Draftneed #9 – Interior Defensive Line

written by Jonas Wedlich
4 · 20 · 22

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DL

Rosteranalyse

#57 Montravius Adams

#61 Daniel Archibong

#68 Khalil Davis

#73 Carlos Davis

#91 Stephon Tuitt

#92 Isaiahh Loudermilk

#94 Tyson Alualu

#95 Chris Wormley

#97 Cameron Heyward

#99 Henry Mondeaux

Draftprospects 2022

Im Vergleich zu Vorsaison ist der Kader größtenteils unverändert geblieben.  Einzig Isaiah Buggs wurde zum Ende der Saison entlassen und wird nun für die Las Vegas Raiders spielen. Des Weiteren wird Stephon Tuitt wieder zurückerwartet, nachdem er die gesamte letzte Saison aus gesundheitlichen und mentalen Gründen aussetzte. Sollte es bei #91 noch vor dem Draft zu einer Entscheidung für ein etwaiges Karriereende kommen, würde der Need auf der Position natürlich deutlich größer anzusehen sein, ansonsten wäre wohl eine Verstärkung an Tag 3 am wahrscheinlichsten. Insgesamt ist die Klasse sowohl an der Spitze gut besetzt als auch ziemlich tief, einzig für Tag 2 bietet die Klasse weniger Potential.

Neil Farrell Jr. – LSU (6-4. 325 lbs, 23 Jahre)

Farrell ist vor allem ein kräftiger und physischer Nose Tackle. Seine Explosivität und Power gepaart mit seiner Masse machen ihn zu einem idealen Run Stopper, der in jedem Play 100 % gibt. Leichtere O-Liner bekommen schnell Probleme im Run Block gegen ihn, wodurch er häufig die Rushing Lanes der Running Backs stört. Häufig ermöglicht er so den Linebackern früh einen Tackle zu setzen. Farrell ist am besten, wenn er seitlich vom Center aggressiv in ein festes Gap stechen kann. Dabei nutzt er seine Hände und einen schnellen ersten Schritt, um sich einen Vorteil gegenüber dem Center zu schaffen. Darüber hinaus muss er lernen das Spiel besser zu verstehen und den Ball zu finden. Abzuwarten und dem Running Back zu folgen ist aktuell nicht sein Spiel, hier verliert er auch häufig durch seine etwas zu kurzen Arme. Als Pass Rusher ist Farrells Spiel definitiv deutlich ausbaufähig. Weder besitzt er die nötige Agilität noch die erwünschten Pass Rush Moves, um zum Quarterback zu kommen. Aufgrund seiner Limitation als Nose Tackle only ist sein Ceiling daher eingeschränkt.

SNG Draft Projection: Runde 3

Phidarian Mathis – Alabama (6-4, 312 lbs, 23 Jahre)

Weniger explosiv und dafür mehr technisch begabt ist Phidarian Mathis. Durch seine Maße und guten Hände kann er sich auf der gesamten D-Line zwischen den Offensive Tackles aufstellen, sowohl in 3-4 als auch in 4-3 Defense. Anstatt, wie Farrell Jr., in ein Gap zu crashen, behält Mathis die Übersicht und spielt konstant beide Seiten eines O-Liners. Dabei kann er zwar den Running Back weniger in seinen Rushing Lanes stören, schließt aber dennoch frühzeitig die richtige Lücke. Insgesamt ist Mathis deutlich ausgeglichener als Run Stopper, verfügt über weniger Kraft und Explosivität und dafür mehr Agilität, Technik und besseres Footwork. Aufgrund seiner inkonstanten Explosivität wird er Probleme bei Laufspielzügen bekommen, bei denen er um den O-Liner herum muss. Er sollte sich daher zunächst Head-to-Head aufstellen.

SNG Draft Projection: Runde 4

Jayden Peevy – Texas A&M (6-6, 315 lbs, 22 Jahre)

Peevy ist in einer 3-4 Defense beliebig einsetzbar und bringt bereits gute Erfahrung als 2-Gapper mit. Er hat sowohl die Power, um seinen Gegenspieler zu schieben als auch genügend Technik um zu beiden Seiten zu arbeiten. Mit einem guten Pad Level und Balance ist er nur schwer aus dem Gap zu kriegen. Darüber hinaus ist er ein sicherer Tackler und nur selten auf die Unterstützung der Linebacker angewiesen. Deutlich verbesserungsfähig sind sein Get Off und sein Pass Rush, welcher leider aktuell nicht ausgeprägt ist.  Peevy könnte bereits früh auf Rushing Downs hereinrotieren, ansonsten würde ihm professionelles Pass Rush Coaching weiterhelfen. Sollte er dieses umsetzen, könnte Peevy in zwei Jahren ein Starter in der Liga werden.

