Rückblick Steelers Saison 2023/2024

written by Andre Vilshöver
2 · 08 · 24

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Nachdem nun einige Zeit nach dem Ausscheiden in der Wildcard Round der NFL Playoffs vergangen ist, wollen wir heute mit Euch auf die Saison der Pittsburgh Steelers zurückblicken.

Nehmt Euch Zeit und lasst uns von uns durch die einzelnen Phasen des NFL Jahres 2023 / 2024 der Pittsburgh Steelers mitnehmen. Es wird eine wilde Fahrt.

Was war die Ausgangslage der Steelers?

Wir beginnen die Review für die 2023er Saison mit dem Fazit zur 2022er Saison:

Die Season 2022 war gefühlt nicht nur eine Saison der Steelers, sondern zwei. Denn die Steelers vor der Bye Week in Woche 9 konnte man mit den Steelers ab Woche 10 absolut nicht mehr vergleichen.

Man ging mit 2 – 6 in die Bye Week und der Abgesang auf Mike Tomlins “Never had a losing Season” wurde von den Kritikern angestimmt. Die Kritiker von Tomlin fühlten sich bestätigt und forderten die Entlassung von Offensive Coordinator Matt Canada. Der Ausspruch “Fire Matt Canada” würde auch 2023 in Fankreisen ein geflügelter Begriff bleiben, denn am Mittwoch, dem 18.01.2023 stand fest, dass Canada auch 2023 der OC der Steelers sein wird.

Man hat gemerkt, dass es an den Spielern und am Coaching Staff genagt hat, so in die Saison gestartet zu sein, aber die Bye Week war der Katalysator, den die Steelers brauchten. Man sollte nach der Bye Week 7 – 2 gehen und am Ende mit 9 – 8 noch eine Chance haben, in den Playoffs zu spielen. Am Ende gab es aber trotz der Leistungsexplosion keinen Post Season Football für die Steelers, dafür blieb die Serie von Mike Tomlin am Leben. Auch wenn er ihn vermutlich nicht gewinnen wird, verdient Coach Tomlin unserer Meinung nach, Teil der Konversation als Coach of the Year zu sein.

Die Steelers haben nun eine spannende Offseason vor sich, in denen man Geld kreieren muss, um die eigenen wichtigen Free Agents und mögliche Verstärkungen zu holen. Aber auch der Draft Ende April ist nicht zu vergessen, denn man hat 3 Picks in den Top 50. 

Wie verlief die Steelers Offseason / Saisonvorbereitung ?

Die erste Offseason von General Manager Khan war für Steelers Fans etwas, was man lange nicht gesehen hat. Man war aggressiv am Markt und holte sich gezielt Verstärkungen für Positionen, die in 2022 Probleme gemacht haben.
Mit Patrick Peterson, Isaac Seumalo, Elandon Roberts, Cole Holecomb, Allen Robinson und Kwon Alexander holte man sich erfahrene NFL Spieler, welche bewiesen haben, dass sie einem Team helfen können.

Mit Roberts, Holcomb und Alexander machte man einen Hausputz auf der Position des Inside Linebackers, mit die schwächste Positionsgruppe in 2022. Mit Isaac Seumalo sollte die Offensive Line verstärkt werden, damit man in dieser Saison nicht dieselben Probleme haben wird wie im Jahr zuvor.
Und mit Patrick Peterson wurde ein Mentor ins Team geholt, weil die Steelers als eines der Teams galten, die im Draft sicher einen Cornerback holen würden. Und von so einem erfahrenen Spieler wie Patrick Peterson zu lernen, sollte keinem Rookie scheitern.

Es näherte sich der NFL Draft und durch den Trade für Chase Claypool mit den Chicago Bears hatte man zusätzlich mit Pick 32 den ersten Pick in der zweiten Runde. Die Steelers bekamen von Experten unterschiedliche Offensive Tackle zugesprochen und bzw. oder von den meisten Fans einen Cornerback von Penn State mit dem Namen Joey Porter Jr. – Sohn von Steelers Legende Joey “Peezy” Porter.
Es kam also der Draft und die Steelers machten in der ersten Runde einen Trade vor die New York Jets und holten sich Georgia Left Tackle Broderick Jones, was ein guter Pick war aber die Herzen der meisten Steelers Fans zerspringen ließ, da man nicht davon ausging, dass Porter Jr. nun ein Steeler werden würde.
Aber am Ende von Tag Eins war dieser Joey Porter Jr. noch auf dem Board und da war sie wieder diese Hoffnung, denn die Steelers hatten ja Pick 1 in Runde 2. Würde man einen Trade machen für mehr Picks? Nimmt man JPJ oder was machen die Steelers? Man ließ die Fans aber nicht lange warten und Hall of Famer Alec Faneca verkündete den Pick von Porter Jr.

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Neben Jones und Porter Jr. sollten die Steelers noch DT Keanu Benton, TE Darnell Washington, LB Nick Herbig, CB Cory Trice und OT Spencer Anderson holen. Bis auf Cory Trice (IR) sollten am Ende alle Rookies den Cut in den 53er Roster der Steelers schaffen und auch Snaps in der Regular Season sehen.

Vor dem Trainingscamp wurde mit der Vertragsverlängerung von Alex Highsmith noch eine wichtige Personalie geklärt. So kehrte man wieder nach Latrobe zurück und arbeitete am Kader für 2023.
Hier gab es keine große Überraschung bzw. keine für Steelers Fans:
Kenny Pickett wurde zum QB1 ernannt und Trubisky gewann das Duell gegen den zurückgekehrten Rudolph um den Backup-Spot hinter Pickett.

Bei den Rookies sah man, dass sie ihre Sache ordentlich machten, aber kaum Snaps im First Team bekamen.
So wurde Jones weiterhin Dan Moore Jr. vorgezogen und Joey Porter Jr. musste sich hinter Patrick Peterson und Levi Wallace in Geduld üben. 

Viele schwere Verletzungen blieben den Steelers zum Glück verwehrt und so ging man mit einem 90 Mann Kader in die Preseason, wo man genau wie 2022 alle 3 Spiele gegen die Bills, Buccaneers und Falcons gewinnen sollte. 

Ohne große Überraschung wurden die Cuts auf den 53 Mann Roster gemacht und Kenny Pickett, Cam Heyward, T. J. Watt und Miles Killebrew wurden zu Team Captains gewählt

Die Steelers waren ein Team, das in der Offseason begeisterte und denen viele Experten einiges zutrauen in 2023, aber genauso viele hatten Bedenken und Fragezeichen für die 2023er Steelers.

Die Ära Canada – Week 1 – Week 11

Woche 1 vs San Francisco 49ers  – L – 07:30 – Record 0-1

In diesem Spiel hatte man von Anfang an keine Chance gegen das von Brock Purdy geführte Team. Getragen wurde das Team über weite Strecken allerdings von Christian McCaffrey, aber auch die Receiver haben in der Steelers Secondary, bestehend aus Levi Wallace und Patrick Peterson (sein Gegenspieler macht 2 Touchdowns), eklatante Schwächen aufgezeigt.

Mit einem Touchdown von Pat Freiermuth ging man mit 07:20 in die Halbzeit und spätestens nach dem 65 Yards Touchdown Run von Christian McCaffrey zur Eröffnung der zweiten Halbzeit war jedem klar, das kann hier heute nichts werden.

