde
  • UDFA LB Toby Ndukwe fand sich diese Woche mehrmals auf der falschen Seite von “Splash”-Plays, deren Energie er nicht matchen konnte.
  • WR Hakeem Butler zeigt immer wieder, dass er gute Plays machen könnte, wenn er nicht so oft den Ball fallen lassen würde. 

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