Camp Battles 2023

written by Tobias Neumann
7 · 26 · 23

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latrobe

Latrobe hat seine Pforten bereits geöffnet und was für die einen im Team nicht viel mehr als ein weiterer Schritt zum Start der Saison ist, hat für andere ungleich mehr Bedeutung. Denn lange nicht jeder hat seinen Platz in der ersten Reihe gesichert und muss die Coaches erst noch überzeugen, sie im Depth Chart überhaupt zu berücksichtigen. Häufig steht man dabei in direkter Konkurrenz zu anderen Teammates, die ebenfalls dieses Ziel verfolgen.

Quarterbacks

Keine andere Position dürfte so fix sein wie der Spot under Center. Kenny Pickett hat sich letzte Saison bereits früher als vermutet als Starter etabliert und Mitch Trubisky geht in der Rolle des Mentors aus zweiter Reihe erstaunlich gut auf.

Wenn es für jemanden hier überhaupt um etwas geht, dann könnte man vielleicht noch Mason Rudolph nennen, der nach seiner Ein-Jahres-Verlängerung für diese Saison wohl seinen allerletzten Shot auf einen langfristigen Vertrag haben dürfte. Als klare #3 ist ein guter Vertrag in Steel City für ihn unter normalen Umständen aber quasi ausgeschlossen.

Runningbacks

An der Spitze sieht es hier ähnlich aus wie bei den Kollegen mit den starken Armen: Najee Harris ist unbestritten Starter und hat mit Jalen Warren endlich eine würdige #2, die ihm den Workload abnimmt.

Die Frage ist, was dahinter passiert, denn ein Spot ist mindestens noch frei im 53 Mann Kader. Anthony McFarland ist hier der Name, den die meisten kennen sollten. Der Maryland Back pendelt seit 2020 immer wieder zwischen Roster und Practice Squad in Steel City hin und her. Der Abgang von Benny Snell könnte nun sein Shot auf einen permanenten Platz sein.

Streitig machen möchte ihm das Jason Huntley, der 2020 von den Lions spät gedraftet wurde und anschließend 2 Jahre in Philadelphia verbrachte. Er war letztes Jahr noch im Practice Squad der Steelers, zeigte dort aber offenbar genug Potential, damit Coach-T ihn als mögliche #3 mit ins Camp nimmt. 

Wide Receiver

Mit Diontae Johnson, George Pickens und Veteran Signing Allen Robinson sind die Steelers erst einmal gut besetzt und der Draft von Tight End Darnell Washington deutet einen zumindest nicht geringen Anteil an 12-Personnel Sets an, für den auch nur 2 Receiver außen benötigt werden. Dennoch ist eine zweite Reihe hinter den genannten Startern unverzichtbar. Allein mit Blick auf 2024, wo Robinsons Cap Hit auf beachtliche $12 Mio. steigen wird, wäre Nachwuchs wünschenswert. Hoffnungen liegen hier natürlich auf dem letztes Jahr komplett ausgefallenen Calvin Austin III. Das Signing von bereits genanntem Allen Robinson zeigt aber auch, dass die Steelers sich mit ihm als #3 nicht wirklich sicher fühlen. Welchen Impact er haben wird, dürfte daher recht spannend werden.

Üblicherweise gehen die Steelers mit irgendwas zwischen 6 und 8 Receivern in die Saison. Theoretisch ist also auch viel Platz im Roster. Aber eben auch nicht genug für die aktuell 12 Receiver, die mit in das Camp einziehen. Neben einigen unbekannten Namen könnte es dort z.B. auch für Spieler wie Miles Boykin oder Cody White eng werden.

Tight End

Es gibt an dieser Stelle keinen Zweifel mehr daran, dass das 2023er Game in Steel City wieder deutlich physischer werden wird. Neben Pat Freiermuth als primärem Starter und Connor Heyward als FB / TE / H-Back / Was-auch-immer-Hybrid ist gerade für die blockintensiven 2 TE Sets noch ein weiterer Spot offen. Bislang nahm diesen Zach Gentry ein, der zwar einen soliden Floor bietet, aber vermutlich einfach zu wenig Potenzial für Splash Plays mit sich bringt. Das soll sich mit der Verpflichtung von Drittrundenpick Darnell Washington ändern. Doch wer wird zu Beginn im Schulterschluss mit Freiermuth auflaufen? Wird Washington, Steelers-untypisch, ins kalte Wasser geworfen oder wird von ihm erwartet, dass er Gentry im Laufe der Saison einholt?

Offensive Line

Broderick Jones wird wohl für einige Jahre die Blind Side von Kenny Pickett freihalten dürfen. Doch wer startet in Woche 1 links der gesetzten Interior Line? Immerhin ist unser Coaching Staff nicht dafür bekannt, Rookies unmittelbar der NFL-Mühle preiszugeben, bevor sie auch dafür bereit sind. Jones, so roh er aktuell auch noch wirkt, hat aber das nötige Talent, um mit einer überzeugenden Preseason ein Argument für den Starter Posten vor Dan Moore zu liefern.

Auch die zweite Reihe, besonders zwischen den Tackles, wird hart umkämpft sein. Vermutlich werden neben Cole, Seumalo und Daniels noch 2 weitere Interior Blocker ab Woche 1 mit dabei sein. Nick Herbig wurde als C/G Backup geholt und wird in dieser Rolle auch in die Saison gehen. Bleibt also noch ein vakanter Guard Spot. Mit Kevin Dotson und Kendrick Green sind es ausgerechnet 2 ehemalige Starter in Black and Gold, von denen vermutlich einer hinten raus fällt. Entsprechend hoch dürfte die Motivation bei beiden sein, es doch noch ins Roster zu schaffen.

