Review – Week 15 at Colts

written by Jonas Wedlich
12 · 17 · 23

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Review – Week 15 at Colts

Tell me, where did we go wrong?
We should be singing Christmas songs
Instead of shouting all night long
Like we do
We keep fighting in the street
When we should be home wrapped in the sheets
Putting presents underneath the tree
For me and you

(All I Want (For Christmas) – Liam Payne)

Nach den beiden unnötigen Niederlagen gegen die Cardinals und Patriots im heimischen Heinz Field, ging es für unsere Steelers bereits am Samstag nach Indianapolis zu den Colts im Kampf um die Wildcards für die AFC Playoffs. Viele Fragezeichen gab es im Vorhinein in der Offense rund um QB Mitch Trubisky und trotz eines guten Beginns bleiben diese nicht nur unbeantwortet, sondern mehren sich dazu noch. 

Nachdem man in den ersten Drives aufgrund eines verschossenen Field Goals von Colts K Matt Gay mit einem blauen Auge davon kam, zeigte die Offense einen effektiven Gameplan, in dem besonders WR George Pickens zu glänzen wusste. So fing er gleich mehrere Pässe für neue First Downs und trug maßgeblich zur guten Feldposition der Steelers bei. Trubisky konnte mit einem Sneak zum ersten TD vollenden, der Extrapunkt von K Chris Boswell ging allerdings daneben.

Auch die Defense war augenscheinlich gut eingestellt und konnte Colts QB Gardner Minshew, der immer wieder WR Michael Pittman suchte, zu einem 3 & Out zwingen. TE Connor Heyward vollendete, indem er seine Finger an den Punt von P Rigoberto Sanchez bekam und EDGE Nick Herbig den freien Ball an der 1-Yard-Linie einsammeln konnte. Von dort fand Trubisky WR Diontae Johnson in der Endzone zum 13:0.

Bis hierhin war es sicherlich eine tolle Vorstellung auf beiden Seiten des Balls, welche aber jäh enden sollte. So bekam die Defense keinen Zugriff mehr auf den heiß laufenden Pittman, während Trubisky scheinbar zu einem plötzlichen Höhenflug ansetzte, welcher aber schmerzlich auf dem Boden der Tatsachen endete.

Pittman musste bereits nach kurzer Zeit verletzungsbedingt vom Feld, aufgrund eines harten Hits von SS Damontae Kazee, der dafür völlig zurecht disqualifiziert wurde. An dieser Stelle wünschen wir dem Colts Star-Receiver natürlich alles Gute. Ihm folgte ein Play später FS Minkah Fitzpatrick, beide sollten nicht mehr zurückkehren. So mussten nun S Trenton Thompson und S/ST Miles Killebrew das Defensive Backfield übernehmen, was diesen weitestgehend gelang, doch es fehlte deutlich an Absprachen und Chemie zwischen den beiden und ihren Cornerbacks. 

Trubisky spielte bis hier ein gutes Spiel und traute sich, mit der Führung im Rücken, zunehmend mehr zu. Nach zwei First Downs durch Johnson und WR Allen Robinson verpasste er jedoch TE Pat Freiermuth in der Mitte. Offensichtlich wurde hier die Coverage von beiden unterschiedlich gelesen, weswegen der Ball in den Rücken von Freiermuth kam. 

Vor der Halbzeit sorgte dann Minshew für einen schnellen Touchdown auf WR D.J. Montgomery, welcher hier seine ersten Pässe der Saison fing. Innerhalb von 22 Sekunden kamen die Colts also 74 Yards weit bis in die Endzone. Das Ganze mit der freundlichen Hilfeleistung von CB Joey Porter Jr., welcher sich gegen WR Alec Pierce nur mit einer Pass Interference zu behaupten wusste. 

Halbzeit 13:14 Colts

Von der Leichtigkeit der ersten Drives war nicht mehr viel zu spüren. So fumblete RB Najee Harris gleich den ersten Ball, welcher von SS Julian Blackmon an der 18-Yard-Linie recovered und durch TE Mo Alie-Cox zum Touchdown konvertiert wurde.

