Roster Rumble: 2024 Offseason

written by Tobias Neumann
2 · 15 · 24

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Seit dem vergangenen Montag ist die Football Saison nun auch für den Rest der Teams beendet und damit die Offseason offiziell eingeläutet. Bis zum Start der Free Agency Mitte März ist allerdings noch etwas Zeit, die ich gerne zur Selbstreflexion nutzen möchte. Nachfolgend wurden von mir alle Positionen bezüglich ihrer Qualität bewertet und eingeschätzt, welche personellen Veränderungen es geben könnte.

Bewertet habe ich jeweils die gesamte Position unter Berücksichtigung der Einsatzwahrscheinlichkeit. Ein rotational D-Liner, der voraussichtlich in jedem Spiel seine paar Snaps bekommt, hat also mehr Einfluss auf die Note als der 3. Quarterback, bei dem die Chancen hoch stehen, dass er in der Saison nie zum Einsatz kommen wird.

Nicht berücksichtigt sind die insgesamt 23 Spieler, die nach Saisonabschluss einen Reserve/Future-Vertrag mit den Steelers geschlossen haben, da sie erstens durch diesen Status erst mit Beginn der neuen Saison am 13. März offiziell zum Team gehören und zweitens vermutlich keine große Rolle spielen werden, wenn es um die Posten der Starter geht.

Quarterback

Grade:                C
Starter:        Kenny Pickett
Depth:                Mitchell Trubisky (Am 12.02. gecuttet)
Free Agents:         Mason Rudolph (UFA)

Vorschläge:        Rudolph verlängern
Kandidaten:        Gardner Minshew, Joshua Dobbs
Draft Need:        ★☆☆☆☆

Coach Tomlin hat bereits im Interview nach dem Aus in der Wildcard Round bekannt gegeben, dass Kenny Pickett auch in der nächsten Saison starten wird, sofern er sich diesen Job nicht selbst im Camp nimmt. Er ist auch nicht das Problem, sondern seine bisherigen Backups. Mason Rudolph wird Free Agent und den Markt wenigstens antesten wollen. Daher zählt er bis zu einem erneuten Vertrag nicht zum Roster. Die einstige Nr. 2, Mitch Trubisky, stand eigentlich noch für die kommenden zwei Saisons unter Vertrag, konnte nach der Verletzung von Pickett aber nicht überzeugen. Vor allem sein Cap Hit von 7,5 Mio.$ in 2024 und 8,3 Mio.$ in 2025 ist für die von ihm gezeigte Leistung zu hoch. Am 12.02. bestätigte die Organisation bereits, dass Sie und Trubisky von nun an getrennte Wege gehen werden. Mit seinem Cut konnten die Steelers über die nächsten zwei Jahre knapp 9 Mio.$ an Cap Space schaffen, während man am Markt bessere Quarterbacks für weniger Geld bekommt.

Angesichts anderer, wichtigerer Baustellen im Team wird Omar Khan an den ersten beiden Tagen im Draft keinen Pick für einen Quarterback ausgeben wollen und ob die Steelers für einen in der Free Agency aktiv werden, hängt davon ab, ob Rudolph verlängert werden kann oder bei einem anderen Team unterkommt. Geht er, brauchen die Steelers Ersatz. Ein möglicher Kandidat wäre z.B. Gardner Minshew, der für einen Backup recht viel Spielerfahrung mitbringen würde. Alternativ würde mir auch Journeyman und Ex-Steeler Joshua Dobbs gefallen, gerade wenn man bedenkt, in welchem Maße er schon bei seinem ersten Stint in Pittsburgh Big Ben von der Bank aus unterstützte. Er könnte eine große Hilfe für Pickett an der Sideline werden, mit der Option, im Notfall selbst einzuspringen.

Die Steelers gehen traditionell immer mit 4 Signal Callern ins Camp, daher wird spät im Draft bzw. im Anschluss an diesen aufgestockt. Das Camp selbst wird dann entscheiden, wer von beiden als Nr. 3 mit in die Saison genommen wird.

