NFL Draft – Runde 2 – Pick 49: Keanu Benton

written by Andre Vilshöver
4 · 29 · 23

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Nachdem die Steelers mit den Picks 14 und 32 Spieler ausgewählt haben, war für viele die logische Schlussfolgerung, dass die Steelers Pick 49 traden würden, um sich Day 3 Material zu besorgen. Aber die Steelers hatten andere Pläne – oder die Angebote waren nicht gut genug – und mit dem 49ten Pick im 2023er NFL Draft entschied man sich für Keeanu Benton von der University of Wisconsin.


Wir möchten Euch daher unseren neuen Defensive Tackle vorstellen:

DT Keeanu Benton

– Klick mich –

Bisherige Football-Karriere:

Keeanu Benton ist in Janesville, Wisconsin geboren und aufgewachsen. Neben dem Football hat er sich in der High School auch viel mit Wrestling (Ringen – nicht der WWE) beschäftigt und konnte sich zweimal für die Staatsmeisterschaften qualifizieren. Am Ende siegte die Leidenschaft zum Football und Benton wurde als Senior ins First-Team All-State der Associated Press und All-Region and All-Big Eight Conference berufen. Als Three Star Recruit schloss sich Benton 2019 dem Football Programm der University of Wisconsin an. 

Als True Freshman spielte Benton in 13 von 14 Spielen und lief in 6 davon als Starting Nose Tackle für die Badgers auf. In seiner ersten Saison erzielte Benton 12 Tackles inkl. 4 Tackles for Loss, 2 Sacks und 2 Quarterback Hurries.

Die 2020er Corona Saison bestand für die Badgers aus nur 7 Spielen und in allen Spielen kam Benton zum Einsatz in 5 davon als Starting Nose Tackle. In diesen 7 Spielen gelang es ihm 9 Tackles und 2 Forced Fumbles zum Erfolg der Badgers beizusteuern.

In seiner 2021 Season sollte die Produktivität nach oben gehen, was ihm am Ende eine Berufung ins All-Big Ten Second Team einbrachte. Benton lief in allen 13 Spielen als Starting Nose Tackle für die Badgers auf. Am Ende wies sein Stat Sheet 24 Tackles, 2,5 Sacks, 2 Pass Deflections und 2 Fumble Recoveries aus. 

Bentons Senior Season endete für ihn persönlich mit einer Berufung ins All-Big Ten Third Team. Die Badgers beendeten die Saison mit einem Record von 7 – 6 und einem enttäuschenden 5ten Platz in der West Division der Big Ten. Bis auf das Bowl Game gegen Oklahoma State spielte Benton in allen anderen 12 Spielen als Starting Nose Tackle. 36 Tackles, 4,5 Sacks und 2 Pass Deflections sollten am Ende der Regular Seasonen in Bentons Arbeitsnachweis stehen. 

Stärken und Schwächen:

Auch wenn Benton im College nur Nose Tackle gespielt hat, so besitzt er aber die physisches Traits um auf der Line im 3-4 Scheme der Steelers auch andere Positionen / Techniken zu spielen. Seine Stärken liegen im Run Game, wo er sich im College besonders ausgezeichnet hat. Seine Bewegung an und auf der Linie gepaart mit seiner Handarbeit zwangen Runningbacks immer wieder dazu, andere Wege zu gehen oder ihm in die Arme zu laufen. Aber auch als Pass Rusher zeigt er Flashes, auch wenn er dort nicht so stark ist wie gegen den Run. Immer wieder zeigt er Ansätze eines effektiven Swim Moves und besitzt genügend Instinkt, um die Hände in den Passweg des Quarterbacks zu bringen. Er arbeitet mit einer soliden lower body strength und schafft es, sich nur selten vom O-Liner aufrichten und damit einfacher kontrollieren zu lassen. 

Benton ist ein Heavy Guy und das hindert ihn auch daran, explosiver zu sein, als er könnte. Generell ist er kein Athlet, was sich auch auf seine Geschwindigkeit auswirkt. Er zeigt zu selten, dass er die nötigen Tools besitzt oder einsetzen kann, um ein effektiver und starker Pass Rusher zu sein. Einen Bull Rush hat man bisher selten von ihm gesehen, obwohl er als Wrestler mit seinen Maßen die perfekten Voraussetzungen dafür hat. In Double Teams kommt er schnell ins Stocken und muss die Füße neu platzieren. Entsprechend wird er bei solchen Situationen oft aus der Balance gebracht.


Fazit:

Keeanu Benton ist ein Pick, welcher vom Value her voll und ganz in Ordnung ist, vor allem wenn man der Meinung ist, dass bis zum nächsten Pick dieser Spieler nicht mehr auf dem Board ist. Wenn die Pass Rush Hoffnungen nicht alleine auf Bentons Schultern ruhen, sondern wie bei den Steelers auf effektiven Edge Rushern und Spielern wie Cam Heyward und Larry Ogunjobi aufbaut, passt er gut ins Bild und kann effektiv agieren. Trotzdem wird Defensive Line Coach Karl Dunbar einiges an Arbeit in Benton investieren müssen, damit er eben nicht nur der Run Stuffer bleibt, sondern sich etwas mehr zum All-Down / Situation Guy bewegen kann. Das Training Camp und die Pre Season werden zeigen, ob und wie er sich gegen die Konkurrenz auf der Defensive Line durchsetzen kann.

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