Review Week 11 vs Bengals

written by Oliver Niesmann
11 · 17 · 25

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Ein Rudolph für alle Fälle

Am gestrigen Sonntagabend trafen die 5-4 Pittsburgh Steelers auf die 3-6 Cincinnati Bengals. Im Rückspiel der Divisionsrivalen in Pittsburgh war also alles angerichtet für eine richtungsweisende Partie beider Mannschaften. Im Hinspiel gab es eine 31:33 Niederlage für Pittsburgh und alle erwarteten erneut ein High-Scoring-Game, aber es sollte anders kommen:

Der Beginn der Partie versprach zunächst noch Besseres, denn die Pittsburgh Steelers eröffneten die Partie um 19 Uhr deutscher Zeit mit einem schönen Opening-Drive-Touchdown. Nach ein paar schönen Läufen durch Warren war es am Ende sein Pendant Kenny Gainwell, der einen Pass von Aaron Rodgers für 11 Yards in die Endzone trug.

Auf der Gegenseite vollendete Tee Higgins den ersten Ballbesitz der Bengals mit einer 28-Yards-Reception zum Touchdown. Nach einer Strafe gegen Pittsburgh und der missglückten Two-Point-Conversion stand es also 7:6 für Pittsburgh. Alle Fans erwarteten, dass es genauso weitergehen sollte, aber manchmal kommt es anders als man denkt.

Die Luft war auf einmal raus und beide Teams kamen offensiv ziemlich ins Stocken.
Abwechselnd vermasselten sich die Teams ihre offensiven Drives durch dumme Strafen, fallengelassene Bälle oder Ungenauigkeiten im Passspiel. Die defensive Leistung beider Teams darf aber auch nicht unter den Tisch fallen, denn beide Teams wirkten deutlich besser eingestellt auf die Stärken des jeweiligen anderen als noch im Hinspiel.

Am Ende waren es insgesamt sechs Punts bis Pittsburgh endlich mal wieder in Reichweite des Field Goals gelangte, was aber auch durch einige Strafen begünstigt wurde. Hier war es mal wieder Chris Boswell, der aus 25 Yards sicher verwandelte und somit den Halbzeitstand von 10:6 begründete. Ein Problem aus diesem Drive, welches zunächst nur als leichte Blessur erschien, wurde Aaron Rodgers Verletzung, der bei einem Tackle ungünstig auf sein linkes Handgelenk fiel. Zwar konnte Rodgers den Drive beenden, aber als Mike Tomlin nach der Pause verkündete, dass Mason Rudolph reinkommt, war klar, dass es doch mehr gewesen sein musste.

Zuerst aber hatte Cincinnati den Ball und Joe Flacco konnte ebenfalls so viel Raumgewinn erzielen, dass Evan McPherson aus 43 Yards auf 9:10 verkürzte.
Nun lag es an Mason Rudolph, das Spiel zu gewinnen. Sein erster Passversuch sah noch ein wenig holprig aus, aber danach zeigte Rudolph, warum er sich schon so lange als Backup Quarterback in der Liga hält. Drei Pässe in Folge bei dritten Versuchen, die er jeweils anbrachte und somit den Drive am Leben hielt. Pittsburgh konnte am Ende drei Punkte aus diesem Drive mitnehmen und stellte den alten Abstand von vier Punkten wieder her.

Für Flacco hieß es wieder nachzuziehen. Doch nachdem Pittsburghs Neuling Kyle Dugger ein paar Plays vorher einen sicheren Pick Six noch fallen ließ, konnte er dies zum Ende des dritten Viertels besser machen. Den Pass über die Mitte fing er nicht nur ab, sondern trug ihn auch noch für 73 Yards zum Touchdown für die Defense zurück in die Endzone. Plötzlich stand es 20:9 und Pittsburgh hatte eine Two-Score-Führung. Dies war der Momentum-Change, den Pittsburgh gebraucht hat.

Im nächsten Drive konnte man Cincinnati zwar erneut bei nur drei Punkten halten, das besondere an dem Drive war aber etwas ganz anderes. Bei Ja’Marr Chase und Jalen Ramsey kochten die Gemüter über. Zuerst waren es ein paar unschöne Worte, die ausgeteilt wurden und beiden Spieler eine Ermahnung einbrachte, ehe Ramsey das Spucken von Chase mit einem Schlag auf den Helm erwiderte. Während Chase Vergehen von den Schiedsrichtern ungesehen und ungeahnt blieb, musste Ramsey das Spiel frühzeitig verlassen. Die kommenden Tage werden zeigen, welche weiteren Folgen auf die beiden Spieler zukommen.

Pittsburgh ließ sich davon aber nicht beirren und konnte im Gegenzug über Kenny Gainwell einen Touchdown zum 27:12 erzielen. Gerade Mason Rudolph überzeugte hier mit seiner Ruhe die er ausstrahlte und die sich auch auf die Offensive Line auswirkte. Es sah auf einmal alles flüssiger aus. Und auch im nächsten Drive konnte die Defense den Flow mitnehmen. Nach einem 5-Yards-Pass von Flacco auf Fant, war es Brandin Echols, der ihm den Ball entriss und James Pierre, der diesen zurück in die Endzone trug. Der zweite Defensiv-Touchdown des Abends und es stand 34:12 für Pittsburgh.

Cincinnati bekam den Ball mit 3:22 Minuten auf der Uhr, konnte aber kein Kapital mehr daraus schlagen, denn dieser Drive endete mit einem Turnover on Downs. Mason Rudolph durfte abknien und die Freude war riesig in Pittsburgh.

Was nehmen wir mit aus diesem Spiel?

  • Eine überzeugende Steelers Defense, gerade im Backfield mit einer starken Leistung 
  • Aaron Rodgers zeigte erneut kein gutes Spiel und droht nun auch noch auszufallen
  • Mason Rudolph bewies, warum man ihn zurück holte. Er machte das, wofür man einen guten Backup-Quarterback im Team benötigt. 

Es bleibt spannend in Pittsburgh und das Tor zu den Playoffs ist weiterhin offen.

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