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Trent Jordan Watt war gefühlt der einzige Spieler, der Normalform erreichte und in diesem Spiel mit 3 Sacks zu insgesamt 80,5 Sacks den Franchise Rekord von James Harrison einstellte.
Mit Diontae Johnson und Cam Heyward verlor man aber in diesem Spiel direkt zwei Spieler, welche auf die Injured Reserve Liste wandern sollten. 

Woche 2 vs Cleveland Browns – W – 26:22 – Record 1-1

Ein Spiel, das von der schweren Verletzung von Browns Running Back Nick Chubb überschattet wurde – wir wünschen weiterhin gute Besserung.

Defense, Defense, Defense.. mehr kann man zu diesem Spiel nicht sagen. Offensiv galt das Spiel lange einem Offenbarungseid. Die Fans der Steelers machten aus ihrem Unmut keinen Hehl und es schallte das erste Mal “Fire Canada” durch das Acrisure Stadium. Ein Chant der Eishockeystadien, College Football Games und sonstigen Versammlungen von Pittsburgh Sport Fans übernahm.

Von den erzielten 26 Punkten kamen 14 Punkte von der Defense und 6 Punkte vom Special Team.
Der 71 Yards Touchdown von Pickens war zwar ein Highlight, aber eben nur das EINE Highlight. Die Offense der Steelers war weiterhin nicht in der Lage, konstante Leistungen zu bringen. 

Das Gunner Olszewski einen völlig unnötigen Toe Drag Swag beim Kickoff machte und dann einen gefangenen Pass fumblete machte die Sache für die Steelers nicht einfacher.

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Highlights waren hier das erste Play der Defense, als Alex Highsmith einen getippten Ball zum 0:7 für die Steelers in die Endzone trug sowie der Strip Sack Fumble von Highsmith, der von TJ Watt aufgesammelt wurde um zum 26:22 in die Endzone trug.

Watt gelang vor den Augen von James Harrison sein 81,5 Sack im Trikot der Pittsburgh Steelers, was ihn zu diesem Zeitpunkt zum alleinigen Halter des Rekordes machte. Als nächstes sollte es nach einer zweiten fragwürdigen Vorstellung in der Offensive nach Las Vegas gehen. 

Woche 3 @ Las Vegas Raiders – W – 23:18 – Record 2-1

Haben die Steelers wirklich Auswärtsspiele? In Las Vegas definitiv nicht, denn die mit dem Terrible Towel bewaffneten Steelers Fans in Black & Gold waren gegenüber den Anhängern der Raiders in Silver and Black deutlich in der Überzahl.

Devante Adams hatte über weite Strecken gegen Levi Wallace und Patrick Peterson alle Freiheiten und hatte am Ende eine beachtliche Statline im Buche stehen (13 REC, 172 Yds, 2 TD).
Dass genau Peterson und Wallace am Ende zusammen 3 Interceptions, inklusive dem Game Sealing Pick, gefangen haben, ist dann wieder die die surreale andere Seite der Medaille.

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Rookie Defensive Tackle Keeanu Benton hat in diesem Spiel seinen ersten Sack erzielt. 


Über die Offensive gibt es eigentlich wieder nicht viel zu erzählen – gerade in HZ 1 gab es den 71 Yards Touchdown von Calvin Austin. Ein Big Play und nichts, was sich über den Drive hinweg angekündigt hat oder Ähnliches.
Über das ganze Spiel hinweg sollte es nach einem Turnover der Raiders tief im dritten Viertel einen vernünftigen Drive geben.
In diesem Drive sollte man sich in sechs Plays für 81 Yards, bestehend aus fünf Pässen für 10+ Yards und einem Run über vier Yards, in die Endzone der Raiders gelangen und aus dem Turnover Kapital erschlagen.

Woche 4 @ Houston Texans – L – 06:30 – Record 2-2

Man reiste mit zwei Siegen im Rücken nach Houston zu einem Team, das ohne wirklichen Superstar in die Saison gegangen ist. Houston stand mit Rookie Quarterback und Rookie Headcoach zu diesem Zeitpunkt 1:2, was niemanden überraschen sollte.
Vor dem Spiel gegen die Steelers sollten dann noch 4 Starter aus der Offensive Line ausfallen und man würde dem an die Texans getradeten Kendrick Green (Steelers erhalten einen 2025er 6th Round Pick) gegenüberstehen.

Und sagen wir so wie es ist – dieses Spiel war ein klarer Fall von “Hochmut kommt vor dem Fall”

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Die Texans unter der Führung von Rookie Quarterback spielten in der Offensive den Football, den man spielen muss, um den Steelers Pass Rush aus dem Spiel zu nehmen. Der Tight End setzt einen Chip gegen Watt oder Highsmith und der Quarterback wird den Ball schnell los.
Durch die Mitte kam selber auch kein Druck und man merkte die Abwesenheit von Cam Heyward hier besonders.

Warum schreibt ihr denn nicht über die Steelers bei diesem Spiel? Ganz einfach, weil diese gefühlt nicht stattgefunden haben und am Ende nur zwei Field Goals auf der Habenseite stehen sollten.
Zudem verletzte Kenny Pickett sich während des Spiels am Knie und musste durch Mitch Trubisky ersetzt werden.
Auch Tight End Pat Freiermuth und er wanderte erstmal auf die Injured Reserve Liste.
Mehr gibt es über das Spiel aus Sicht der Steelers Offensive nicht zu sagen.

Woche 5 vs Baltimore Ravens – W – 17:10 – Record 3-2

Nach dem desolaten Auftritt gegen die Texans sollten die Baltimore Ravens ins Acrisure Stadium kommen. 

Die Experten prophezeiten eine Klatsche ohne Chance für die Steelers von den Dächern, aber wenn man sich nur auf die Zahlen verlässt, versteht man eben keinen AFC North Football.
Das Duell war gewohnt ein intensives und enges Duell, was sich erst kurz vor Schluss entscheiden sollte.

Wenn man das Spiel in seine Einzelteile seziert, dann sind es am Ende 4 Einzelaktionen, welche das Momentum Final in Richtung der Pittsburgh Steelers kippen ließ.

  • Miles Killebrew blockt den Punt von Kicker Jordan Stout und die Steelers erzielen einen Safety
  • Joey Porter Jr. fängt seine erste Karriere-Interception im 1:1 gegen Odell Beckham Jr., nachdem Gunner Olszewski den Ball an der 7 Yard Linie fumblete
  • George Pickens lies Marlon Humphrey stehen und fing einen 42 Yards Touchdown
  • Alex Highsmith macht ein Strip Sack und TJ Watt sammelt den Ball auf, sodass Chris Boswell in Folge per FG erhöhen konnte.
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Das Spiel hat am Ende den Titel bekommen: Pittsburgh hat das Spiel nicht gewonnen, Baltimore hat das Spiel verloren – unsere Antwort:

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Die Steelers haben das nötige getan, um das Spiel zu gewinnen und wenn die Ravens nicht in der Lage ihren Job zu machen, dann ist es einfach nur billig und respektlos zu sagen, man hat das Spiel nicht gewonnen, aber die anderen verloren.
Man war einfach nicht in der Lage, seinen Job zu machen auf Seiten der Ravens!