Running Back

Grade:                B
Starter:        Najee Harris / Jaylen Warren
Depth:                Alfonzo Graham
Free Agents:        Godwin Igwebuike (RFA)

Vorschläge:        Später Draft Pick
Kandidaten:        Anthony McFarland
Draft Need:        ★★☆☆☆

Mit Harris und Warren haben die Steelers ein gefährliches Duo aufgestellt und sind in der bequemen Position, sich um diese Gruppe nicht allzu viele Sorgen machen zu müssen. Eine Nr. 3 wird trotzdem benötigt, allein für den Fall einer Verletzung. Es ist eben nie gut, wenn einer deiner Backs 100% des Spiels auf seine Schultern nehmen muss. Der Vertrag von Igwebuike läuft aus und ein RFA Tender ist in seinem Fall aufgrund der Kosten und seiner Rolle im Team sinnlos. Graham wird mit ins Camp kommen aber vermutlich keinen Spot im finalen Roster erhalten. Die günstigste Alternative wäre ein Pick spät im Draft. Running Backs sind in der Free Agency verhältnismäßig teuer und ein 6.- oder 7. Runden Pick ist ohnehin eher ein blinder Griff in den Pool von Talenten. Gerade bei Running Backs gibt es aber so spät im Draft noch Value, den man versuchen sollte an sich zu binden. Vielleicht bekommt aber auch On-and-Off Steeler Anthony McFarland eine weitere Chance, nun in der Offense von Smith seinen Platz zu finden.

Fullback

Grade:                –
Starter:        –
Depth:                –
Free Agents:        –

Vorschläge:        Free Agent oder Undrafted Rookie
Kandidaten:        Keith Smith
Draft Need:        ★☆☆☆☆

Bisher wurde dieser Job von Tight End Connor Heyward übernommen. Mit Blick auf das Scheme von Neu-Offensive-Coordinator Arthur Smith wird sich diese Rolle allerdings drastisch ausweiten und es ist gut möglich, dass die Steelers 2024 wieder mit einem True Fullback in die Saison gehen. Atlantas Keith Smith wird diese Offseason zum Free Agent und könnte seinem ehemaligen Head Coach nach Pittsburgh folgen. Ansonsten gibt es am College reichlich Qualität. Einen Draft Pick dafür auszugeben lohnt allerdings nicht. Dafür ist die Position in der Liga inzwischen zu wenig gefragt.

Wide Receiver

Grade:                B
Starter:        George Pickens / Diontae Johnson / Allen Robinson II
Depth:                Calvin Austin III
Free Agents:        Miles Boykin (UFA)

Vorschläge:        Cut Robinson / Boykin verlängern / Free Agent oder später Draft Pick
Kandidaten:        Mack Hollins / Van Jefferson
Draft Need:        ★★★☆☆

Pickens und Johnson sind in jedem Fall gesetzt. Austin hatte durch seine Verletzung in 2022 quasi seine erste Saison und ich denke, dass er in der kommenden noch eine Schippe drauflegen wird. Er könnte sich so zum permanenten WR Nr.3 hocharbeiten. Bei Robinson wird es dann schon schwieriger. Er hat einen Cap Hit von fast 12 Mio.$, 10 davon Base Salary und entsprechend  durch einen Cut einzusparen. Theoretisch könnte man mit einer Umstrukturierung arbeiten, würde die Belastung damit aber auch nur in die Zukunft schieben. Fakt ist: Robinson ist zu teuer für den Wert, den er uns bietet. Er wird daher 2024 kein Steeler mehr sein, wenn er seinen Vertrag nicht neu verhandelt.

