Preview Week 05: Ravens @ Steelers

written by Andre Vilshöver
10 · 07 · 23

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Wenn man vor der Saison gesagt hätte, man würde nach Woche 4 mit einem Record von 2-2 in das Spiel gegen die Ravens gehen, hätten die meisten das akzeptiert und sich auf eine schöne Partie AFC North Smashmouth Football gefreut.
Das man aber in der letzten Woche in Houston gegen die Texans mit 6:30 komplett unter die Räder gekommen ist und die Ravens die Browns mit der bis dahin besten Defensive der Liga mit 27:3 in ihre Schranken gewiesen hat, lässt die Vorfreude auf diese Partie schon etwas schwinden. 

Weekly Update

Wie bereits in der Vorwoche weist der Injury Report der Steelers 10 Spieler auf, aber im Vergleich hatte man diese Woche nicht so viel Glück damit, dass die Spieler im Laufe der Woche fit wurden.
Die größte Sorge war das Knie von Kenny Pickett. In Houston wurde Pickett am Ende durch Mitchell Trubisky ersetzt, trainierte aber bereits am Donnerstag wieder voll.
Erneut werden Guard James Daniels (Leiste) und Punter Pressley Harvin (Oberschenkel) nicht spielen können, sie werden wie letzte Woche durch Nate Herbig und Brad Wing ersetzt.
Zusätzlich werden Tight End Pat Freiermuth (Oberschenkel), Tackle Dan Moore Jr. (Knie) und DeMarvin Leal (Gehirnerschütterung) nicht spielen können – hier werden Tight End Rodney Williams (vom Practice Squad), Broderick Jones und Breiden Fehoko die Rollen übernehmen, bzw. mehr Spielzeit in der Rotation erhalten.
Für das Spiel ist Edge Rusher Alex Highsmith (Leiste) ebenfalls noch als fraglich gelistet, auch wenn er der Presse bereits mitgeteilt hat, am Sonntag spielen zu wollen. 

Gegnercheck

Die Ravens reisen in Woche 5 bereits zu ihrem dritten Division Game nach Pittsburgh – bisher konnte man die Bengals und Browns besiegen und steht mit einem weiteren Siegg aus Woche 1 gegen die Texans auf Platz 1 der AFC North.
Nur das Spiel in Woche 3 gegen die Indianapolis Colts, welches man in der Verlängerung verloren hat, befleckt die weiße Weste von unseren Lieblings-Division-Rivalen.

Auch wenn die Ravens vor der Saison ihren Strength- & Conditioningcoach gewechselt haben, war das Lazarett zum Anfang der Woche mit 11 Spielern sehr gut gefüllt. Mit OLB Oweh (Knöchel) und Safety Worley (Schulter) sind bereits zwei Spieler für Sonntag als Out gemeldet.
Der Einsatz von Tackle Morgan Moses (Schulter) ist fraglich und bei Receiver Beckham Jr, Cornerback Humphrey, Tackle Stanley, sowie den Running Backs Mitchell und Hill entscheidet sich erst am Gameday, ob diese auflaufen können. 

Offense

Denkt man an die Baltimore Ravens, so denkt man direkt an Lamar Jackson und seine Fähigkeit, den Ball zu laufen. Hier haben sich viele vorgestellt, dass der neue Offensive Coordinator Todd Monken Lamar weniger laufen lässt – aber er hat relativ früh klargemacht, seinem QB nicht die größte Stärke zu nehmen, auch wenn er weniger laufen soll als in den Jahren zuvor unter Gregg Roman.
Da sich allerdings J.K. Dobbins als Nummer 1 Runningback die Achillessehne gerissen hat und die anderen Backs Hill und Edwards das nicht kompensiert bekommen, steht Lamar mehr im Rampenlicht als Runner, als den Ravens lieb ist.
So führte Jackson mit 220 Yards und 4 Touchdowns die Ravens auf dem Boden an, etwas was in der Vergangenheit, wenn er gegen die Steelers gespielt hat, immer gut unterbunden werden konnte.

Lamar Jackson soll in diesem Jahr mehr passen und dafür wurde ihm mit Odell Beckham Jr., Nelson Agholor und Rookie Zay Flowers neues Material zur Seite gestellt. Man mag von der Beckham Verpflichtung in Anbetracht des Preis-Leistungs-Verhältnis – 2 Spiele verletzt bei 15 Millionen für ein Jahr – halten was man möchte, doch war es ein cleverer Schachzug der Ravens – Lamar ist happy und die jungen Receiver Bateman und Flowers können von seiner Erfahrung profitieren.