Nach diesem Spiel stand die Bye Week auf dem Programm, bevor es zu den Los Angeles Rams ins Sofi Stadium gehen sollte.

Woche 6 Bye Week

Wir nutzen diese Stelle, um uns bei allen Mitgliedern bedanken, die uns im Laufe des Jahres mit Eindrücken aus Rund um die GFL, ELF und NFL mit Bildern versorgt haben und die Leidenschaft für das Black and Gold verbreitet haben.
Sei es beim Local Club um die Ecke, in den USA oder bei den International Games in London oder Frankfurt, die Steelers Nation Germany war auch in 2024 wieder sehr umtriebig.
Als Symbolbild nehmen wir das Treffen vor dem Spiel gegen die Jacksonville Jaguars in Woche acht, wo sich über 20 unserer Mitglieder getroffen haben.
Durch die günstige Lage von einer kurzen Woche für die Steelers und die Lage der Feiertage in Deutschland weckte dies die Reiselust für besonders viele in diesem Zeitraum.

Aber wir haben auch Bilder aus Las Vegas, Seattle oder von anderen Steelers Heimspielen von unseren Mitgliedern erhalten.
Wir freuen uns für jeden einzelnen, der es schafft, die Steelers live vor Ort sehen zu können, es ist nochmal ein anderes Gefühl.
Am Ende sind wir Euch sehr dankbar, dass Ihr Eure Erlebnisse in Form von Fotos oder Berichten in unserem Discord oder Verlinkungen und Markierungen auf Social Media mit uns teilt.
VIELEN DANK an jeden einzelnen von Euch positiv Bekloppten 

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Woche 7 @ Los Angeles Rams – W – 24:17 – Record 4-2

Man kam erfolgreich aus der Bye Week und konnte den “After-Bye-Week”-Record unter Mike Tomlin hier auf 14:3 ausbauen.
Auch wenn die Änderungen nicht direkt auf dem Platz zu erkennen waren wie 2022, sah man zumindest personelle Veränderungen. Rookie Cornerback Joey Porter Jr. wurde vermehrt eingesetzt und Patrick Peterson wanderte vermehrt auf die Safety-Position. 

Ähnlich wie im Spiel gegen die Texans fielen den Rams wichtige Spieler aus: ihr gesamtes Offensive Backfield.
Aber im Laufe des Spiels bereitete das zusammengeschusterte Backfield aus Freeman und Henderson den Steelers gemeinsam mit Rookie-Überraschung Puca Nacua große Probleme. Gemeinsam kam das Trio auf 281 (127 Running und 154 Passing) Scrimmage Yards.
Das größte Manko der Rams an diesem Tage war aber definitiv das Special Teams Play, die durch Kicker Maher insgesamt sieben Punkte liegen ließen.

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Getragen wurden die Steelers von Ihrer Defense. Ja, man hat viele Yards zugelassen, aber man war auch immer wieder in der Lage, Nadelstiche zu setzen. Cooper Kupp konnte bei 2 Catches gehalten werden. Ein defensives Highlight bot mal wieder TJ Watt, der plötzlich in Coverage wie ein Defensive Back in Kupps Route den Cut setzte, den Ball abfangen und in die Redzone tragen konnte.
Auch Rookie Edge Rusher Nick Herbig konnte in diesem Spiel seinen ersten NFL Sack in seiner NFL Karriere ersetzen.
Die Steelers waren durch die Rückkehr von Diontae Johnson in der Offensive nicht nur auf George Pickens im Passspiel angewiesen.
Und so schaffte es die Offensive nach einer schwächeren ersten Hälfte, sich in der zweiten Halbzeit zu steigern und wie ein gutes Turnierpferd die nötige Hürde zu überspringen. 

Woche 8 vs Jacksonville Jaguars – L – 10:20 – Record 4-3

Es sollten drei Heimspiele in Pittsburgh folgen. 

Den Auftakt machten die Jacksonville Jaguars, welche nach zwei Wochen in England aus ihrer Bye Week nach Pittsburgh mit einer 4 Game Winning Streak kommen sollten.
Es war ein Spiel, das vom schlechten Wetter dominiert wurde und jeder, der keinen Poncho hatte, konnte froh sein, wenn er unter dem Dach saß. Denn so hatte man bei einem schlechten Spiel der Steelers wenigstens noch trockene Füße gehabt 

Das Spiel ging dementsprechend ohne Touchdown mit 9:3 für die Gäste in die Halbzeit. Und erst nach der Halbzeit kam es durch einen Fehler in der Coverage durch Damontae Kazee zum ersten Touchdown inkl Two Point Conversion zum 17:3 für die Gäste. 

Hier zeigte sich, dass ein Ausfall von Minkah Fitzpatrick schwer zu kompensieren ist; der Safety hatte sich schon in Hälfte eins am Oberschenkel verletzt und kam nicht mehr ins Spiel zurück.
Aber trotz des Ausfalls von Fitzpatrick war das Spiel, auch wenn die Steelers in der Offensive massive Probleme hatten, nie entschieden. Das ist der Defense zu verdanken, denn man konnte die Jaguars zu drei Turnovern zwingen und so hindern davonzuziehen

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Generell lief bei der Offensive nicht viel zusammen. Das sollte sich mit dem Ausfall von Kenny Pickett auch nicht verbessern. Dieser musste das Spiel nach einem harten Hit bei dem es keine Roughing the Passer Flagge mit einer Rippenverletzung vor der Pause verlassen. Für ihn übernahm Backup Mitch Trubisky, aber auch mit ihm gelang der Steelers-Offense weiterhin nicht viel.
Aber die Steelers wären nicht die Steelers, wenn sie nicht aus dem Nichts ein Big Play Touchdown kreieren würden. Und dieses Big Play sollte ihnen wieder einmal George Pickes geben, der bei seinem ersten Catch des Tages mit einem Hurdle über zwei Gegenspieler sprang und danach den Weg in die Endzone fand.
Aber am Ende war es die durch Mitchell Trubisky geworfene Interception, welche die Jaguars zum Field Goal 20:10 nutzen sollte, die den Deckel auf das Spiel machte.
So war der Auftakt in die 3 Heimspiele nicht geplant. 

Woche 9 vs Tennessee Titans – W – 20:16 – Record 5-3

Nur 4 Tage später stand das erste Thursday Night Game der Steelers gegen die Tennessee Titans an. Mit einer kurzen Woche und einem verletzten Starting Quarterback standen über dem Spiel gegen die Titans einige Fragezeichen.
Und am Ende hat man sich gegen die Tennessee Titans wie so oft Fragen stellen müssen: Wie ist dieser Sieg jetzt wieder zu Stande gekommen? Aber: A Win is a Win is a Win.

Die Titans mit Rookie Quarterback Will Levis (Pick 33 im 2023 NFL Draft) machten es der Steelers Defense bis zu den letzten Sekunden schwer und das Spiel wurde erst durch eine Interception von Linebacker Kwon Alexander beendet.

Auch bezeichnend für ein Steelers Spiel in 2023/24 man wurde vom Gegner wieder in den Total Yards outgained auch wenn man in Halbzeit zwei nur 3 Punkte durch ein Fieldgoal zuließ. Auch wichtiger Bestandteil davon war, dass Rookie Joey Porter Jr. seinen Gegenspieler DeAndre Hopkins in Halbzeit zwei bei 0 Catches hielt.