Unser neuer Offensive Coordinator arbeitet viel mit den Tight Ends und benötigt daher keine drei Receiver mit Starter-Qualitäten. Trotzdem brauchen die Steelers mehr als nur Austin auf der Bank. Die naheliegendste Lösung wäre, Myles Boykin zu verlängern. Doch auch die Free Agency bietet einige Möglichkeiten. Es laufen zum Beispiel die Verträge von Van Jefferson und Mack Hollins bei den Falcons aus und beide dürften im finanziell machbaren Rahmen liegen. Nach Targets war Hollins 2023 Receiver Nr. 2 in Atlanta, Jefferson Nr. 4. Beide wurden von Arthur Smith als Free Agents in sein damaliges Team geholt und sollten daher gut in sein offensives Scheme passen.

Tight End

Grade:                A
Starter:        Pat Freiermuth
Depth:                Darnell Washington / Connor Heyward / Rodney Williams
Free Agents:        –

Vorschläge:        –
Kandidaten:        –
Draft Need:        ☆☆☆☆☆

2024 werden die Steelers sehr viel mehr 12 Personnel (also Sets mit 2 Wide Receivern und 2 Tight Ends) spielen als noch in der Vorsaison. Pat Freiermuth ist dabei natürlich als Starter gesetzt und wird durch Washington und Heyward – je nach Situation und benötigtem Skillset – unterstützt. Williams ist primär Special Teamer, hatte in dieser Saison durch verletzungsbedingte Ausfälle aber auch immer wieder einige Snaps mit der Offense. Alles in allem ist der Tight End Room sehr rund und gut besetzt. Daher keine Draft Picks, keine Free Agents. Easy.

Offensive Tackle

Grade:                D
Starter:        Broderick Jones / Dan Moore Jr.
Depth:                Chukwuma Okorafor (Am 12.02. gecuttet)
Free Agents:        Dylan Cook (ERFA)

Vorschläge:        Cook verlängern / Früher Draft Pick
Kandidaten:        –
Draft Need:        ★★★★★

Mit Broderick Jones wurde 2023 bereits eine Lücke in der neuen Offensive Line gestopft, eine weitere bleibt. Dan Moore ist nicht nur in meinen Augen als Starter nicht mehr tragbar und wird Platz machen müssen. Jones spielte am College als Left Tackle, wurde bei uns aber recht früh auf die rechte Seite gestellt. Spielen kann er beides, was die Steelers im Draft flexibel macht. Ein Free Agency Markt ist für diese Position bei entsprechender Qualität quasi nicht vorhanden, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Steelers hier langfristig planen wollen und sich daher keinen 33-Jährigen Tyron Smith in die eigenen Reihen holen werden. Dafür gibt es im Draft einige Kandidaten. Mit dem Need auf Cornerback und Center weiß ich nicht, ob sich Omar Khan erneut einen Erstrunden-Tackle schnappen wird. Spätestens in Runde drei wird er aber nicht daran vorbeikommen.

Der Vertrag von unserem einstigen Starting Right Tackle, “Chuks” Okorafor, sollte eigentlich erst mit der Saison 2025 enden, die im Salary Cap allerdings mit knapp 12 Mio.$ zu Buche geschlagen hätte. Nun muss man bedenken, dass er diesen Vertrag in der Annahme bekommen hat, er würde als einer der beiden Starter auflaufen. Durch einen frühen Draft Pick würde er allerdings bis auf Platz vier durchgereicht werden, der dieses Gehalt nicht mehr im Ansatz rechtfertigt. Auch er wurde am 12.02. von den Steelers entlassen. Sein Cut macht stolze 8,75 Mio.$ frei, die an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden können.

Dylan Cook ist einer von zwei Exclusive Rights Free Agents des Teams. Als solcher darf er ausschließlich bei seinem aktuellen Team unterschreiben, wenn dieses ihm einen Vertrag anbietet. Er wird daher selbstverständlich günstig im Team gehalten.

