Draftneed #7 – Linebacker

written by Sascha Steel
4 · 23 · 21

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Rosteranalyse

#27 Marcus Allen

#40 Tegray Scales

#41 Robert Spillane

#54 Ulysees Gilbert III

#55 Devin Bush

#98 Vince Williams

#— Jarvis Miller

Bush ist als Starter wohl gesetzt. An seiner Seite werden vermutlich Williams, der nach seiner Entlassung wieder zurückkommt, und Spillane um Snaps kämpfen. Williams ist inzwischen 31 und ist besonders gut gegen den Run und als Blitzer, allerdings wird er in Coverage regelmäßig als schwächstes Glied von gegnerischen Quarterbacks ausgewählt. Spillane bekam letzte Saisons seine ersten Snaps als Starter, bei denen er solide ablieferte. Dahinter beginnt ein harter Kampf um Einsätze im Special Team. Klassischerweise gehen die Steelers mit 4 ILB, teilweise sogar mit 5, in eine Saison. Gute Chancen wird Marcus Allen haben, der nach den ersten Jahren als Safety nun auf die Linebackerposition umschult. Ulysees Gilbert III konnte sein Potential leider bisher nicht zeigen, da viele Verletzungen seine Karriere bis hierhin zurückwarfen.

Draftprospects 2021

Die Linebackerklasse ist dieses Jahr relativ durchschnittlich. Es gibt wenige Talente die früh gehen könnten, allerdings beginnt am Ende der ersten Runde der Value auf dieser Position. An Tag 2 und früh an Tag 3 kann man sich auf viele spannende und vielfältige Talente einstellen, die wohl jedem Team einen passenden Spieler bieten könnten. Mit Blick auf die Pre-Draft Meetings der Steelers, kann man wohl vermuten, dass ein LB in den Runden 2-4 gut möglich ist. Daher möchten wir euch hier gerne einige dieser Talente vorstellen. #HereWeGo:

Zaven Collins – Tulsa (6-4, 260 lbs, 22 Jahre)

Trotz seines kräftigen Körpers ist Collins ein guter Verteidiger gegen den Pass. Er spielt eine gute Zone Coverage und versteht es den QB zu lesen und seine Würfe zu antizipieren. Im freien Raum kann er sich gut bewegen und bringt eine, für seine Maße, gute Athletik und Geschwindigkeit mit. Zusätzlich hat er als Blitzer und Pass Rusher einige Qualitäten, welche ihm bei Tulsa auch vereinzelt Snaps als Edge einbrachten. Leider ist er als Tackler wider Erwarten schwach und zurückhaltend. Gegen den Run hält er sich zurück und spielt nicht immer konsequent sein Gap – definitiv ausbaufähig. Gerade aufgrund der Kombination seiner Körpergröße und Athletik wird er regelmäßig in Mock Drafts von den Steelers in Runde 1 gezogen. Diese Einschätzung gehen wir mit.

SNG Draft Projection: Runde 1

Baron Browning – Ohio State (6-3, 240 lbs, Senior)

Einer von insgesamt 4 Linebackern der Buckeyes in diesem Draft. Browning spielte aufgrund seiner Vielfältigkeit in verschiedenen Rollen für die Defense. Sowohl als klassicher Inside Linebacker hat man ihn gesehen aber auch als Edge Rusher oder im Slot. Durch seinen Speed und seine Athletik kann er durchaus Tight Ends und kleinere Slotreceiver covern, aber auch im Blitz oder Edge Rush kann er mit seiner Explosivität viele Tackles beschäftigen. In Coverage fällt es ihm schwer Plays zu erkennen. Sein Verständnis für Routenkonzepte ist ausbaufähig und wird durch seine Athletik wett gemacht. Wenn er daran arbeitet Quarterbacks zu lesen, kann er auch in der NFL ein vielseitiger Verteidiger werden, der für jede Defense unberechenbar ist.

SNG Draft Projection: Runde 1

Chazz Surratt – North Carolina (6-2, 225 lbs, 24 Jahre)

Als Quarterback ans College gekommen, wechselte er 2019 die Position. Seine Kenntnisse aus der Offense halfen ihm besonders in Coverage. Er versteht die Konzepte der Offense, sieht früh wie sich Plays entwickeln und kann diese anschließend unterbinden. Gerade in Zone Coverage kann er seine Instinkte ausspielen und den Ball attackieren. Surratt spielt mit viel Antrieb, gibt bis zum Pfiff alles und spielt mit 100%. Wenn er zum Tackle ansetzt, wird es scheppern! Generell ist sein Tackling in der letzten Saison um einiges besser geworden verglichen zu 2019, allerdings muss er noch weiter daran arbeiten und nicht immer für den Big Hit gehen. Seine Schwäche ist ganz klar die Run Defense, hier ist er leider kein Faktor. Weder erkennt er Runs in der Entstehung noch kann er sich gegen Blocker durchsetzen bzw. lösen. Praktisch wird er überlaufen, wenn er sich nicht selbst aus dem Play genommen hat. Mit 24 Jahren ist er bereits relativ alt und durch den Positionswechsel noch relativ unerfahren. Bisher zeigt seine Entwicklungstendenz allerdings steil nach oben.

