Draftneed #9 – Quarterback

written by Sascha Steel
4 · 21 · 21

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Rosteranalyse

#2 Mason Rudolph

#3 Dwayne Haskins

#5 Josh Dobbs

#7 Ben Roethlisberger

Wir alle haben es noch vor Augen: Big Ben sitzt weinend auf der Bank, nach dem Playoffs-Aus gegen die Cleveland Browns. Viele haben ein Karriereende vermutet und Fragen nach Roethlisbergers Erbe kamen auf. Zurzeit befindet sich mit Mason Rudolph ein junger Quarterback auf dem Roster, der bisher nur vereinzelt überzeugen konnte. Vielen Steelersfans ist er zudem ein Dorn im Auge. Mit Dwayne Haskins konnte man noch vor der Free Agency einen jungen und talentierten Quarterback gewinnen, der bei seinem ehemaligen Team, dem Washington Football Team, durch Aktionen auf und neben dem Feld in Ungnade gefallen ist. Dieses sah dabei keinen Ausweg mehr, als ihren First Round Pick aus 2019 zu entlassen. In Pittsburgh hat er nun die Chance an seinem Charakter zu arbeiten, nachdem Washington ihm einen Warnschuss versetzte. Sollte er in Pittsburgh niemanden beeindrucken oder durch weitere kopflose Aktionen in Erscheinung treten, könnte seine Karriere in der NFL schon bald zu Ende sein. Über 2021 hinaus steht bisher kein Quarterback unter Vertrag.

Draftprospects 2021

Sowohl die Aufgabe des Starting- als auch des Backup-Quarterbacks für nächste Saison scheinen vergeben. Aufgrund der ungewissen Zukunft betrachten wir im Folgenden die Quarterbacks, die für die Steelers an Tag 1 erreichbar sind. Generell ist die Klasse sehr breit an der Spitze, indem wir von drei Quarterbacks mit den ersten drei Picks ausgehen können. Außerhalb der ersten Runde gibt es nur wenige Quarterbacks, die nicht viel Arbeit benötigen. So stellt mancher Experte die These in den Raum, dass in Runde 1 mehr Quarterbacks gehen als im restlichen Draft. #HereWeGo:

Trey Lance – North Dakota State (6-4, 224 lbs, 20 Jahre)

Lance ist vor allem ein großes Talent und weniger ein fertiger NFL-Quarterback. Er muss noch viel lernen und Arbeit reinstecken. Dazu bringt er allerdings alle nötigen Werkzeuge mit: Sein Arm-Talent ist unbestritten, leider wendet er dieses nicht immer konstant an und überwirft seine Mitspieler auch mal tief. Dem Gegenüber ist er ein absoluter Athlet, der sehr physisch auftritt. Er ist eine hervorragende Waffe im Laufspiel und bringt darüber hinaus viel Präsenz in der Pocket mit. Er navigiert stets um seine Gegenspieler, nutzt die Blocks seiner Line aus und behält die Augen auf seinen Receivern. Wenn er doch Druck bekommt, läuft er auch gerne selbst für ein First Down. In drei Jahren am College spielte Lance lediglich eine Saison als Starter, in dieser beeindruckte er die Scouts aber nicht nur mit seinen 0 Interceptions. 2020 machte er lediglich ein Spiel, bevor die FCS (Division 2) aufgrund von Covid-19 ihren Spielbetrieb einstellte. In diesem Spiel warf Lance seine erste Interception am College. Es wird vermutet, dass Lance 1-2 Jahre braucht, um sich auf die NFL einzustellen, dafür war die Konkurrenz am College leider deutlich zu klein. Mit dem richtigen Coaching kann man hier allerdings einen absoluten Diamanten erwarten. Lance hatte ein Pre-Draft Meeting mit den Steelers.

SNG Draft Projection: Top 10

Mac Jones – Alabama (6-3, 214 lbs, 22 Jahre)

Als Pocket Passer leitete Jones die wohl gefährlichste Offense 2020. Er beerbte damit Tua Tagovailoa und zeigte, dass auch er mit der Offense umzugehen weiß, wenn auch in einem anderen Stil als der Erstrundenpick der Dolphins. Im Rennen um die „Heisman-Trophy“ für den besten College-Footballspieler belegte er 2020 den dritten Platz. Jones versteht Defenses und kann Coverages lesen. Diese kann er mit seinem genauen Passspiel auf kurzen und mittleren Distanzen, sowie über die Mitte ausspielen. Jones bringt bereits viele Fähigkeiten mit, um eine Offense in der NFL zu übernehmen. Dennoch hat auch er Limitierungen, gerade bei tiefen Pässen. Regelmäßig unterwirft er seine offenen Anspielstationen, welche jedoch die Klasse haben und das Play retten. Darüber hinaus spielt Jones selten gegen Druck, was er seiner hervorragend O-Line zu verdanken hat. Außerhalb der Pocket weiß er nur selten zu überzeugen und glänzt nicht mit seiner Athletik. Manche Experten befürchten, dass sein Talent nur ein Produkt der hervorragend Offense ist.