Bei den Steelers gab es vor dem Spiel einiges an personeller Bewegung: Es stellte sich schnell heraus, dass Kenny Pickett mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (Rip Cage) spielen konnte. Zudem kehrte Cam Heyward von der Injured Reserve Liste wieder, auf der er seit Week One war, was automatisch ein wichtiges Upgrade für die Run Defense sein sollte.
Sein Debut als Starter sollte Rookie Broderick Jones geben, allerdings nicht wie im College als Left Tackle, sondern als Right Tackle. Denn der eigentliche Starter Chukwuma Okorafor hat sich während des Jaguars Spiel nicht im Sinne der Mannschaft verhalten und wurde dafür von Coach Tomlin aus dem Starting Line Up entfernt. Spoiler: Daran sollte sich bis zum Saisonende nichts mehr ändern
Auch neu war, dass Matt Canada in diesem Spiel nicht in der Booth sitzen sollte, sondern an der Seitenlinie stand.
Der erste Drive war blitzsauber und wurde durch einen 10 Yard Najee Harris Touchdown vollendet – aber dann sollte die Offensive wieder an sich selbst scheitern, auch durch verzogene Würfe von Pickett.
Auch brachte man Pickens nicht ins Spiel, der am Ende bei 2 Catches für -1 Yards stehen sollte. Dafür war Diontae Johnson aber da und schaffte 4 Minuten vor Ende des Spiels etwas, worauf er 655 Tage bzw. 119 Receptions lang warten musste – wieder einen Touchdown in der NFL zu erzielen!

Am Ende war der Touchdown von Johnson ausreichend, um die Steelers mit 20:16 über die Titans triumphieren zu lassen.
Aber die Steelers hatten nicht nur Grund zur Freude, denn Mike Linebacker Cole Holcomb hat sich bei einer Kollision mit einem Mitspieler eine Season Ending Injury zugezogen und stand den Steelers ab dem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung.  

Woche 10 vs Green Bay Packers – W – 23:19 – Record 6-3

Das Team der Packers kam mit einem 3-5 Record nach Pittsburgh und war auf der Suche nach der eigenen Identität. Quarterback Jordan Love ist zwar schon seit 4 Jahren in der NFL, spielt aber sein erstes Jahr als Starter, nachdem sich Rodgers zu den Jets verabschiedet hatte.
Aber das junge Team der Packers konnte das Tempo der Steelers zu jederzeit mitgehen und nutzte die Lücken in der Steelers Secondary, welche weiterhin auf Minkah Fitzpatrick verzichten musste, gnadenlos aus.

Als Schwachstelle wurde hier Cornerback Levi Wallace identifiziert, der bei beiden Touchdowns in der ersten Hälfte seinen Gegner nicht am Touchdown Catch hindern konnte.
In der zweiten Halbzeit sollte aber kein Team mehr einen Touchdown erzielen und die Packers konnten nach zwei weiteren Field Goals kurzzeitig mit 19:17 in Führung gehen. Es blieb bei 19 Punkten, weil Patrick Peterson den PAT blocken konnte.

Da die Steelers nicht in der Lage waren, das Spiel offensiv zu beenden, kamen die Packers in den letzten fünf Minuten noch zwei Mal an den Ball.
Beide Drives sollten aber in Interceptions – je ein Mal Kazee und Neal – enden und die Steelers konnten auch diesen Nailbiter gewinnen.

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Die Offensive der Steelers legte wie die Feuerwehr los und sollte in den ersten beiden Drives je einen Touchdown erzielen.
Getragen wurde die Offensive vom One-Two-Punch Harris und Warren, welche auch beide je einen Rushing Touchdown erzielen sollten. So hatten die beiden zusammen zur Halbzeit schon über 100 Yards und Jaylen Warren kam überdies zu seinemersten 100 Yards Spiel seiner Karriere.
Danach war es mit der Offensive der Steelers aber über weite Strecken vorbei und am Ende sprangen nur noch drei Field Goals heraus.
Zu oft beendete man seine Drives nicht und brachte die Packers wieder in Ballbesitz, so auch zum Ende des Spiels. Hier konnte man sich am Ende bei der Defense bedanken, da sie das Spiel beendete!

Nächstes Spiel, nächster verletzter Linebacker. Nach Cole Holcomb in Woche neun ging gegen die Packers Linebacker Kwon Alexander zu Boden und sollte ebenfalls mit einer Season Ending Injury ausfallen.
Was wir aus diesem Spiel mitnehmen konnten: Die Rookies haben wieder überzeugt. Sei es Broderick Jones auf Right Tackle, der überragende Keeanu Benton in der Defensive Line oder Joey Porter Jr. auf Cornerback. Die ersten drei Picks des 2023er Drafts machen einfach Spaß, als sie endlich spielen durften.

Woche 11 vs Cleveland Browns – L – 10:13 – Record 6-4

Deshaun Watson ist verletzt und wir spielen nur gegen den Late Round Rookie Dorian Thompson-Robinson, das wird ja ein Zuckerschlecken in Cleveland. Aber Pustekuchen, denn wenn du selber nichts auf die Kette bekommst und somit noch schlechter bist als die Browns Offensive, verlierst du am Ende mit 10:13.

Insgesamt wurden an diesem Nachmittag im First Energy Stadium 17 Punts für 735 Yards zwischen Pressley Harvin und Corey Bojorquez ausgetauscht. Beide Teams kamen zusammen auf 508 Offensive Yards.
Und man hat den Gegner wieder eingeladen – der erste Punt von der eigenen sieben Yards Linie landete an der Mittellinie und das kurze Feld nutzten die Browns für den einzigen Touchdown in der ersten Hälfte.
Am Ende schafften es die Browns in beiden Hälften je mit auslaufender Uhr noch ein Field Goal zu schießen, so das man am Ende in einem Spiel was keine Werbung für den Football mit 13:10 vom Platz ging

Auch, dass man das Turnover Duell mit der einzigen Interception für sich entscheiden konnte half nichts bei einer nicht vorhandenen Offensive.

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Die Offensive der Steelers bestand nur aus einem Mann und das war erneut Running Back Jaylen Warren, der von uns nur liebevoll der “Kraftknubbel” genannt wird. Am Ende standen für Ihn 129 Yards in den Büchern. Sein 75 Yards Touchdown Run zum Beginn des dritten Viertels sollte Hoffnung aufkommen lassen.
Kenny Pickett hat mit diesem Spiel sein vermeintlich schlechtestes Spiel in Black & Gold gemacht. Am Ende standen 15 von 28 angebrachten Pässen für 109 Yards.  

Hier konnte gefühlt nur eine Einzelleistung – wie von Warren – oder ein Big Play helfen. Aber es sollte den Steelers kein weiteres Big Play, weder von der Offense noch der Defense vergönnt sein und so musste man sich am Ende verdient mit drei Punkten geschlagen geben.

