Preview Week 13 Ravens

written by Sascha Steel
12 · 03 · 21

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–Game Preview – Ravens Week–

Nach dem deutlichen Sieg der Bengals erwarten wir den nächsten Divisionsrivalen zum Duell. Die aktuelle Nummer 1 der AFC, die Baltimore Ravens, wird am Sonntag zu Gast im Heinz Field sein. Grund genug, um einmal zu schauen, was dieses Team so gefährlich macht.

–Weekly Update–

Bereits vor dem Spiel letzte Woche setzte man TE Eric Ebron und C JC Hassenauer auf die IR. Für sie holte man G John Leglue und TE Kevin Rader aus dem Practice Squad.

Pass Rusher TJ Watt wurde am Montag positiv auf Covid-19 getestet. Zusätzlich wurden auch OL Joe Haeg am Mittwoch und LB Robert Spillane am Donnerstag auf die Covid-19 Liste gesetzt. Wer geimpft ist, kann mit zwei negativen Tests innerhalb von 24h zurückkommen. Mehr dazu gibt es am Sonntag im Injury Report.

Von der Covid-19 Liste wurde WR/Returner Ray-Ray McCloud wieder aktiviert. Damit war er die gesamte Woche im Training dabei und spielte als QB für die Scout Offense. Seine Aufgabe war dort die Imitation von Ravens QB Lamar Jackson.

Als letztes verpflichtete man unter der Woche DL Montravius Adams für den 53er Kader, er soll vor allem die dünn besetzte Position des NT bekleiden.

–Gegnercheck–

Trotz vereinzelter Ausrutscher und vielen Verletzungen konnten die Ravens bereits 8 Spiele gewinnen. Grund dafür ist unter anderem ihre aggressive Spielweise beim 4. Versuch sowie die spezielle Spielweise ihres QBs Lamar Jackson. 

–Offense–

Als Jackson 2018 in die Liga kam, wurde er von vielen Seiten auf seine läuferischen Fähigkeiten reduziert. Beim Combine lief er die 40 Yards freiwillig nicht, um vor dem Draft nicht auf seine Geschwindigkeit reduziert zu werden. Baltimore entschied sich dennoch frühzeitig für ihn, wobei man sich sogar zurück in die erste Runde tradete. Schnell löste er den amtierenden QB Joe Flacco ab und eröffnete damit eine neue Ära bei den Ravens. Die Offense wurde komplett auf seine Fähigkeiten ausgelegt, mit vielen QB-Runs, Run-Options und kurzen Pässen. Schnell galt Jackson daher als RB, der auch werfen kann, wohl unvergessen ist seine Aussage nach seinem 5-TD-Spiel: „Not bad for a Running Back.“ 2019 wurde er schließlich für seine Leistungen im Lauf und im Pass zum MVP der NFL gekürt. 

Dieses Jahr spielt Jackson nur eine durchwachsene Saison. Immer wieder zeigt er Abstimmungsschwierigkeiten mit seinen Receivern, weswegen er lediglich 64,2% seiner Pässe anbringt. Zusätzlich wirft er dieses Jahr zu viele Interceptions: 15 TDs zu 12 INTs sind keineswegs die Zahlen eines Ausnahmequarterbacks im klassischen Sinne. Vielmehr überzeugt Jackson auch dieses Jahr wieder mit seiner Fähigkeit den Ball selbst zu laufen. Bereits über 700 Yards konnte er erzielen für einen Schnitt von 5,7 Yards. So kann Baltimore, zusammen mit dem restlichen Laufspiel, sowohl Ball als auch Zeit kontrollieren. Es erfordert daher höchste Konzentration und Disziplin der Defense, um diesen QB in Schach zu halten, daher trainierte WR Ray-Ray McCloud, wie erwähnt, als athletischer QB in der Scout Offense um die Defense auf Sonntag vorzubereiten.

