Preview Detroit Lions

written by Sascha Steel
11 · 13 · 21

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–Game Preview – Lions Week–

Lange Zeit sah es gegen die Bears nach einem unangefochtenen Sieg aus. Nachdem man es im vierten Quarter allerdings wieder spannend werden ließ, sehnt man sich rund um Pittsburgh nach einem souveränen Sieg. Die nächste Chance dazu bietet das Heimspiel gegen die Detroit Lions am Sonntag. Aktuell sind die Lions noch ohne Sieg, man ist jedoch gewillt das Ganze schnell zu ändern. 

–Weekly Update–

Insgesamt war es eine kurze Woche, daher gibt es keine Veränderungen im Kader oder größere Neuigkeiten.

–Gegnercheck–

Detroit ist das einzige sieglose Team der NFL, wobei sie in einigen Spielen gut mitmischen konnten. Beinahe hätte man sogar die Baltimore Ravens geschlagen, verlor jedoch unglücklich durch das längste Field Goal der Geschichte. Vor der Saison gab man mit QB Matthew Stafford den langjährigen Anführer der Offense nach LA ab, das Ziel ist daher der langfristige Rebuild.

–Offense–

Aktuell steht QB Jared Goff under Center. Vor der Saison im Tausch gegen Stafford aus LA erhalten, soll er die Lions durch diese Saison führen. Dabei zeigt Goff kaum Risikobereitschaft. Big Plays sind im Spiel der Lions Mangelware und gegen Druck kann er kaum etwas ausrichten. Mit 6,1 Air Yards pro Passversuch steht er am Ende des Feldes, zusammen mit Big Ben. Zusätzlich bekommt er so häufig Druck von der Defense wie kaum ein anderer QB, bei durchschnittlich jedem vierten Play wird er in seinen Abläufen gestört und zu Fehlern gezwungen. Aktuell steht er bei einem TD-INT-Verhältnis von 8-6, allerdings warf er 5 TDs bereits in den ersten zwei Spielen. Nach guten Spielen zum Saisonauftakt ist es daher ziemlich ruhig um ihn geworden und kaum vorstellbar, dass Goff auch im nächsten Jahr die Lösung auf QB ist.

Die OL wurde vor der Saison hochgelobt. In der Mitte stand einer der besten Center mit Frank Ragnow und auf OT hatte man bereits einen guten in Taylor Decker, zusätzlich zog man College-Standout Penei Sewell, der bei Oregon regelmäßig seine Gegenspieler dominierte. Eine Top-10 OL wurde erwartet und damit ein gutes Grundgerüst für die Zukunft. Leider verletzten sich sowohl Ragnow (Woche 4) als auch Decker (Preseason). Für Ragnow war die Saison damit bereits beendet, während Decker gegen uns wohl sein Comeback auf LT feiern wird. Sewell wird damit auf RT ausweichen müssen, eine ungewohnte Position, die er bisher nur in der Preseason bekleidete. Ob er sich dort nun besser schlägt als zum Anfang seiner Karriere bleibt abzuwarten, zumal es gegen den besten Edge Defender der Liga geht.

Aufgrund der angeschlagenen OL haben die RBs Probleme den Ball zu bewegen. Sowohl Nr. 1 D’Andre Swift als auch sein Backup Damien Williams tun sich schwer Raumgewinn zu erzielen, weswegen in Detroit auch wenig gelaufen wird. Dazu kommt aber auch, dass die Lions häufig in Rückstand liegen, weswegen der Ball viel geworfen werden muss. Hier kommt es dann zur eigentlichen Stärke von Swift: Zusammen mit TE TJ Hockenson ist er das Lieblingsziel von Goff. Mit 47 Catches bei 57 Targets ist er ein sehr guter Receiver aus dem Backfield, was häufig Mismatches gegen LBs produziert. Im Open Field agiert er sehr flink mit guten Moves und ist daher in Coverage nicht zu missachten. 

