Draftneed #2 – Wide Receiver

written by Jonas Wedlich
4 · 27 · 22

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WR

Rosteranalyse

#11 Chase Claypool

#15 Cody White

#17 Anthony Miller

#18 Diontae Johnson

#80 Tyler Vaughns

#82 Steven Sims

#84 Rico Bussey

#— Miles Boykin

#— Gunner Olszewski

Innerhalb von einer Saison ist der Need auf Wide Receiver bei den Steelers sprunghaft angestiegen. Noch 2021 dachte man, dass man für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist: Chase Claypool sollte zum zukünftigen X-Receiver aufsteigen, Juju Smith-Schuster war für den Slot gesetzt und einer der die Steelersmentälität lebte, dahinter war man mit Ray-Ray McCloud und James Washington gut und jung aufgestellt. Sowohl Smith-Schuster als auch McCloud und Washington haben sich allerdings in der Zwischenzeit nach Kansas City, San Francisco und Dallas verabschiedet. Claypool bekam in seiner zweiten Spielzeit mehr Probleme und tat sich schwer damit die ihm gegebene Rolle in der Offense von Big Ben auszufüllen. Einzig Diontae Johnson spielte eine starke Saison, bekam seine Drops, für die er noch 2020 kritisiert wurde, unter Kontrolle und bewies eine gute Connection mit seinem Quarterback. Nun bleiben also die Positionen des Slot Receivers und mehrerer Backups unbesetzt. Die größten Chancen haben hier sicherlich Anthony Miller, der 2021 bereits im Practice Squad war und in Chicago mit QB Mitch Trubisky zusammenspielte, und der von den Ravens gerade entlassene Miles Boykin. Beide Spieler liefern allerdings auch noch einige Fragezeichen. Zusätzlich verpflichtete man Gunner Olszewski, der allerdings lediglich als Return Specialist das Feld sehen sollte. 

Draftprospects 2022

Die 2022er Draftklasse bietet viele gute Spieler mit unterschiedlichen Spielstilen. Hier sollte jede Offense mit einem Need auf Wide Receiver eine passende Ergänzung finden. Dabei ist nicht nur die erste Runde stark besetzt, sondern auch in den späteren Runden findet man interessante Role Player. Die Klasse hat keine klare Nummer 1, die in den Top 5 gehen wird, vielmehr findet man auf den verschiedenen Boards immer wieder andere Reihenfolgen und man sieht häufig unterschiedliche Namen, die in der ersten Runde gezogen werden.

Jameson Williams – Alabama (6-2, 189 lbs, 21 Jahre)

Seine ersten zwei Jahre verbrachte Williams bei den Ohio State Buckeyes größtenteils auf der Bank. Gegen das breit aufgestellte Receiver Corps konnte er sich dort leider nicht durchsetzen. Als Junior entschied er sich schlussendlich nach Alabama zu transferieren, wo er prompt einschlug und sich einen Namen machte. Als klare Nummer 1 fing er 79 Pässe für 1.572 Yards und 15 Touchdowns, ehe er sich im National Championship Game gegen Georgia das Kreuzband riss. Durch seine Verletzung war Williams nicht in der Lage beim Combine oder dem Pro Day der Crimson Tide zu testen, was seinem Draft Stock einen Dämpfer gab. Auf Tape fällt Williams mit seiner enormen Explosivität und Geschwindigkeit auf. Er ist der Typ Spieler, der die Defense in die Tiefe streckt. Als schnellster Spieler im Draft und mit seinem sehr guten Route Running kann er bei jedem Snap die Endzone erreichen, wofür die Verteidigung Sorge zu tragen hat. Was Williams Spiel fehlt ist Physis. Er ist nicht der Spieler der physische Eins-Gegen-Eins Duelle am Catch Point für sich entscheiden wird oder ein großer Blocker. Genauso wenig sollte man ihn als Safety Blanket oder Possession Receiver einsetzen. Williams hat bereits eine feste Rolle, in der er unvergleichbar ist.

