Eine Legende verabschiedet sich

written by Sascha Steel
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Es war der 24. April 2004 als die Pittsburgh Steelers in der ersten Runde des NFL Draft einen QB mit dem Namen Ben Roethlisberger ausgewählt haben. Damals wusste noch niemand wie schnell und auch nachhaltig dieser Spieler das Schicksal der Steelers beeinflussen sollte.

Nach 18 Jahren stehen Big Ben 2 Superbowl Titel, 249 Spiele mit 418 Touchdowns zu buche. Diesen Donnerstag, am Geburtstag von Steelers Gründer Art Rooney, verkündete Ben Roethlisbgerer, dass er seine Football Schuhe an den Nagel hängt.

Schon in seinem ersten Jahr, 2004 als eigentlicher Backup zu Tommy Maddox, sorgte Ben für eine große Auswirkung. Am zweiten Spieltag verletzte sich genau dieser Tommy Maddox und Ben wurde ins kalte Wasser geworfen. Beim Spiel in Baltimore konnte er noch nicht glänzen und sein Team Kollege, Hall of Famer Alan Faneca, sagte nach dem Spiel auf die Frag zu Ben: „Das ist kein Grund zur Freude. Wollen Sie mit einem jungen Kerl spielen, der gerade aus dem College kommt? Dass er ein Erstrundenpick ist, ist eine große Sache. Aber er spielt in einer neuen Offensive, nicht mehr in seiner College-Offense. Er muss viel lernen.”

Doch von da an sollte das Schicksal der Steelers in den Händen genau dieses QB liegen. Die restlichen 13 Spiele der regulären Saison wurden gewonnen, ohne eine Niederlage, und brachten Ben Roethlisberger die Ehrung zum NFL offensive Rookie des Jahres ein. Das Happy End sollte noch nicht kommen, man verlor im Championship Game gegen die New England Patriots. Doch schon ein Jahr später sorgte Ben mit dafür, dass man die letzten 4 Spiele der Saison gewinnen konnte und somit auch wieder in die Playoffs einziehen konnte. Als sechstes und somit letztes Team.

Noch nie schaffte es ein sogenannter 6th Seed in den Superbowl zu kommen, da man 3 Auswärtsspiele vor sich hatte, geschweige denn diesen zu gewinnen. Doch Ben und sein legendäres Versprechen an Jerome Bettis, dass er ihn zu einem Champion machen würde, sollten eine neue Geschichte schreiben. In der Wild Card Runde wurden die Bengals geschlagen. Im Divisional Spiel siegte man bei den Colts dank Big Ben und seinem berühmten Tackle und im AFC Championship Spiel ließ man sich auch nicht mehr von den Denver Broncos aufhalten und zog in den Superbowl XL ein.

Roethlisberger glänzte dort zwar nicht als der hocheffiziente Werfer, der er in den Playoffs bis dato gewesen war, doch er fand trotzdem Wege, seinem Team zum 21:10-Sieg über die Seattle Seahawks zu helfen. Als beweglicher Spielmacher verteilte er die Bälle an den späteren Super Bowl MVP Hines Ward und blockte beim Trickspielzug für den werfenden Receiver Antwaan Randle El. So bescherte er den Steelers Superbowl Sieg Nummer 5.

Es blieb nicht dabei und die Steelers waren in den folgenden Jahren immer an der Spitze der NFL. Im Superbowl XLIII traf man dann in Tempe Arizona auf die Arizona Cardinals. Trotz dem INT Touchdown durch LB James Harrison, ist der Pass im letzten Drive zum Touchdown auf Santonio Holmes eine der Trademark Szenen für Big Bens Karriere. Die Steelers waren bis dato das erste Team mit 6 Superbowl Siegen und Ben Roethlisberger eines ihrer sportlichen Aushängeschilder.

In der Folge gelang es den Steelers nur noch einmal in den Superbowl zu kommen, eine Niederlage gegen die Green Bay Packers. Doch mit Ben Roethlisberger am Ruder, hatte man zumindest immer das Gefühl eine Chance zu haben. Seine Art zu spielen, das körperliche, den Pump Fake und lange Zeit seine Beweglichkeit, haben sein Spiel legendär gemacht.

In den letzten Jahren war das sportliche Niveau nicht mehr das was es mal war. Dennoch fand Ben immer Wege Spiele zu gewinnen. So ging man in keinem der 18 Jahren der Roethlisberger Ära mit einem negativen Rekord aus der Saison.

Natürlich gab es neben dem sportlichen auch andern Dinge, die schon oft thematisiert wurden. Doch mit der Zeit und seiner Familien Gründung, hat sich Ben Roethlisberger zu einer respektablen Ikone entwickelt, die sowohl auf dem Feld für viel Freude sorgte, aber auch in der Community Arbeit hoch anerkannt ist.

Big Ben wird auf dem Spielfeld der Steelers vermisst werden und die folgenden Statistiken sollten ausreichen um in naher Zukunft das goldene Sakko in Canton übergestreift zu bekommen.

Danke #7

2 x Superbowl Champion ( XL, XLIII)

6 x Pro Bowl

AP Offensive Rookie des Jahres

5ter Platz meiste passing yards in der NFL Geschichte (64.088)

8ter Platz meiste passing TD in der NFL Geschichte (418)

5ter Platz meiste Pass angebracht in der NFL Geschichte (5.440)

5ter Platz meiste Pass Versuche in der NFL Geschichte (8.443)

Geteilter zweiter für die meisten Game winning drives in der NFL Geschichte (53)

68 Spiele mit 300 passing yards oder mehr ( siebtbester in der NFL Geschichte)

12 Spiele mit 400 passing yards oder mehr ( fünfbester in der NFl geschichte)

3 Spiele mit 500 passing yards oder mehr (bester in der NFL Geschichte)

Mit 92 Siegen im Heinz Field der drittbeste Wert eines Spielers für Siege im selben Stadion.

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