SNG Draft Projection: Runde 2

Nick Bolton – Missouri (6-0, 232 lbs, 21 Jahre)

Bolton setzt seinen Körper sehr gut gegen den Run ein. Er erkennt Running Plays früh und findet schnell das richtige Gap. Dabei vertraut er vor allem seinen Instinkten. Er spielt so physisch, dass er sich gut von seinen Blocks lösen und Running Backs häufig an der LoS stoppen kann. Diese Aspekte kommen ihm auch bei seinen Blitzen zugute, bei denen er den QB häufig unter Druck setzen kann. Generell hat er einen guten Motor und läuft auch schnelleren Receivern oder Running Backs hinterher. Dabei geht Bolton häufig auf das Big Play / den Big Hit, so dass in seinem Tape viele Missed Tackles zu sehen sind. Hier muss er in Zukunft cleverer spielen, um sich nicht komplett verladen zu lassen. Seine größte Schwäche ist definitiv die Passverteidigung. In Man Coverage hat er Probleme Receivern zu folgen und fällt auf viele Täuschungen rein. In Zone Coverage muss er noch lernen das Play zu erkennen und ein Gefühl dafür entwickeln, was hinter ihm passiert. Bolton ist noch jung und bringt viel Potential mit, leider ist er momentan noch kein moderner Linebacker, weswegen er bei uns auf dem Bord fällt.

SNG Draft Projection: Runde 3

Justin Hilliard – Ohio State (6-1, 231 lbs, Redshirt Senior)

Der zweite Linebacker der Buckeyes. Leider war er in seiner Collegezeit häufiger verletzt, so dass er nur wenige Einsätze als Starter hatte. Neben zwei gerissenen Bizepsen (2015-2016) hatte er sich zuletzt 2019 die Achillessehne angerissen. Stand er allerdings auf dem Feld, zeigte Hilliard wie explosiv er ist und wie gut er im 1vs1 ist. Er kommt gut um Blocks herum und findet schnell den Ballträger, welchen er auch häufig allein zu Boden kriegt. Verlorene Plays gibt er selten auf und verfolgt Gegner auch über das ganze Feld. Bei all seiner Liebe für das Spiel reagiert er gegen Pass häufig zu früh, was ihn daraufhin in eine schlechte Position bringt. Allgemein ist seine Verletzungshistorie allerdings das größte Fragezeichen. Zusätzlich hat er trotz seiner langen Zeit am College wenig Erfahrung auf der Position.

SNG Draft Projection: Runde 3

Cameron McGrone – Michigan (6-1, 236 lbs, 20 Jahre)

Als Redshirt Sophomore bringt McGrone lediglich zwei Jahre Spielerfahrung mit. Mit 20 Jahren hat er allerdings das Potential für eine erfolgreiche Karriere in der NFL, dafür ist seine Athletik und Agilität elementar. Er zeigt, dass er als Athlet vielseitig einsetzbar ist, kann seine Explosivität gut im Blitz nutzen und ist ein sicherer Tackler. Mit seinem Speed kann er besonders gut Laufspielzüge über Außen unterbinden und den Ballträger schnell stoppen. Seine Probleme liegen, aufgrund seines geringen Gewichts, im Entgehen von Blocks – zu leicht lässt er sich von kräftigeren Spielern aus dem Spiel nehmen. Dadurch öffnen sich zwischen den Tackles häufig Lücken, die er schließen sollte. Bei den Wolverines war McGrone nur selten in Coverage und konnte seine Athletik dort leider nicht ausspielen. In mehreren Momenten sah er dabei auch eher verloren aus. In der NFL wird er wohl noch viel lernen müssen, allerdings ist er bereits ab Tag 1 eine sehr gute Ergänzung im Special Team.

SNG Draft Projection: Runde 3-4

Garrett Wallow – TCU (6-2, 230 lbs, Senior)

Wallow ist ein solider Linebacker, der keine eklatanten Schwächen hat. Er ist flexibel einsetzbar und bringt gute Ansätze im Blitz. Mit seiner Agilität und seinem Antrieb erreicht er auch Ballträger auf der weiten Seite des Feldes. Wallows Talent liegt darin, den Ball selbst in unübersichtlichen Momenten zu finden. Dem hingegen lässt er sich allerdings zu einfach blocken und bekommt Probleme gegen physische O-Liner. Seine Coverage ist durchschnittlich, allerdings fehlt ihm auch hier gegen Tight Ends die Physis. Es ist fraglich wie viel Potential letztendlich in ihm steckt, allerdings bekommt man mit ihm bereits einen soliden Linebacker.

SNG Draft Projection: Runde 4

Dylan Moses – Alabama (6-3, 240 lbs, 23 Jahre)

Ein junger Run Stopper, der in der Box viele Rollen übernehmen kann. Sowohl als Offball-Linebacker als auch als Edge Rusher zeigte Moses seine Explosivität. Ihm entgeht nur selten ein Tackle und kann mit Blitzen Druck kreieren, dabei vertraut er häufig seinen Instinkten. Leider fehlt ihm die Athletik, um ein wirklicher Faktor in der Passverteidigung zu sein. Ebenfalls hat er Probleme das Spiel zu lesen und setzt das Geschehene erst spät um. Zurzeit sollte Moses daher nur bei 1st & 2nd Downs auf dem Platz stehen, was seinen Wert in der modernen NFL mindert.

SNG Draft Projection: Runde 5

Pete Werner – Ohio State (6-3, 242 lbs, Senior)

Kommen wir zum dritten Linebacker der Buckeyes: Werners Highlight ist wohl seine Fähigkeit Tight Ends zu covern. Er spielt sehr physisch und mit seiner Beweglichkeit schafft er es Tight Ends über das gesamte Feld zu decken. Leider ist er nicht besonders schnell oder flink, sonst würde er sicherlich weiter oben stehen. Häufig fehlt ihm die Balance, so dass er auch mal „ausgetanzt“ wird, oder mal einen Tackle verpasst. Werner bietet in unseren Augen weniger Upside, hat dafür allerdings ein seltenes Ass im Ärmel. Ob es am Ende für das schnellere Spiel der NFL reicht, wird sich noch zeigen.

SNG Draft Projection: Runde 5

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