Eine Niederlage, die schwerwiegende Folgen haben würde……

Die Ära Faulkivan – Week 12 – Wildcard

….. Diese schwerwiegenden Folgen wurden am Dienstagmorgen US-amerikanischer Zeit bekannt, als nach und nach mehr Berichte auftauchten, dass die Steelers sich von Offensive Coordinator Matt Canada getrennt haben.
Vor dem Tomlin Tuesday sollte es auch eine offizielle Stellungnahme der Steelers geben und Headcoach Tomlin erklärte, dass es seine alleinige Entscheidung war sich von Canada zu trennen und das die Aufgaben des Offensive Coordinators zwischen Running Back Coach Eddie Faulkner als Interims OC und Quarterbacks Coach Mike Sullivan als Play Caller aufgeteilt werden würden. 

Woche 12 @ Cincinnati Bengals – W – 16:10 – Record 7-4

Die NFL ist gescripted!
Mehr kann man dazu nicht sagen, dass ausgerechnet nach dem ersten Spiel nach der Entlassung von Matt Canada die Steelers seit 58 Spielen mal wieder über 400 Yards erzielt haben.

Aber trotz der offensiven Explosion war nicht alles gut, was in diesem Spiel passiert ist.
Zur Halbzeit lag man gegen die von Jake Browning angeführten Cincinnati Bengals mit 7:3 hinten.
Auch dass Jaylen Warren einen Fumble kurz vor der Endzone der Bengals verlor, beeinflusste das Ergebnis aus Steelers Sicht nicht positiv.
Noch während des Spiels wurde Diontae Johnson für fehlenden Einsatz bei diesem Play kritisiert und das sollte sich die ganze Woche durchziehen.
Und die Bengals Offensive?
Ohne den am Pfötchen verletzten Joe Burrow ging in der Offensive der Bengals im Verlauf des Spiels immer weniger zusammen.
Ja’marr Chase hatte ein paar glückliche Catches, war aber den größten Teil des Spiels, Gast auf Porter Island und abgemeldet.
Der Momentum Swing kam im dritten Viertel als Safety Trenton Thompson in die Passroute von Ja’marr Chase lief und den Ball abfing.

Offensiv ging in der ersten Halbzeit für die Steelers einiges zusammen, aber man belohnte sich einfach nicht. Großen Anteil hatten wieder einmal Harris und Warren, welche mit 33 Versuchen für 153 Yards Raumgewinn sorgten.
Aber auch die Rückkehr von Pat Freiermuth und die aktive Nutzung des Tight Ends sowie die Mitte des Feldes eröffneten den Steelers neue Möglichkeiten in der Offensive. 

Einen guten Tag hatte auch Quarterback Kenny Pickett, der 24 von 33 Pässen für 278 Yards an den Mann brachte und einen verbesserten Eindruck gegenüber den Vorwochen machte. Zudem brach er den Franchise Rekord von Ben Roethlisberger für die meisten Passversuhe ohne Interception

Vor dem oben bereits erwähnten Fumble und der Kritik an Diontae Johnson, stand dieser nämlich bereits im Fokus, denn die Refs werteten einen Touchdown Catch incomplete, der bei einer Challenge vermutlich zum Catch overturned worden wäre.
So hat man das Spiel zwar ungefährdet gewonnen, aber das Ergebnis und die Punkteausbeute hätten deutlicher sein müssen.

Woche 13 vs Arizona Cardinals – L – 10:24 – Record 7-5

Wenn man aus dem ersten 400 Yards Spiel seit Ewigkeiten kommt und dann die 2:10 Arizona Cardinals in die Stadt kommen, dann kann doch nichts schiefgehen, oder?
Die Pittsburgh Steelers dachten sich hier nur: Hold my beer!
Man verlor neben dem Spiel nicht nur seinen Quarterback, nein man verlor auch seinen Left Guard, verbleibenden Middle Linebacker und phasenweise den besten Defender der Liga. Zudem brach sich der zurückgekehrte Minkah Fitzpatrick die Hand und spielte bis zum Ende mit einem Casket weiter.
Ein Spiel, das statt der üblichen vier Stunden durch zwei Regenunterbrechnungen von 40 Minuten fast sechs Stunden dauerte.
Die Leistung der Steelers war so schlecht, dass viele Fans in der zweiten Regenunterbrechung beim Stand von 17:3 für die Cardinals lieber die Heimreise im Regen antraten, als auch nur eine Sekunde länger von diesem Spiel zu sehen.

Bezeichnend für die Leistung der Steelers an diesem Tag war, dass die Drives der Cardinals durch Strafen gegen die Defense am Leben gehalten wurden.
Dass die Cardinals nach der Verletzung von Kenny Pickett in aller Seelenruhe einen 99 Yards Drive hinlegen konnten und die letzten Plays inklusive der Touchdown nur über Tight End Tre McBride gehen sollten, spricht Bände.
Der ehemalige Steeler und Pitt Panther James Conner kehrte das erste Mal ins Heinz Field wieder und erzielte 105 Rushing Yards und zwei Touchdowns

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Es war bis zur Verletzung von Kenny Pickett kein gutes Spiel der Offense. Der Drive, in dem sich Pickett aber verletzte, zeigte, dass man auch in so widrigen Umständen schaffen sollte zu punkten. Dass Pickett sich verletzt hat, ist am Ende auch selbst verschuldet, er hatte einen freien Receiver und hat sich lieber für den Scramble entschieden. 

Dass man daraufhin einen 4&1 aus der Shotgun ausspielte verstand auch niemand und war so ein bisschen der Anfang vom Ende.
Denn Center Mason Cole sollte seine “sloppy” Snaps fortsetzen und Mitch Trubisky war mit der Galanz einer Eisenbahnschranke nicht in der Lage, den Ball vor dem ersten Verteidiger der Cardinals zu sichern. 

Es passte dann am Ende auch zum Spiel, dass Chris Boswell an diesem Tag im stürmischen Wetter ein Field Goal verschoss.
Am Ende war der Touchdown von Diontae Johnson reine Ergebniskorrektur. 

Woche 14 vs New England Patriots – L – 18:21 – Record 7-6

Wir sind alle schnell dabei, uns über die immer mal wieder grottenschlechten Spiele auch bei besseren Matchups beim Thursday Night Football lustig zu machen.
Die Realität ist: Wir gehören dazu. Und das tut weh
Denn nach den 2-10 Arizona Cardinals kamen die 2-10 New England Patriots nach Pittsburgh und diese Patriots haben bewiesen, dass Belichick mehr Brady brauchte als umgekehrt. Was das Promobild im Thursday Night Game aus Woche 13 bestätigt.

Aber wenn Baily Zappe welcher wie in einer On-Off Beziehung auf der Quarterback Position mit Mac Jones wechselte, gegen dich 3 Touchdowns wirft und gerade in der ersten Halbzeit Tom Brady Flashbacks aufkommen lässt, dann weißt du Billy B hat Mike Tomlin mal wieder out coached!

Auch wenn das gewiss eine Hyperbel ist, welche wir hier benutzen, war auch klar, diese Steelers Defense ist ein Flickenteppich. Auf Middle Linebacker spielte man mit einem angeschlagenen Elandon Roberts, Mykal Walker und Blake Martinez, der dafür den Verkauf von Pokemon Karten aufgegeben hat.
Und das öffnete Räume gerade in der Mitte des Feldes, dem Raum, in dem sich Ex-Steeler Juju Smith-Schuster und Tight End Hunter Henry wohl fühlen. Das Ergebnis? 7 Catches, 130 Yards und 2 Touchdowns gehen auf die beiden Herren.
Auch wenn die Patriots in der zweiten Halbzeit Offensiv nicht mehr stattfanden – 22 Plays, 69 Yards und nur 13:30 Minuten Ballbesitz – hat es für die Pittsburgh Steelers gereicht. 