Aktuell fehlt den Lions ein guter WR. Vor der Saison ließ man Kenny Golladay in Richtung der New York Giants ziehen und verpflichtete Kalif Raymond. Zusätzlich zog man im Draft in Runde 4 einen gewissen Amon-Ra St. Brown. Zusammen mit Quintez Cephus bilden sie die drei Starter der Lions, ohne dass einer von ihnen bisher besonders einschlagen konnte. Goff setzt daher weiter auf TE TJ Hockenson, einer der besten der Liga. Sowohl im Open Field als auch in der Redzone ist Hockenson stets anspielbar und hat dabei ein sehr gutes Verhältnis mit Goff. Er und Swift tragen das Receiving Game und sind daher ein guter Grundstein für die Zukunft.

–Defense–

Das Problem der Lions Defense ist die Coverage. Mit 8,8 Yards lässt man den größten Raumgewinn pro Passversuch und gleichzeitig mit 68% zu viele Completions zu. Nach dem frühen Ausfall von CB Jeff Okudah, Erstrundenpick 2020, sieht das Backfield in Detroit sehr löchrig aus. CB Amani Oruwariye konnte mit 4 Passes Defended und 3 Interceptions zwar auf sich aufmerksam machen, dennoch lässt er 72% seiner Targets zu, definitiv ausbaufähig. Auf der anderen Seite steht CB Bobby Price, undrafted im zweiten Jahr, der mit 44,4% eine der niedrigsten Completion Percentages der Liga hat. Leider ist er noch sehr unerfahren, nachdem er von S zu CB konvertierte. Generell muss man in der Coverage durch Verletzungen auf unerfahrene Spieler setzen. Auch AJ Parker und Jerry Jacobs, beide undrafted Rookies, sehen viel Spielzeit.

Im Gegensatz zur Coverage gehört der Pass Rush eher zu den Stärken in Detroit. Als Nr. 8 in QB Hurries setzt man gegenerische QBs häufig unter Druck. Leider führt das zurzeit noch zu selten zum Erfolg, mit lediglich 14 Sacks gehören die Lions zu den schlechtesten 4 Teams, und dass obwohl sie überdurchschnittlich häufig blitzen. Es fehlt aktuell ein individuell guter Pass Rusher. Sowohl der teuer bezahlte Trey Flowers als auch Julian Okwara können ihre Qualität aktuell nicht abrufen. Mit Romeo Okwara fehlt der beste Edge Defender der letzten Jahre ebenfalls verletzungsbedingt. 

Die Laufverteidigung der Lions ist mittelmäßig, 4,3 Yards pro Lauf sind genau der Ligadurchschnitt, allerdings lässt man insgesamt zu viele Rushing Yards zu. 134,5 Yards pro Spiel und 7,9 Rushing First Downs sind eindeutig zu viel, um den Ball schnell zurückzuerobern. So läuft die Defense meist nur hinterher, solange bis die wackelige Secondary wieder ein Big Play zulässt. Bezeichnend dafür ist, dass beide Safeties, Will Harris und Tracy Walker III, unter den Top 3 in Tackles liegen. Zusammen mit den ILBs Alex Anzalone und Jalen Reeves-Maybin müssen sie auf dem gesamten Feld aufräumen, sowohl underneath als auch over the top. 

Fazit

Der Spielstil der Lions Offense ist vergleichbar mit unserem, mit vielen kurzen Pässen auf den RB. Darüber hinaus fehlt ihnen allerdings die individuelle Klasse, um Big Plays zu erzielen. Die WR sollte man kontrollieren können, weswegen man den Fokus auf das Kurzpassspiel legen kann. Mit Pressure sollte Jared Goff zu Fehlern gezwungen werden können. Genauso wird es wichtig für unsere Offense sein, den Ball kontinuierlich zu laufen. So gewinnt man die Kontrolle über das Spiel und kann vereinzelt tiefe Pässe gegen eine schlechte Secondary probieren. Nach dem Bearsspiel werden wir hier wieder als deutlicher Favorit gelistet, weswegen man von einem souveränen Sieg ausgehen sollte.

Jonas

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