Während die Colts ihr Spiel durchzogen, stand sich die Steelers Offense mal wieder selbst im Weg. Nun im Fokus: Die Offensive Line. Nicht nur das Run Blocking war weniger effizient als gewohnt, auch die Pass Protection war in klaren Passing Downs eine Farce. Und dann waren da noch die Penalty Yards: 8 Strafen für 101 Yards waren nicht nur einmal ein Drive Killer. Allein drei Offensive Holdings sind zu viel für jeden guten offensive Drive. Dazu kam das passende Ende, als man mit 11 Punkten Rückstand an der Colts 39-Yard-Linie zum Punt ansetzte. Eine Entscheidung, die nicht nur Chris Boswell verwunderte, welcher bereits wie selbstverständlich auf den Platz gelaufen war.  

Die Colts konnten indes machen, was sie wollten, und so holte man über RB3 Trey Sermon und RB4 Tyler Goodson die nächsten Punkte per Field Goal. 13:27 Colts.

Mit dem Druck der langsam herunterlaufenden Uhr im Nacken nahm Trubisky nun das Heft des Handelns vollends selbst in die Hand und verteilte den Ball zunächst stetig an unterschiedliche Receiver. So ließ er sich auch nicht von Sacks und Penalties aufhalten und konvertierte erfolgreich einen vierten Versuch mit einem 15 Yard Pass auf Johnson. Leider hatte auch dieser Drive ein abruptes Ende, als Trubisky einen Wurf auf Pickens über die Mitte leider viel zu hoch ansetzte und der Ball so wieder in den Händen Blackmons landete. 

Dies sollte sein letzter Wurf gewesen sein, da in der Garbage Time QB Mason Rudolph das Feld betrat – offensichtlich eine Entscheidung von Coach Tomlin. Rudolph versuchte das Unmögliche, weswegen die Colts noch einmal zum Field Goal kamen. 

Spielende 13:30 Colts

If we can make it through December
Maybe we’ll make it through forever
‘Cause all I want for Christmas
Is you and me to fix this
If we can make it through December
Every New Year we’ll be together
Baby, all I want for Christmas
Is you and me to fix this

(All I Want (For Christmas) – Liam Payne)

Nach dieser Niederlage bleibt vor allem die Resignation darüber, dass es nun wohl endgültig vorbei ist mit der Hoffnung auf die Playoffs. Als nun viertes Team in der AFC North und mit Niederlagen gegen die drei Konkurrenten aus der AFC South muss wohl mehr als ein Wunder her, um dieses Ziel noch zu erreichen, besonders wenn man sich den aktuellen Football in Pittsburgh anschaut. Dort werden nicht nur individuelle Fehler gemacht, vielmehr zeigt die Körpersprache einiger Spieler, dass man hier nicht mehr als Team agiert. Dazu kommen gehäuft zweifelhafte Entscheidungen von den Coaches – nicht nur spielerisch, sondern auch strategisch. Ob sich daran in den nächsten Wochen etwas ändert, ist fraglich.

It hasn’t been the greatest year
But through thick and thin we made it here
Just keep holding onto me
And I’ll hold you
But we made it through the hardest part
And I followed you, the brightest star
I just wanna be where you are
Right where you are

(All I Want (For Christmas) – Liam Payne)

Am Ende steht also eine schwierige Saison, in der die Steelers uns viele Kopfschmerzen bereitet haben. Besonders die (schematischen) Probleme in der Offense und die ungelöste QB-Frage stehen weiterhin im Raum, aber auch das Defensive Backfield und die vielen Verletzungen werfen Fragen auf. Fragen, die in der Offseason beantwortet werden müssen. 

Bis dahin gilt es, die Saison vernünftig abzuschließen und wenigstens den Bengals am Samstag in die Weihnachtssuppe zu spucken. Unter dem Motto: ”All I want for christmas is a win against the Bengals” wünschen wir euch an dieser Stelle bereits frohe Weihnachten und erholsame Feiertage. 

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