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Es war das erste Spiel, das Mitch Trubisky starten sollte, weil Kenny Pickett aufgrund seiner Verletzung die nächsten Wochen nicht spielen konnte.
Man wusste schnell, was man für ein Spiel erwarten würde, denn die Patriots nahmen den Steelers den Lauf weg und zwangen Mitch Trubisky zum Wurf. Das brachte auch im ersten Drive eine Interception, wurde aber nach der Review in eine Defensive Pass Interference gewandelt. Man hatte also Glück und nahm das Field Goal, um auf den Opening Drive TD der Gäste zu antworten.

Und dann verflachte das Spiel der Steelers immer mehr – kein Laufspiel, Ideenloses Play Calling und schlechte Entscheidungen von Mitch Trubisky sorgten dafür, dass jeder Drive im Keim erstickte.
Das erste Play im zweiten Quarter brachte dann die zu erwartende Trubisky Interception und die Patriots zogen davon.
Man schaffte es dann vor der Pause doch noch einen Touchdown zu erzielen, in einem Drive, der halbwegs ansehnlich aussah und man mit nur 11 Punkten Rückstand in die Pause ging.

Also auf zur großen Aufholjagd in Halbzeit zwei? Nicht wirklich, denn das dritte Quarter plätscherte vor sich hin, die einen konnten nicht und die anderen wollten nicht. Aber Mykal Walker sollte den Steelers einen “Spark” liefern, als er eine Interception fing und den Ball an die 16 Yards Line der Patriots trug. Die Steelers gingen dann zwar volles Risiko und mit dem ersten Play im Schlussviertel durch Turnover on Downs ohne punkte vom Feld – konnte aber direkt im nächsten Drive durch einen Trubisky QB Sneak und eine 2 Point Conversion auf Pat Freiermuth auf 3 Punkte Rückstand verkürzen.

Da war sie wieder diese Hoffnung – aber wie wir alle nur zu gut wissen: 

“Hope is a dangerous thing. Hope can drive a man insane” 

Denn die Steelers sollten zu keinen Punkten mehr kommen, ob das jetzt final im Playcalling lag oder das Mitch Trubisky sich entschieden hat zwei Mal von der eigenen 49 Yards Line  bei sowohl 3&2 als auch bei 4&2 tief zu gehen statt ein neues First Down mit zwei Minuten auf der Uhr zu erzielen werden wir nie erfahren.
Unterm Strich haben die Steelers das Spiel in der ersten Halbzeit verloren und hatten keinen Sieg verdient. Jetzt sollte man in neun Tagen Samstags bei den Indianapolis Colts spielen, um seine Playoff Chancen am Leben zu halten.

Woche 15 @ Indianapolis Colts – L – 13:30 – Record 7-7

Die Steelers hatten nach zwei Niederlagen eine mehr als unruhige Woche hinter sich. Man hat zwei Must Win Spiele verloren und die Konkurrenz hat nicht wirklich geschlafen. Mit diesen Voraussetzungen musste man nach Indianapolis zu den Colts reisen, welche ein direkter Konkurrent um die Wildcard Plätze waren..

Es war klar, dass Quarterback Kenny Pickett frühestens in Woche 17 in Seattle wieder auf dem Platz stehen würde, so vertrauten die Steelers auch in diesem Spiel Mitch Trubisky, obwohl nicht wenige gefordert haben ihn zu benchen und Mason Rudolph starten zu lassen.
Aber erstmal lief alles für die Steelers, man konnte nach einem verschossenen Field Goal der Colts mit einem Touchdown in Führung gehen. Chris Boswell verschoss seinen einzigen Extra Punkt in der Saison.
Nach einem geblockten Punt von Rookie Linebacker Nick Herbig konnten die Steelers in Form von Diontae Johnson auf 13:0 zu Beginn des zweiten Quarters nachlegen.

Man fragte sich zu diesem Zeitpunkt: Wo war diese Leistung in den letzten zwei Wochen? Was ist mit dem Team passiert?

Aber ab diesem Moment ging es abwärts!

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Die Colts erzielten einen Touchdown, Trubisky warf wieder mal eine Interception, welche der Receiver sehr schwer erreiche konnte und im nächsten Drive verlor man seine beiden Safeties durch (eine gerechtfertigte) Ejection gegen Kazee und einer erneuten Verletzung von Minkah Fitzpatrick.
Man schaffte zwar einen Goal Line Stand durch die Defense, konnte es aber trotzdem nicht verhindern, dass die Colts vor der Halbzeit mit 13:14 in Führung gehen sollten.
Man versuchte die Sache trotz des Leistungsfalls nicht allzu schwarz zu sehen, aber hatte im Hinterkopf den Gedanken, dass es am Ende besser nicht am verschossenen Extrapunkt liegen sollte.
Spoiler: Sollte es nicht! 

Auch wenn man die Colts direkt nach der Halbzeit bei 3&Out halten sollte, so nahm das Unheil seinen Lauf, indem Najee Harris den Ball fumbelte, die Colts den Ball übernahmen und direkt einen weiteren Touchdown erzielen sollte.
Ab diesem Zeitpunkt war dem letzten Optimisten klar, das wird hier heute nichts mehr. Keine Offensive ab dem zweiten Quarter und insgesamt achte Penalties für 101 Yards waren einfach zu viel um den Colts etwas entgegen zu setzen.
Und die Steelers Offensive sollte sich nicht mehr erholen und man verabschiedete sich immer wieder schnell vom Ballbesitz in der Defensive lies man sich von den Colts Running Backs drei und vier dominieren und die Colts legten am Ende 30 unanswered Points aufs Scoreboard.
Dass Mitch Trubisky am Ende noch eine zweite Interception warf und in den letzten beiden Drives für dieses Spiel durch Mason Rudolph ersetzt werden sollte, war ein klares Zeichen für die kommende Woche.

Woche 16 vs Cincinnati Bengals – W – 34:11 – Record 8-7

Die Steelers gingen als letzter in der AFC North und mit kaum bis wenig Hoffnung auf die Playoffs in das Duell am Tag vor dem heiligen Abend mit den Cincinnati Bengals. Und was soll man sagen? In Pittsburgh brodelte es:
Neuestes Ziel der Presse und der Fans: Wide Receiver George Pickens. Seine Leistung und Körpersprache, sowie seine Aussagen, warum er einen Block für Jaylen Warren nicht gesetzt hat, machten ihn neben Quarterback Mitch Trubisky schnell zum Buhmann in der Presse und in den sozialen Medien.
Von einem Trade von George Pickens in der Offseason, ihn zu suspendieren und dass Tomlin den Locker Room verloren hat und 2024 kein Trainer mehr in Pittsburgh sein sollte durfte man alles Lesen. 

Da kam der Gegner genau richtig, denn das beste Spiel in der Offensive haben die Steelers in diesem Jahr gegen den amtierenden AFC North Champion aus Ohio gemacht,
Und auch im zweiten Duell sollte man nicht enttäuschen und wer sollte im Mittelpunkt stehen? Genau Wide Receiver George Pickens: Vier Catches, inklusive einem Contender für Catch of the Year, für 195 Yards (48,8 Yds/Avg) und zwei Touchdowns sollten am Ende auf dem Statsheet stehen.