Interior Offensive Line

Grade:                C
Starter:        Isaac Seumalo / Mason Cole / James Daniels
Depth:                Nate Herbig / Spencer Anderson
Free Agents:        –

Vorschläge:        Cut Cole / Pick Runde 2
Kandidaten:        Lloyd Cushenberry III
Draft Need:        ★★★★☆

Mason Cole gehörte 2022 noch zu meinen Highlights des Rosters, ließ aber im Folgejahr drastisch nach. Würde er nicht zwischen Seumalo und Daniels spielen, wären vermutlich auch die Folgen auf dem Feld andere gewesen. Die Steelers brauchen also in jedem Fall ein Upgrade für die Mitte der Line. Seit der letzten Offseason wissen wir allerdings auch, dass Omar Khan gern alle Lücken, zumindest provisorisch, schließt, bevor man in den Draft geht, um flexibel bleiben zu können. Die einsparbaren 4,8 Mio.$ von Cole wird man daher vermutlich erst frei machen, sobald der Ersatz auch unter Vertrag ist.

Die beste Möglichkeit für Nachschub stellt hier der Draft dar. Die Interior Line, auch Center, ist eine Position, die üblicherweise nicht in der ersten Runde gedraftet wird. Mit unseren Needs auf Tackle und Cornerback wäre es auch wenig Sinnvoll, dies zu forcieren. Die Draftklasse bietet aber doch einiges an Material für die zweite Runde, in der die Steelers zuschlagen sollten.

Entscheiden sie sich jedoch dafür, diese Lücke bereits vor dem Draft schließen zu wollen, ist die Auswahl etwas dünner. Die meisten guten Center wurden eben schon langfristig an ihre Teams gebunden. Ein theoretischer Kandidat, der bislang noch vertragslos ist, ist Broncos Center Lloyd Cushenberry, der aus seiner letzten Rookiesaison kommt. Er steigerte sich Jahr für Jahr und könnte ein solides Puzzlestück für die Line werden, auch wenn seine Verpflichtung nicht ganz günstig werden würde.

Interior Defensive Line

Grade:                B
Starter:        Cameron Heyward / Larry Ogunjobi / Keeanu Benton
Depth:                Isaiah Loudermilk / DeMarvin Leal
Free Agents:        Montravious Adams (UFA) / Armon Watts (UFA) / Renell Wren (RFA)

Vorschläge:        Heyward anpassen / Adams verlängern / Free Agent
Kandidaten:        Raekwon Davis / Teair Tart
Draft Need:        ★★☆☆☆

Eine der großen Fragen für diese Steelers Offseason ist, was mit Team Captain und Walter Payton Man of the Year Cam Heyward passiert. 22,5 Mio.$ trägt er zum diesjährigen Cap bei, ist mit seinen 35 Jahren nicht mehr der Jüngste und mit der Zeit werden die kleinen und großen Wehwehchen nicht weniger werden. Die Steelers werden Cam, allein aus Respekt, nicht gegen seinen Willen cutten. Sollte er nicht selbst die Cleats an den Nagel hängen wollen, kommt also nur eine Vertragsanpassung in Frage, entweder mit einer ausgehandelten Gehaltskürzung oder aber mit einer Verlängerung und Void Years, die zwar keine Verlängerung im eigentlichen Sinne darstellt, einen Teil des Grundgehalts aber auf die nächsten Jahre über die Einsatzzeit hinaus verteilen würde. Die Steelers mögen es eigentlich nicht, ihre finanziellen Verpflichtungen in die Zukunft zu schieben. Ich denke aber, dass sie in diesem Fall eine Ausnahme machen werden und Cam voll bezahlen.

Keeanu Benton hat mehr als genug gezeigt, um sich den Platz als Starting Nose Tackle zu sichern. Auch in den Sub Sets mit zwei Linemen kann er in der Rotation für Heyward oder Ogunjobi einspringen. Im Roster fehlt ohne Free Agent Montravious Adams aber Ersatz für Benton selbst. Da Loudermilk und Leal beide nicht als Nose Tackle spielen, brauchen die Steelers also eine weitere Personalie für die Position. Adams selbst könnte natürlich verlängert werden. Entscheidet sich dieser aber, bei einem anderen Team zu unterschreiben, bietet die Free Agency einige Alternativen, wie Dolphins’ Raekwon Davis oder Teair Tart von den Texans, die beide für moderate Preise zu haben sein würden.