SNG Draft Projection: Runde 1

Garrett Wilson – Ohio State (6-0, 188 lbs, 21 Jahre)

Der beste Route Runner der Klasse ist vermutlich Wilson. Ähnlich gebaut wie Williams, setzt er vor allem auf seine gute Fußarbeit. Wilson ist in der Lage jede Route zu laufen, sowohl von Outside als auch aus dem Slot, und verkauft dabei häufig seine Gegenspieler. Aus voller Geschwindigkeit schafft er es nicht nur direkt stehen zu bleiben oder scharfe Cuts zu laufen, sondern auch mit Hesitation Moves tiefe Routen zu gewinnen. Mit sicheren Händen und großem Catch Radius bietet er dem Quarterback ein einfaches Target zum Anwerfen. Nach dem Catch ist er dazu noch wahnsinnig elusive und dadurch schwer zu stoppen. Wilson weiß genau was er drauf hat und fokussiert sich komplett auf seine Stärken. Durch seine teilweise komplizierten Routen und vielen Cuts kommt er phasenweise aus dem Rhythmus, weswegen Pässe deutlich überworfen werden. Dazu ist Wilson nicht der physische X-Receiver den sich viele Teams wünschen. Gegen Press hat er deutliche Probleme, bekommt die Hände von physischen Cornerbacks nur selten los und ist auch am Catch Point nicht der aggressivste. Seine Rolle in der NFL wird zunächst im Slot sein, aber auch als Z-Receiver sollte er früh Snaps sehen können. Sicherlich gewinnt hier jede Offense einen Day 1 Starter und eine Mismatch-Waffe.

SNG Draft Projection: Runde 1

Chris Olave – Ohio State (6-1, 189 lbs, 21 Jahre)

Olave hatte bereits 2021 die Möglichkeit in den Draft zu gehen, entschied sich allerdings dafür zu Ohio State zurückzukehren. Bereits damals wäre er wohl in Frage für einen hohen Pick gekommen. In seinem Senior Year bekam Olave zunehmend Konkurrenz von Sophomore Wide Receiver Jaxon Smith-Njigba, der sich bereits jetzt einen Namen für den NFL Draft 2023 gemacht hat. Trotz der sehr talentierten Mitspieler konnte Olave dennoch eine weitere gute Spielzeit abliefern und steigerte sich sogar im Vergleich zu 2020. Sein Route Running gehört zu den besten dieser Klasse, dazu bringt er viel Geschwindigkeit mit. Olave kommt mit Leichtigkeit über das gesamte Feld, ist sowohl über die Mitte als auch tief immer eine Waffe und dazu noch ein sehr sicherer Fänger. Lediglich 5% seiner Targets lässt er fallen, ein absoluter Topwert unter Receivern. Nach dem Catch fehlt ihm leider die Elusiveness, um sich im Open Field zu bewegen und Missed Tackles zu kreieren. Wie sein Teamkollege Wilson gehört auch Olave zu den leichteren Receivern der Klasse und hat Probleme gegen physische Cornerbacks, hier hat er sicherlich noch Verbesserungsbedarf. Wie sehr sich Olave in der NFL noch steigern kann, ist die Frage. Er ist bereits ein gut abgerundeter Wide Receiver und bietet, im Vegleich zu anderen Top Prospects, weniger Upside.

SNG Draft Projection: Runde 2

Jahan Dotson – Penn State (5-11, 184 lbs, 22 Jahre)

Bei den Nittany Lions spielte Dotson vornehmlich als Outside Receiver. Trotz seiner Größe hat Dotson nämlich einen vergleichsweise großen Catch Radius und mit seinem hervorragenden Route Running kann er auch gegen größere Cornerbacks bestehen. In der NFL ist für ihn vermutlich dennoch die Rolle als Slot Receiver vorgesehen, da er diese allerdings auch besonders gut ausfüllt. Er ist mehr explosiv als schnell, hat ebenfalls Probleme mit physischen Verteidigern und kommt aus dem Slot besonders schnell in offene Räume. Dort zeigt Dotson seine Qualitäten als Returner. Mit dem Ball in der Hand ist er sehr shifty, tanzt Verteidiger regelrecht aus und beweist ein gutes Auge für das Spielgeschehen. Dadurch ist auch eine Rolle im Run Game denkbar, etwa bei End Arounds oder bei Option Plays. Dies ist natürlich abhängig von der Kreativität seines zukünftigen Offensive Coordinators. Sicherlich sollte man Dotson den Ball möglichst schnell in die Hände geben, damit er mit seiner Beweglichkeit einen Unterschied machen kann.