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Direkt das zweite Play der Steelers sollte ein 86 Yards Touchdown von George Pickens sein und die Steelers in Führung bringen. 

Nach einer Interception von Patrick Peterson, der in diesem Spiel gemeinsam mit Eric Rowe die Rolle auf Safety übernehmen sollte, scorten die Steelers erneut. Diesmal mit einem Jet Sweep über Austin, der den Weg von Warren frei geblockt bekam.
Bei den Bengals ging absolut nichts zusammen und Jake Browning warf die nächste Interception diesmal auf den zweiten Safety Eric Rowe.
Aus dem Turnover erzielten die Steelers einen weiteren Touchdown über Najee Harris und sollten mit der auslaufenden Uhr auf 24:0 davonziehen.
Die Bengals sollten mit dem ersten Play nach der Pause direkt einen Touchdown und eine erfolgreiche 2 Point Conversion erzielen und man fragte sich, würden die Steelers genau wie gegen die Colts zusammenbrechen? Nein, das sollten sie nicht, denn George Pickens erzielte seinen zweiten Touchdown des Abends, auch wenn dieser diesmal “nur” über 66 Yards gehen sollte.
Der Rest des Spiels plätscherte mehr oder weniger vor sich hin und beide Teams erzielten noch ein Field Goal, so dass die Steelers das erste Mal seit 2021 mehr als 30 Punkte in einem Spiel erzielen sollten.

Und was soll man sagen? 

Die Fans waren glücklich und “Rudolph The Red Nose Reindeer” schallte durch das Stadion.

Woche 17 @ Seattle Seahawks  – W – 30:23 – Record 9-7

Und da war sie wieder – diese Hoffnung!
Mit dem Sieg gegen die Bengals waren die Playoffs auf einmal rechnerisch wieder möglich, auch wenn die Steelers es nicht mehr selbst in der Hand hatten und alles gewinnen mussten. 

So reiste man am 31.12.2023 mit dem Wissen nach Seattle, dass man weiter mit Mason Rudolph spielen würde, obwohl Starting Quarterback Kenny Pickett wieder trainierte,
der Abgesang der Medien von Pickett der Experten nahm natürlich seinen freien Lauf, aber die Steelers ließen sich davon im Laufe der Woche nicht beirren.

Die Steelers sollten gut in dieses Spiel starten und Mike Tomlin überraschte, dass er im ersten Drive an der gegnerischen 41 Yards Line einen vierten Versuch ausspielte. Auch wenn das nicht geklappt hatte, war es ein Zeichen, dass die Steelers es hier ernst meinten und auch gewillt waren, Risiken einzugehen.
Getragen wurde das Spiel der Steelers erneut durch George Pickens in der Passing Offensive und im Laufspiel durch Najee Harris und Jaylen Warren, welche erst das dritte Steelers Running Back Duo mit je 1000 Yards from Scrimmage sind.
Es ergab sich ein munterer Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Die Steelers sollten als erstes durch Jaylen Warren in Führung gehen, aber die Seahawks konnten im zweiten Quarter durch Kenneth Walker antworten. 

Die Steelers konnten das Tempo nicht ganz mitgehen und mussten sich mit einem Field Goal von Chris Boswell zum 10:7 begnügen.
Auf Seiten der Seahawks hatten die Steelers Probleme mit DK Metcalf welcher am Ende über 100 Receiving Yards haben sollte und durch die Aufmerksamkeit für Rookie Jaxon Smith-Njigba Räume schaffte so dass dieser zum 10:14 für die Seahawks vorlegen konnte.
Vor der Halbzeit gingen die Steelers aber nach einem weiteren Touchdown durch die Running Backs, diesmal in Person von Najee Harris mit 17:14 in Führung.

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Die zweite Halbzeit begann damit das Jason Myers für die Seahawks ausglich. Man stellte sich die Frage, ob es genauso weitergehen würde wie im ersten Durchgang oder eines der Teams abreißen lassen müsste.
Als Najee Harris im Gegenzug seinen zweiten Touchdown erzielte und die Steelers wieder in Führung brachte, war es gerade 0 Uhr und das neue Jahr hatte begonnen. Eine Führung, welche die Steelers nicht mehr hergeben sollten! 

Der Neckbreaker für die Seahawks kam nach zwei ausgetauschten Field Goals beim Stand von 24:20, als Quarterback Geno Smith den von der Blind Side ankommenden Nick Herbig nicht ankommen sah und sich von diesem den Ball aus der Hand schlagen ließ. Den freigewordenen Ball sammelte Herbig direkt selber auf und brachte die Steelers an der gegnerischen 16 Yards Line in Ballbesitz.
Chris Boswell stellte mit seinem Field Goal zum 30:20 auf ein Two Score Game, die Seahawks konnten lediglich mit einem Field Goal antworten und der Sieger hieß am Ende Pittsburgh Steelers.
Bonuspunkte bekommt Najee Harris, der nach dem letzten Field Goal der Seahawks ein First Down erlief und anstatt eines sicheren Touchdowns direkt vor der Endzone zu Boden ging, damit die Uhr auslaufen konnte und sich so in den Dienst der Mannschaft stellte.

P.S.: Mike Tomlin still never had a losing season! 

Woche 18 @ Baltimore Ravens – W – 17:10 – Record 10-7

Vor dem entscheidenden Duell in Baltimore bei den Ravens, welche den #1 Seed in der AFC in Woche 17 gesichert haben, sollten die Steelers am Samstag als erstes Team ihre Hausaufgaben machen müssen.
Es gab verschiedene Szenarien, wie die Steelers in die Playoffs kommen konnten, aber der einfachste Weg war Sieg gegen die Ravens und auf eine Niederlage der Jaguars gegen die Titans oder der Bills gegen die Dolphins hoffen. Denn durch die drei Niederlagen im Stück im Dezember hatte man es nicht selbst in der Hand. 

Die Ravens auf der anderen Seite sollten eine Teil ihrer Starter schonen, da man sicher eine Bye Week hatte und unnötiges Verletzungsrisiko vermindern wollte. So lautete das Duell Mason Rudolph gegen Pro Bowler Tyler Huntley im strömenden Regen von Baltimore. 

Der strömende Regen war auch ein entscheidender Faktor in diesem Spiel, denn es ging viel über den Boden oder kurze Routen. 

Das erste Quarter bestand aus je zwei Punts auf jeder Seite und einem Touchdown der Steelers durch Najee Harris.
Im zweiten Quarter sollte man endgültig merken, dass dieses Spiel kein hohes Ergebnis haben würde. Die Steelers schenkten in Form von Jaylen Warren und Mason Rudolph zwei Mal den Ball via Fumble her und die Ravens taten dies ein Mal in Person von Running Back Melvin Gordon.
Durch einen Touchdown durch Tight End Isiah Likely offenbarte sich erneut die große Schwäche der Steelers, einen Tight End vernünftig zu covern und so ging es mit 7:7 zum Pausentee.

