Das ist unser neuer Wide Receiver Miles Boykin

written by Daniel Stahl
4 · 21 · 22

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boykin

Persönliche Informationen:

Alter: 25 Jahre (12. Oktober 1996)
Gewicht: 100 kg
Größe: 1,93 m
College: Notre Dame

Bisherige NFL Karriere:

Nach einem Redshirt-Jahr 2015 spielte Miles Boykin von 2016-2018 bei den Notre Dame Fighting Irish, wobei er seine Leistung Jahr für Jahr steigerte. Er wurde zum 2018 Citrus Bowl MVP ernannt, nachdem er drei Pässe für einen Raumgewinn von 102 Yards und den spielentscheidenden Touchdown gefangen hat. 2019 meldete er sich schließlich zum Draft an, in dem er von den Baltimore Ravens in der dritten Runde an Position 93 ausgewählt wurde.

In den Saisons 2019 und 2020 wurde er jeweils in allen 16 Spielen eingesetzt. Im ersten Jahr gelangen ihm drei Touchdowns im zweiten Jahr derer vier. In der Saison 2021 konnte Boykin aufgrund einer Oberschenkelverletzung nur acht Spiele absolvieren in denen er lediglich einen gefangenen Pass für sich verbuchen konnte.

Am 18. April 2022 wurde Boykin von den Ravens entlassen.
Am 19. April 2022 nahmen ihn die Pittsburgh Steelers unter Vertrag.

Stärken und Schwächen:

Mit seiner Körpergröße und seiner Power kann er sich gut auch gegen physisch starke Cornerbacks durchsetzen. Diese Attribute ermöglichen es Miles Boykin außerdem sich nach dem Catch immer nach vorne zu bewegen, wodurch er nach dem Catch kaum Yards verliert, auch wenn er direkt angegangen wird. Seine Länge verschafft ihm zudem einen sehr großen Catch-Radius. Miles Boykin hat ein gutes Timing was ihn sehr schnell von der Line of Scrimage wegkommen lässt. Seine Fähigkeiten im vertikalen Spiel sind generell sehr gut. Er versteht es auch sehr gut Cornerbacks in Manndeckung unter Kontrolle zu halten und deren Möglichkeiten einzuschränken. Seine Beschleunigung nach Cuts ist extrem gut. Eine große Stärke ist seine Fähigkeit gute Blocks zu setzen und er hat in seiner Karriere bereits viele Einsätze in den Special Teams gehabt.
Dafür ist sein Routenrepertoire sehr begrenzt und er tendiert dazu das Ei komplizierter zu fangen als eigentlich notwendig. Bislang konnte er auch nicht mit Catches überzeugen bei denen er unter Druck stand. Nachdem er das Ei gefangen hat kann er keine Dynamik entwickeln um dadurch weitern großen Raumgewinn zu erzielen. In vielen Situationen bricht Boykin eine Route ab wenn er das Gefühl hat selbst nicht offen zu sein. Wenn man sich die Statistiken ansieht hat er leider mehr Drops als man von einem Wide Receiver sehen möchte. Auffällig ist außerdem, dass er nicht immer auf einer Wellenlänge mit seinem Quarterback war, was an mangelnder Kommunikation oder fehlendem Verständnis für das Playbook liegen könnte.


Fazit:

Miles Boykin ist ein Projekt – nicht mehr und nicht weniger. Er hat durchaus die Fähigkeiten und Veranlagungen um ein effektiver Rollenspieler in der NFL zu sein. Am jetzigen Punkt seiner Karriere kann er nicht mehr sein als ein durchschnittlicher NFL-Starter. Aber genau so jemand hat den Steelers aktuell gefehlt. Wenn Boykin es in den finalen Kader schaffen sollte, könnte er einen ordentlichen Backup für Chase Claypool abgeben und er gibt dem Coaching Staff zusätzlich die Flexibilität Claypool temporär auf einer anderen Position einzusetzen. Die Tatsache, dass Miles Boykin ein guter Blocker ist und er schon einige Special Teams-Erfahrung gesammelt hat, bringt ihn in eine gute Ausgangsposition um am Ende dem finalen Kader anzugehören. Während die Athletik und der Spielstil an Chase Claypool erinnern, sind seine Fähigkeiten als Blocker und die Erfahrungen mit den Special Teams an Cody White angelehnt. Momentan würde ich behaupten, dass es ein Duell zwischen Cody White und Miles Boykin um den letzten Wide Receiver-Kaderplatz geben wird, wobei ich hier leichte Vorteile für Boykin sehe, da er das größere Gesamtpaket mitbringt. Diese Verpflichtung wird nichts an der Strategie der Steelers verändern und ist ein Versuch einen Spieler zu entwickeln an dem man bereits im Vorfeld des Draft 2019 interessiert war. Wenn es nicht gelingt wie erhofft, dann kann man Miles Boykin vor Woche 1 wieder entlassen und der Schaden ist gegen NULL – also ganz nach dem Motto: Versuch macht klug!

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