Review Week 1 vs Falcons

written by Oliver Niesmann
9 · 14 · 26

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Ein freundliches Moin in die Runde und Herzlich Willkommen zum ersten Victory Monday 2026. 

In Woche 1 trafen die Pittsburgh Steelers zuhause zum Home Opener auf die Atlanta Falcons um 19 Uhr deutscher Zeit und wir möchten einmal für Euch auf das gestrige Spiel schauen.

Spielverlauf

Quarter 1:

Pittsburgh startete ordentlich, konnte den ersten längeren Drive aber nur mit einem 43-Yard-Field-Goal von Chris Boswell abschließen.
Atlanta antwortete zunächst nicht überzeugend.
Dann der erste große Swing: Jaylen Warren fumblete tief in der eigenen Hälfte.
Atlanta nutzte das sofort aus: Bijan Robinson erzielte nach einem kurzen Pass einen 23-Yard-Touchdown.
Die Falcons führten 7:3.

Quarter 2:

Pittsburgh kam durch ein weiteres Field Goal aus 28 Yards auf 7:6 heran.
Kurz danach dann der erste große defensive Play der Steelers, Jaquan Brisker fing einen Pass von Cooper Rush ab.
Die Steelers verwandelten den Turnover anschließend in Punkte.
Ein Reverse-Flea-Flicker auf Jaylen Warren brachte Pittsburgh in eine gute Position, bevor Pat Freiermuth den ersten Steelers-Touchdown der Saison für 6 Yards fing.
Atlanta fand offensiv anschließend kaum Rhythmus, dazu kamen weitere Penalties und ein verschossenes Field Goal von Nick Folk.
Auch Pittsburgh versuchte noch ein Field-Goal aus 66 Yards zu treffen, aber Boswell sah wohl schon den heraneilenden Defender und stoppte ab. Cameron Johnston warf den Ball anschließend weg zum Turnover on Downs.

Halbzeit: 13:7 Steelers

Quarter 3:

Atlanta startete die zweite Hälfte mit der Chance, den Rückstand zu verkürzen, aber Nick Folk verschoss ein 45-Yard-Field-Goal.
Pittsburgh konnte daraus allerdings keinen wirklichen Vorteil ziehen und produzierte selbst mehrere erfolglose Drives.
Atlanta blieb deshalb dran und bekam durch einen 24-Yard-Catch von Bijan Robinson wieder gute Feldposition.
Folk traf anschließend aus 51 Yards.
Vor dem 4. Quarter stand es nur noch 13:10 für die Steelers.

Quarter 4:

Atlanta hatte weiterhin die Chance, das Spiel zu drehen und startete mit einem 20-Yard-Lauf durch Bijan Robinson.
Dann kam der entscheidende Moment: Cooper Rush warf erneut einen Checkdown in Richtung Bijan Robinson, T.J. Watt sprang dazwischen und trug die Interception 35 Yards zum Pick-Six zurück.
Pittsburgh erhöhte damit auf 20:10.
Atlanta gab nicht auf und kam durch ein weiteres 43-Yard-Field-Goal noch einmal auf 13:20 heran.
In den letzten Minuten gab Pittsburgh den Ball aber nicht mehr her und konnte das Spiel mit Runs von Jaylen Warren und Rico Dowdle herunterspielen.

Endstand 20:13 Steelers

Gewinner & Verlierer

Gewinner:

  • Pat Freiermuth: Er wurde endlich mal über das gesamte Spiel ins Passing-Game eingebunden und konnte mit einem Touchdown überzeugen.
  • TJ Watt und Alex Highsmith: Die beiden Edge Rusher konnten überzeugen und waren maßgeblich am Sieg beteiligt. Highsmith mit zwei Sacks und TJ Watt hatte zu seinen zwei Sacks auch noch mehrere Tackle for Loss und den Pick 6, mit dem er den Sieg einleitete.
  • Ramsey und Brisker: Beide “Safetys” überzeugten mit Pass Deflections und Brisker mit einer Interception.
    Payton Wilson: Bei ihm war es nicht der eine große Moment, sondern die ganz, ganz vielen kleinen. Oft war er es, der das Tackle setzte und das Play beendete.
  • Wer hier vielleicht nicht ganz in die Reihe passt, aber trotzdem erwähnt gehört, ist Kaden Wetjen: Er hat in Ansätzen gezeigt, was er kann und das hat Bock auf mehr gemacht.

Verlierer:

  • DK Metcalf: Auch wenn es ein paar Mal vielleicht am Kontakt des Gegners lag, waren vier Catches bei zehn Targets zu wenig für den Receiver Nummer 1.
  • Das Laufspiel: Warren’s Fumble, Dowdles 1,9 Yard per Attempt. Es war keine Katastrophe, aber zu wenig für ein Run-First-Team.
  • Die O-Line: Ich will hier nicht auf einen Teil draufhauen. Die O-Line muss sich steigern, mit welchem Personal auch immer und das am besten schon im nächsten Spiel.
  • Aaron Rodgers: Wenn mir dieses Spiel eins gezeigt hat, dann hätte Aaron seine Karriere besser schon beendet. Man sieht einfach in jeder Bewegung, dass er die Physis nicht mehr für diese Liga hat. Auch wenn sein Arm weiterhin stark ist, limitiert seine Fähigkeit Druck auszuweichen einfach jede Offense, er frisst Sacks, die nicht sein müssen und die O-Line muss besser sein als bei mobilen QBs.
  • Roman Wilson. Der für mich am ehesten hier nicht hingehört, dennoch muss sich Wilson gegen Germie Bernard durchsetzen bzw. seinen Platz verteidigen und ich habe Argumente gesehen, warum man Bernard gerne mehr einsetzen sollte.

Besonderheiten:

  • TJ Watt hatte mit 2 Sacks, 3 Tackle for Loss und dem Pick 6, die beste Saisoneröffnung seiner Karriere. Außerdem rutscht er nach der Interception aus und schafft es wahrscheinlich nur in die Endzone, weil der RT Jawaan Taylor abschaltet. Zudem ist er der zweite Spieler nach Julius Peppers, der 100+ Sacks und 10+ Interceptions in seiner Karriere erreicht hat.
  • Die Steelers gewinnen trotz der enttäuschenden Quote von 3/13 bei Third Downs.
  • 3,5 Field Goals gingen in diesem Spiel daneben – zwei von Nick Folk, eines von Chris Boswell und ein “Field Goal” von Cameron Johnston. Das letzte Mal, dass in einem Steelers Game mehr als 3 Field Goals nicht verwandelt wurden, war am 4. November 2001 gegen die Baltimore Ravens.
  • Bijan Robinson war praktisch Atlantas gesamte Offense: 173 der 238 Team-Yards kamen von ihm – 83 Rushing + 90 Receiving. Kyle Pitts hingegen hatte keinen einzigen Catch.

Fazit:

Pittsburgh startet mit einem wichtigen 20:13-Sieg in die Saison, auch wenn offensiv noch viel Luft nach oben ist. Die Defense um T.J. Watt war der entscheidende Faktor und machte die entscheidenden Plays. Gleichzeitig bleiben das schwache Run Game, die Third-Down-Effizienz und die Probleme in der Offensive Line als klare Baustellen.
Unterm Strich: ein guter Start, aber definitiv noch kein überzeugender Auftritt. Die Steelers gewinnen dieses Spiel vor allem dank ihrer Defense.

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