Draftneed #1 – Interior Offensive Line

written by Sascha Steel
4 · 29 · 21

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Rosteranalyse

#60 J.C. Hassenauer

#66 David DeCastro

#69 Kevin Dotson

#— Rashaad Coward

#— B.J. Finney

Nach dem Karriereende von Maurkice Pouncey klafft ein Loch im Zentrum der O-Line! Nach den Einsätzen von J.C. Hassenauer in der letzten Saison sollte klar sein, dass er noch einen weiten Weg gehen muss, um eine tragende Rolle zu übernehmen. Er wird im nächsten Jahr wieder Backup sein, wenn er denn den Rostercut schafft. Daneben wurde B.J. Finney zurückgeholt, da die Steelers wissen was sie in ihm bekommen. Er ist ein solider Backup auf allen drei Spots in der Interior Offensive Line und hatte Pouncey einige Male gut vertreten können. Aufgrund seiner Leistungen in 2019 unterschrieb Finney einen Vertrag bei den Seahawks, die ihn allerdings in der laufenden Saison nach Cincinnati tradeten. Leider konnte er, trotz der Probleme in beiden O-Lines, seine Leistung nicht zeigen und wurde am Ende der Saison entlassen. Ob er als regelmäßiger Starter für uns zu alter Stärke zurückfindet, ist daher äußerst fraglich.

Auf den beiden Guardspots sind Kevin Dotson und David DeCastro nach dem Abgang von Matt Feiler wohl gesetzt. Dotson lieferte 2020 als Rookie bereits sehr gute Leistungen und wurde von vielen Fans bereits damals als Starter gefordert. DeCastro lieferte leider in den letzten Jahren nicht seine gewohnten Leistungen und muss 2021 wieder dahin zurückkommen. Als Backup ist auch hier zuerst B.J. Finney zu nennen. Daneben verpflichtete man mit Rashaad Coward und Joe Haeg zwei Spieler die ebenfalls Chancen auf den ersten Backupspot haben.

Draftprospects 2021

Die 2021er Klasse bietet an der Spitze nur wenig Talente. Auf Center haben die Steelers allerdings eine realistische Chance einen guten Starter in der ersten Runde zu finden. Dahinter findet man nur wenige, bei denen man weiß, dass sie auf Center einsetzbar sind. Die Guards werden wohl, bis auf eine Ausnahme in der ersten Runde, allgemein ab Tag 2 weggehen, sind allerdings auch an Tag 3 noch zu haben. Es ist möglich, dass einige Prospects auf OT zunächst als Guards eingesetzt werden oder gänzlich als solche gedraftet werden. #HereWeGo:

Creed Humphrey – Oklahoma (6-5, 320 lbs, Redshirt Junior)

Humphrey ist ein agiler und technisch sehr sauberer Center. Er weiß, wie er seine Hände einsetzen muss um selbst körperlich überlegene Gegner zu blocken. Seine Hände sind nach dem Snap schnell am Gegner, so dass er gut in seinen Block hineinkommt. Dabei behält er die Füße immer in Bewegung und kommt so selten aus der Balance. Wird er durch kräftige Gegenspieler dennoch auf dem falschen Fuß erwischt, beweist er eine gute „Recovery Strength“ um wieder sein Gleichgewicht zu finden. Humphrey bringt drei Jahre Erfahrung auf Center mit, hat für Kyler Murray und Baker Mayfield geblockt und die Protection-Calls übernommen. Ihm fehlt leider die Athletik und Power um Lineman aus dem Gap rauszublocken. Viel eher spielt er vorausschauend und mit einem guten Football IQ.

SNG Draft Projection: Runde 1-2

Landon Dickerson – Alabama (6-6, 325 lbs, 22 Jahre)

Dickerson ist ein physischer Center mit viel Motivation im Spiel. Er kommt schnell in seine Blocks, kontrolliert seine Gegenspieler und bewegt diese über das Feld. Er spielt jeden Snap bis zum Schluss, geht auch Screenpässen hinterher und versucht jemanden downfield zu blocken. 2020 spielte er sehr dominant und zeigte keine eklatanten Schwächen. Aufgrund seiner überlegenen Physis verzichtet er auf aktive Fußarbeit. Wenn er in die NFL kommt, sollte er diese dringend wieder einsetzen.  Er wäre sicher deutlich höher auf dem Board, wenn er nicht von Verletzungen geplagt wäre. In fünf Jahren am College erlitt er zwei Kreuzbandrisse und zwei Knöchelverletzungen, welche jeweils Operationen nach sich zogen. Für viele Teams ist Dickerson daher erst ab Tag 3 eine Option, obwohl sein Talent für die erste Runde gegeben ist.

SNG Draft Projection: Runde 1-2

Ben Cleveland – Georgia (6-6, 335 lbs, 22 Jahre)

Cleveland zeigt wie agil Guards mit seinem Gewicht sein können. Er spielt nicht nur mit viel Power, sondern bewegt sich auch gut in Pass Protection. Trotz seiner Größe hat er einen tiefen Schwerpunkt und wird so selten aus seiner Balance gebracht. Er ist explosiv an der LoS und schwer loszukriegen, wenn er seine Hände am Gegenspieler hat. Zu häufig versucht er kraftvolle Blocks, bei denen er leider nicht gut aussieht. Pass Rusher haben so ein einfaches Spiel, um zum QB zu kommen. Seine Fußarbeit ist dazu nicht die beste, so dass er Probleme gegen Speed Rusher bekommt, wenn er außerhalb seines Körperrahmens spielt.

