Preview Week 17: Steelers at Seahawks

written by Tobias Neumann
12 · 30 · 23

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5…4…3…2…1…Frohes neues…Game? Ausgerechnet über Silvester 2023 reisen die Steelers in der vorletzten Woche nach Seattle für ihr Duell gegen die Seahawks. Steelers-Typisch klammerte man sich an den letzten paar Prozenten Playoff-Wahrscheinlichkeit fest und spielte mit 3rd-String-Quarterback Mason Rudolph das beste Game der bisherigen Saison ausgerechnet gegen den Division-Rivalen aus Cincinnati. Um doch noch als Wild Card an der Postseason teilzunehmen, müssen die Steelers zum einen die beiden verbleibenden Duelle für sich entscheiden, zum anderen müssen zwei der nachfolgenden Ereignisse eintreffen:

  • Bills verlieren mindestens ein Spiel (Patriots, Dolphins)
  • Jaguars gewinnen maximal ein Spiel (Panthers, Titans)
  • Colts gewinnen maximal Spiel (Raiders, Texans)
  • Texans gewinnen maximal ein Spiel (Titans, Colts)

Durch das Duell der Colts gegen die Texans in Woche 18 ist eine der Bedingungen sogar bereits gesetzt. Der härteste Part wird trotzdem sein, die beiden letzten Games zu gewinnen und mit den Seahawks auswärts steht man direkt vor einer ordentlichen Aufgabe.

Weekly update

Sechs Spieler stehen auf dem Injury Report, drei davon werden nicht spielen können. Wie schon letzte Woche trifft es dabei ausgerechnet die ohnehin schon stark betroffenen Positionen Linebacker und Safety: Elandon Roberts, letzter verbleibender Starting Linebacker aus Woche 1, verletzte sich gegen die Bengals am Brustmuskel und blieb die ganze Woche dem Training fern. Safety Minkah Fitzpatrick fehlte ebenfalls die ganze Woche, Kollege Trenton Thompson konnte zwar Mittwoch und Donnerstag noch limitiert trainieren, fiel am Freitag aber auch komplett aus und wurde im Anschluss für das Game als inaktiv gemeldet. Für die beiden übernehmen wieder Eric Rowe und Cornerback Patrick Peterson, die sich letzte Woche im Rückraum bereits gut geschlagen haben.

Kenny Pickett wurde nach durchweg limitiertem Training zwar als “fraglich” gemeldet, Coach Tomlin bestätigte der Presse aber bereits am Freitagmorgen, dass Ersatzmann Rudolph wieder die Offense anführen wird.

Gegnercheck

Die Seahawks stehen ebenfalls bei 8 Siegen und 7 Niederlagen und kämpfen damit so wie wir um ihren Wildcard Platz in den Playoffs, auch wenn die Konkurrenz in der NFC schwächer ist als in unserer Conference und sie mit einer Niederlage am kommenden Sonntag noch nicht eliminiert wären.

Der Injury Report aus Seattle sorgt auf den ersten Blick für große Augen, finden sich dort immerhin ganze 22 Spieler gelistet, von denen der größte Teil am Sonntag aber spielen können wird. Unter den Ausfällen findet sich unter anderem aber Safety Jamal Adams, der seit nun schon drei Wochen eine Knieverletzung auskuriert. Ebenfalls werden die Backups Dee Eskridge (WR / Rippen) und Mario Edwards (DL / Knie) nicht spielen können.

Als fraglich wurden Starting RB Kenneth Walker III (Schulter/Krankheit) und First Round Cornerback Devon Witherspoon (Hüfte) gemeldet. Ebenso die Linebacker Jordyn Brooks (Knöchel) und Nick Bellore (Knie).

Offense

Quarterback Geno Smith führt die Offense aus Seattle, wie schon letzte Saison, souverän an. In den 13 Games, die er diese Saison spielte, brachte er 65% seiner Pässe in die Hände seiner Receiver, warf bereits für über 3.000 Yards, sowie 17 Touchdowns bei 9 Interceptions. Wichtige Unterstützung bekommt er dabei durch sein Wide Receiver Corps. Mit DK Metcalf und Tyler Lockett haben sie einen wahren One-Two-Punch im Pass Game: Während Locket vor allem durch sein Route Running und seine Spielintelligenz glänzt, liefert Metcalf durch Speed und meist nicht weniger als purer körperlicher Überlegenheit. Allein durch seine Kraft stellt er gegen die meisten Cornerbacks, unsere nicht ausgenommen, ein physisches Mismatch dar.