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Es sollte nun bis ins vierte Viertel dauern, bis die nächsten Punkte fielen, denn vor dem Touchdown von Dionate Johnson über 71 Yards, gab es wieder fünf Punts zwischen den beiden Teams. Als die Ravens dann sieben Minuten vor Ende des Spiels ein weiteres Mal fumbleten und die Steelers in Form von Chris Boswell auf 17:7 erhöhen sollten, hatte man das Gefühl, das Spiel war so gut wie durch.
Aber die Defense musste noch einen Drive halten, dies klappte auch so gut, dass die Ravens nur durch Justin Tucker auf 17:10 verkürzen konnte.

Man hat sich lange gegen eine wild zusammengewürfelte Truppe der Ravens schwer getan

Der Regen war sicherlich ein Faktor, aber am Ende war es AFC North Football – nicht schön anzusehen, aber am Ende zählt der Sieg.
Man hat seine Hausaufgaben erledigt und den Druck an die Jaguars und Bills weitergegeben.
Neben der Ballsicherheit (6 Fumbles / 2 Lost) auf Seiten der Steelers, war die unglückliche Verletzung von TJ Watt in der Mitte des dritten Viertels durch den eigenen Mitspieler der größte Negativpunkt in diesem Spiel. 

Wild Card Round @ Buffalo Bills – L – 17:31 

Aufgrund der Niederlage der Jaguars (Never disrespect the Towel!) reichte es für die Steelers, um in die Playoffs nach Buffalo zu reisen, wo Josh Allen und die Bills auf sie warteten, da man den Dolphins am letzten Spieltag noch den Division-Titel in der AFC East abluchsen konnte.

Das Spiel war von der NFL am Super Wildcard Weekend für Sonntag, den 14.01.2024 um 19 Uhr deutscher Zeit angesetzt – durch einen Schneesturm und eine ausgesprochene Reisewarnung wurde das Spiel allerdings auf Montagabend um 22 Uhr gelegt. 

27 ½ Stunden nach dem eigentlichen Termin war es dann soweit – Mason Rudolph, erneut von Tomlin als Starter bestätigt, sollte die Steelers bei -8 ° C in Buffalo aufs Feld führen, um trotz des Ausfalls von TJ Watt das Unmögliche möglich zu machen.
Wie immer waren die Steelers natürlich bei allen Experten – die aus den offiziellen Medien oder die in den verschiedenen sozialen Medien auf dem Sofa – der klare Außenseiter.

Die Bills kamen sehr schnell und deutlich auf die Siegerstraße, weil die Steelers das erste Viertel komplett verpennten und man nach einem Fumble von George Pickens relativ schnell mit zwei Touchdowns in Führung lagen
Dabei nutzten die Bills begünstigt durch den Fumble drei Dinge in der Steelers Defense aus: 

  • Erstens, dass TJ Watt fehlte und es weniger Druck gab
  • Zweitens immer wenn Veteran Cameron Heyward eine Pause brauchte, lief man durch die Mitte
  • Drittens können die Steelers seit Jahren keine Tight Ends (heute Kincaid und Knox) covern.

Im nächsten Drive hatte man das Gefühl, die Steelers waren besser im Spiel und kamen auch in die Redzone der Bills, nur beendete man den Drive mit einer Interception in der Endzone.
Die Bills antworteten darauf mit einem Touchdown Run über 52 Yards von Josh Allen. Ein Play über das viel diskutiert wurde – aber egal ob ein Holding an Myles Jack gesehen wurde oder Josh Allen einen Fake Slide ansetzen – man war erneut nicht in der Lage, ein Open Field Tackle zu setzen! 

Durch das 0:21 in der Mitte des zweiten Quarters fühlten sich die Experten bestätigt, es wurde der “Fifty Burger” erwartet und die ersten gingen zu Bett.

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Wer jetzt denkt, dass die Steelers aufstecken sollten, der hat sich vertan. So kam man durch Patrick Peterson zu seinem eigenen Big Play! Denn der Routinier blockte ein Field Goal Versuch von Kicker Tyler Bass und Nick Herbig sicherte den Ball an der 34 Yards Line der Bills. Das kurze Feld nutzten die Steelers, um auf 07:21 heranzukommen.
Im zweiten Durchgang spielten die Steelers einen besseren Football und sollten auch weitere Punkte aufs Scoreboard bringen können. Das Problem dabei war, die Bills konnten immer mitgehen und auf die Punkte der Steelers antworten.
Das Field Goal durch Boswell wurde durch ein Field Goal von Bass egalisiert und der Touchdown von Calvin Austin sollte im nächsten Drive die Bills durch Khalil Shakir den alten Abstand wiederherstellen.
Man hatte das Gefühl, die Bills waren immer in der Lage, wieder einen Gang hochzuschalten und man konnte sich auf dem frühen Polster von zwei Touchdowns ausruhen .

Schaut man auf das Ergebnis und wie dieses entstanden ist, kann man sagen, dass das Spiel im ersten Quarter verloren ging. Man hat sich gegen eines der formstärksten Teams der Liga besser geschlagen als die meisten Leute erwartet haben. 

Niemand hat etwas von den Steelers erwartet und man kann trotz der Niederlage erhobenen Hauptes aus den Playoffs gehen – anders als Super Teams und Offseason Champions, die bereits vor den Steelers den Hut nehmen mussten.

Was für ein Fazit kann man ziehen?

Eine Saison, die wieder mal einer Achterbahnfahrt glich.  

Man hat phasenweise gezeigt, dass die Offensive eine entsprechende Leistung bringen kann. Das aber leider viel zu unkonstant, was auch der Grund für die überfällige Canada Entlassung war.
Die Fans streiten sich, ob Kenny jetzt weiterhin der Quarterback der Franchise sein sollte oder ob Mason Rudolph der Heilsbringer ist, weil ohne ihn wären die Steelers nicht in die Playoffs gekommen. Aber genauso gut kann man dagegen halten, dass niemand weiß ob wir mit Kenny Pickett nicht schon früher in die Playoffs gegangen wären..
Die Experten streiten sich darum, ob die Steelers nun weiterhin ein Vorbild für den Rest der NFL sein sollen oder einfach die Definition von Mittelmaß sind und in der Free Agency einen Vet QB mit Geld zuschütten sollen.
Dies sind Fragen, die Omar Khan, Mike Tomlin und Andy Weidl von jetzt bis zum Start der Free Agency, welche den Grundstein für den Draft legt, beantworten müssen.

Die kommende Offseason wird so spannend wie die letzten beiden und man muss sich eingestehen, dass die Steelers sich spätestens seitdem in einem Rebuild befinden. Nach der Saison 21/22 musste man Ben Roethlisberger ersetzen, nach der Saison 22/23 hatte das erste Mal Omar Khan seine Hände im Spiel und in diesem Jahr musste man einen neuen Offensive Coordinator finden.
Dieser Offensive Coordinator wird Arthur Smith (ehemaliger Head Coach der Atlanta Falcons sein) und hat nicht nur die Aufgabe mehr Konstanz und Punkte für die Steelers zu liefern, sondern auch helfen festzustellen, ob Kenny Pickett die Antwort auf Quarterback ist oder man 24/25 den Rebuild weiter fortsetzen muss auf der Suche nach einem neuen Franchise QB.

Fakt ist auch, es gibt Spieler auf dem Roster, gerade in der Defense, deren Prime schwindet oder die kurz vor ihrem Karriereende stehen.

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