Neben ihrem QB setzten die Ravens bereits eine Vielzahl an RBs diese Saison ein. Bereits vor dem ersten Spieltag fielen mit JK Dobbins, Gus Edwards und Justice Hill die ersten drei RBs auf der Depth Chart langfristig aus. Darauf folgten Namen wie Ty’Son Williams, inzwischen nur noch Nr.3, Le’Veon Bell, wieder entlassen, Latavius Murray und Devonta Freeman. Die beiden letzten teilen sich aktuell das Backfield auf, wobei Freeman häufiger auch in den Pass involviert ist.

Das liebste Ziel von Jackson ist sicherlich TE Mark Andrews, der sich in den letzten Jahren als Top 5 TE in der Liga etabliert hat. Andrews ist ein ausgezeichneter, athletischer TE, der auch schwierigere Routen laufen und sich im 1vs1 gegen jede Art von Verteidiger durchsetzen kann. Mit 60 Receptions bei 89 Targets für 5 TDs gehört er auch dieses Jahr zu den allerbesten TEs im Passspiel. Darüber hinaus ist er ein ausgezeichneter Run Blocker. Zusammen mit Blocking TE Nick Boyle kreiert er neue Gaps für die Runner und blockt diese frei. Laut PFF ist Andrews daher aktuell sogar der beste TE der Liga. Die zweite Anspielstation ist WR Marquise „Hollywood“ Brown. Ebenfalls 60 Receptions aus 92 Targets und 6 TDs lassen ihn die klare NR.1 unter den WRs in Baltimore sein. Brown ist vor allem ein wahnsinnig schneller Spieler, der jeden CB tief schlagen kann. Dazu zeigt er allerdings dieses Jahr auch fantastische Routen, lediglich seine Physis lässt ein wenig zu wünschen übrig. Weitere WR sind u.a. Sammy Watkins, Erstrundenpick Rashod Bateman oder Slotreceiver Devin Duvernay.

–Defense–

Die Defensive Front gehört zu den aggressivsten der Liga. Kaum ein Team blitzt so häufig wie die Ravens, durchschnittlich bei jedem dritten Play nutzen sie einen extra Rusher. Dadurch erreichen sie auch eine der höchsten Pressurerates von 27,5 %. Maßgeblich dafür sind u.a. die beiden Edge Rusher Odafe Oweh und Tyus Bowser welche beide bereits 5 Sacks und einige TFLs auf dem Konto haben. Aber auch DE Calais Campbell spielt eine sehr gute Saison und schlägt regelmäßig seine Matchups. LB Patrick Queen wird sehr häufig als Blitzer durch die Mitte eingesetzt, weswegen er das Team mit 62 Tackles und 9 TFLs statistisch anführt. 

Gegen den Pass verfügen die Ravens über einen Top 5 CB in Marlon Humphrey. Er ist ein dominanter Lockdown-Corner, der es mit jeder Art von Receiver aufnehmen kann, sowohl im Slot als auch Outside. Gerade aus den letzten Jahren sollte er jedem Steelersfan bekannt sein, da er regelmäßig gegen uns Fumbles produziert. Dieses Jahr spielt er zwar etwas inkonstant, allerdings zeigt er mit 13 PDs, welches Potential er hat. Mit ihm wird jederzeit zu rechnen sein. Auf der anderen Seite steht CB Anthony Averett mit 9 PDs. Zusammen mit Humphrey und SS Chuck Clark lässt er lediglich jede zweite Completion zu, was die drei zu den besten Passverteidigern der Liga gehören lässt. Dazu kommt mit Josh Bynes ein guter Coverage-LB zum Einsatz, welcher auch gegen TEs 1vs1 decken kann. 

Fazit

Die vielen Ausfälle auf beiden Seiten konnten offensichtlich gut aufgefangen werden. Das Team ist allerdings zu abhängig von den Leistungen ihres QBs. Es wird wichtig sein sich akribisch auf das Matchup vorzubereiten und Jackson zu kontrollieren, was in Vergangenheit bereits gut funktionierte. Die Defense bringt gute Leistungen, kann allerdings die Spiele auf Dauer nicht allein gewinnen. Findet man einen Weg, um dem Druck zu entkommen, könnte der ein oder andere TD fallen. Somit sehe ich uns keineswegs chancenlos in diesem Rivalry Game und erwarte ein bis zum Schluss enges Spiel.

Jonas

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