Defensive Line

Mit Cam Heyward, Larry Ogunjobi und Rookie Keeanu Benton als Nose Tackle steht auch hier die Startformation erst einmal. Gerade an der Defensive Front rotieren die Steelers jedoch gern, was die Frage nach dem #3 DE mit sich bringt. DeMarvin Leal dürfte sich hierfür bereits empfohlen haben. 2022 konnte er nach dem Ausfall von T.J. Watt besonders mit seiner Vielseitigkeit Punkten, spielte bis auf Nose Tackle quasi jede Position an der Line of Scrimmage.

Doch auch Free Agent Armon Watts kann sich Chancen ausrechnen. Der Ex Viking kam in der Offseason für etwas mehr als das Veteran Minimum und kaum Garantien nach Pittsburgh. Watts ist im Vergleich zu Leal etwas bulliger gebaut und kann neben DE auch Nose Tackle spielen. Für beide wird daher Platz im Roster sein, die Frage ist aber, wer aufläuft, wenn plötzlich der Platz gegenüber dem Guard frei wird.

In den hinteren Reihen geht es für einige um den Rosterplatz generell. Neben einigen “Camp Bodies” ist darunter aber auch Chargers Veteran Breiden Fehoko, dessen Zukunft vermutlich noch nicht ganz fest steht.

Edge Rusher

Auch hier ist spätestens seit der Verlängerung von LB Alex Highsmith klar, wer neben T.J. Watt die nächsten Jahre den Ton in den Trenches angeben wird. Und auch dahinter zeichnet sich ein Bild ab, wie wir es schon bei einigen der oben behandelten Positionen hatten: Wer wird #3? Der Rookie (Nick Herbig) oder der Veteran (Markus Golden)? Bzw. ab wann dürfen wir fest mit Herbig als primärer Option in der Rotation rechnen?

Linebacker

Bis auf Ex-Runningback Mark Robinson ist nicht viel hinter der Line geblieben, wie es war. Cole Holcomb und Elandon Roberts werden starten und der ebenfalls neu verpflichtete Seahawks Veteran Tanner Muse wird Robinsons stärkste Konkurrenz auf den #1 Backup Spot werden. Besonders in Coverage hatte Robinson letztes Jahr noch ordentlich Nachholbedarf. Kann er sich dort bessern, dürfte es für Muse zwar für das Roster aber wohl nicht für den primären Backup Spot reichen.

Cornerback

Cam Sutton entschied sich nach der letzten Saison, sein Glück an anderer Stelle zu suchen, was uns im Vergleich zu 2022 in eine exakt gegenteilige Situation bringt: Mit Sutton war man im Slot sicher besetzt, während Wallace und Witherspoon außen immer wieder Bauchschmerzen beim Zusehen verursachten. Einer dieser Spots wird diese Saison von Veteran Patrick Peterson bespielt, der auf der anderen Seite Hilfe von Quasi-1st-Round-Pick Joey Porter Jr. bekommt.

Der Slot bleibt damit aber erst einmal ein Fragezeichen. Levi Wallace ist primär Außenverteidiger und James Pierre hatte inzwischen mehr als genug Chancen auf diesen Spot. Vielleicht ist das aber auch die Chance für Safety Tre Norwood, sich seine Lorbeeren im Backfield zu verdienen.

Safety

Das Front Office entschied sich nach dem Abgang von Terrell Edmunds, den vakanten Safety Posten in der Offseason nicht zu adressieren und stattdessen aus den eigenen Reihen nachzuziehen. Damontae Kazee, der schon letzte Saison über 200 Snaps als Deep Safety spielte, wird nachrücken. Die Frage hier ist aber, wie souverän er sich in den von uns viel gespielten Single High Sets schlägt, die von ihm ein physisches Spiel nah der Line of Scrimmage, im Slot oder in der Box verlangen. Im Grunde führt Kazee dort also ein Battle gegen sich selbst und seinen Posten als Starter über die Saison hinweg.

Special Teams

Die einzige wirklich fixe Position abseits von Offense und Defense ist nach wie vor Kicker Chris Boswell. Backup Kicker B.T. Potter ist ein reines Camp Signing und wird den Cut auf 53 Mann nicht überstehen. Gleiches würde ich auch gern über Punter Pressley Harvin behaupten. “Big Press” zeigte sich aber 2022 erneut alles andere als konstant und sitzt bestimmt nicht mehr so sicher wie bisher. Ihm im Nacken sitzt Braden Mann, der 2020 in der sechsten Runde an Pick 191 von den New York Jets im Draft gezogen wurde. Ein Wechsel ist daher im Laufe der Saison, oder bereits während des Camps, nicht unbedingt ausgeschlossen.

Als Returner hielt man, für einige wohl überraschend, Gunner Olszewski. Steven Sims, der letzte Saison diese Aufgabe übernahm, spielt ab dieser Saison bei den Texans und steht daher nicht mehr zur Verfügung. Die Hoffnungen liegen hier etwas auf Receiver Calvin Austin III, Olszewski diesen Posten streitig zu machen und endlich Ruhe in die Position zu bringen.

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