Die zweite Woche des Camp begann mit den ersten Einheiten der Steelers in Pads und dem Besuch der Pat McAfee Show in Latrobe. Auch in der zweiten Woche war der Andrang der Fans groß, welche dieses Jahr mit den Saturday Night Lights vor 8.499 Fans im ausverkauften Latrobe Memorial Stadium endete.

Genereller Look and Feel
Auch in der zweiten Woche zeichneten sich die Einheiten auf dem Chuck Noll Field und im Latrobe Memorial Stadium durch eine hohe physische Intensität aus.
Insgesamt sah man ein Team, in einer physisch fordernden Phase der Saisonvorbereitung, in der die Defensive den Ton angab, während die Offensive an der Feinabstimmung im neuen Spielsystem arbeitete.
McCarthy und sein Team integrierten verstärkt physische Drills wie Power-Laufspiel aus der I-Formation sowie aggressive Blitzes in den Team Drills. Zur Überraschung einiger Spieler und der Fans wurden einige traditionelle Elemente wie die Backs-on-Backers-Übung gestrichen.
In der Offensive wechselten sich Licht und Schatten ab. Die Abstimmung in der Passing Offense verlief streckenweise holprig, da die Passempfänger und die Quarterbacks bei der Abstimmung der Routen häufiger Kommunikationsprobleme zeigten. Zudem machten der Offensive Unsauberkeiten zu schaffen, darunter Fehlstarts der Tackle und verpatzte Ballübergaben im Running Game. Positiv stachen einzelne Pass Sequenzen sowie das kontrollierte Zone Rungame heraus, bei dem die Running Backs Rico Dowdle und Jaylen Warren phasenweise gute Lücken nutzen konnten..
Auf der defensiven Seite dominierte die Mannschaft weite Teile der Sessions. Defensive Coordinator Patrick Graham setzte auf ein aggressives System mit variablen Fronten, pre-snap Chaos-Looks und aggressive Blitze der Linebacker durch die A-Gaps. Die Defensive Line setzte die junge Offensive Line in den Pass-Protection-Drills konstant unter Druck. Gegen den Lauf zeigte die Front Seven eine konsequente Gap Protection, wobei die Defensive Linemen sich frühzeitig aus gegnerischen Blocks lösten und Ballträger hinter der Line of Scrimmage stoppen konnten.
Das Verletzungspech traf den Kader vor allem in der zweiten und dritten Reihe hart. Der Ausfall von Max Iheanachor und die Blessur von Brandin Echols forderten frühzeitige Umstellungen in der zweiten und dritten Reihe.
Verletzungen (Auswahl)
- Jalen Ramsey (Active/PUP List)
- Joey Porter Jr. (Active/PUP List)
- Donte Kent (Active/PUP List) – Teilnahme an Drills
- DeShon Elliott (Eingeschränkt) – partielle Teilnahme an Drills
- Logan Lee (Fehlte an mehreren Tagen, Ursache unbekannt)
- Brandin Echols (Linke Knöchel- beziehungsweise Fußverletzung, Schutzschuh)
- Max Iheanachor (Nacken- beziehungsweise Schulterverletzung)
- Eli Heidenreich (Rechte Beinverletzung)
- Michael Pittman Jr. (Oberschenkel, Vorsichtsmaßnahme)
- Sebastian Joseph-Day (Pausierte am Samstag, Ursache unbekannt)
- Jaquan Brisker (Pausierte am Samstag, Ursache unbekannt)
Position Check
Bei den Quarterbacks zeigte Aaron Rodgers eine hohe Passgenauigkeit, warf präzise Bälle auf seine Receiver, dabei brachte er 50 Pässe bei 81 Versuchen für 5 Touchdowns und 2 Interceptions an den Mann. Mason Rudolph agierte stabil ohne Interception bei 21 von 32 Pässen. Will Howard überzeugte mit 72 Prozent angekommenen Pässen sowie 3 Touchdowns bei einer Interception. Drew Allar zeigte starke Armkraft, hatte jedoch Schwächen mit seiner Präzision bei kurzen Distanzen und beendete die Phase mit 13 von 27 Pässen..
Keeanu Benton überzeugte in der Defensive Line in den Eins-gegen-Eins-Drills mit starken Club-Moves und arbeitete als Nose Tackle in der 3-4-Formation. Derrick Harmon zeigte dominante Leistungen gegen den Lauf und setzte sich in Pass-Rush-Drills durch. Yahya Black hielt die Schlagzahl im Running Game hoch. Esezi Otomewo verbuchte zwei Pass-Breakups an der Line of Scrimmage, darunter einen abgewehrten Screen-Pass. Reserve-Spieler Kyler Baugh fiel durch hohe Aktivität und Handarbeit auf.
Auch in dieser Woche sah die starting Offensive Line identisch aus:
Troy Fautanu – Mason McCormick – Zack Frazier – Spencer Anderson – Dylan Cook
Troy Fautanu zeigte starke Blocks gegen Cam Heyward, leistete sich jedoch drei Fehlstarts. Dylan Cook überzeugte in Pass-Protection-Drills gegen T.J. Watt und Nick Herbig. Broderick Jones zeigte schwankende Leistungen und wechselte nach der Verletzung von Max Iheanachor auf die rechte Tackle-Position. Gerade vor seiner Verletzung überzeugte der 1st Rounder durch eine stabile Basis gegen den Pass Rush und erhöhte den Druck auf Dylan Cook. Doug Nester sammelte vielseitige Snaps auf Guard, Tackle und Center.