SNG Draft Projection: Runde 2

Kyle Trask – Florida (6-5, 240 lbs, 23 Jahre)

War hinter Jones vierter im Heisman-Rennen. Mit seiner Statur glänzt er als Pocket Passer, setzt seine Receiver gut in Szene und dirigiert das Spiel aus der Pocket. Außerhalb davon bietet er nur wenig, sein physisches Auftreten lässt gibt ihm jedoch einen Kraftvorteil gegen viele Verteidiger. Trask arbeitet gut in der Pocket und kann mit guter Genauigkeit über das gesamte Spielfeld glänzen. Dabei tendieren seine Bälle allerdings dazu lange in der Luft zu sein, an seinem „Zip on the Ball“ muss er definitiv noch arbeiten. Auch bei Trask gibt es Meinungen, dass er von seinen Receivern getragen wurde. Gerade im Cotton Bowl gegen Oklahoma sah Trask schlecht aus, als sich Toney und insbesondere Pitts bereits auf den NFL Draft vorbereiteten und sich gegen eine Teilnahme entschieden. Dennoch sollte es Teams geben, die er mit seiner Genauigkeit und kraftvollem Auftreten beeindruckt. Sicherlich haben wir bei ihm noch nicht sein ganzes Potential gesehen. Trask hatte ein Pre-Draft Meeting mit den Steelers.

SNG Draft Projection: Runde 2

Shane Buechele – SMU (6-1, 207 lbs, 22 Jahre)

Für Buechele ist kein Wurf zu weit und kein Receiver zu sehr gecovert, als dass er es nicht wenigstens probiert. Immer wieder probiert er tiefe Pässe anzubringen und beweist dabei auch gute Genauigkeit und Armstärke. Nach fünf Jahren am College zeigt er gute Präsenz in der Pocket und kann mit seiner Athletik auch Plays verlängern, da ihm seine O-Line häufig nicht genügend Zeit gab. Mit seinen Entscheidungen liegt er nicht immer richtig, zu sehr versucht er das Big Play zu bekommen. Ein Spiel mit Buechele als Quarterback gleicht einer Achterbahnfahrt, wobei es viel Spaß macht ihm zuzugucken. Er hat noch viel zu lernen, nicht umsonst gelang ihm der große Durchbruch am College nicht.

SNG Draft Projection: Runde 4

Davis Mills – Stanford (6-4, 225 lbs, 22 Jahre)

Ebenfalls ein Pocket Passer. Sein Armtalent ist definitiv gegeben. Er zeigt eine gute Armstärke und auch Genauigkeit, allerdings ist diese stark von seiner Fußarbeit abhängig. Sind seine Füße nicht richtig gesetzt, landen seine Bälle gerne woanders. Mills kriegt den Ball früh raus und hat ein Gefühl für den Druck, dabei wird er diesem aber nicht entkommen, dafür ist er zu limitiert als Läufer. Definitiv muss er lernen Coverages zu lesen und zu verstehen, häufig starrt er seinen ersten Read an, um daraufhin die Lücken in der Defense zu erkennen. In der NFL wird er Probleme bekommen, wenn er Spielzüge nicht im Vorhinein überdenkt und Schwachstellen bereits vor dem Snap erkennt.

SNG Draft Projection: Runde 5

Jamie Newman Georgia (6-4, 230 lbs, 23 Jahre)

Er ist die Wundertüte im Draft. Newman spielte zuletzt 2019 für Wake Forest, ehe er 2020 nach Georgia transferierte. Dort angekommen, entschied er sich allerdings für den Optout. Bei Wake Forest spielte er in einer lauflastigen Offense, in der er seine nicht unwichtige Rolle spielte. Bei vielen Option-Runs zeigte er was für ein läuferisches Talent er hat. Im Passspiel setzte er vor Allem seinen physischen Receiver Sage Surratt ein, der viele Bälle rettete. Allgemein ist Newmans Genauigkeit eher inkonstant und fraglich. Generell wirken seine Spielzüge improvisiert und zeugen nicht von besonderem Spielverständnis. Nach seinem Optout kam er für den Senior Bowl als Georgia Bulldog zum Einsatz, wobei er leider nicht auf sich aufmerksam machen konnte. Newman hatte ein Pre-Draft Meeting mit den Steelers.

SNG Draft Projection: Runde 5

Kellen Mond – Texas A&M (6-3, 217 lbs, 21 Jahre)

Vermutlich ist er der beste Läufer im Draft. Er zeigt großartige Pocket Awareness und verlängert viele Spielzüge mit seinen Beinen. Er überzeugt ebenfalls mit designten Quarterback-Runs und QB-Options. Leider zeigt er im Passspiel eklatante Schwächen. Viele ungenaue Pässe, unerreichbar für seine Receiver und ein schlechtes Verständnis von Coverage. Es wirkt, als nehme er die Augen von seinen Receivern und sucht nur nach der nächsten Lücke für einen Scramble. Er hat noch viel vor sich um als Quarterback dauerhaft auf dem Feld zu stehen und nicht nur für Trickspielzüge. Mond hatte ein Pre-Draft Meeting mit den Steelers.

SNG Draft Projection: Runde 6

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