Portrait: Andy Weidl – Assistant General Manager

written by Daniel Stahl
9 · 05 · 22

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Gebürtig kommt Andy Weidl aus Pittsburgh, PA und verbrachte seine Collegezeit bei Villanova, wo er auch im Football-Team aktiv war und mit dem Thomas J. Burke Award, für seine konstanten Leistungen und seinen Einsatz als Offensive Lineman, ausgezeichnet wurde. Er erwarb am College seinen Bachelor-Abschluss in Kommunikation (1996) sowie einen Master-Abschluss in Personalentwicklung (1997). 

Weidl arbeitete zu Beginn seiner Laufbahn für das Team, von dem er selbst seit frühester Kindheit ein Fan ist, den Pittsburgh Steelers. Als Player Personnel Assistant von 1998-99, unter der Leitung des damaligen Director of Football Operations, Tom Donahoe, und dem ehemaligen Steelers Scout und Pro Football Hall of Famer, Bill Nunn, startete Andy Weidl seine Front-Office-Karriere.

Zur Saison 2000 entschied sich Weidl einen Posten bei den New Orleans Saints anzunehmen und war für die Jahre 2000-02 als National Combine Scout und in den beiden darauffolgenden Spielzeiten (2003-04) als Northeast Area Scout für die Franchise aus Louisiana tätig.

Es folgte 2005 der Wechsel zu den Baltimore Ravens, für die er eine Dekade lang arbeitete. Er scoutete für den Staff von Ravens General Manager und Pro Football Hall of Famer Ozzie Newsome und half der Organisation dabei, den Super Bowl XLVII in der Saison 2012 zu gewinnen. Während seiner Zeit in Baltimore (2005-15) hatte Weidl mehrere Positionen inne. Er startete als West Area Scout von 2005 bis 2008, wechselte dann die Region und war von 2009 bis 2012 als Northeast Scout tätig, bevor er zwischen 2013 und 2015 die Verantwortung als East Regional Scout trug.

2016 ging er zu den Philadelphia Eagles als Assistant Director of Player Personnel und arbeitete dort unter dem damaligen Vice President of Player Personnel und heutigen General Manager der New York Jets, Joe Douglas. Diese Position begleitete Weidl bis einschließlich 2017 bevor er 2018 zum Director of Player Personnel ernannt wurde. Bereits 2019 kam die Beförderung zum Vice President of Player Personnel. Bis zum Ende der Saison 2021 übte er diese Tätigkeit für die Philadelphia Eagles aus. Andy Weidl spielte in dieser Zeit eine wichtige Rolle beim Aufbau der Mannschaften, denen in vier der letzten fünf Spielzeiten die Playoff-Teilnahme gelang, dabei zwei NFC-East Titel errangen (2017 und 2019) und am 04. Februar 2018 gegen die New England Patriots den Super Bowl LII gewannen.

Mit dem Rücktritt des langjährigen General Managers der Pittsburgh Steelers, Kevin Colbert, und der damit einhergehenden Veränderungen im Front Office wurden insgesamt 16 Kandidaten von 14 Franchises für die Nachfolge von Colbert interviewt. Teampräsident Art Rooney II begründete die große Anzahl der potentiellen Kandidaten damit, dass man sich ein Bild darüber machen wollte, ob es der Organisation an Ideen, Strategien und Konzepten fehlte. Da man sich bekanntlich am Ende doch für eine interne Lösung entschieden hat, bekräftigt die Tatsache, dass sich die Franchise in den Jahren der Colbert-Dynastie immer auch am Zeitgeist orientiert hat. Dennoch gab es einen tiefen Wunsch nach externem Know-how, welches man sich in die Organisation holen wollte. Die Wahl für den Job des Assistant General Manager, der erstmals in der Geschichte der Pittsburgh Steelers besetzt wurde, fiel folgerichtig auf Andy Weidl. Er konnte unter Ozzie Newsome in Baltimore viel über Fitness und Persönlichkeit lernen und hat für sich mitgenommen, dass die Umkleidekabine nicht nur Talent, sondern auch eine intakte Kultur benötigt. Zu seiner Zeit in Philadelphia wurde hingegen vorwiegend der analytische Aspekt verfolgt. Hierbei ist es die Herausforderung, die entscheidenden Kleinigkeiten aus der Vielzahl an zur Verfügung stehenden Statistiken herauszufiltern und die Dinge zu beachten, die dem Team nützlich sein können. Nach der erfolgreichen Colbert-Ära ist es auch an Weidl das Team auf dem neuesten Stand zu halten und gleichzeitig die Verbindung zu den Standards und Prinzipien aufrechtzuerhalten, die die Steelers zu dem gemacht haben, was sie heute sind.

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