Tomlin zeigte sich bei seiner Abschluss Pressekonferenz sichtlich enttäuscht von der Leistung Leals. Er wird seine Chance erneut bekommen, ein Depth Chart ohne seinen Namen halte ich aber nicht für unmöglich, wenn er im Camp nicht ordentlich aufdreht.

Edge Rusher

Grade:                A
Starter:        T.J. Watt / Alex Highsmith
Depth:                Nick Herbig / Kyron Johnson
Free Agents:        Markus Golden (UFA) / Jeremiah Moon (ERFA)

Vorschläge:        Moon verlängern / Pick Tag 3 oder Free Agent
Kandidaten:        Shaq Lawson / Josh Uche / Malik Harrison
Draft Need:        ★★☆☆☆

Watt und Highsmith sind vermutlich eins der stärksten Pass Rush Duos der Liga, hinter denen sich Rookie Nick Herbig 2023 gut entwickeln konnte. Auch wenn Golden deutlich mehr Einsatzzeit bekam, hatte Herbig, wenn er auf dem Feld stand, stets Einfluss auf das Spiel. Er wird in der kommenden Saison die Rolle von Golden übernehmen und als Nr.1 Backup mit den beiden Startern rotieren. Golden dürfte bei einer Verlängerung nicht sehr teuer sein und die Steelers sollten versuchen, ihn als erfahrenen Veteran zu halten.

Jeremiah Moon als ERFA zu halten ist nur Formalie, dennoch brauchen wir noch einen weiteren Backup für die Edge. Den gibt es entweder günstig in der Free Agency oder ab Runde 4 im Draft.

Off Ball Linebacker

Grade:                C
Starter:        Cole Holcomb / Elandon Roberts
Depth:                Mark Robinson
Free Agents:        Kwon Alexander (UFA) / Mykal Walker (UFA) / Blake Martinez (UFA) / Chapelle Russel (RFA)

Vorschläge:        Alexander verlängern / Später Draft Pick
Kandidaten:        Devin White / Isaiah Simmons
Draft Need:        ★★☆☆☆

Das Linebacker Corps war 2023 hart gebeutelt. Holcomb und Alexander fielen beide an verschiedenen Punkten für den Rest der Saison aus. Roberts übernahm dann mit Hilfe einiger Free Agents das Kommando und überraschte dabei mit wirklich guter Leistung. Er hat sich damit in meinen Augen den Starterposten neben Holcomb für die nächste Saison erarbeitet.

Alexander sollte nach Möglichkeit verlängert werden. Auch er zeigte gute Leistungen nach dem Ausfall von Holcomb. Sein Skillset wäre besonders für die leichteren Boxen wichtig. Zusammen mit Robinson steht damit auch die Besetzung. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es in den späteren Runden des Draft noch einen Pick für diese Position gibt, der dann im Camp mit Robinson konkurriert.

Einen Free Agent für den Backup Spot wird es, denke ich, nicht geben. Eventuell sind Khan, Tomlin und Co. aber willens, erst einmal Ruhe in die Position zu bekommen und besorgen sich für den Fall, dass Alexander nicht verlängert, einen Hochkaräter vom Free Agent Markt wie Devin White oder Isaiah Simmons.