SNG Draft Projection: Runde 3

Jimmy Morrissey – Pittsburgh (6-3, 305 lbs, 22 Jahre)

Morrissey könnte einer der Sleeper auf der Centerposition sein. Er kam 2016 als Walk-On, also ohne Stipendium, zu den Panthers und ist seit 2017 regelmäßiger Starter auf Center. Er ist „undersized“, wodurch er Probleme hat Gegner aus dem Weg zu räumen, dazu fehlt ihm leider die Power und die Kraft. Im Pass bekommt er so seine Probleme, wenn gegnerische Defensive Tackles physisch überlegen sind. Daher muss Morrissey definitiv noch stärker werden und ein paar Pfunde auflegen. Ansonsten zeigt er eine gute Übersicht an der Line, macht Protection-Calls und hat bereits viel Erfahrung auf der Position sammeln können. Morrissey kommt schnell vom Snap zum Block, ist agil und beweglich und kann so im Run Game schnell auf das „Second Level“ kommen. Aufgrund seiner Größe fällt es ihm leichter seine Balance zu halten und mit einem tieferen Pad Level zu spielen. Ideal wäre eine Offense mit Zone Run Scheme, wo er seine Agilität ausspielen kann, indem er keinen direkten Gegenspieler hat und so den Block mit Anlauf aufnehmen kann.

SNG Draft Projection: Runde 4

Drake Jackson – Kentucky (6-2, 292 lbs, Senior)

Jackson ist für einen Center wahnsinnig klein und leicht, daher fällt es ihm schwer Gegenspieler zu bewegen. Allerdings schafft er es den Pass Rush aufzunehmen, ohne dabei nach hinten gedrückt zu werden. Er bewegt seine Beine dabei sehr gut und zeigt, dass diese bereits sehr kräftig sind. Wenn er noch weiter an seinem Oberkörper und seiner Kraft arbeitet, kann Jackson ein Steal in den hinteren Runden werden. Er ist sehr agil und explosiv, kommt daher schnell in seinen Block und zeigt gute Handtechnik. Jackson löst sich in den richtigen Situationen aus seinem Block und bewegt sich auf das „Second Level“ um Linebacker aus dem Spiel zu nehmen. Generell zeigt er ein gutes Verständnis für das Spiel und spielt jeden Snap mit 100% – mindestens. Aufgrund seiner Size ist er eine absolute Wildcard, allerdings liefert er sehr viel Potential.

SNG Draft Projection: Runde 4

Tommy Kraemer – Notre Dame (6-5, 317 lbs, Senior)

Kraemer ist ein physischer Guard, der seine Gegner mit starken Punches und Blocks kontrolliert. Er ist sehr kraftvoll und kann Gegenspieler in jede Richtung bewegen – sowohl im Run als auch im Pass. Bei jedem Play spielt er mit 100 % und zeigt dabei was für ein physischer Freak er ist. Dem gegenüber steht allerdings seine Agilität. Er ist weder explosiv noch besonders schnell. Beim Snap braucht er deutlich länger als seine Mitspieler, um in den Block zu kommen. Im Play bewegt er seine Füße nur wenig und bekommt daher Probleme, wenn er außerhalb seines Körperrahmens spielen muss. Muss in der NFL definitiv an seiner Schnelligkeit arbeiten.

SNG Draft Projection: Runde 4

David Moore – Grambling State (6-3, 320 lbs, Redshirt Junior)

Moore ist ein weiterer physischer Spieler, der in der NFL noch lernen muss. Er hat die Möglichkeit auf Guard und auf Center zu spielen. Am College dominierte er seine Gegenspieler physisch, allerdings spielte er auch nicht gegen die beste Konkurrenz. Für seine Gegner reichten Power, Agilität und Technik auf jeden Fall aus. Beim Senior Bowl konnte er sich gegen bessere Gegner beweisen und zeige, dass er die richtigen Anlagen hat um später in der NFL zu starten. Nach dem Snap kommt er schnell und kraftvoll in den Block, drückt Defensive Linemen aus den Gaps, ohne seine Balance zu verlieren. Seine Füße bewegen sich aktiv. Moore wird bereits in den Trainingscamps zeigen können, was er kann und wie schnell er dazulernt.

SNG Draft Projection: Runde 5

Michal Menet – Penn State (6-4, 306 lbs, 23 Jahre)

Menet ist nach drei Jahren als Starter auf Center bereits sehr erfahren, was Defensive Alignments angeht. Nach dem Snap kommt er schnell in den Block und setzt mit guter Technik an. Er behält während des Blocks seine Balance und reagiert gut auf Stunts. Sein Pad Level ist in Ordnung. Menet ist leider weder besonders agil noch besonders stark. Seine Hände werden zu einfach weggeschlagen. Er hat weder besonders aktive Füße noch spielt er jeden Snap zu Ende, viel eher tut er das was er tun muss. Seine Upside ist daher fraglich, allerdings wird er ein solider Backup sein, der bereits einen hohen Floor hat.

SNG Draft Projection: Runde 5

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