SNG Draft Projection: Runde 2

Erik Ezukanma – Texas Tech (6-3, 220 lbs, 22 Jahre)

Viel wird bei Ezukanma über seinen tatsächlichen Draft Stock geredet. Bei kaum einem Spieler in der Klasse ist die Reichweite so breit gestreut wie bei ihm. Teilweise bekam Ezukanma First Round Grades, gerade zu Beginn der Saison, teilweise gilt er allerdings auch nur als Projekt für Tag 3. Ich persönlich sehe ihn zwar hinter großen Receivern wie London und Burks, allerdings denke ich, dass sein Spielstil attraktiv für die NFL ist. Zusammen mit dem großen Bedarf an physischen X-Receivern könnte das Ezukanmas Draft Value am Ende deutlich steigern. In der Offense der Red Raiders war er der klare Go-To-Guy, trotz mehrerer Quarterbackwechsel. Ezukanma lief zwar nur einen ziemlich limitierten Route Tree am College und ist auch nicht der schnellste, dafür zeigt er seine Qualitäten beim Catch. Zunächst lässt er kaum einen Ball fallen, dazu setzt er sich am Catch Point gegen jeglichen Verteidiger durch und auch in engen Fenstern behält er stets die Übersicht und kommt dadurch meistens mit dem Ball runter. Beim Release hat er keine Probleme Press Coverage zu schlagen und in der Route lässt er sich auch durch eine physische Deckung nicht von seinem Laufweg abbringen. Als Blocker ist Ezukanma solide. Ich denke er hat in der NFL noch einen weiten Weg vor sich und noch einiges zu lernen. Wer sich traut ihn früh zu ziehen, könnte mit etwas Feinschliff einen sehr guten X-Receiver für viele Jahre bekommen.

SNG Draft Projection: Runde 2

Skyy Moore – Western Michigan (5-10, 195 lbs, 21 Jahre)

Besonders auffällig in seinem Film ist seine Explosivität und Agilität. Im Open Field ist Moore kaum zu stoppen und auch an der Line kommt er so schnell weg, dass Cornerbacks ihre Hände nicht an ihn heran bekommen. Sein Route Running ist bereits ziemlich weit und profitiert sehr von seinem Get Off. Moore muss in der NFL an seinen Händen arbeiten: Zu viele einfache Drops und als Non-Faktor bei Contested Catches sollten ihn bis an Tag 2 fallen lassen. Mit seinem kleinen Catch Radius bietet er zudem seinem Quarterback kein Safety Blanket. Generell ist Moore kein physischer Wide Receiver, weder im Blocking noch nach dem Catch. Meistens fällt er tatsächlich schon beim ersten Kontakt um. Zunächst wäre Moore wohl an die Rolle als Slot Receiver gebunden, wo er den Ball schnell in die Hände bekommen sollte, um Schaden im offenen Feld anzurichten. Für alle weiteren Aufgaben ist er für mich zurzeit zu sehr ein One-Trick-Pony.

SNG Draft Projection: Runde 3

Justyn Ross – Clemson (6-4, 205 lbs, 22 Jahre)

Aufgrund einer Nacken- und Wirbelsäulenoperation verpasste Ross die komplette Saison 2020. Vor seiner Verletzung wurde er bereits zu den besten Talenten des Landes gezählt und ist nun auf dem Weg zurück, weswegen er seinen Namen im NFL Draft auch hören sollte. Nach dem Abgang von Tee Higgins bei den Tigers konnte Ross 2021 leider nicht vollends mit seinen Qualitäten überzeugen. Er zeigte, dass er ein guter Route Runner ist und bewies sichere Hände. Seine Physis passt allgemein zu seinem Spielstil, so dass er sich auch bei Contested Catches durchsetzen kann. Er ist explosiv bei seinen Cuts, allerdings nicht der schnellste Receiver downfield. Allgemein bietet Ross keine eklatanten Schwächen und liefert daher einen soliden Floor. In der NFL wird er vermutlich als Possession Receiver fungieren und sollte, wenn er fit bleibt, eine gute Nummer 2 in der Offense sein.

SNG Draft Projection: Runde 3

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