T.J. Watt und Alex Highsmith bildeten das primäre Duo der Outside Linebacker / Edge Rusher und zeigten gewohnte Pass-Rush-Qualitäten.
Mit der Installation von Sets mit drei Outside Linebackern agierte Nick Herbig flexibel auf B-Gap-Alignments sowie in Off-Ball-Aufstellungen. Herbig entschied mehrere Reps mit Speed-Moves für sich. Jamin Davis und Julius Welschof taten sich in den Pass-Rush-Drills schwer und zeigten Hüftsteifigkeit bei Richtungswechseln.
Rico Dowdle und Jaylen Warren teilten sich die Reps der Running Backs in der ersten Mannschaft. Dowdle zeigte starke Cuts und Effizienz bei Zone Runs. Warren überzeugte in der Pass Protection gegen Blitze, verlor jedoch zwei Fumbles im Laufe der Woche. Lew Nichols sicherte sich 10 Carries, gefolgt von Kaleb Johnson mit 9 Läufen. Beide fielen aber mit Ballverlusten bei Handoffs auf.
Bei der Gruppe der Inside Linebacker sticht ein Duo heraus. Patrick Queen und Payton Wilson zeigten hohe Aktivität gegen den Lauf. Wilson überzeugte durch schnelles Lesen der Blocks und Physis im Loch. Queen fing eine Interception gegen Aaron Rodgers im Zwei-Minuten-Drill. Carson Bruener und Cole Holcomb stoppten mehrere Runs an der Line of Scrimmage. Jacoby Windmon setzte Akzente als Linebacker der Reserve. Malik Harrison sah so wenig Snaps und wurde teilweise in die EDGE Rotation verschoben.
Wenn man den Worten von Steelers OC Brian Angelichio glauben darf, dann sollen die Tight Ends und allen voran Pat Freiermuth dieses Jahr eine größere Rolle spielen. Über die Woche fing Pat Freiermuth 11 von 13 Targets für einen Touchdown und agierte als verlässliche Anspielstation. Robert Tonyan verbuchte 11 Fänge bei 12 Targets über die kurzen und mittleren Routen. Darnell Washington wurde primär als Blocker eingesetzt und verzeichnete 3 Receptions bei 3 Targets mit einem Touchdown. Riley Nowakowski sammelte hybride Snaps als Fullback und Tight End.
Bei den Defensive Backs wurde auch in dieser Woche aufgrund der Verletzungen rotiert. Safety Jenkins wurde neu verpflichtet, Echols und Brisker trainierten zum Ende der Woche nicht. Keine einfache Aufgabe für Patrick Graham und seinen Defensive Staff dort eine Routine zu implementieren.
Jamel Dean verbuchte 3 Pass Breakups und erzielte eine Pick-Six-Interception gegen Aaron Rodgers. Brandin Echols fing eine Interception, bevor er sich verletzte. Rayshawn Jenkins brachte Physis in das Team und setzte harte Tackles nach Fängen. Asante Samuel Jr. zeigte gute Abdeckung in den Pass-Drills und BackUp Safety Sebastian Castro fing eine Interception.
Das Go to Target der QBs bei den Wide Receivern ist weiterhin DK Metcalf. Dieser führte alle Passempfänger mit 21 Receptions bei 29 Targets und 2 Touchdowns an. Roman Wilson steigerte seine Ausbeute auf 9 Catches bei 19 Targets und erzielte zwei Touchdowns am Dienstag. Bei den Backups stach Brandon Smith mit 10 Catches bei 12 Targets hervor und hinterließ damit einen starken Eindruck in den Team Drills. Michael Pittman Jr. und Germie Bernard verzeichneten mit jeweils unter 6 Fängen einen ruhigen Start. Kaden Wetjen fing 4 Pässe, offenbarte jedoch weiterhin Mängel beim Catch Radius.
Letzte Woche haben wir die Special Teams außen vor gelassen, aber heute werfen wir ein Blick drauf.
Bei den Kicker & Puntern gibt es kaum Überraschungen. Cameron Johnston macht ohne jegliche Konkurrenz einen soliden Eindruck und ist ein solider Holder für die Kicker. Chris Boswell verwandelte in dieser Woche alle 10 Versuche zwischen 29 – 56 Yards. Rookie Laith Marjan traf 5 von 7 Field Goals, verschoss aber zwei Versuche aus 52 und 46 Yards
In der Punt / Kick Coverage waren Ben Skowronek, Daylen Everette und Brandin Echols die primären Gunner. In der Kickoff-Coverage testeten die Coaches die Defensive Linemen Anthony Goodlow und Kyler Baugh als Spieler für die Protection.
Bei den Returns teilten sich Kaden Wetjen, Roman Wilson, D’Shawn Jamison und Kaleb Johnson die Reps in der Kick Return Rotation auf. Wetjen und Wilson agierten zusätzlich als Punt Returner.
Das war Woche zwei des Camp der Steelers in Latrobe. Weiter geht es am Montag, dem 10.08.2026 und wir dürfen gespannt sein, was Mike McCarthy und sein Staff in der dritten Woche vorhaben.
In der Nacht zum Freitag steht auch bereits das erste Preseason Spiel gegen die Packers im Acrisure Stadium an.
Wir werden Euch dann nächste Woche darüber auf den neuesten Stand bringen.




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