Komplementiert wird das ganze durch das Run Game über Kenneth Walker III. Dieser läuft im Schnitt für 60 Yards pro Game, sieben mal fand er dabei die Endzone. Wichtig für sein Spiel ist daneben seine Ballkontrolle. Nicht einmal fumblete er den Ball in seinen zwei Profijahren als Starter. Ein großer Faktor für die Steelers-Defense, die auf eben solche Big Plays angewiesen ist. Nun wurde Walker aber als fraglich für dieses Spiel gemeldet und wird, sollte er ausfallen, durch #2 Zach Charbonnet ersetzt werden. Der diesjährige Zweitrundenpick bekam auch schon 101 mal den Ball von Smith in die Hand gedrückt und lief dabei für ganze 428 Yards und einen Touchdown. Starkes Laufspiel hat in Seattle eben traditionell viel Wert. 

Zugriff wird die Steelers Defense vermutlich am besten noch über die Offensive Line haben, die in den letzten Wochen zwar etwas durcheinandergewürfelt wurde, nun aber doch alle Starter auf das Feld bekommt. Doch auch die Starter machen einen eher mäßigen Job, wenn es um den Schutz des eigenen Quarterbacks geht. Ganze 39% aller Snaps steht Smith unter Druck durch die gegnerische Defense und kann nicht frei spielen. Meist sind es dabei nicht einmal die Blitzpakete des Gegners, die Smith recht souverän handhabt, viel mehr kann man die Seahawks Offense durch einen Dominanten 4-Men-Rush aus dem Konzept bringen, den wir allein mit T.J. Watt und Alex Highsmith bieten sollten.

Defense

Die Front der Seahawks ist im Pass Rush solide. Druck kreiert man sowohl über die Edges, als auch durch die Interior Line. Geblitzt wird selten und wenn, dann durch die Linebacker. Die Run Defense ist dagegen nicht das Gelbe vom Ei und viele Runs landen in den Händen der Linebacker.

Diese machen dort allerdings einen hervorragenden Job, allen voran natürlich Pro Bowler Bobby Wagner, der allein für die Kommunikation auf dem Feld enorm wichtig ist und im Grunde Dreh- und Angelpunkt der gesamten Defense darstellt. Sollte Jordyn Brooks nicht spielen können, wird Ex-Steelers-Erstrundenpick Devin Bush neben Wagner Platz nehmen. Bush spielte bisher vor allem in den Special Teams der Seahawks, nahm aber schon letzte Woche einige Snaps, nachdem Brooks das Feld verlassen musste. Bush hatte anschließend sechs Tackles und ließ zwei von zwei Pässen in seine Richtung für 16 Yards zu.

Ansonsten hat Seattle seine Stärke generell eher in der Coverage, die aber durch den Ausfall von Safety Jamal Adams mit Sicherheit nicht besser geworden ist. Ersetzt wird er, wie schon zuvor, durch ein Duo bestehend aus Quandre Diggs und Julian Love. Sollte nun aber auch Cornerback Witherspoon nicht spielen können, wird es schnell dünn für die Deckungsarbeit der Seahawks.

Key Matchups

  • WR Tyler Lockett <-> Levi Wallace
  • T Abraham Lucas <-> T.J. Watt
  • EDGE Boye Mafe <-> Broderick Jones
  • S Quandre Diggs <-> Pat Freiermuth

Fazit

Beide Teams kämpfen um die Playoffs und sind entsprechend motiviert, dieses Game für sich zu entscheiden. Für die Steelers könnte am Sonntag sogar bereits die Playoff-Tür geschlossen werden. Die Seahawks werden dabei ein harter Gegner, besonders vor heimischer Kulisse in einem der lautesten Stadien Amerikas.

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