Profitieren tut Jackson auch von seiner Verbindung mit Star-Tight-End Mark Andrews, der weiterhin die Nummer 1 Anspielstation ist und dazu immer wieder als Safety Blanket fungiert. Zusätzlich hat sich die Connection zwischen Jackson und Flowers als sehr fruchtbar bewiesen – Flowers blieb ein Touchdown zwar bisher verwehrt, doch bereits vier Big Plays und ein Average von 10,2 Yards bedeuten eine Gefahr für die Secondary der Steelers.

Defense

Wie die Steelers stehen auch die Baltimore Ravens seit jeher für einen knallharten Defensive Football. Defensive Coordinator Mike Macdonald macht hier einen guten Job, indem er die Schwächen im Pass Rush durch vielseitiges Einsetzen der Linebacker und Defensive Backs sehr gut kaschiert.

Mit dem Abgang von Calais Campbell fehlt der Defensive Line um Michael Pierce und Justin Madubuike die Durchschlagskraft, welche auch durch die Verpflichtung von Jadeveon Clowney nicht übermäßig verbessert werden konnte. Ein Ausfall von Edge Rusher Oweh wäre dafür mit Sicherheit nicht förderlich – kein Wunder, dass man versucht hat, sich mit Veteran Kyle Van Noy für die Front 7 noch zu verstärken.

Daher sind Spieler wie Safety Kyle Hamilton oder Linebacker Roquan Smith für die Defensive der Ravens immens wichtig. Diese beiden sind ein Beispiel dafür, wie mit unterschiedlichen Blitzkonzepten und Stunts die gegnerische Offensive Line permanent unter Druck gesetzt werden kann. Hamilton führt die Ravens mit 3 Sacks in dieser Saison an – Smith ist derweil der Tackle Leader bei den Gästen.

Während es vorne ziemlich dünn besetzt ist, wird es im Defensiven Backfield der Ravens sowohl von den Namen als auch von der Tiefe des Kaders her besser. Auch wenn Star Cornerback Marlon Humphrey weiter auszufallen droht, sind mit Kyle Hamilton, Marcus Williams, Brandon Stephens und Ronald Darby trotz alledem sehr talentierte Spieler dabei, welche es der Passing Offensive der Steelers sehr schwer machen werden Bälle an den Mann zu bringen.

Sollte der Offensive Gameplan der Steelers die Mitte des Feldes in dieser Woche in Betracht ziehen, stehen dort mit Patrick Queen und Roquan Smith zwei Top-Linebacker, die nur darauf warten die Tackles zu setzen oder auf einen Pick zu spekulieren. Ein Inside Linebacker Duo, das an die Zeiten eines Ray Lewis erinnert. 

Key Matchups

  • QB Lamar Jackson <-> Cole Holcomb
  • TE Mark Andrews <-> Kwon Alexander
  • RT Daniel Faalele <-> TJ Watt
  • CB Brandon Stephens <-> George Pickens

Fazit

Die Ravens wollen das Momentum mitnehmen und die Waage in der AFC North frühzeitig in Ihre Richtung kippen lassen, während die Steelers nach der desolaten Leistung aus der Vorwoche Wiedergutmachung leisten müssen.
Vor allem die Steelers sollten in diesem Spiel alles auf dem Platz lassen, da in der nächsten Woche bereits die Bye Week auf Mike Tomlins Team wartet.


Wird der nächste Receiver des Gegners einen Career Day haben oder schafft es das Cornerback-Duo Wallace und Peterson Zay Flowers in den Griff zu bekommen? 

Sollte die Offensive der Steelers auch in diesem Spiel nicht funktionieren, dann sind zwei Dinge – neben dem damit unausweichlichen Einbruch der Defense – gewiss: Es werden sehr schnell die “Fire Canada” Chants im Heinz Field zu hören sein und Mike Tomlin und Matt Canada müssen sich die Frage gefallen lassen ob es so sinnvoll ist / war mit einem nicht hundertprozentig fitten Quarterback in ein AFC North Division Duell zu gehen.

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