Cornerback

Grade:                E
Starter:        Joey Porter Jr. / Patrick Peterson
Depth:                Cory Trice / Darius Rush
Free Agents:        Levi Wallace (UFA) / Chandon Sullivan (UFA) / James Pierre (UFA)

Vorschläge:        Sullivan verlängern / Früher Draft Pick oder Free Agent
Kandidaten:        Chidobe Awuzie, Sean Murphy-Bunting
Draft Need:        ★★★★★

Mit Joey Porter Jr. haben wir endlich einen von zwei benötigten Outside Cornerbacks, auf die man sich verlassen kann. Das Problem daran ist, dass die Nummer 2 auf der Gegenseite immer noch fehlt. Peterson mag viel Erfahrung mitbringen, ist aber inzwischen einfach zu langsam für das Spiel an der Boundary. Ich vermute ohnehin, dass er in der kommenden Saison noch mehr als Safety im Rückraum verbringt. Rush hatte kaum Einsätze und ist auch sonst nicht auf dem Niveau unterwegs, das man sich von einem Starter erhofft. Trice ist durch seine Verletzung nach wie vor ein blinder Wurf auf die Talent-Dartscheibe. Ich gönne es ihm natürlich, wenn er unter der Saison Eindruck machen kann, darauf setzen würde ich aber nicht. Sullivan sollte nach Möglichkeit gehalten werden. Er wurde diese Saison ausschließlich als Nickel Corner eingesetzt, hat dort aber eine recht solide Leistung gebracht.

All das löst aber nicht unser Problem, des offenen Outside Spots. Die Steelers werden sich in der Free Agency bedienen, da bin ich mir sicher. Zusätzlich wird es einen Draft Pick in den ersten 3 Runden geben, damit auch langfristig endlich wieder Ruhe im Backfield ist.

Safety

Grade:                B
Starter:        Minkah Fitzpatrick / Keanu Neal
Depth:                Damontae Kazee / Trenton Thompson
Free Agents:        Miles Killebrew (UFA) / Elijah Riley (UFA)

Vorschläge:        Killebrew verlängern / Free Agent oder Draft Pick
Kandidaten:        Kyle Dugger / DeShon Elliott
Draft Need:        ★★★☆☆

Und damit zur zweiten großen Frage im Backfield: Wer nimmt 2024 Platz an der Seite von Minkah Fitzpatrick? Bisher war dies eine geteilte Aufgabe. In den Base sets spielte Neal, in Nickel Kazee und in Dime beide. Das Duo steht theoretisch auch für die kommende Saison zur Verfügung. Ich halte es aus diesem Grund auch nicht für ausgeschlossen, dass das Front Office bei der Besetzung bleibt, wenn die Würfel im Draft schlecht fallen. Davon abgesehen sollten die Steelers aber schauen, dass sie ein Upgrade finden, das permanent neben Minkah Platz nehmen kann.

Killebrew ist in erster Funktion Special Teamer. Und zwar einer der besten, nicht ohne Grund wurde er in der Funktion in den Pro Bowl gewählt. Die Steelers dürften ein Interesse daran haben, ihn für diese Position zu halten.

Special Teams

Grade:                C
Starter:        Chris Boswell / Pressley Harvin III (Am 12.02. gecuttet)
Depth:                Darnell Washington / Connor Heyward
Free Agents:        Christian Kuntz

Vorschläge:        Harvin entlassen / Kuntz verlängern / Später Draft Pick
Kandidaten:        –
Draft Need:        ★☆☆☆☆

Die Steelers haben bereits den ersten offensichtlichen Schritt getan und sich von Punter Harvin, der in seinen drei Jahren bei uns immer wieder Probleme mit kurzen und inkonstanten Punts hatte, getrennt. Nachschub wird entweder sehr spät, oder nach dem Draft ins Team kommen. Wer es letztendlich ins Team schafft, wird das Camp entscheiden.

Kuntz fällt unter die RFA Regelung und könnte theoretisch getendert werden. Allein das Right of first refusal (die günstigste Version des Tenders) wäre allerdings deutlich teurer als der aktuell höchstbezahlte Vertrag eines NFL Long Snappers. Die Steelers werden sich daher auf normalem Weg mit dem Pittsburgh Local einigen.

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