SNG Draft Projection: Runde 4

Eyioma Uwazurike – Iowa State (6-6, 320 lbs, 23 Jahre)

Eine gute Mischung aus Farrell Jr. und Mathis bekommt man in Uwazurike. Ebenso powerful wie vielseitig, mehr Skills als Pass Rusher und dennoch gut gegen den Run. Das Problem mit Uwazurike ist leider seine Konstanz. Am besten aufgestellt ist er zwischen den Guards, dort kann er seine physischen Attribute und kräftigen Beine am besten einsetzen. Besonders auffällig im Tape ist seine Lower Strength, mit der er regelmäßig Gegenspieler ins Backfield schiebt, selbst Iowas Center Tyler Linderbaum war mit ihm viel beschäftigt. Weiterhin beweist Uwazurike auch gute Technik, setzt seine Füße gut und zeigt so den ein oder anderen attraktiven Pass Rush Move, trotz seiner Größe. Die genannten Attribute und Fähigkeiten würden ihn sicherlich auch weiter nach oben bringen, allerdings setzt der Defensive Tackle der Cyclones diese nur sporadisch und inkonstant ein. So setzt er sich im ersten Snap hervorragend durch und macht das Play, während er sich danach für mehrere Plays dominieren lässt. Uwazurike muss definitv an seinem Handplacement arbeiten und ein tieferes Pad Level erreichen. Zurzeit ist er noch als Projekt anzusehen, bietet aber ein hohes Ceiling. Vermutlich würde er im ersten Jahr noch nicht viel Einsatzzeit sehen.

SNG Draft Projection: Runde 4

Otito Ogbonnia – UCLA (6-4, 320 lbs, 21 Jahre)

Ogbonnia ist limitiert als Nose Tackle. Mit seinen kräftigen Beinen und langen Armen stellt er gegnerische O-Linern häufig vor Probleme, besonders als 1-Gapper. Was ihm deutlich fehlt sind Spielverständnis und -übersicht. Als 2-Gapper entscheidet er sich zu häufig für das falsche Gap, was die Linebacker nach ihm wieder bereinigen müssen. Häufig schafft es Ogbonnia unter die Pads seiner Gegner und kann diese aus der Balance bringen, so schafft er es häufig zum Quarterback und könnte bereits früh auch als Pass Rusher auf Nose Tackle eingesetzt werden. Insgesamt ist Ogbonnia auf einem soliden Floor, muss allerdings im Run dominanter werden. Arbeitet er noch weiter an seiner Technik und seinem Pass Rush Arsenal könnte er sich für viele Jahre in der NFL festsetzen.

SNG Draft Projection: Runde 5

Esezi Otomewo – Minnesota (6-6, 285 lbs, 23 Jahre)

Für die Golden Gophers spielte Otomewo meistens auf Edge, doch aufgrund seiner Maße sehen wir ihn weiter nach innen rücken. Außen bringt er leider nicht genügend Athletik mit, um Offensive Tackles vor Probleme zu stellen. Bend bringt er dort kaum mit, stattdessen arbeitet er sich mit Power und Explosivität durch seine Gegenspieler – Outside Contains sind dabei häufig ein Problem für ihn. Sollte er als Defensive End in eine 3-4 Defense kommen, würde er diese Verantwortlichkeiten abgeben, dazu müsste er jedoch gute 15 lbs zunehmen. Gegen Guards sollte Otomewo seine Stärken besser ausspielen können, zusätzlich bringt er als Edge Rusher eine solide Hand- und Fußtechnik mit die ihm helfen könnte. Seine Stärken sind definitiv im Pass Rush, mit diesen sollte er sich allerdings für eine Position entscheiden.

SNG Draft Projection: Runde 5

Marquan McCall – Kentucky (6-3, 379 lbs, 23 Jahre)

In einer interessanten Wildcats-Defense mit vielen hybriden Spielern rotierte McCall auf Run Plays und gegen Short Yardage immer wieder rein. Bei seiner Masse ist McCall ein reiner Nose Tackle gegen den Run. Viel erinnert hier an den ehemaligen Steeler Dan McCullers. McCall ist kräftig und steht in den Gaps wie ein Fels, weswegen er nur schwierig aus dem Weg zu räumen ist. Offensichtlich ist er nicht der explosivste, allerdings lässt auch seine Technik häufig zu wünschen übrig. Vielmehr verlässt er sich rein auf seine Kraft, was in der NFL allerdings nicht mehr ausreichen wird. Seine Tackles zeugen weder von Technik noch von Power, Running Backs brechen häufiger seine Tackles, gerade wenn sie an ihm vorbeilaufen können. Danach beweist er leider auch nicht den Motor um dem Play hinterher zu gehen. McCall muss dringend „abspecken“ und seine Technik verbessern, wenn er nicht lediglich als Role Player eingesetzt werden möchte.

SNG Draft Projection: Runde 6

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